The party’s not over!

Links zum Abbiegen – Mai 2014

Wunderbar! So einen Ausschlaf-Blogschreib-Entspannungstag mitten in der Woche könnte es wegen mir jede Woche geben. Da geht man entspannt ins Wochenende. Früher in der DDR hatte meine Mutti 1x im Monat Haushaltstag. Das war ein arbeitsfreier Tag, an dem sie keinen Urlaub nehmen musste und neben Arbeiten im Haushalt z.B. auch mal Behördengänge erledigen konnte. In der BRD gab es den auch, allerdings nur in bestimmten Bundesländern und „Mit der Einführung der Fünftagewoche nahm seine Bedeutung jedoch ab.“ Seine Bedeutung von seiten der Arbeitgeber, vermute ich. Ich würde ihn sofort wieder einführen, wenn ich Königin von Deutschland wär – für Frauen und Männer. Wundert mich, dass die Anarchosurrealisten und Punks da nicht drauf kamen, während sie in den letzten 4 Jahren Island regiert haben (siehe erster Link).

Wieder ein dickes DANKE für einige der skurrilen und morbiden Links zum Abbiegen an Raquel, Jan und Madame Mel. Ihr seid prima!

Mehr Punk, weniger Hölle!

4 Jahre Anarchie in Reykjavic/Island: Mit 34,7 Prozent hat die Stadt 2010 eine neue Kraft an die Macht gewählt – die Anarchosurrealisten. Ihr Spitzenkandidat Jon Gnarr (Punk und Komiker) beherrschte worum es bei guter Politik geht: die Wahrnehmung der Umgebung. Ein langer, brillianter Artikel: „Wir machten Reformen, alle ohne Geld. Als Künstler waren wir gewöhnt, mit kleinem Budget zu arbeiten, das half. Wir wollten nicht das System in die Luft jagen. Wir wollten etwas bauen: etwas Schönes, etwas Unterhaltendes, etwas Cooles.“ Tatsächlich haben sie es auch geschafft.

Leben auf dem Friedhof

Ganze Familien sind den engen Slums von Manila entflohen und leben auf dem Nordfriedhof der philippinischen Hauptstadt. Ihre Häuser sind Gruften, die Gräber werden zur Kochplatte oder zum Babywickeltisch. Hier lebt auch die Open Air Friseurin Mary-Jane Hombre: „Wenn ich Kunden suche, gehe ich einfach von Grab zu Grab – irgendjemand braucht immer einen Haarschnitt.“ Eine interessante, aber auch etwas befremdliche Reportage.

 

Friedhofsbesuche mit Schriftstellern

Der Journalist Tobias Wenzel ist um die Welt gereist, um Schriftsteller auf Friedhöfen zu treffen, die für sie eine besondere Bedeutung haben. Mit dabei u.a. Simon Beckett, Jussi Adler-Olsen, Cees Nooteboom, Cornelia Funke, Benoit Groult und Donna Leon. Die Gedanken und Erinnerungen der Autoren sind oft sehr ergreifend und zeigen viel über das Innere der Schriftsteller, aber auch über Friedhöfe und Traditionen in verschiedenen Ländern. Die Friedhofsgänge mit Schriftstellern kann man auch als Buch kaufen, sie waren Teil der Ausstellung „Solange ich lebe, kriegt mich der Tod nicht“ bis Anfang Mai im Museum für Sepulkralkultur in Kassel. Mehr dazu hier auf dem Friedhofsfreunde-Blog – für alle, die wie ich taphophil sind.

Wird die Knochenkirche restauriert?

Wo liegt die Anleitung für den Knochenstapel?

Wo liegt die Anleitung für den Knochenstapel?

Wie der Blog „Vice“ berichtet, bestehen Pläne die Knochenkirche bei Prag in Kutna Hora zu restaurieren. „Inzwischen hat das Gebäude aus dem 14. Jahrhundert eine Restaurierung bitter nötig. Die Knochen fangen an zu zerbröseln, während sich die Kirche selbst wie ein Betrunkener zur Seite neigt. (…) Das Untergeschoss wurde seit 1870 nicht verändert und die makabren Deko-Elemente müssen zum ersten Mal seit ihrer ursprünglichen Installation bewegt werden.“

Das Hauptproblem besteht darin, dass keiner genau weiß, wie Frantisek Rint die Schädel und Knochen damals zusammengesetzt hat. Allein die vier Pyramiden in jeder Ecke auseinander zunehmen, würde je Pyramide ein Jahr dauern – insgesamt wird ein Zeitraum von mind. 5 Jahren für die Restaurierung geschätzt. Meine Meinung, wie ich die Restaurierung(spläne) finde, ist noch nicht fertig. Fakt ist, sie wird nicht mehr so aussehen wie zuvor und sicher auch etwas von ihrem Charme verlieren. Andererseits wäre es schade, wenn dieses morbide Erbe irgendwann verfallen würde und nicht mehr zugänglich wäre.

Ausgefallene Beerdigungen I: Star Wars

Ein 4 Jahre alter Junge, der an einem Hirntumor starb, bekam von seiner Familie eine ganz besondere Beerdigung im Star Wars Stil – Stormtroopers und R2D2 durften dabei natürlich nicht fehlen.

Star-Wars-Beerdigung von Jack Robinson (Foto: www.mirror.co.uk)

Star-Wars-Beerdigung von Jack Robinson (Foto: www.mirror.co.uk)

 

Ausgefallene Beerdigungen II: Abschiedsparty

Die in ganz New Orleans bekannte Partylöwin Mickey Easterling veranstaltete ihre letzte Party im Beisein ihres eigenen Leichnams. Mickeys letzter Wille war es gewesen, dass alle nach ihrem Tode zusammenkommen und feiern – nach dem Motto „The party’s over!“ Mickey Easterling selbst wurde mit „extreme embalming“ hergerichtet, saß in ihrem liebsten Cocktailkleid mit der Aufschrift „Bitch“ in einem Gartenstuhl, rechts eine Flute mit Veuve Clicquot in der Hand und in der Linken eine Zigarette. Prost & Goodbye! Wenn ich so darüber nachdenke…

„Und wenn das alles ist, dann will ich anders sein…“

Erinnert sich noch jemand an die Gothic Fridays, die Robert Spontis und ich 2011 im Web veranstaltet haben? Die Dunkelgräfin vom Kuriositäten-Kabinett hat jetzt den schwarzen Faden aufgenommen und zur damaligen Frage #1 „Wie bist Du in die Szene gekommen?“ ihren Weg zu den Gothics aufgeschrieben. In Österreich war das erstaunlicherweise nicht ganz so einfach, wie man da lesen kann:
„Aber so ganz ohne eine schwarzen Szene hier oder wenigstens in der Nähe ist es schon schwer.
Vor allem sich (in diese Richtung) zu entfalten.
So allein…

Deshalb kann man vielleicht auch sagen das ich (noch) gar nicht „angekommen“ bin, weil ich mich ja so, genau genommen, in keiner Szene bewege.
Ich bin ein ruheloser Wanderer, Einzelgänger oder nennen wir es einfach Freigeist.“
Freigeist! Wir brauchen überhaupt mehr düstere Freigeister!

 

Stairways – Twist the Past-Compilation

Cover-StairwaysWie interpretieren heutige Musiker das Vermächtnis der 80er und frühen 90er Jahre? Kann man den Zeitgeist der 80er noch in der heutigen Musik erspüren? „Stairways“ ist eine internationale Compilation mit Bands aus Deutschland, USA, Türkei, Italien, Polen, Ukraine, Spanien, Mexiko und Frankreich. Mit frischen Ideen verbinden sie verschiedene Stile von Minimal und Wave über Goth Rock zu Punk – auf diese Weise werden gleichmaßen Traditionen gepflegt und weiterentwickelt. Mal rockig, mal elektronisch, frischer Underground! „Stairways“ begleitet mich bereits den ganzen Abend beim Bloggen > sehr abwechslungsreich und hörenswert. Gratis Download hier!

 

Über das „wahre Ich“ von David Bowie

Foto: www.davidbowie-berlin.de

Foto: www.davidbowie-berlin.de

David Bowie ist in Berlin! Seit 20. Mai noch bis zum 10. August ist er im Martin-Gropius-Bau in einer multimedial inszenierten Show zu erleben. Eine Retrospektive, die sich absolut lohnen soll, berichteten Bekannte von mir ganz begeistert. Die Todesrodler planen auch nach Berlin zu fahren – wer also nicht allein in die Ausstellung gehen will, sollte mal in ihre Facebook-Gruppe schauen. Die Terminplanung ist derzeit im Gange.

Im mit der Überschrift verlinkten Artikel beschäftigt sich die WELT mit dem wahren „Ich“ des Ausnahmekünstlers und meint, dass man ihn anhand eines Bildes ergründen kann. Ihrem Fazit stimme ich zu: Sein wahres Ich gab er nie preis, aber es machte ihm Spaß die Öffentlichkeit mit seinen multiplen Persönlichkeiten zu verwirren und provozieren. Oder wie in diesem Video einfach nur exzellent zu unterhalten…

 

 

 

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Eine Antwort zu The party’s not over!

  1. solitary_core 11. Juni 2014 zu 16:39 #

    hm das Leben auf den Friedhof könnt ich mir eigentlich auch ganz gut vorstellen, vor allem bei dem Wetter stell ich mir die Grufts-Kälte urgemütlich vor 😀

    Davon mal abgesehen is das sicher keine schlechte Methode seinen direkten Vorfahren zu ehren wenn man eben dort lebt und eine gewisse Ordnung aufrecht erhält.

    wobei bei näherer Betrachtung geht das wieder eher nich, die ganzen Ruhestörungen durch trauernde Verwandte und Freunden würden mir wohl irgendwann auf den Geist gehen, werde die wohl erhoffte Ruhe dort wohl nich finden =P

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