WGT-2018-Leipzig-Gothic-City

WGT 2018: Rhababsi mit Schiebegitarre

Ja, was war denn das? Das 2018er Wave-Gotik-Treffen zeigte sich im Vorfeld etwas unspektakulär, entpuppte sich aber für uns überraschend als etwas Unvergessliches. Kurz gesagt: wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen – für Konzerte, Parties, Aktivitäten. Irgendwann muss sich ja die Erfahrung von 17 WGTs mal bemerkbar machen. 😉 Nur beim Essen lag ich einmal richtig daneben – mit den Pommes vorm Stadtbad. Ich wusste gar nicht, dass man bei Kartoffelfettstäbchen so viel falsch machen kann, aber alle Möglichkeiten wurden in der Pappschale und später in meinem Magen durchgespielt. Faszinierend.

Ich möchte mit ein paar persönlichen Daten zum WGT beginnen:

  • 12 Bands gesehen, davon 6 vollständige Konzerte
  • 4/5 tolle Partynächte gehabt
  • ø 6,5 Stunden Schlaf/Nacht
  • im Schnitt um 6:00 Uhr ins Bett und 12:30 Uhr aufgestanden
  • 2,5 Stunden in Warteschlangen verbracht (Schauspielhaus, HeiDo, Ilses Erika)
  • 8 Gisela getrunken (Leipziger Shot aus Wodka mit Limejuice – leckaaaar!)
  • 20-28°C und kein Regen – das Wetter war einfach ideal!

Wie alles begann …

Nachricht aus dem Jenseits

Mit der Hinfahrt am Donnerstag natürlich, aber nein, eigentlich mit einer SMS vom WGT-Traumpartner r@zorbla.de ein paar Tage vorher: „Große Ereignisse werfen ihre Flaschen voraus.“ Der Mann wollte Gisela mitbringen für die Hinfahrt und mir war schon klar, dass dies sicher nicht in flüssiger Form geschehen würde. So war es dann auch: es gab Geliersela! Also Gisela als wohlschmeckende, gallertartige Masse. Ich habe als Fahrerin des WGT-Mobils nur zwei Löffel probiert (hab nichts getrunken! :mrgreen: ) und die waren schon Uhlala! M.Synthetic saß auf dem Beifahrersitz und löffelte, die Jungs wurden immer lustiger, irgendwann verlöffelte er sich und Geliersela landete auf seiner Hose.
M.Synthetic blickte zu r@zorbla.de: „Das ist aber auch nicht so einfach zu essen.“
Darauf r@zorbla.de [diabolisch grinsend]: „Soll ich das nächste Mal Zäpfchen machen?“
M.Synthetic 😆 : „Ja, Analiersela 😀 – gute Idee!“

Geliersela – frisch aus r@zorbla.de’s Giftküche 😉

Diese Dialoge wurden untermalt von einem WGT-r@zorbla.de-80s-Pop-Mix und irgendwie ging die Fahrt nach Leipzig superschnell vorbei. Sogar ohne Stau. In L.E. angekommen überfielen wir wieder unsere Lieblingsbäckerei Schultz mit echten Ostbrötchen („Doppelte“) und Blechkuchen, nach denen ich dann immer ganzjährig Sehnsucht habe. Da schmeckt man, dass noch selbst gebacken wird.

Am Donnerstagabend fuhren wir mit dem Taxi zur Parkschlösschenwiese auf die blaue Stunde zur „Eröffnungstanznacht“. Das war erwartungsgemäß sehr schön, auch wenn es eine ziemlich windige, dadurch recht kalte Nacht war. Ich hatte extra für den Abend meinen Schal noch mal vom Dachboden geholt und einen Mantel dabei. Besser war das! Und irgendwie ist es ja immer lustig: man läuft auf die Lichter zu, die einem wie Glühwürmchen erscheinen, die über der Wiese schweben (dieses Jahr waren es wohl wegen des Windes nicht so viele). Dort angelangt findet man eine Fledermauskolonie vor, schwarze Punkte, die in der Dunkelheit völlig ungeordnet um den mit Fackeln erhellten Kreis flattern oder sitzen. Und da soll man seine Freunde finden! Das ist fast ein bisschen wie Grufti-Memory: man läuft von Decke zu Decke und schaut, ob man ein bekanntes Gesicht sieht. Aber irgendwann klappt’s und es war ein wunderbares Wiedersehen mit lange nicht gesehenen Freunden.

WGT-Dreamteam M.Synthetic – me – r@zorbla.de

 

Musik & Tanz

Meine Konzert-Highlights dieses Jahr: Arcana, Author & Punisher, Buzz Kull und unbedingt noch Love Is Colder Than Death. Auch drei tolle Tanzabende durften wir erleben: am Freitag in Noel’s Ballroom und später noch beim TerrorDance und am Samstag auf der Wave-Party im „Ilses Paprika“, wie r@zorbla.de zu sagen pflegte. Auch der Tanz in den Dienstagmorgen auf der letzten Gothic Pogo Party war fein. Aber der Reihe nach …

Buzz Kull

Eine heftige Brise Dark Wave wehte durch das schon gut gefüllte Leipziger Stadtbad – Herr Buzz Kull hatte sich professionell eine Tischdecke um den Kopf geworfen. Vielleicht macht man das ja in Australien so, wenn frischer Wind aufkommt. Wir haben eines der Buzz Kull Stücke schon mal auf dem Rosa Crux Dark Ritual in Frankreich kennengelernt, woraufhin sich M.Synthetic sein Album auf Vinyl besorgte. Aber live kam es (unerwartet) noch viel besser, mit gutem Sound und abwechslungsreichen Stücken, von denen manche ein hohes Tanzflächenpotential haben. Dazu noch seine Stimme und die sich unter seinem Shirt abzeichnenden Brustmuskeln 😉 (ich bin ja auch nur eine Frau!) – was für ein gelungener Opener fürs WGT!

Raison D’Etre

Wir kamen nach Buzz Kull zu spät ins Schauspielhaus, aber immerhin anstehlos/anstandslos hinein und durften dem Konzert über den Rang beiwohnen. Hier oben war zwar die Akustik nicht so prall, aber mir hat es trotzdem gefallen. Dark Ambient in den Sesselpolstern des Schauspielhauses liefert ja einen wichtigen Beitrag zur Entschleunigung. Schädelbilder und drone-artige Musik, laaaaaangsame Bild- und Tonspurenwechsel, das erfordert Geduld – vom Künstler und seinem Publikum. Wenn Du als Zuschauer denkst: was guckt der eigentlich immer so angestrengt auf seinen Tisch und dreht an seinen Reglern? Ich hör das gar nicht!? Hat sich jetzt schon was verändert? Dann ist es feiner Dark Ambient aus Schweden. Das trainiert die Gehörlöffel und man kann wunderbar die Augen zumachen und in anderen Sphären schweben. Ziel erreicht!

Danach schauten wir uns noch Mercury’s Antennae (USA) an – zumindest zwei Songs von ihnen. Aber es war etwas eintönig und nicht so richtig meine Musik. Man sollte zwar das Bemühen belohnen, doch wir gingen stattdessen zurück zum Stadtbad zu Boy Harsher. Ihre YouTube-Videos machen ja richtig Laune auf einen Auftritt! Fangen wir mal mit dem Guten an: Stimmlich ging Jae Matthews öfters mal aus sich heraus, das hat man bei neueren Bands selten, meist bleibt die Stimme in einer Tonlage. Sie kreischte auch mal oder wurde lauter, aber ihre Stimme war leider im Vergleich zur Musik viel zu leise abgemischt. Man hörte sie also schlecht und sah sie noch weniger, denn irgendjemand lies sich den Anus vom Knopf der Nebelmaschine massieren. Ich sah von hinten nur Nebel, Nebel, Nebel untermalt von einem eher uninspirierten, überraschend monotonen Elektrosound. Mit ihrem Publikum interagierte sie fast gar nicht, also was blieb da noch? Da fanden wir alle drei nichts und verließen den Schauplatz –> off to paaarty!

Mark Reeder @ A Tribute to Joy Division

Traditionell veranstaltet der Irish Pub „Noel’s Ballroom“ seit einigen Jahren zum WGT Party-Specials. Diesmal gab es am Freitagabend ein „Tribute to Joy Division – feat. Special Guest-DJ Mark Reeder„. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen, denn ich bin seit Mark Reeder’s wunderbarer Hommage an die frühen 80er Jahre in West-Berlin „B-Movie“ sein Fan. Außerdem ist Mark ein elektronisches Music Mastermind, zudem noch Schauspieler in zwei von Jörg Buttgereits Filmen (Der Todesking, Nekromantik 2), Produzent, Labelbetreiber uuuuund – jetzt kommt der Bogen zu Joy Division – er war deutscher Repräsentant von Factory Records, bei denen Joy Division damals unter Vertrag waren. Also der Mann kannte und kennt sie alle: New Order, Nick Cave, Einstürzende Neubauten … Depeche Mode, ach einfach alle. Und er hat mit vielen von ihnen Musik gemacht oder Remixe geschaffen.

Noel’s Ballroom war voll wie immer und als Mark Reeder an Deck bzw. die Decks kam, säuberte er erstmal die Tanzfläche mit einem langen, ruhigen Intro, in dem die Namen verstorbener Musikgrößen genannt wurden. Das war schon zuviel für die Aufmerksamkeitsspanne von so manch jungen Dingern. Es leerte sich zum Glück etwas. Danach gab es ein weiteres Intro elektronischer Art und dann seinen „Schwarzwald“-Remix von „A Forest“, in dem auch Siouxie’s „Red Light“ mitschwingt. Großartig! Und so ging es weiter, ein Mark Reeder Remix nach dem anderen huschte über die Tanzfläche, alle elektronisch, gut tanzbar, groovy, nicht immer düster, aber dafür echt mal was anderes. Wie geil! Die Gitarrenliebhaber und die ich-dachte-hier-wird-nur-Joy-Division-gespielt-Menschen hatten die Tanzfläche verlassen. M.Synthetic war begeistert: „Also Mark Reeders Auffassung von Post Punk und New Wave gefällt mir!“ Wir tanzten mit teurem Irish Beer in der Hand, aber lecker war’s. Was für ein schöner Partyauftakt für das WGT – Danke Mark! Ich habe etwas mit dem Handy gefilmt und was da läuft ist ein Mark Reeder Remix von Fidelity Kastrow – 21st Century Girl – eine tolle Musik-Entdeckung für mich.

 

Mark legte circa 2 Stunden auf. Danach übernahmen wieder die anderen DJs und zwar direkt mit JD’s „Love will tear us apart“. *gähn* Ich bog zur Toilette ab und wie ich so am Waschbecken stehe, stürmt hinter mir eine vorbei und sagt zu ihrer Freundin: „Orrrr nein, jetzt wo ich aufs Klo muss, kommt ausgerechnet dieses Lied!“ Ich fühlte mich schlagartig alt. Dieses Lied – ich kann’s nicht mehr hören. Altersbedingte Overdose.

Wir zogen weiter zur TerrorDance-Party in Ilse’s Paprika. DJ PuPPe und dRiLL ließen es hier krachen und es war wieder wunderbar. Ich hatte Fahrdienst, aber das machte nichts. Mit köstlichem Leitungswasser bewaffnet verzog ich mich in die hinterste Ecke des Schwitzkellers und tanzte circa eine Stunde durch. Wir stolperten gegen 4:30 dort raus und so hatte ich wenigstens auch etwas Sport getrieben beim WGT. 😆

Arcana

Hach, Arcana! Für diese seit 2011 nicht mehr auf der Bühne anzutreffenden Schweden stehe ich doch gern mal eine Stunde am Schauspielhaus an. Wir kamen auch rein, wenn auch wieder nur auf dem Rang, weil der Saal schon von den Konzertgästen der vorherigen Bands belegt war. Arcana gehören zu meinen absoluten Neoklassik-Lieblingen für ruhige-atmosphärische Stunden. Und meine Erwartungen wurden voll erfüllt, auch wenn der Sound oben auf dem Rang eben etwas dünn ist.

Was für ein Konzert! Wenn ich Gänsehaut an den Oberschenkeln habe, ist sogar mein Körper glücklich und ergriffen. Sie spielten viele meiner Lieblingsstücke und es war alles perfekt – bis auf das Ende, als die Sängern Ia Bjärgo ankündigte, dass diese beiden WGT-Konzerte die letzten für unbestimmte Zeit sind. Das sagte sie mit Tränen in der Stimme und es war sehr ergreifend. Sie sagte nicht warum, wir können nur vermuten. Dabei ist mir etwas bang um Peter Bjärgo – er stand das ganze Konzert fast regungslos und etwas „zusammengehuscht“ auf der Bühne, sie fächelte ihm immer Luft zu und streichelte ihn ab und zu … Ich hoffe das Beste für die beiden!

Wie war denn das Arcana-Konzert in der Kirchenruine Wachau? Ich habe tolle Bilder & Videos gesehen!

Und wie war Siglo XX, die parallel im Felsenkeller spielten? Es war etwas blöd dieses Jahr mit Überschneidungen.

Love Is Colder Than Death

Love Is Colder Than Death sind in meiner Großhirnrinde was LIVE-Auftritte angeht negativ verknüpft, seitdem wir sie beim WGT 2012 (ich berichtete darüber) gesehen hatten. Aber als ich hörte, da sind nur zwei Männer zugange (?) und die spielen Stücke der ersten beiden Alben … ließ ich mich zum Glück von M.Synthetic überreden. Wir waren gespannt, was da auf uns zukommt. So richtig konnten wir uns das im kleinen Ilse’s Paprika Keller nicht vorstellen.

Das Konzert war für 2:00 Uhr nachts angesetzt. Schlau war, eine Stunde vorher da zu sein. Wir standen draußen, zusammen mit genügend anderen. Herein kamen nur Leute mit Stempel. Da wir hier gestern bereits einen feinen TerrorDance-Abend verbracht hatten, prüften wir, ob noch Stempel zu sehen waren. Also r@zorbla.de und ich – wir hatten uns gewaschen, M.Synthetic offenbar nicht :P, es war noch ganz blass ein Stempel zu erkennen. Er versuchte es damit und kam rein. Wir waren sauber, blieben aber draußen. 🙁 Nach fast einer Stunde anstehen und 5 min vor Konzertbeginn wurde noch ein kleiner Schwung hereingelassen. Wir schwappten in den Keller und es ging direkt los!


Der Typ auf der Bühne kam mir erst etwas sonderbar vor, erzählte was von „erweitertem Ausgang aus dem Altersheim, extra zum WGT“ und dass er, der Ralf Donis, „meine suffige Wenigkeit“, bei den ersten beiden Platten dabei war – zusammen mit Maik Hartung, der bis heute in der Band ist. Dann legten sie mit „Sex & Horror“ los. Der Sänger wurde mir zunehmend sympathisch, war so schön locker und gelöst, dazu noch eine klasse Stimme. Und irgendwie war das da unten in dem kleinen Keller so richtig echt wie in den frühen 90ern im Leipziger Untergrund. Es tropfte von den Rohren an der Decke, schwarze Wände, ganz normale Grufties, alle freundlich, der Ralf rauchte auf der Bühne & alle hatten Spaß! Es war nur ein kurzes Gastspiel mit ausgewählten Stücken, aber ich bin sehr froh, das erlebt zu haben! Diese Interpretation von Tragic Error’s EBM-New-Beat-Stück „Tanzen“ war mein Highlight:


Erst jetzt bei der WGT-Nachbereitung stelle ich fest, dass mir mit dem Sänger Ralf Donis noch mehr von meiner Leipziger Vergangenheit begegnete. Denn er war ja nach seinem Weggang von LICTD Sänger bei Think About Mutation! Von denen war ich zu meinen Leipziger Studien- und Metal-/Crossover-Zeiten mal ziemlicher Fan (insb. vom Album „Motorrazor“). Think About Mutation hatten sich da gerade erst gegründet und wurden schnell erfolgreich mit ihren harten Sounds. Ich sollte mich mal mehr für Personalien interessieren, dann hätte ich nach dem Konzert mit Ralf Donis noch ganz andere Gespräche an der Bar führen können. 😉

Love is colder than death - WGT 2018

Danach legten die DJs Arne und Sandro noch richtig geile, lange nicht mehr gehörte Stücke auf – es war für uns seit langem die beste Dark Wave Grufti Party. Kaum was ausgenudeltes, sondern auch mal selten gehörte Sachen. Sogar Sleeping Dogs Wake lief! Gegen morgen wurde es dann zwar gefälliger und gitarriger, aber dagegen tranken wir dann einfach mehr Gisela und ich lenkte mich ab in guten Gesprächen mit Marcus, dem Pfingstflüsterer.

Daheim hatten r@zorbla.de und ich noch einen gisela-geschwängerten Dialog:
Er: „Invincible Spirit – hm, [Fingerschnipp] da war doch noch was davor…?“
Ich: „Ja, THE Invincible Spirit.“ 🙂
r@zorbla.de: „Nee, ich meine die Band vor The Invincible Spirit. Wie hieß denn die?“
Kamen wir gerade beide nicht drauf, aber M.Synthetic kann man sowas ja immer fragen: Invisible Limits.

Vomito Negro

Aha, Vomito Negro waren auch in Kutna Hora gewesen!

Vomito Negro gehen aufgrund ihrer früheren Stücke eigentlich immer, mein Lieblingsalbum ist allerdings das 2013er „Fall of an empire“. Live gesehen hatten wir sie zuletzt im Schwitzkasten der Theaterfabrik beim höllisch-heißen WGT 2014, aber nicht lange. Das Konzert diesmal im Stadtbad war kühler, in jeglicher Hinsicht, kurz gesagt „solide, aber nicht herausragend“ (r@zorbla.de). Die Projektionen waren sehr gut und passend, aber musikalisch hatte ich permanent das Gefühl, es fehlt ein dritter Mann, der die Maschinen bedient und mal etwas experimentiert. So waren es nur Gin Devo und Sven Kadanza am Schlagzeug (sehr gut!), aber mit der Zeit wurde es eintönig. Außerdem wollte der Funke einfach nicht überspringen, Gin Devo wirkte sehr abgeklärt und spielte sein Set runter.

Klutae

… kam danach, aber wollte ich eigentlich nicht sehen. Leatherstrip war noch nie so mein Fall, aber ich hatte keine Wahl. Wir standen nach Vomito Negro noch vor der Bühne und schwatzten mit unserem Freund Franky als plötzlich eine Musikwand angeschaltet wurde und Claus Larsen ohne Vorwarnung auf die Bühne sprang (!) und werwolfartig losbrüllte. Gesang kann ich nicht dazu sagen. Ich verließ panikartig den Raum. Vom Vorraum aus ging’s und klang es musikalisch gar nicht sooo schlimm. M.Synthetic kam nach 2-3 Stücken auch raus und meinte nur: „Also ich hätte nicht gedacht, dass der so abgeht auf der Bühne! Bewegen kann er sich!“ – darauf Franky: „Ist halt ne richtige Rampensau!“ Ich entschied, mir das mit Toilettenpapier in den Ohren noch mal näher anzuschauen. Und tatsächlich – der Typ hatte Energie, gute Körperkontrolle, wenn auch sonst nichts für die Optik. Claus Larsen ist ein einziger Gegensatz, das machte es vielleicht so erfrischend ihm zuzuschauen. Als er sich nach einem Stück vorm applaudierenden Publikum verneigte und freundlich lächelnd „Danke“ sagte, kam da mehr rüber als im ganzen Vomito Negro Konzert. Oder wie M.Synthetic sagte: „Man weiß nicht, ob man es gut oder schlecht finden soll, aber man kann sich seiner Präsenz nicht entziehen.“

Am Sonntag trennten wir uns von M.Synthetic aufgrund von unüberbrückbaren, musikalischen Differenzen 😛 er wollte unbedingt Trisomie 21 sehen und ich gern Author & Punisher. r@zorbla.de wollte sich auch eher das harte Brett geben als französischen Dark Wave. So machten wir das genau richtig – keiner hatte das Gefühl beim anderen etwas verpasst zu haben, wobei ich schon denke, dass mir Trisomie 21 auch gefallen hätte musikalisch.

Trisomie 21

Wenn man nicht wie M.Synthetic mehrere Bands vorher im Haus Leipzig war, dann musste man auch hier wieder lange anstehen. Es wurde von Schlangen bis vor zur Straße berichtet. Das Konzert war sehr gut, melancholisch und Trisomie 21 spielten ein sehr abwechslungsreiches Set. Besonders beeindruckend war der Gitarrist. Für meinen Freund war es das Highlight vom WGT 2018. Als letzten Song spielten sie – na? – „The Last Song“.

Author & Punisher

Ich habe ja schon viel gesehen, aber sowas noch nicht! Author & Punisher ist ein „One-Man Industrial Doom Metal Projekt“ aus San Diego/USA. Das Besondere ist, dass dieser Typ namens Tristan Shone sich seine Instrumente aus Maschinen gebaut hat. Als Maschinenbau-Ingenieur war das wohl naheliegend. Wie erfrischend, mal keine langlodigen Metaller mit Gitarren auf der Bühne zu sehen, sondern einen Typen mit „Schiebegitarre“ in der rechten Hand und einem Vocal Pad vorm Mund, das mit verschiedenen Klangverzerrern versehen war: innen war ein normales Micro, außen die Vocoder-Stimme. Es war ein echter Krach-Doom-Blast und mehr als faszinierend dem Tristan zuzusehen, wie er an seinen Drone & Dub Machines arbeitete. Es ging auch ordentlich in Bein und Nacken. Zwar nichts für mich daheim, aber jederzeit gern wieder live!

 

Blixa Bargeld & Teho Teardo

Wegen des verlängerten Soundchecks von Blixa Bargeld hatten sich am Montag alle Konzerte um eine Stunde nach hinten verschoben. Nun, wenn man das kleine Orchester auf der Bühne gesehen hat und weiß, dass der Volkspalast sehr tollen Sound haben kann, aber in der Aussteuerung eine Herausforderung ist, kann ich das nachvollziehen. Zumal Blixa ja bekannt ist als perfektionistische Diva. Und dann begann er und … stoppte nach den ersten Takten herrisch: „There is NO MONITOR here!“ Das wurde in Schallgeschwindigkeit behoben und dann lief alles.

Teho Teardo ist ein italienischer Filmmusiker, mit dem Blixa Bargeld bereits vier Alben aufgenommen hat. Musikalisch tat es nicht weh, die Stücke waren zahm. Inhaltlich ließ sich jedoch so manche Wortperle finden. Das Orchester bestand zum Teil aus Leipziger Musikern und Italienern, die Blixa während der Zugabe alle einzeln vorstellte. Das hatte sich jede/r einzelne wirklich verdient! Blixa ließ das WGT mit seinem einzigartigen, exaltierten (Sprech-)Gesang auf großer Bühne sinfonisch ausklingen. Ich hätte mir kaum einen besseren Abschluss vorstellen können. Und auch er lobte uns: „Ihr seid ein sehr angenehmes, freundliches Publikum.“ 😀

Gothic Pogo Party

Beste DJ-Lampe ever & eine tolle DJane (Dis/Tanz)

Gut, dass wir auf Marcus, den Pfingstflüsterer hörten! Halb verhungert nach diesem langen Konzertabend im Volkspalast enterten wir die Gothic Pogo Party, verschlangen erstmal jeder 2 Packungen leckere Kartoffelecken auf Ex und hüpften dann gestärkt in den letzten Abend. Die GPP war wirklich die beste Alternative zur überfüllten Moritzbastei, musikalisch sowieso und auch hier gab es Cocktails, die entdeckt werden wollten wie „Rhababsi“. 😉 Die war so herrlich erfrischend und lecker, dass ich sie unbedingt mal daheim „nachstellen“ muss: Rhabarberlimo, Vanille-Wodka, Limetten und Crushed Eis! Der Herr r@zorbla.de bestellte sie dann noch mal mit 4cl Wodka statt 2cl und siehe da, es wirkte! Es war schön, hier am Abend noch ein paar Freunde und Bekannte zu sehen und das WGT tanzend und Rhababsi-trinkend zu verabschieden.

Es ist noch Senf da fürs Frühstück … 😉

 

Außer Musik …

Spontis-Family-Treffen

Wir schafften es mal wieder zum Spontis-Family-Treffen, aber nur weil wir Sonntagnacht extra früh ins Bett gegangen sind aus Angst als Voodoopuppe zu enden, wie uns Robert & orphi angedroht hatten. 😛 Das Treffen war heiß im großen Kreis! Echt schön mal wieder ein paar „alte Bekannte“ wiederzusehen und auch ein paar neue Leute kennen zu lernen hat mich voll gefreut. Sehr gefallen haben mir der Pikes-Button und das Spontis-Magazin, wirklich eine interessante Lektüre und professionell gemacht in Druck, Layout, Inhalt. Lustig, wie der „Wizard of Goth“ den Duden für „Grufti“ umschrieb oder was er so für E-Mail-Anfragen bekommt (und auf alle antwortet). Chapeau!

OkKULTHAUS

Ich hatte es ja vorher angekündigt, dass dieses Jahr das Heidnische Dorf zu KULTHAUS-Veranstaltungen in faustisch-okkulter Tradition einlädt. An allen WGT-Tagen gab es Geheimwissenschaftliche Vorträge und Präsentationen im Gewölbesaal des Torhaus Dölitz. Organisator war Yggdrasil zusammen mit dem spirituellen, von Aleister Crowley gegründeten (Freimaurer-)Orden O.T.O. und seiner Körperschaft „Joy and Beauty“ zu Leipzig.

Ursprünglich als freimaurerisches System gegründet, wurde der O.T.O. später durch Aleister Crowley zu dem umgeformt, was er bis heute ist. Textgrundlage dieser thelemitischen Weltanschauung ist das Liber Al vel Legis (Das Buch des Gesetzes), welches Crowley nach eigener Aussage durch eine höhere Wesenheit (Aiwass) diktiert wurde. (Quelle: www.leipzig-oto.org)

Damit ziehen neue Gesetze in meinen Haushalt ein …

Dieses Buch des Gesetzes wurde zum WGT 2018 in einer Sonderauflage von 111 Exemplaren in Leder gebunden veröffentlicht. Ich ließ mir eines zurücklegen, um mich dem Selbststudium zu widmen, bevor ich Ritualen beiwohne oder Gesprächskreisen. Als ich mein Buch abholte, nahm sich Ivan Wojnikow vom O.T.O. Leipzig die Zeit für ein interessantes Gespräch über den Orden, die Freimaurer und Crowley. Ich hoffe, dass nächstes Jahr wieder KULTHAUS-Veranstaltungen stattfinden, bis dahin habe ich mein Wissen hoffentlich etwas erweitert.

Mit Schwarzen Kohle machen

Die Abzocke wird jedes Jahr schlimmer, denn wir sind ja keine Jugendszene mehr, die von Taschengeld lebt, sondern größtenteils berufstätige Steuerzahler, die bei ihrem Lieblings-Festival nicht so aufs Geld gucken. Neben einem Hotelskandal beim „Royal International“ (WGT-Besucher sollen 100% Aufschlag zahlen!), von dem auch meine Freundin betroffen war, wird vor allem bei Speis und Trank kackdreist draufgeschlagen. Unschlagbar unverschämt ist der Grill am Volkspalast mit der kleinsten Bratwurst der Welt für 3 €, die sogar in ihrem Brötchen verschwindet. Oder IM Volkspalast der Cuba Libre im 0,2 ml Plastikbecher für 5,50 €. Liebe Leipziger: man kann es treiben, aber nicht übertreiben! Liebe WeGeTarier: wo die Preise dreist und die Würste klein sind, öfter mal den Betreibern klarmachen, dass das einfach zu teuer ist („Mit den dummen Gruftis könnt ihr’s ja machen – mit mir nicht!“ als kleine Antwortvorlage von Martin Destroyer :)) und nach Alternativen suchen.

WGT-Location-Schwund

Die Tickets werden immer teurer, die Locations immer weniger. Wir sind mal mit Nostalgie im Kopf die früheren Locations durchgegangen, die ersatzlos weggefallen sind: Anker, Kohlrabizirkus, Haus Auensee, Westwerk, UT Connewitz, elipamanoke, Städtisches Kaufhaus, Krypta im Völkerschlachtdenkmal … Viel Neues ist nicht dazugekommen. Das führt dazu, dass sich dann alles knubbelt bei den übriggebliebenen, wenn es nicht gerade die AGRA ist. Ich habe noch nicht nachgezählt, ob es auch weniger Bands geworden sind. Aber wie gesagt, mit den Gruftis kann man es ja machen… 😀

Etwas Erklärung liefert hier das Interview von Monkeypress mit Cornelius Brach, dem WGT-Pressesprecher.

…wenigstens das HeiDo bleibt uns erhalten!

—————

Dennoch war das Fazit dieses 27. Wave-Gotik-Treffens ein sehr gutes für mich: tolle Band-Highlights, seltene Spezies wie Mark Reeder und Ralf Donis/Maik Hartung/Love Is Colder Than Death, drei klasse Parties, super Wetter und (fast) alle lieben Freunde & Bekannten wiedergetroffen. Simply großartig!

Wie war Euer WGT und was sagt ihr zum Location-Schwund und der Abzocke? Ich bin gespannt! 

 

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8 Responses to WGT 2018: Rhababsi mit Schiebegitarre

  1. James (alias Jimmy) 1. Juni 2018 zu 15:54 #

    Hallo und guten Tag ^^ö^^ :3

    Dein Bericht ist eine wilkommene Abwechslung zu dem Mimimi, welches sich in den vergangenen Jahren unter den Gruftis wie die schwarze Pest verbreitete ;D

    Ich war dieses Jahr ausschließlich bei der GPP, was aber vorallem an schmalen Budget lag. Zudem bieten sich bei der GPP für mich mehr Sitzmöglichkeiten, auch während der Konzerte an, oder kurz: Werk II ist Behindertengerecht! 🙂

    Nur schade, dass wir uns wohl nicht begegneten, was aber auch an der eingeschränkten Wahrnehmung in Folge des Konsums legaler Rauschmittel liegen könnte: wir waren in Sichtweite, was das eine Bild belegt. Hinten in der Ecke steht ein Grüner und ein schwarzer Iro im Bild. Das bin ich mit meiner liebsten Fledermaus †^^ö^^ ♥ ^^ö^^†

    Die Preise steigen von Jahr zu Jahr, das ist leider nichts neues, womit ja nicht nur bei Royal Skandal die Preise für Getränke unverschämt teuer waren.
    Auch dem habe ich mich aber mit konsequentem entzogen und siehe da: ich konnte durchfeiern und die Konzerte genießen, ohne am Hangover leiden zu müssen xD
    Somit hatte die Abstinenz sogar ihre Vorzüge.
    (Nebenbei bemerkte ich auch dank nüchternen Zustand, wenn mir die Musik gerade nicht gefiel.)

    Alles in Allem lagen meine Ausgaben in einem Bereich, die man sich auch in der ärmeren Schicht leisten kann, vorrausgesetzt man schränkt im Vorfeld seine alltäglichen Ausgaben ein, was mir auch leicht gelingt, da ich kaum noch Alkohol trinke und den Sargnägeln schon vor rund drei Jahren entsagt habe 🙂
    Zugegeben, ich musste mir dieses Jahr keine Unterkunft leisten. Aber auch 2017 klappte es kurzfristig und schnell, dank Mitfahrer- und Unterkunftsvermittlung, was mir nicht nur Nerven ersparte.

    Jedenfalls war auch mein Besuch in Leipzig dieses Jahr ein sehr angenehmes Erlebnis mit tollen Bands wie „The Knutz“ und „Werther Effekt“, mit vielen netten Menschen, einigen neuen und alten bekannten Gesichtern 🙂

    Ich freue mich bereits auf nächses Jahr und vielleicht, aber auch nur vielleicht, werde ich mir ein WGT Bändchen holen (auch das geht kurzfristig Vorort, ohne Vorbestellung und ohne lange Schlangen, was nicht alle wissen)

    mit gruftigen Grüßen † ^^ö^^ †
    Jimmy

  2. stoffel 2. Juni 2018 zu 17:28 #

    Danke Dir fürs mitnehmen der Daheimgebliebenen … wieder mitreißend und toll geschrieben 😘 Kohlrabizirkus ist nicht mehr? Sehr schade, ich mochte diese Location sehr. Liebe Grüße aus dem sonnigen und warmen Schottland 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿

  3. Shan Dark 10. Juni 2018 zu 18:20 #

    Lieben Dank für Eure Kommentare, ich freue mich 3x mehr über Feedback hier im Blog als in schnelllebigen Social Media Kanälen. <3

    @Jimmy: Schön zu lesen, dass ihr auch da wart und ein schönes und doch günstiges WGT hattet! Am Montagabend haben wir uns irgendwie verpasst bzw. könnten meine rhababsi-vernebelten Sinne tatsächlich daran schuld sein. 😉 Auch wenn ich ab und an mit Wasser aus dem Damen-Waschsalon neutralisiert habe. Das war zeitweise lustig, denn ich hatte nicht als Einzige die Idee und so standen manchmal 3-4 Ladies vor den Spiegeln und kippten Leitungswasser wie an einer Theke. Das trägt auch zur Schonung des Geldbeutels bei. 😀

    Bin mal gespannt, was Du nächstes WGT machst – ob mit oder ohne Bändchen.

    @stoffel: Danke und Schottland ist natürlich auch eine echte Alternative! Wobei da ist weniger Goth. Ja, der Kohlrabizirkus wird wohl langfristig wegfallen, man hatte in den letzten Jahren immer wieder Betreiberwechsel und es ist den WGT-Veranstaltern zu nervig, jedesmal wieder neue passende Verträge/Konditionen auszuhandeln bzw. vermutlich konnte man sich nicht einigen. Schade, das stimmt.

  4. Robert 29. Juli 2018 zu 11:47 #

    Ich schließe mich an, ein sehr informativer Artikel, der noch einmal schön zusammenträgt, von welchen „Entwicklungen“ das WGT dieses Jahr betroffen zu sein scheint. Das Interview mit dem Cornelius kannte ich noch gar nicht 🙂 Der Location-Schwund scheint ein gegenseitiges Hochschaukeln der Emotionen und Ansprüche zu sein. Die „alten“ Locations wollen einen immer größer werdenden Teil des Kuchens abhaben und auch die WGT-Macher haben festgelegte Schranken in Sachen Verhandlung.

    Ich glaube, mittlerweile wird sehr viel Politik beim WGT betreiben, die wir als Besucher immer weniger nachvollziehen können. Der Eintritt steigt, dafür gibt es immer weniger Locations. Eine gefährliche Entwicklung. Denn wie in keinem anderen Jahr sind mir dieses mal die Leute aufgefallen, die im nächsten Jahr OHNE Bändchen zurückkommen wollen, weil sie keine Lust mehr auf überfüllte und viel zu kleine Locations haben.

    Wir haben auch Zeit in vielen Warteschlangen verbracht um dann nicht eingelassen zu werden, das ist schon sehr frustrierend.

    Das Werk II hat sich das WGT vor ein paar Jahren selbst verscherzt, so wie ich das in Erfahrung bringen konnte. Nachdem dort einige Bands aus dem Neofolk-Sektor aufgetreten sind, die man dort Partout nicht haben wollte und die auch Probleme mit dem dortigen Umfeld provozierten, wollte man seitens des Werk II ein Mitspracherecht bei den Bands, die dort auftreten sollten. Das verweigerte man den Betreiber und die kündigten daraufhin ihre Vereinbarung.

    Wo wird das enden? Auf der einen Seite finden immer häufiger groß angelegten Zusammenarbeiten mit der Stadt Leipzig statt und auch Belantis ist sich nicht zu schade, von den Gruftis zu profitieren. Finden wir uns bald alle in der neuen Messe wieder?

  5. Shan Dark 9. August 2018 zu 12:25 #

    @Robert: Danke für Deinen Kommentar und Gedanken – jetzt mit etwas Abstand zum letzten WGT. Tja, wo wird das enden? Ich habe schon seit ein paar Jahren die These, dass sich in der Zukunft der gruftige Kern selbst neu organisieren und in Leipzig sein eigenes Treffen machen wird, also ohne Bändchen an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen wird und dort wo möglich extra Eintritt zahlt (GPP, HeiDo etc). Ich denke nicht, dass das zu Beginn (den wir jetzt erleben) eine bewusste Organisation ist, sondern etwas, dass sich einfach von selbst entwickelt, aus der ein oder anderen Enttäuschung heraus, weil man nicht reinkommt u.ä. Das WGT bleibt dann eher für die „Darkgänger“ und Karnevalsbesucher. Da wäre es mir dann auch egal, wenn es an die neue Messe rauszieht, was ich mir aber mit dem aktuellen Veranstalter nicht vorstellen kann.
    Ich bin gespannt, was die Veranstalter aus dem aktuellen „Trend“ machen, ob sie ihn wahrnehmen und etwas tun. In Social Media wurde ja wohl ausreichend gemeckert und diskutiert. Fakt ist, dass man auch ohne Bändchen jede Menge Spaß, Treffen, Parties haben kann. 😉 Ihr werdet das ja vllt. nächstes Jahr selbst testen? Solange es mich/uns musikalisch noch zieht, werde ich mir aber ein Ticket kaufen und dann zumindest die Konzerte in Anspruch nehmen.

  6. Gruftfrosch 12. November 2018 zu 19:24 #

    JETZT *räusper* bin ich über deinen WGT-Bericht gestolpert…vielen Dank dafür. Schade, dass du Arcana in der Kirchenruine Wachau verpasst hast…Es war MEIN Highlight beim diesjährigen WGT, aber ok, 14 Uhr und dann da weit draußen, das ist ne Herausforderung. Ia Bjärgo sagte selbst, dass sie selten in einer so tollen Location spielen durften. Es gab dann auch eine ausgedehnte Zugabe.Traumhaft schön mit Gänsehautfeeling (ja, ich hatte durchaus Freudentränen auf den Wangen) und eine Versöhnung für das wegen technischer Probleme abrupt endene Konzert im Schauspielhaus vor etlichen Jahren. Unmittelbar dahinter reiht sich der Auftritt von the Eden House ein. Ich war ja skeptisch, weil Agra und so…(ich versuche die ja eigentlich als Location zu meiden), aber wider Erwarten, weniger Menschen als gedacht, guter Sound (!!), abwechslungsreiches Set und eine gut gelaunte Monica Richards. Als dann noch the Battle Hym gespielt wurde, war ich endgültig auf dem WGT angekommen (ich brauch immer ein bisschen ;))…
    Love is Colder than Death hatte ich auch auf dem Schirm, dachte aber an den kleinen Raum da unten bei Ilses Erika, machte wir wenig Hoffnungen reinzukommen, hatte zusätzlich wenig Bock mehr auf Schlange stehen und wenn ich es doch schaffte, wir lange die Luft da unten reichen würde ;). Leider hat sich herumgesprochen, dass die Glitter+Trauma ne gute Tanzalternative ist, dieses Jahr mit neuer, kultiger Location, aber voll wie bolle und als ich rauskam um zur GPP zu wechseln, ging die Schlange einmal ums Eck….uff…wäre ich mal da geblieben…Der Samstag war partymusikmäßig nicht so dolle, dafür der Sonntag mit der Shock Wave…die geht immer!

  7. Gruftfrosch 12. November 2018 zu 19:34 #

    A propos Trisomie 21…die hab ich mir nicht gegeben. Die Stimme von Philippe Lomprez ertrage ich leider nicht über mehr als 3 Lieder hinweg, so bin ich nach Modern English raus…mea culpa 😉
    Ach so, am Sonntag war ich im Haus Leipzig bei The New Division fast allein mit der Band (naja, nicht ganz, aber war wirklich nur ne handvoll Leute anwesend), zu Unrecht, war gut..aber so blieb Platz zum tanzen…

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  1. Rückblick: Spontis Family Treffen auf dem WGT 2018 - 29. Juli 2018

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