WGT 2020 Torhaus Dölitz bei Nacht

Mein WGT 2020

Ich mag Traditionen. Und da es Tradition ist, dass ich nach jedem Wave-Gotik-Treffen einen Bericht über meine Erlebnisse und Best-Of-Momente schreibe – hier ist er! Corona hin oder her. 😉 Wie Du schon weißt, wenn Du mir bei Facebook oder Instagram folgst, habe ich auch einen sehr kurzen Abstecher nach Leipzig gemacht und möchte euch von meinen Eindrücken berichten. Für alle Daheimgebliebenen, die nicht über die Grenzen konnten, zu einer Risikogruppe gehören oder für die sich die weite Anreise ohne das übliche WGT-Programm nicht lohnte.

Ich fuhr allein und nicht in unserer üblich-spaßigen WGT-Dreierformation. Die Herren zog es ohne Konzerte und Parties nicht dorthin, aber bei mir siegte wie oft die Neugier: Wie sieht Leipzig aus, wenn das Wave-Gotik-Treffen nicht stattfindet? Wenn nach mehr als einem Vierteljahrhundert Leipzig an Pfingsten nur grün, aber nicht schwarz ist? Sicher sind ein paar Gruftis da, die ich kenne!

WGT 2020 Selfie
Alles musste ich diesmal selber machen, sogar die Selfies.

Ich war weder beim 1. WGT 1992 dabei noch beim 2000er Chaos-WGT – hab also schon zwei historische Wave-Gotik-Treffen verpasst. Das hier wollte ich miterleben. Und da es die Yggdrasils vom Heidnischen Dorf tatsächlich geschafft haben, mit Berücksichtigung von Corona-Regeln und Genehmigung durch die Stadt einen Mini-WGT-Treffpunkt zu errichten, war der diesjährige „Heidnische Biergarten mit rustikaler Gastronomie“ für mich letztendlich der Auslöser für die 450km Anreise.

Zudem erlebt bei mir gerade das gute alte „ich habe es mit eigenen Augen gesehen“ inmitten von Social Media Getöse und Filterblasen-Geblubber, Influencer-Agitation und Nachrichten-Ökonomie eine Renaissance. Nur selbst erlebt ist Wahrheit. Oder wenn mir ein guter FreundIn davon berichten würde.

Insgesamt war ich nur 6 Stunden in Leipzig. Viel zu kurz. Aber diese 6 Stunden haben mich glücklich gemacht. Denn es war wie ein kleines Familientreffen und endlich fühlte sich nach diesen Corona-Monaten mal wieder etwas „normal“ an.

Doch auch die zwei WGT-Abende davor im Rhein-Main-Gebiet mit lieben Freunden – corona-konform zelebriert aus maximal zwei verschiedenen Haushalten – waren sehr schön. Wenn man schwarzen Humor dazupackt geht es definitiv besser. So half mir das aus dieser Facebook-Gruppe gelernte „Wir tun so, als ob wir beim WGT wären“ über die gesamten Pfingsttage am besten.

WGT 2020 Freitag

Nach dem Aufwachen und Frühstück tauschten wir unsere Eintrittskarten gegen Bändchen auf der Moritzbastei. Schmucke Farben dieses Jahr – muss ich  sagen! 

WGT-Bändchen 2020 - 1. inoffizielles WGT 2020

Abends trafen wir uns mit meiner besten Freundin clerique_noire und Chris. Es gab suuuperleckere Erdbeer-Mojito-Cocktails und dazu Handbrot – und zwar das Beste, was ich je auf einem WGT gegessen habe. Meine Vermutung ist, dass die Beiden es vorher noch irgendwie gepimpt haben in ihrem Hotelzimmer. Jedenfalls hatten wir einen tollen Warm-up-Abend und glitten auf der Confirmed-Bands-Playlist WGT 2020 lecker-locker-lustig in den frühen Samstagmorgen.

Die besten Erdbeer-Mojitos, die es gibt - mit Fledermaus-Topping Selbstgemachtes Handbrot zum WGT 2020

WGT 2020 Samstag

Am Samstagabend war „Too Dark Park“-Treffen im morbiden Garten mit zwei lieben Freunden aus Koblenz. Wir grillten überm Lagerfeuer und als dann der herbeigesehnte Auftritt von The Devil and The Universe stattfinden sollte, gab es einen exorzistischen Anschlag. Das Konzert wurde daher abgesagt. Zusammen mit etwas Alkohol warteten wir bis morgens 5 Uhr, aber die Devils trauten sich nicht mehr back-on-stage. 😀

The Devil and the Universe kurz vor ihrem Auftritt bei der "Too Dark Park"-Party Too dark park Party - ein exorzistischer Zwischenfall

WGT 2020 – Sonntagabend und Montagnachmittag

20 Uhr am Pfingstsonntag-Abend kam ich nach vier Stunden Tiefflug über relativ leere Autobahnen nach Leipzig und fuhr direkt zum Torhaus Dölitz / Heidnischen Biergarten. Es war auffallend eigenartig, dass an der Straße (Goethesteig) bei der Abfahrt von der B2 zur agra kein einziges Auto auf dem Seitenstreifen stand. Das Straßenbegleitgrün war völlig unversehrt. Auf dem agra-Parkplatz Goethesteig, das ist der mit den wohlgeformten Bodenwellen und Schlaglöchern, habe ich sonst nie einen Platz bekommen – diesmal hätte ich mehrere haben können.

Eingang Heidnischer BiergartenIch näherte mich „von hinten“ dem Torhaus, an der Spreewaldschänke vorbei. Dort wo sonst die Bühne ist und der Platz fürs Publikum davor war alles abgesperrt. Lief vorbei an den Dixies, die da nicht standen. Die Hälfte des Heidnischen Dorfes gab es also nicht. Traurig baumelten ein paar Absperrbänder im Wind.

Heidnischer Biergarten: Karikaturen in Corona-ZeitenAuf der Seite mit der großen Wiese befand sich der Eingang zum Heidnischen Biergarten. Dort hingen groß die Corona-Regeln und ich bekam ein Infoblatt, wo auch noch mal alles draufstand. Mundschutz war zum Glück nicht Pflicht – es war ja auch im Freien. Der Eintritt war frei. Das Gelände war weitläufig und in ausreichend Abstand mit Bierbänken und Stehtischen bestückt. Es gab genau drei Stände: Getränke, Essen und ganz hinten noch einen mit Fellen (für die Abendkälte). Auch war das hier vermittelte Mittelalter ungewohnt hygienisch mit Waschbecken-Stationen und den saubersten Dixies aller WGT-Zeiten (mehrere Reinigungs- und Desinfektionsdurchgänge pro Tag, hab ich mir sagen lassen).

Der Treffen-Met hatte ein Corona-Virus auf dem Etikett und war bereits am Samstag ausverkauft. Vermutlich waren in ihm Antiviruskörper. Ich pimpte derweil die schnöden Bierbecher und war überrascht von mir selbst, dass ich so gut aus der hohlen Hand heraus Pestmasken zeichnen kann. Als wäre ich im 14. Jhd. dabei gewesen.  

Aber weißt Du, was am WGT 2020 am tollsten war?
Keine Kostümmenschen, nur szene-relevante Leute waren da. So ähnlich muss es in den ersten WGT-Jahren gewesen sein. Keine Fotografierobjekte, keine Massen, keine Presse, keine Normalos, und wenn dann wechselten sie wegen mir die Straßenseite oder schubberten sich in 1,50m Abstand an der Wand lang… 🙂 überall hatte man viieeel Platz. Ich wünschte, dass man diese liebgewonnenen Corona-Erscheinungen auf künftige Wave-Gotik-Treffen übertragen kann.

Es haben viele von Euch gefehlt, die ich gern gesehen und getroffen hätte. Aber mit ein paar Lieben hat das Treffen geklappt, vorrangig aus Sachsen, Berlin und Thüringen. Ich traf sogar zwei aus dem Rhein-Main-Gebiet – gut!

Absintherie Sixtina: Ohne Kunst steht alles still.Leider schaffte ich es zeitlich nur ins Heidnische Nicht-Dorf und auf einen kurzen Abstecher in die Sixtina. Die Absintherie gibt es noch (!) und sie hatte wie üblich zum WGT tagsüber geöffnet. Sollte ja leider schon seit Ende März geschlossen sein, aber es gab (wegen Corona?) Verzögerungen und so herrschte in der Bar eine gewisse Totentanz-Stimmung. Ich habe die Sixtina noch nie so leer gesehen während des WGTs, aber auch noch nie so entspannt.

Meine Freundin und ich trafen in der Sixtina eine mir noch unbekannte Planetenleserin aus Braunschweig. Wir hatten schon im Januar vereinbart, dass wir uns beim WGT 2020 endlich mal kennenlernen. Schön, dass es geklappt hat. Sie war schon ein paar Tage in Leipzig, nutzte die Zeit für Erkundungen der Stadt und des umliegenden Neuseenlands und machte auch schöne Leipzig-Fotos (schau mal bei la_clameur_du_silence). Sie erzählte uns, dass viele Leipziger ihre schwarzen Gäste schon vermissten, manche Restaurants trotzdem Gothic-Speisekarten hatten und das Viktorianische Picknick auch stattgefunden hätte, sie aber nicht zum „Kostümpicknick“ 😆 gegangen wäre.

Einziger Wermutstropfen des WGT 2020: die Spenden-Boxen. Oh ja, ich habe gespendet und auch sehr gern. Da alles ohne Eintritt war, war die Bitte auch sehr verständlich. Gleichzeitig wird’s mir dabei in diesen Zeiten ganz traurig und bang um unsere kleine Subkultur und um alternative Clubs und Veranstaltungsorte. Wie viele der WGT-Locations werden bis 2021 überleben und verfügbar sein als Spielstätten? Darüber mache ich mir ernsthaft Gedanken. Aber vielleicht ergibt sich so automatisch eine Verkleinerung der Besucherzahl, ein verringertes Angebot und dadurch Reduzierung auf systemrelevante Besucher. Apropos: Wie viele waren eigentlich dieses Jahr da? Bestimmt circa 20.000. 😆

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5 Kommentare zu „Mein WGT 2020“

  1. Jean-Marc Schmidt

    Hallo. Ich habe mit meiner letzten « Botschaft » niemanden kritisieren wollen. Im Gegenteil, ich bewundere Menschen wie Dina, die wirklich wissen, was es heisst, « zu leben ». Ich habe mir vorgenommen, einen Gedichtband über Babsi (die beste Freundin von Chr.F.) zu verfassen und vielleicht in einem deutschen Verlag zu veröffentlichen. Falls 2021 ein Gothic-Event in Berlin stattfinden sollte, könnte nan sich vielleicht wiedersehen. Bis dahin alles Gute!

    1. Lieber Jean-Marc,
      Dein neuer Kommentar erinnerte mich daran, dass ich die Kommentare zum WGT-2020-Bericht noch gar nicht beantwortet habe. Gelesen wohl, überrascht ja (bei deinem letzten ;)) und dann kam so viel anderes Leben dazwischen. Es ist im Moment bei mir nämlich gar nicht bequemlich-luxembourgerisch, sondern hektisch-deutsch. Aber bald kommt der Urlaub – ich freu mich schon darauf!

      Nun, ich habe es in meinem ARtikel genauso gemeint, wie geschrieben: es war ausgesprochen schön mal so ganz ohne schaulustige Normalos das WGT zu erleben. Das war mir bisher noch nicht vergönnt, muss ich gestehen. Bei den ’schaulustigen Normalos‘ habe ich aber keinesfalls an dich gedacht, Jean-Marc. Für Dich war es ein Reinschnuppern, ein Prüfen, ob diese Szene ein Hafen sein könnte für dich, weil sie doch einige Aspekte hat, die Dich ansprechen. Sie hat auch eine gewisse kulturelle Tiefe, die Gothic-Szene, und viele Menschen in ihr haben einen ausgefallenen oder eleganten Stil. Vermutlich war es noch mehr, was dich fasziniert hat. Ich finde es völlig nachvollziehbar, dass man sich zugehörig fühlen möchte, seinen „Stamm“ sucht und Gleichgesinnte. Und wo kann man das am besten als auf einem Festival? Nun, es hat nicht so ganz gepasst für dich – und auch das ist vollkommen in Ordnung. Vielleicht bist du auch tatsächlich zu introvertiert oder zu sehr Einzelgänger, so dass dich derartige Treffen nicht glücklich machen. Zumindest nicht so glücklich, wie Museen in Weimar anzuschauen o.ä. Kultur. Ich finde es richtiggehend mutig, dass Du das so offen sagst. Mir ging es auch schon so. Und auch ab und an, wenn ich beim WGT bin und sehe diese ‚WGT-Touristen/Karnevalisten‘, dann sage ich mir: „Das ist nicht mehr MEINE Szene.“ Aber am Ende ist sie es dann doch, auch wenn ich alt genug bin, mich nicht mehr zwanghaft zugehörig zu fühlen. Lieber ziehe ich mir das heraus, was mir in der Szene am besten gefällt, was zu mir spricht. Und da gibt es in der schwarzen Szene schon noch die meisten Überschneidungen und Komponenten, weil sie so vielfältig und tief ist (wenn man tiefer geht). Ich merke es aktuell bei anderen Szenen, z.B. den Ökos und Esoterikern – da stoßen mich 90% ab. Ich finde den bewussten, schützenden Umgang mit der Natur gut und auch das Positive, was sie in allem sehen, aber der Rest geht absolut gar nicht.

      Ich bin gespannt auf deinen Gedichtband und drücke dir die Daumen für das Vorhaben. Ich mag den Film von Christiane F. auch sehr gern und könnte mir ihn auch mal wieder ansehen. Ein Meisterwerk!

      Bis demnächst & liebe Grusels
      Dina aka Shan Dark

  2. Jean-Marc Schmidt

    Hallo. Dies ist ein sehr persönliches und spontanes Feedback über I-phone, deshalb vielleicht einige Rechtschreibfehler drin. Ich hab Dinas Beitrag zum WGT 2020 schon am 8. Juni gelesen, wusste aber nicht so recht, was ich darauf antworten sollte, weil ich mich nun erst recht als « szene-unrelevanten Normalo » sehe, der besser in Weimar oder Naumburg (siehe meine beiden letzten Beiträge) als beim WGT aufgehoben ist. Was kann ich zu diesem Blog überhaupt beisteuern? Ich bin viel zu introvertiert, um mich in überhaupt irgendeiner Szene aufgehoben zu fühlen, und « aufgehoben » fühle ich mich (wenn überhaupt) nur in den Armen zwanzigjähriger Osteuropäerinnen (ich bin 47). Aber während du beim WGT warst, hab ich mir zum 1000. Mal « Wir Kinder vom Bahnhof Zoo » reingezogen und seitdem alle Dokumentationen auf youTube zu Christiane F. und ich bin mir wieder bewusst geworden, dass ich (eher unbewusst) einer Szene angehören will, die ganz anders ist als « meine » Welt hier in Luxemburg und doch weniger gefährlich als die Welt Christianes. Und doch, ich weiss niur zu gut, dass ich niemals einer « Szene » angehören werde, denn ich bin viel zu bequemlich, und das ist die Erbsünde von uns Luxemburgern. Wir sind ja so verwöhnt… aber vielleicht wird man sich eines Tages vielleicht am Kurfürstendamm in einem Eiscafé treffen … bin ich jetzt vollkommen übergeschnappt?😕

  3. Schwarzer Nieswurz

    Das habe ich gehofft: Jemand der nach Leipzig reist und mir von dem inoffiziellen WGT erzählt! Dankbar und mit Neugier beginne ich zu lesen. Sogleich bin ich wieder froh nicht dagewesen zu sein, denn ich hätte mit Hexe im Hotel gesessen. Unsere Befürchtung, am Abend irgendwann im stillen fremden Zimmer zu hocken (wobei wir kein transportables Internet haben), hätte sich realisiert. Ohne Grillen am Lagerfeuer.
    Aber wie hätte denn der Auftritt von The Devil and The Universe stattfinden sollen? Vermutlich als live-Party im Internet.
    Das stille Torhaus Dölitz und die Spreewaldschänke kennen wir sehr gut weil wir oft in Leipzig sind. Letztes Jahr sahen wir uns die große wunderbare Zinnfigurenausstellung im Torhaus an. Sehr zu empfehlen! Ich hätte fast Lust mit Fotos dieser bemerkenswerten Dioramen und etwas Text zur Völkerschlacht in und um Leipzig des Jahres 1813 einen Artikel für den Schwarzen Planeten zu schreiben.
    Oha, das Sixtina gibt es noch? Ich kenne es sehr leer – nämlich mit mir als einzigem Gast und der Dame hinter der Bar welche wortlos (!) die Armaturen putzt. Das war mir damals leider langweilig anstatt entspannt.
    Vom diesjährigen Pfingsten erfuhr ich noch, daß es eine hübsche Blaue Stunde auf der abendlichen Wiese gab, daß sich einige Kostüme am Clara-Zetkin-Park einfanden, daß die nette Band Aurago dort stillvergnügt zu dritt am Teich spielte, und daß es eine live-Übertragung aus dem Gewölbe der Moritzbastei nach oben gab. Dort konnte man mit Getränk sitzen und das Geschehen auf einer Leinwand verfolgen. Letzteres versuchten wir zu Hause am Bildschirm und auch mit Getränk, aber es war vor allem ein wenig fesselnder talk, so daß wir zu anderen live–Partys weiterklickten.
    Am Montag trafen wir uns recht spontan zu viert im peripheren Friedrichsdorf, brezelten uns bißchen auf, machten einen guten Taunus-Spaziergang, fotografierten auf dem Friedhof und saßen dann im gemütlichen alten Innenhof des ‚Cafe Klatsch‘ bei Speis & Trank und Gespräch.

    1. Lieber Schwarzer Nieswurz,
      ich glaube schon, ihr habt das Richtige getan, nicht zum Nicht-WGT gefahren zu sein dieses Jahr – zumal ihr ja die Jahre zuvor auch immer schon Leipzig ‚vor der schwarzen Welle‘ und auch so zur Genüge kennt. Für mich war das schon mal etwas Neues – Leipzig ohne schwarz an Pfingsten. Und wie ich schon schrieb: eine kleiner, enger Kreis (der aber gern auch noch hätte größer sein können mit einigen Lieben) – ohne ’schaulustige Normalos‘ war einfach herrlich. Alles war klein, ruhig, aber nicht traurig. Selbst in der Sixtina, der wie gesagt schon ein wenig der Hauch des Untergangs in den Polstern hing, waren schon die Tische besetzt, aber meist nur mit 1-2 Personen, dann noch zwei an der Bar… ich fand’s entspannt. Aber viel zu gucken gab es nicht. Das ist richtig. Man hätte sich gepflegt mehrere Absinth-Cocktails hintereinander einflößen und den ganzen Nachmittag dort sitzen können – es wäre keinem aufgefallen.
      Ich habe aber öfters mal an euch gedacht, also wart ihr auch in Gedanken ein bisschen mit in L.E.

      Liebe Grusels & sorry für die etwas späte Antwort
      Shan Dark

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