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Wer schreibt, der bleibt!

Links zum Abbiegen – Jan 2015

Und auch 2015 ist Shan Dark wieder im Auftrag aller Freunde der Vergangen- und Vergänglichkeit unterwegs, wird für Verrottetes, Vertrautes und Vergessenes in die Bresche springen, Patina und Moos werden von ihrem schwarzen Mantel rieseln, wenn sie aus ihrem feuchten Grab aufersteht, um düstere Vorgänge ans Licht des Planeten zu zerren. Oder mit düsteren Vorhängen das Licht auszusperren? Wie auch immer. Bevor hier keiner inklusive mir mehr versteht, wovon ich rede, muss ich die entscheidende Frage stellen: Spinnen die Finnen? Was meint ihr? Also nicht per se, sondern in Bezug auf die Schreibschrift-Pflicht, die sie jetzt zugunsten von Tipptechniken auf iPad und Computer im Schulunterricht abschaffen. Geräusch- und sozusagen schnörkellos ging das in Finnland durch, während man hierzulande überrascht bis entsetzt ist. Brauchen wir die Schreibschrift, weil sich aus ihr unsere Handschrift entwickelt? Oder reicht es uns wie den Finnen, wenn wir Druckbuchstaben schreiben können? Wie seht ihr das?

Ich habe überlegt, was wäre, wenn ich keine Schreibschrift schreiben könnte. Briefe würde ich nicht mehr schreiben, aber das mache ich auch jetzt nur noch selten (@Schatten: ich weiß, ich bin schon längst wieder ‚dran‘ :)). „Handgemacht“ sind auch meine Notizen auf Arbeit, fürs Eintippen ins Smartphone bin ich nicht schnell genug. Als Finne würde ich das ja dann besser können – und hätte in der Notizen App prima alles versammelt, was ich wer-weiß-wo aufschnappe. Null Zettelwirtschaft, alles gespeichert. Jetzt schon tippe ich Blogideen, Zitate aus Büchern, Zeitschriften und Filmen oder auch Reisenotizen in den Eierfön. Das Tippen ist zwar mühsam, aber wirklich schlimm ist es nur wegen der Autovervollständigung. Ich könnte keine Einkaufszettel mehr schreiben, sondern müsste sie ins Smartphone eintippen. Aber dauert nicht mehr lange, dann wird es eingesprochen und vom Gerät notiert.

Aber wie schreiben die Finnen jetzt Klausuren? In Finnisch eine Aussage in Druckbuchstaben ausführlich zu erörtern stelle ich mir schwer vor. Nicht nur wegen Finnisch. 😀 Manche meiner Klausuren und schriftlichen Prüfungen im Abi oder Studium erstreckten sich über 9 Seiten. Da macht man ja in Druckschrift überhaupt keine Strecke.
Auch was das Lernen angeht: alles, was man mal aufgeschrieben hat, verinnerlicht man besser, prägt sich besser ein. Klar, man kann es auch in Word eintippen und ausdrucken und darauf herumkritzeln. Aber es ist nicht dasselbe.

Und was ist mit der Unterschrift, die ganz eindeutig aus der Schreibschrift entsteht? Müssen dann die Kinder unterschreiben lernen, damit sie in Druckschrift nicht austauschbar aussieht? Ein paar weitere gute Gründe für das Erlernen der Schreibschrift u.a. auch aus biologischer und pädagogischer Sicht findet ihr hier beim Ruhrblogger.

schreibschrift-vs-tippen

Schriften-Clash: Zitate notieren lieber per Hand oder Tastatur?

 

Natürlich wäre es völlig sinnlos, eine im täglichen Leben nicht mehr benötigte Fähigkeit wie z.B. das Reiten als Pflichtfach zu verschreiben, wenn alle nur noch mit dem Auto fahren. Zum anderen könnte man dann auch in Mathe das Kopfrechnen abschaffen und stattdessen lernen wie man Google zum Rechnen nutzt. Oder warum lernen wir immer noch Latein? Damit kann man sich heute nicht mal mehr eine Pizza bestellen.

Insofern ist das finnische Besser-tippen-lernen schon sehr praxisorientiert. Natürlich hilft es ungemein, wenn man – wie ich – die Tastatur mit 10 Fingern bedienen kann. Eine Smartphone-Tastatur ist noch mal was anderes, aber Schnelligkeit beim Tippen ist auch hier vorteilhaft. Dennoch scheint mir die Abschaffung der Schreibschrift in Finnland ein Symptom der Zeit zu sein: Effizienz und Beschleunigung sind uns wichtiger als Kreativität, Fingerfertigkeit und sich Zeit für jemanden oder etwas zu nehmen, sich auf seinen Ausdruck zu konzentrieren.

Irgendein Mensch hat im vergangenen Jahrtausend mal gesagt: Menschen, die keine Computer bedienen können, werden die Analphabeten des nächsten Jahrhunderts sein. Er hatte recht. Aber alles hat seine Grenzen. Sich auf der Ebene von Maschinen mit Maschinen zu duellieren um sie zu beherrschen geht in sämtlichen Science Fiction Filmen schief. Es gewinnen im Prinzip immer die Maschinen und es überleben nur die Menschen, die auch noch etwas anderes können als nur Knöpfchen drücken. Vielleicht rettet mir eines Tages die Schreibschrift noch das Leben – wer weiß? Es heißt nicht umsonst: Wer schreibt, der bleibt.

Die Ansichtskarten des Todes

Planetenleserin Vrinda sammelt den Tod und Friedhöfe auf Postkarten. und sie hatte die geniale Idee, diese online in flickr-Alben zu sammeln. Die „Postkartengrüße vom Friedhof“ bieten zahlreiche Anregungen für das nächste Reiseziel mit lohnenswertem Totenacker und bei den Ansichtskarten des Todes ist viel Schwarzhumoriges dabei. Vrinda beweist übrigens meine These, dass man sich intensiv für Morbides und Vanitas interessieren kann ohne Grufti zu sein. 😉 Sie besucht gern Beinhäuser und Nekropolen und ist im Netzwerk Postcrossing.com angemeldet, bei dem man mit wildfremden Menschen auf der Welt Postkarten austauschen kann. So hat Vrinda angefangen Karten zu sammeln und dabei ein gewisses Suchtverhalten mit ihren Interessen „Friedhöfe“ und „Tod“ zu einer Sammelleidenschaft verbunden. Beruflich hat sie in der Altenpflege oft mit dem Tod zu tun – sie bezeichnet es als freudiges Ereignis.

Wer von euch Lust hat mit Vrinda in einen morbiden Postkartenaustausch zu treten, schreibe das bitte kurz in einen Kommentar und ich sende euch dann ihre E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme.

Friedhof Salem

Zettelwirtschaft des Horrors

Der dänische Künstler Don Kenn kritzelt Alpträume mit Monstern und Horrorwesen auf Post-It-Notes. Faszinierend gezeichnete, aber immens beklemmende Situationen, in denen sich oft Kinder mit Cthulhu, Slenderman, Riesenwesen, (Lind-)Würmern und Zyklopen herumschlagen müssen. Dabei hat John Kenn Mortensen, so sein bürgerlicher Name, selbst Zwillinge und ist noch dazu TV-Regisseur und Drehbuchautor von Kindersendungen. Ich bezweifle aber, dass das KiKa-tauglich ist.

john413

John Kenn hält die Ängste von Kindern & Erwachsenen auf Notizzetteln fest – Bild und Foto von John Kenn

 

Monster Sammelalbum von 1986

Awww, das hätte ich auch gern – ein komplett online gestelltes Sammelalbum für Monster-Panini-Bildchen aus Spanien/Portugal/Südamerika (wer weiß es?). Unbedingt ansehen – liebevolle 80er Monster Trash Nostalgie!

Wer ist Baphomet?

Baphomet von Eliphas Levi

Baphomet von Eliphas Levi

Baphomet ist eine Ikone des Okkultismus – und gleichzeitig ein Mythos. Der Blog SieLeben – mir nicht nur sympathisch wegen seines Bezugs auf den gleichnamigen Film von John Carpenter – klärt die Frage, woher der Name „Baphomet“ und seine Darstellung stammt und was seine wahre Natur ist. Mitwirkende aus der Geschichte sind u.a. Tempelritter, Freimauer, der keltische Gott Cernunnos, der französische Okkultist Eliphas Levi, die Church of Satan und wir erfahren auch, was Großmeister Aleister Crowley über Baphomet sagt.

Der Baphomet ist ein Mischwesen, welches die Vereinigung entgegengesetzter Kräfte symbolisiert. Okkultisten glauben, dass man durch die Meisterung dieser gegenüberliegenden Kräfte in der Lage ist Magie und spirituelle Erleuchtung zu erlangen.

Die Katakomben von Paris

Ja, ich war schon dort. 2006. Sie sind der Hammer! Man betritt wirklich das „Reich der Toten“, wovor ja auch am Eingang gewarnt wird. Am Ausgang ist dann „Schädelkontrolle“ – jeder Rucksack wird durchsucht, auf dass niemand einen Schädel aus diesem riesigen Beinhaus mitnehme. Einige konfiszierte Objekte lagen da bereits, aber nicht von uns. 😉 Robert von Spontis war selbst noch nicht dort, hat aber recherchiert wie ein Held und die Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart der berühmten Katakomben von Paris zusammengetragen. Sehr viel Wissenswertes in einem langen Artikel, der sicher die Reiselust weckt. Und wenn ihr wie wir an einem verregneten Wochentag hingeht, sollte es weder Warteschlangen noch „touristisches Durchschleusen“ geben.

Das Museum Anatomicum

Marburg, ich komme! 😉 Aber unbedingt an einem ersten Wochenende des Monats, wenn das „Museum Anatomicum“ samstags von 10-12 Uhr geöffnet hat. Die 3.000 zusammengetragenen Ausstellungsstücke des Chirurgen Christian Heinrich Bünger (1782-1842) sehen mehr als interessant aus. Sie erinnern mich an die medizinischen Instrumente, Medizingeschichte, Skelette und Anomalien in Formalin im berühmten Narrenturm zu Wien. Daber zeigt dieser wunderbare Ausstellungsbericht vom Schemenkabinett mal wieder: das Gute liegt so nah!

Wintermusik: Snowflakes III

Snowflakes-3Äußerst passend zur Jahreszeit bietet das Label At Sea Compilations auf ihrem neuen kostenfreien Sampler „Snowflakes III“ wieder Highlights und Geheimtipps aus den Bereichen Neoclassic, Ethereal, Dark- und Neo-FolkMit einer Gesamtspielzeit von fast drei Stunden auf 2 CDs ist Snowflakes III die bisher umfangreichste und gleichzeitig auch die ambitionierteste Veröffentlichung, sowie aus meiner persönlichen Sicht auch die bisher gelungenste. CD 1 legt den Schwerpunkt eher auf die verschiedenen Folkstile, auf der zweiten CD gibt es dann mehr Neoclassic und atmosphärischen Ethereal zu hören. Insgesamt laden euch 34 Bands aus aller Welt zu einer dunkelromantischen Hörreise ein. Mir gefällt CD 2 besser (bin nicht so folky…), die kann ich wunderbar durchhören – mir gefällt einfach alles. Auf CD 1 ist meine Perle das Stück „Song of the Willows“ von Friends of Alice Ivy.

Traurige Musik tut gut

Um das zu wissen, hätten wir jetzt sicher keine Studie gebraucht. Trotzdem fand ich es interessant, was die beiden Wissenschaftler Liila Taruffi und Stefan Koelsch von der Freien Universität Berlin herausfanden, als sie 772 Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen online zu ihren Musikvorlieben befragt haben. Für die meisten löst traurige Musik gar kein Gefühl von Trauer oder andere negative Gefühle aus, sondern eher Nostalgie, also eher etwas Positives. Nostalgie löst es bei mir nicht aus, überhaupt ist das schwer zu beschreiben, was ich dabei fühle. Am ehesten würde ich es mit „wohliger Wärme“ benennen. Auch dieser Gefühlsbeschreibung kann ich mich anschließen:

Menschen aus östlichen Kulturen empfanden noch häufiger Ruhe und Frieden, wenn sie traurige Musik hörten. Außerdem verbanden die Studienteilnehmer Zärtlichkeit und Übersinnliches mit traurigen Klängen.

Im Wald der Engel

Eine Stunde eintauchen die andere Welt des Ohlsdorfer Friedhofs in Hamburg – bei dieser wunderbaren Doku des NDR kommt man richtig runter und in (positive) Friedhofsstimmung. Vielleicht wird das für den ein oder anderen von euch ein Reiseziel in 2015? Vielleicht auch für mich? Planetenleser El Mariachi war jedenfalls schon da und berichtete hier nicht nur über den Ohlsdorfer Friedhof sondern auch noch über andere Köstlichkeiten der Hansestadt. Wer eine Städtereise an Alster und Elbe plant, sollte sich übrigens auch das Hamburger Dungeon nicht entgehen lassen.

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19 Responses to Wer schreibt, der bleibt!

  1. Nighttears 18. Januar 2015 zu 07:25 #

    Ich hätte da auch noch zwei Links, die einen Klick wert sind:

    http://www.welt.de/icon/article136339052/Eine-kleine-Modegeschichte-der-Trauergewaender.html

    bzw.

    http://www.metmuseum.org/exhibitions/listings/2014/death-becomes-her

  2. Seele 18. Januar 2015 zu 10:36 #

    hallo shan dark

    wie immer klasse geschrieben.
    mal zu den Finnen 🙂
    ich bin auch der Meinung das man auf zettel usw schreiben sollte.vor allem in der schule.
    habe den Artikel gelesen, mit dem ruhrblogge. fand ich recht interessant.
    aber muss es Schreibschrift sein? nein ich glaube nicht. ich schreibe auch in Druckbuchstaben. warum? weil die meisten meine Schrift nicht lesen können und ich deren Schrift nicht lesen kann. die meisten zumindest.
    Unterschrift mache ich natürlich in Schreibschrift. bin auch froh das mal gelernt zu haben.
    so ist das nicht. aber brauchen? ich schreibe auch gedichte usw. auf zettel oder was ich gerade als papier so habe. vor allem wenn ich unterwegs bin. hätte ich aber ein tablet, würde ich es darüber machen. wenn ich zu hause bin, schreibe ich auf mein pc. so ist es gleich abgespeichert usw. dann drucke ich mir das auch und nimm es mit. wenn ich den sehe das mir was nicht passt. dann streiche ich das wort durch und schreibe da ein anderes hin. ich bin der Meinung das man beides kombinieren sollte.
    ich denke auch das wir zu viel mit Maschinen machen, egal welche art. aber wir leben halt in einer Technik basierten welt. den fortschritt können wir nicht mehr auf halten. was mir nur auffällt immer wieder, das wir uns davon abhängig machen. was würde passieren wenn die Technik ausfällt? die meisten könnten nix mehr mit sich anfangen. haben keine bücher zu hause usw. ich nutze nu auch ebook. aus dem grund ich muss den nicht mehr 20 bücher tragen. so habe ich 50 auf mein ebook. obwohl mir auffällt das ich bücher lieber in die Hand nehme als mein ebook. ein buch ist echter irgendwie. ich kann das auch nicht erklären so richtig.

    traurige musik.
    gibt es überhaupt traurige musik? die frage habe ich mir auch schon gestellt. ich denke: entweder mag ich die musik oder nicht. dann kommt es auch auf die grund Stimmung an die man selber hat. dann kann musik traurig sein, oder lustig usw.

    ich komme zwar aus Hamburg. aber ich war bei beiden noch nicht. muss ich mal nachholen. aber alleine soweit reisen habe ich nie die lust zu gehabt 🙂 dann lese ich lieber oder gehe zu einem Friedhof bei mir in der nähe. aber wie ich schon sagte, ich werde es nachholen.

    mfg seele

  3. doomed forever 18. Januar 2015 zu 21:19 #

    Es gibt sogar depressive Music…man braucht sich nur einmal Funeral Doom Metal anzuhören…wenn man dann nicht ganz beisammen ist…könnte das für manche psychisch labilen Person suizidal wirken….an manchen Tagen brauche ich diese Art Music aber…

    Leider fahren auf manchen Friedhöfen heutzutage Teens Skateboard, oder bolzen mit dem MTB durch…das ist assig, einfach nur…würde ich auch nicht machen, im Sommer ein schattiges Plätzchen, ein Gutes Buch…und dann zum Lesen 1-3h dort verweilen…ist mir wesentlich angenehmer…

    ~dF~

  4. Andreas 19. Januar 2015 zu 01:14 #

    Weiss der Himmel – ok, hier wohl eine falsche Dimension – warum ich dem Schwarzen Planeten folge. Aber dieser Blogpost zeigt wieder eindeutig, dass er der Mühe des Lesens wert ist.

  5. r@zorbla.de 19. Januar 2015 zu 09:24 #

    Haha!
    Handschrift. Ich habe damit inzwischen so meine Probleme. Versuche ich es, kommt eine Melange aus Druck- und Schreibschrift heraus. Du hast es ja gesehen. Das muss geübt werden. Inklusive Umschlag falten 😛

    Lustig fand ich „Katakomben von Paris“ direkt nach „Baphomet“, denn in einem Adventure-Spiel namens „Baphomet’s Fluch“ (Der Originaltitel lautet allerdings „Broken Sword“) geht es zwischendurch auch in den Untergrund.

    Bei der Studie zur traurigen Musik fallen mir eigentlich direkt die zwei üblichen Verdächtigen ein:

    1) „Gloomy Sunday“ a.k.a. „Der Selbstmördersong“. Hier mal in einer Version von Diamanda Galas: https://www.youtube.com/watch?v=_qu7wdUPnas

    2) Adagio for Strings von Samuel Barber (Hier: London Symphonic Orchestra): https://www.youtube.com/watch?v=aYX8XMFsXmQ

    Bringen mich jetzt aber beide nicht auf Selbstmordgedanken.

  6. Andreas 19. Januar 2015 zu 11:26 #

    Danke für die interessanten Links. Die „Horror Post-Its“ haben mich sehr beeindruckt – großartig!

  7. Schwarzer Nieswurz 19. Januar 2015 zu 22:06 #

    Ich finde die Abschaffung der Schreibschrift gruselig. Wobei ich mir klarmache, daß meine Seelenwelt sowieso besser ins Jahr 1900 passen würde als in die Gegenwart.

    Ich würde gerne Sütterlin lesen und schreiben können, und das ist völlig unnütz.

    Natürlich lernt man heute nicht mehr Latein und keine alten griechischen Balladen mehr auswendig, Studenten müssen nicht mehr reiten und fechten können, zudem heißen sie schon Student*innen.

    Rechnen können verliert an Rechtfertigung, Rechtschreibung gewinnt an Beliebigkeit.
    Alte Fähigkeiten werden überflüssig, andere werden erforderlich, nicht nur bei der Computerei.

    Es gibt fast keine Maurer mehr welche ein Kreuzgewölbe mauern könnten, aber mit der Betonhochdruckpumpe sollten sie klarkommen.

    Der Bauer wird zum Agrarspezialisten der das angelieferte Saatgut mit dem hochtechnisierten Ackergerät zur empfohlenen Zeit in die Erde bringt, aber selber längst kein Saatgut mehr gewinnen kann oder sein Gerät reparieren kann.

    Ein anderer Bauer wird zum Tiermastspezialist der mit dem angelieferten Kraftfutter das hochgezüchtete Vieh in der empfohlenen Zeit zur Schlachtreife bringt. Tierfutter selber herstellen, oder Kälbern zur Welt verhelfen, das kann er nicht mehr.

    In den Forschungslabors werden stromlinienförmige Geräte verwendet und dazu neuartige Kits, und die User (früher Anwender, und noch früher Wissenschaftler genannt) haben in den allermeisten Fällen wenig Ahnung was in diesen und in jenen überhaupt drin steckt.

    Alles wurde und wird schneller, verbesserter, moderner und leichter. Viel leichter!

    Was quälten sich die Schüler früher noch an ihrem Schiefertäfelchen ab, worauf sie Sütterlin-Schönschrift übten, und wie gut & schnell geht es, statt dessen auf Tasten zu tippen und formvollendete Buchstaben zu reihen (wahlweise in 350 verschiedenen Schrifttypen). Wer will da meckern ?

    Mir fällt natürlich was ein! Ich erinnere an „ Das Unbehagen in der Kultur“ (erschienen 1930), worin Sigmund Freud meint, der Mensch sei ein Prothesengott geworden. Wir könnten uns nun Räder untersetzen und schnell sein wie noch nie ein Lebewesen, wir können uns Flügel oder Tauchgeräte anschnallen, wir haben Motoren. Das verleiht uns Fähigkeiten, die früher den Göttern des Olymp vorbehalten waren, und Wohlstand von dem jene selber nur träumen konnten.
    Wieder ein winziger Schritt in dieser Richtung: kleine panels mit touchscreen, und die Schreibschrift wird abgeschafft. Für Unterschriften wird sich eine raffinierte App finden.

    Doch wie gesagt, mich gruselt. Was sind wir, was können wir, wenn mal der Strom ausfällt ?

    Die Alten wußten Vorräte für den Winter zu lagern und einzukochen. Wir sind hilflos ohne Supermarkt und Kühlschrank.

    Was wird aus dem Prothesengott bei Stromausfall ? Ein hilfloses Spottbild.

  8. solitary_core 20. Januar 2015 zu 12:19 #

    „Prothesengott“ gefällt mir, eine schöne Sinn-Erweiterung für ‚Deus Ex Machina‘ 😀

    das die Finnen die Handschrift rausnehmen ist ansich ein cleverer Zug: im schlimmsten Fall (also wenn die Wirtschaft komplett kolabiert oder Google der Menscheit den Krieg erklärt und wir dann denkenden Maschinen komplett misstrauen) hatt man dann einen neuen alten Beruf so das die Leute dann wieder zu Gelehrten gehen um Sachen niederzuschreiben weil eben ein Großteil der Finnen dann eben nicht mehr schreiben können ^^

  9. Axel 21. Januar 2015 zu 22:52 #

    Zum Thema Autovervollständigung am iPhone – die lässt sich ganz einfach abschalten:

    Um die automatische Rechtschreib-Korrektur zu deaktivieren, öffnet man zunächst die Einstellungen und navigiert über ‘Allgemein’ in das Menü ‘Tastatur’. Mit dem Slider ‘Auto-Korrektur’ lässt sich die Rechtschreib-Korrektur nun an- bzw. ausschalten.

  10. Axel 21. Januar 2015 zu 22:55 #

    Danke natürlich auch für den Verweis zu Snowflakes III. 🙂 Mich würde mal interessieren, wie Dir das beigelegte Paradox Ethereal Magazine gefallen hat?

  11. Shan Dark 21. Januar 2015 zu 23:31 #

    Lieben Dank für Eure Meinungen – immer wieder interessant und impulsreich, von welch unterschiedlichen Perspektiven man Themen betrachten kann.

    @Nighttears:
    Tolle Ausstellung zur Trauermode und -kleidung, nur leider zu weit weg. Bis 1. Februar schaffe ich es nicht mehr. Aber ich hab das auch in meinen sozialen Netzwerken geteilt und vllt. ist es für den ein oder anderen doch noch möglich. Wäre sehr toll, wenn die Ausstellung auch nach Deutschland käme. Danke Dir für den Tipp!!

    @Seele:
    Du kommst aus Hamburg, aber warst noch nicht auf dem Ohlsdorfer Friedhof? Das muss man erstmal schaffen. 😉 Hast Du nur Deine Kindheit da zugebracht, denn sonst hätte es Dich sicher dort schon mal hinverschlagen. Aber solange man lebt, kann man ja alles nachholen. Das Dungeon verblasst etwas gegen den Friedhof, wobei es kommt immer darauf an, was man mehr mag: Grusel + Schrecken oder Ruhe + Frieden.

    Letzteres wird natürlich durch Kids/Jugendliche mit MTB + Skateboards empfindlich gestört. Das ist mir aber bisher noch nicht untergekommen, vllt. hätte ich denen auch was gesargt. 😛 Ist aber sicher in manchen Großstädten nicht so selten. Denen sollte man mal den Sensenmann aufm MTB oder Board hinterherschicken… was meinst Du @dF?

    Du könntest recht haben, Seele, das ‚traurige Musik‘ eben für jeden etwas anderes bedeutet. Ich höre mir z.B. auch gern mal Funeral Doom an (Hörtipp: The Cold View), andere bekommen davon Beklemmungen. Dafür kann ich wiederum nur sehr selten auf Diamanda Galas – die zieht mich schon ordentlich spiralförmig nach unten in gewissen Stimmungen. Trotzdem mag ich ihre Musik. Auch der 2. Link von Dir, r@zorbla.de ist düster und traurig für meine Begriffe, aber wieder auf eine ganz andere Art. Angenehm traurig. Da wird es mir wohlig warm, was bei Diamanda Galas nie funktioniert. Die hinterlässt mich immer in aufgekratzter Stimmung.

    „Traurige Musik“ hat mMn zwei Dimensionen: sie ist 1. subjektiv und 2. stimmungsabhängig.

    r@zorbla.de:
    Wir Computersklaven sollten überhaupt alle wieder mehr mit der Hand tun. 😉 Schreiben üben, Umschläge falten, Siegel stempeln, Unterschriften fälschen (ich muss direkt an den talentierten Mr. Ripley denken), Geheimschrift erstellen (mit Kerzenwachs ging das irgendwie)…vielleicht sollten wir eine Selbsthilfegruppe aufmachen?
    Und später dann wie @solitary_core vorschlägt ein kleines Gewerbe als (Liebesbrief)Schreiberling und Griffelfuchser… dann, vor/während/nach der Apokalypse, können wir es den Prothesengöttern zeigen! Danke an @schwarzer Nieswurz und Sigmund Freud für dieses schöne Wort.

    Ich bin ja eine Verfechterin von Parallel-Fähigkeiten: Technik beherrschen im glanzvollen Selbstbetrug (na gut, zumindest sie bedienen und begreifen können)
    und das Analoge in wenigen gezielt gewählten Bereichen weiterhin lieben, nutzen, üben. Etwas aus der Vergangenheit in die Gegenwart und die Zukunft mitnehmen.

  12. Gruftfrosch 23. Januar 2015 zu 13:17 #

    Es gibt so Meldungen, die führen mir immer wieder vor Augen, dass diese rein rationiale Denke irgendwie nix für mich ist. Klar mag es funktional und effizient sein, nur noch in Druckschrift zu schreiben, aber für mich geht da eine Menge an Pietät, Individualität und Schulung der Feinmotorik verloren. Wenn ich sehe, wie wunderbar meine oma noch mit 90 Jahren schreibt…Da ist jeder Brief ein kleines Kunstwerk, das ich hüte, wie einen Schatz. Ist es dieses Gefühl, das die Romantiker im 19.Jahrhundert hatten? Ich weiß es nicht. Ich kann es nur erahnen.

    Mich gruselt es vor dieser Entwicklung einer durchtechnologisierten Welt, die uns in immer engere Bindung zu Geräten und uns menschlich untereinander doch immer weiter voneinander entfernt. Dieses Nebeneinanderherleben dank Smartphone und Co, obwohl wir uns damit mittlerweile weltweit vernetzen können…Ach, ich schweife ab. Nein, ich bin regelrecht froh, dass in diesem Punkt die Ablehnung in Deutschland (noch?) so groß ist.

    In puncto traurige Musik:

    Schon in späten Kindertagen, erst recht ab der Pubertät hat mich Musik in Moll eher erreicht als in Dur. Während letztere an der Oberfläche plätscherte, vermochte es das Düstere, „Traurige“ mich zu durchströmen wie heißer Glühwein…(keine Ahnung, wie es anderes umschreiben soll). Das hat sich bis heute nicht geändert. Ich empfinde da auch keine Traurigkeit wie du. Sie gefällt mir und weckt bei mir Verzückung. So ist das eben, während andere bei Helene Fischer höchste Freude erleben, die mich hingegen wirklich zur Verzweiflung bringt…

    Während ich gerade die Snowflakes III höre,schneit es draußen dicke Flocken und alles ist weiß…Das sind in diesem doch milden Winter die seltenen Tage, wo man ewig am Fenster stehen könnte…herrlich. Danke für den Tipp!

  13. Katharina 24. Januar 2015 zu 13:30 #

    Wir (die Menschen) haben uns durch die Industrialisierung/Technologisierung neue Rahmenbedingungen erschaffen und sind jetzt im Zugzwang, uns selbst an die verursachten Veränderungen anpassen zu müssen.
    Sollte die Handschrift tatsächlich verschwinden, ist das, ebenso wie vieles andere, ein Symptom dieses Prozesses. Ich seh’s nüchtern.

    Zur Musik fällt mir eine Textpassage von Marlene Dietrich ein:
    „Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, möchte ich etwas glücklich sein, denn sobald ich gar zu glücklich wär‘, hätt‘ ich Heimweh nach dem Traurigsein.“
    …natürlich nicht zu verwechseln mit Trauer.
    Mir persönlich sind Extreme zu anstrengend und „traurige“ Musik ist für mich da die goldene Mitte: behaglich und auf eine ruhige Art heiter, ohne das Gefühlskostüm zu sehr zu strapazieren.

  14. Nighttears 25. Januar 2015 zu 09:35 #

    @Shan Dark:

    Ja, echt schade, dass diese Ausstellung so weit weg ist. Leider habe ich bisher auch keinen Ausstellungskatalog entdecken können. Sollte es doch eigentlich geben? Der wäre sicherlich sehr interessant.

    Vielleicht gibt es eine vergleichbare Ausstellung ja auch mal in unseren Breiten? Wäre doch sicherlich auch einmal etwas, was zum Beispiel im Rahmen des WGT stattfinden könnte.

  15. Melle Noire 25. Januar 2015 zu 16:45 #

    Hi!

    Jaaaaaa, die spinnen ganz definitiv, die Finnen! Aber nur, weil sie freitags immer die verkehrten Euro Jackpot-Zahlen ziehen, nicht wegen der vereinfachten Schreibschrift in der Schule… 😀 Letztere finde ich von der Idee her nämlich gar nicht so übel (und ein eigenes Schriftbild entwickelt sich später meist so oder so). Die Schreibschrift, die wir damals in der Grundschule gelernt haben, war rückblickend wirklich einfach nur scheußlich. Man denke da zB an den Buchstaben X, oder an das kleine B oder P… o.O Was für ein Quatsch! Das Schriftbild meines Freundes ist heute noch stark davon beeinflusst, ich persönlich empfinde seine Krakel als Zumutung. Es sieht total furchtbar aus und ist auch nur eingeschränkt leserlich. Ich stehe da meist erstmal davor, kratze mich am Kopf und versuche zu entziffern, was da denn nun stehen KÖNNTE… (manchmal muss ich meinen Freund auch fragen) 😉 Grauenhaft…

    Ich persönlich habe meine aktuelle Handschrift seit meiner Jugendzeit und seither ist sie nahezu unverändert. Es ist eine Mischung aus Schreib-und Druckschrift – beibehalten habe ich zB das große und das kleine L, das kleine K, das kleine H… viele andere Vertreter des Alphabets sehen bei mir eher aus wie Druckbuchstaben. Eine Besonderheit ist mein großes E, das beinahe wie ein Eurozeichen daherkommt – aber eben nur mit einem Strich in der Mitte, der auch nicht die Rückseite des Buchstabens durchstößt, wie es beim Währungssymbol der Fall ist. Dieses E habe ich mir damals in der Schule von meiner Deutschlehrerin abgeguckt. Es gefiel mir dermaßen gut, dass ich es prompt so übernahm. Einzelne Buchstaben verbinde ich nur teilweise, viele stehen auch separat für sich da. Insgesamt habe ich eine sehr klare, gut leserliche und eher runde Handschrift, auf die ich sehr stolz bin. Ich notiere mir auch nach wir vor noch sehr vieles auf Papier wie zB den Einkaufszettel, Bürogeschichten, To Do-Listen, Tages-und Monatsabrechnungen (auch wenn ich natürlich dazu noch meine Excel-Tabellen habe), meinen ganzen Lottokram usw… Meine Ordner hier sind voll von meiner Handschrift. Und am liebsten schreibe ich auf rein weißem Druckerpapier, linierte oder karierte Blöcke sind mir ein Gräuel… Private Briefe allerdings verfasse ich schon sehr lange keine mehr (da bin ich nicht der Typ für), bürokratische Anliegen setze ich durchaus auch mal noch mit dem Kugelschreiber auf. Auch fülle ich noch all meine Überweisungen händisch aus und trage sie dann zur Bank. Wichtige Belegdurchschläge werden abgeheftet.

    Die Monsterzeichnungen des Dänen finde ich mal ausgesprochen cool! Mir gefällt der Stil total gut, das ist so schön fantasymäßig und märchenhaft, erinnert mich irgendwie an Burton und trifft einfach voll und ganz meinen Geschmack! 🙂 Habe mir die Seite gleich mal gebookmarkt.

    Dunkle Grüße! 🙂
    Melle

  16. Shan Dark 25. Januar 2015 zu 23:20 #

    @Melle:
    Danke für Deinen langen Kommentar. Ziehen die Finnen immer den Euro-Jackpot? Wusste ich noch nicht, aber ist auch kein Wunder, wer kein Lotto spielt, interessiert sich auch nicht für (finnische) Glücksfeen. 🙂

    Zur Schreibschrift: Wir sollten mal einen Pädagogen zu rate ziehen, denn ich bin mir nicht sicher, ob sich beim nur-lernen-von-Druckschrift wirklich ein individuelles Schreibbild entwickeln kann.

    @Nighttears: Ja, ich fände so eine Ausstellung gerade zum WGT auch sehr passend. Da könnten sich mal die Mode-Studenten heranwagen…

    @Katharina: Du hast recht, es ist ein Symptom. Was kommt als nächstes: Abschaffung des Schreibenlernens, weil wir ja mit Voiceeingabe noch schneller sind? Außerdem erkennen ja die Computer für uns das Wort und schreiben es auf.

    @Gruftfrosch: Dass mit der Druckschrift Pietät verloren geht, glaube ich jetzt nicht. Oder wie meintest Du das? Ansonsten stimme ich Dir völlig zu. Es geht auch Optik und Gestaltung damit verloren sowie die individuelle Note. Ich hoffe, die Finnen ‚monitoren‘ die Entwicklung ihrer Schulkinder mit und ohne Schreibschrift-Erlernung und machen daraus eine Langzeitstudie. Wäre daran interessiert.

    @Axel: Danke für den Tipp zur AUtovervollständigung. Ich habe sie für genau 1 Tag deaktiviert. Dann wieder alles eingeschaltet, weil ohne ist es noch nerviger, weil das Tippen dauert länger als mit. Ich bin jetzt geläutert!
    Das Magazin habe ich noch (immer) nicht gelesen.

  17. solitary_core 28. Januar 2015 zu 04:49 #

    Das leidige Thema der leserlichen Handschrift 😀
    auch ich habe eine solche Geheimschrift, allerdings is die eben nur wenn alles schnell schnell gehen soll, in Kurzkontrollen und so wa das immer ein Zwiespalt in mir: soll ich mir die Zeit nehmen und alles leserlich machen oder soll ich antworten und den lieben Lehrer rätseln lassen ?

    Naja neben der Handschrift gab es dann noch Orthographie die mir öfters ein Strich durch die Rechnung machte, dank eines Deutschlehrers weiß ich heute noch was der Kritikpunkt war an der Arbeit : als ich ihn bei der ArbeitsRückgabe fragte was denn Orthographie sei, durfte ich es im Duden nachschlagen ^^°,…,°^^

    ein Vorteil hätte die Abschaffung der Schreibschrift dennoch : Kalligrafie würde ein ungeahnten Zuwachs bekommen. Heist dann neue Jobs für freischaffende Deutschlehrer mit Nebenfach Schönschrift.
    Stell mir das ganze recht pragmatisch vor : ein Abendkurs in einem eichenholzgetäfelten Raum zu Bretzel und Weißbier zu den Klängen von Helene Fischer wo wir dann in Lederhosen und oder Dirndl unsere Schönschrifft üben (wir müssen ja dann kollektiv deutsches Brauchtum erhalten, oder eben das was das Ausland typisch deutsch halten ) … hm bin da wohl etwas abgeschweift 😛

  18. Shan Dark 29. Januar 2015 zu 21:22 #

    Lieber solitary, irgendwie hätte ich tatsächlich vermutet, dass Orthographie nicht Dein Lieblingsfach war. 😉 Geheimschriften wiederum können sehr nützlich sein (oder noch besser Geheimcodes) und es ist ja dann auch des Lehrers ‚Problem‘, wenn er Deine Handschrift nicht lesen kann. Besser als wenn da kaum was steht, was aber gut leserlich ist – so hätte ich auch entschieden.

    Ich bin nicht davon überzeugt, dass es noch mal eine Kalligraphie-Blütezeit geben wird. Die hätten wir ja dann eigentlich jetzt schon, denn kaum einer kann Kalligraphie noch richtig im alten Stil, aber es besteht kein Bedarf. Wobei ich lustige Bilder im Kopf hatte dank Deiner Beschreibung. 😛 Das wird wohl auf alle Zeit eine Supernische bleiben, wie evtl. die Handschrift auch bald.

  19. Shan Dark 26. Februar 2015 zu 22:51 #

    Hier noch ergänzend ein aktueller und interessanter Artikel aus der FAZ „Schlechte Rechtschreibung – Analphabetismus als geheimes Bildungsziel“:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-lehre/schlechte-rechtschreibung-analphabetismus-als-ziel-13167836.html

    Wie es demnach aussieht sollte ich bald meine Texte hier im Blog kürzer fassen und nach jedem Absatz Multiple Choice Fragen stellen um zu prüfen, ob das Gelesene auch verstanden wurde. Und für die Kommentare gibt es dann eine Vorgabe mit Lückentext zum einfachen Ausfüllen… das ist überhaupt DIE Idee!! :p

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