Irgendwo hier habe ich den Rotwein entsorgt, passend zum Licht.

Nachtaktive Kulturnächte in Deutzen

Nocturnal Culture Night 07.-09.09.2018

Deutzen ist ein mystischer Ort. Ich habe viele Jahre in Leipzig gelebt und noch nie davon gehört. Und weil es so schön mit „De“ anfängt verortete ich – selbst als wir schon unterwegs waren – Deutzen zunächst in die Nähe von Dessau. Peinlich! Die Bauhaus-Stadt liegt stark nördlich von Leipzig, Deutzen jedoch südlich – im idyllischen Braunkohle-Ressort. Tschuldigung, war halt früher nicht meine Ausflugsarea. 😉

Wir sind zu dritt im Festival-Mobil: M.Synthetic, Martin Destroyer und ich – alle blutige Anfänger, was die Nocturnal Culture Night (NCN) angeht. „Nachtaktive Kulturnächte“ würde ich zwar behaupten schon gehabt zu haben, aber noch nie in Deutzen. 😳 Zur geografischen Verwirrung bei der Anreise kommt hinzu, dass Deutzen bei Google Maps als Neukieritzsch gehandelt wird…? Gibt es Deutzen vielleicht gar nicht? Weder auf dem Ticket für das NCN noch auf der Webseite wird eine Adresse genannt, die man ins Navi eingeben kann. Verdächtig! Also wählen wir die in der Anfahrtsbeschreibung erwähnte „August-Bebel-Straße“, die es in so ziemlich jedem ostdeutschen Ort gibt. Nicht jedoch in Deutzen. Nur in Neukieritzsch. Na Google wird’s schon machen. Als wir kurz vor Gera von der Autobahn abfahren, geht es Richtung Leipzig heftig über Land. Es wird flach, links und rechts erneuerbare Energiegiganten, in der Ferne dampft ein Hochofen … und plötzlich passieren wir das Ortseingangsschild „Deutzen“. Ist ja noch mal gut gegangen. 😆

Die Eulen sind nicht, was sie scheinen… 😉

Wie niedlich, dieses Deutzen! Jetzt sehen wir auch ein paar schwarze Gestalten. Und Besucher-Parkplätze. Und schwups, kurz mal nicht aufgepasst, sind wir aus dem Ort auch wieder raus. Ach das Feldchen da links, das war eben der kostenfreie Parkplatz! Also wenden und rauf auf die Parkwiese. Dann erstmal umziehen, wir sind noch in Arbeitskluft. Ist ja Freitag. Auf den 800 Metern Walk zum Festivalgelände kommen wir vorbei an der Dorfkirche, Dorf-Bushaltestelle und ein paar Häusern. Mit uns laufen ausschließlich schwarz gekleidete Menschen. In schwarz-schwarz, ohne bunt und Fasching! Sowas kenne ich ja nur noch vom Rosa-Crux-Festival. Wie angenehm!

Wir erhalten unkompliziert und freundlich Einlass in den Kulturpark Deutzen. Die Freiluft-Anlage wurde in den 70er Jahren von den Deutzenern als Freizeit- und Erholungseinrichtung selbst aufgebaut und für Volksfeste und Freilichtkino genutzt. Deshalb gibt es hier auch eine große Amphi(theater)-Bühne. Man fühlt sich wie in einem weitläufigen Party-Garten und wandelt unter Bäumen. Von vorn krachen uns DIE KRUPPS entgegen, rechts und links Verpflegungsstände, Bänke, Kunstobjekte aus Naturmaterialien, viel Grün (sofern man nach diesem Sommer noch davon sprechen kann).

Dann mal bei DIE KRUPPS gucken, ob alles gut und wie immer ist. Ist es. Irgendwo auf einer der anderen 4 Bühnen sollen KAS PRODUCT spielen. Orientierungslos irren wir umher und treffen auf dem Weg dorthin die ersten lieben und lange nicht gesehenen Bekannten und Freunde. Und immer noch weit und breit kein Faschingsgrufti zu sehen. Das treibt meinen Freitagabend-Wellness-Pegel weiter in die Höhe. Genau wie das „Asgard-Bier“ (2/3 Schwarzbier, 1/3 Met), was es am Stand neben der nun gefundenen Parkbühne gibt. Hoppala, lecker und geht gut rein! Nach dem 2. kann ich schon kurze Strecken fliegen.

Wir warten vor der kleinen Parkbühne, denn KAS PRODUCT haben etwas Verspätung. Alles recht klein und intim hier. Ca. 2.500 Besucher sind es dieses Jahr – aus allen Ecken Deutschlands und unseren Nachbarländern. Ich bin erst 30min da und find’s schon wunderbar. Besonders dieser Park, der mit zunehmender Dunkelheit auch noch romantisch beleuchtet wird! Was für ein tolles, ausgefallenes Festival-Gelände.

KAS PRODUCT

Wer später anfängt, darf trotzdem nicht länger spielen. Das lerne ich gleich beim ersten Konzert. Es war somit auch mein kürzestes auf dem NCN. Schade, denn Mona und Spatsz geben alles, um das etwas verhaltene Publikum aufzulockern. Ich vermute es liegt an der Helligkeit des Abends. Definitiv nicht an der Show! Wie schon beim WGT 2015 gibt es ein abwechslungsreiches Set, Mona klettert sogar von der Bühne, hantiert mit Megaphon und beide KAS PRODUCTe sind optisch ein Hingucker. Und auch ein Hinhörer, aber eben ganz was anderes als jegliche bekannte Sparte der schwarzen Musik. Mona schafft es die Leute in Bewegung zu bringen, teils mit provokativ-charmanten Ansagen wie: „Some young people are very old already.“ 😎 Für mich ein gutes Konzert zum Warmwerden, leider mit einem etwas abrupten Ende, denn die Bühne muss für den Aufbau der danach folgenden CLOCK DVA geräumt werden.

Nach dem Konzert treffen wir erstmal unseren Freund und Pfingstflüsterer Marcus Rietzsch, der überhaupt an allem schuld ist. 😀 Auch wenn das Line-up uns dieses Jahr hierher gezogen hat, Marcus hat alles gegeben, uns das Festival, was er schon fast von Anfang an besucht, zusätzlich schmackhaft zu machen. Mit Erfolg! Und als ortskundiger „Immobilien-Experte“ hat er auch unsere Ferienwohnung in der Nähe organisiert, in der wir zu sechst übernachten.

CLOCK DVA

Clock DVA waren zu dritt, aber es war sooo dunkel.

Zunächst waren die Fein-Elektroniker CLOCK DVA der Hauptgrund aufs NCN zu fahren, besonders für M.Synthetic. Auf sie trifft ein selten erlebtes musikalisches Gesetz zu: mit steigendem Alter der Musiker und Band werden die Sounds immer klarer und feiner strukturiert. Eine gewisse Analogie zu Kraftwerk ist da vorhanden. CLOCK DVA arrangieren live einige ihrer Stücke komplett neu. Es ist ein sehr gutes Konzert, wenn auch teils zu leise. Man darf seitens des Veranstalters aber wohl nicht lauter aufdrehen wegen der Dorfbewohner. Schon irgendwie schade bis doof. 🙁

MARC ALMOND (Best of Set)

Die Amphibühne, die größte und älteste Bühne des Kulturparks Deutzen, platzt aus allen Nähten. Markus Mandel (auf englisch auch MARC ALMOND genannt :)) hat bereits angefangen, als wir in der Dunkelheit durch die dicht gedrängten Menschen stolpern. Jeder scheint hier zu sein, um den Headliner am Freitagabend zu sehen. Er macht aber auch Laune! Auch wenn ich die Trainingsjacke nicht so vorteilhaft an ihm finde, wirkt und sieht er immer noch wie ein Schulbub aus. Auch Stefan Effenberg an der Gitarre kommt super! Ich bin beeindruckt wie inbrünstig Marc nach wie vor das totgenudelte „Tainted Love“ singt. Das und einen der meiner Meinung nach besten Übergänge in der Musikgeschichte zu „Where did our love go“ habe ich live festgehalten.

Nach dem Headliner ist noch Open-Air-Disco vor der Parkbühne. Aber wegen der Anwohner darf alles nicht so laut sein, was bei Ecki Stieg’s Musikauswahl aber auch gar nicht so schlimm ist. Wir sind eh kaputt nach dem langen Tag und flüchten ins Bett.


Nur sympathische Leute auf dem NCN 😉

Am Samstag ist ein ausgedehntes Frühstück in unserer FeWo mit vorgelagerter Nahrungsbeschaffungsmaßnahme der Grund, warum wir FIX8:SED8 und die ARMAGEDDON DILDOS verpassen. Aber eh man auch mit so vielen Leuten startklar und auf dem Festivalgelände ist … Da die Bühnen hübsch beieinander sind und in der Regel immer nur 2 Bands parallel spielen, kann ich mir auch mal ALLE Bands anschauen und mir einen frischen Eindruck verschaffen. Man kommt überall rein, denn man ist ja schon drin! Beim WGT ist das anders: man hat ein Bändchen und kann trotzdem nicht alle Bands sehen, die man will. Beim NCN kann man alle Bands sehen, auch die, die man nicht will. 🙂 Daher erwähne ich hier nur meine Konzert-Highlights.

H ø R D

Ja, wie guuut! Elektronische Sound-Arrangements, mal düster und ins Coldwave-Ambient driftend, aber manche auch gut ins Bein gehende, tanzbare Synthie Songs produziert von einem Franzosen. Nicht langweilig, sondern gutgehende Klangflächen. Eine feine Neuentdeckung für mich!

TANZ OHNE MUSIK

Das ist also Angst Pop. Na von mir aus! Minimalistische, kriechend-intensive Sounds, mit tiefer, bedrohlicher Stimme – das alles erzeugt eine angenehm düstere Stimmung trotz des sonnigen Abends. Angst macht mir lediglich, dass in unserem Grüppchen Uneinigkeit herrscht über das Geschlecht des glatzköpfigen Bandmitglieds. Für mich ist es jedenfalls eine Frau. Sicher ist: das Konzert ist ein bisschen zu kurz, dafür dass die Band so gut ist.

 

AGENT SIDE GRINDER

Huch, wer ist denn das? ASG haben irgendwie die Besetzung gewechselt inklusive neuem Sänger. Auch wenn ich „den Neuen“ nicht so charismatisch finde wie das Original ist es musikalisch und live weiterhin überzeugend. Im Vergleich zu früher vielleicht etwas weniger druckvoll und zahmer.

NCN CUISINE – wenig für viel

Danach ein kleiner Zwischenstopp am Auto, wo es statt Kirlian Camera lieber Cuba Libre in-the-mix von Martin Destroyer gibt. Dazu warme Jacken, denn es wird nachts schon empfindlich kalt. Wieder im Kulturpark drin bleiben wir am Kloß-Stand hängen. Thüringen ist ja um die Ecke und da ist der Kloß nicht weit. Wir probieren das ausgefallene Festivalessen in der Hoffnung, hier für 4,50 € etwas satter zu werden als am Vortag bei den winzigen „Just for Pfann“-Pfannkuchen zum gleichen Preis. „Es ist ganz schön schwierig, so wenig Pfannkuchen zusammen zu falten.“ wurde das von Martin Destroyer kommentiert. Da waren die gebratenen Klöße schon besser portioniert.

Das war für mich der einzige Wermutstropfen beim NCN: das Preis-Leistungsverhältnis bei vielen Speisen und Getränken stimmte nicht. Es ist teils teurer als in Wacken (will was heißen!) und mit den Portionen oder der Qualität hatten wir Pech. Der Wein kostet z.B. 6 € für 0,3l, die Weinschorle genauso viel (?). Ich hatte genau zwei Mal Rotwein – zum ersten und zum letzten Mal. Dieser Dornfelder war so ungenießbar, dass ich nach drei Schlucken alles in die trockene Erde des Kulturparks entsorgte. Vor dem Weißwein hatte ich dann Angst. Beim Essen gab es derartige Qualitätseinbrüche nicht, aber meist zu wenig für zu viel. Am letzten Tag fanden wir dann heraus, wie man sich beim NCN lecker sättigen und alkoholisch in Stimmung bringen kann: mit Quarkbällchen und Gin Tonic. 6 große Quarkbällchen für 5 € und Gin Tonic für 6 € – fein! Auch das Weizen mit 0,4l für 5 € war OK und ersetzt ja fast eine Mahlzeit

Irgendwo hier habe ich den Rotwein entsorgt, passend zum Licht.

 

PETER HOOK & THE LIGHTS

Beim Headliner am Samstag ist die Amphi-Bühne wieder rappelvoll. Joy Division auf Punk interpretiert – für mich geht das prima. Dabei wird nie zu weit vom Original abgewichen, nur stimmlich ist Peter Hook eben was anderes als Ian Curtis. Ich find’s gut. Rotzig statt melancholisch, würde ich sagen. Peter bewegt sich irgendwie auch gut, manchmal kommt er mir vor wie ein „angry old man“, aber es passt zur Performance. Die Joy Division Songs LIVE zu hören ist wie ein Throwback in alte Zeiten. Am Ende zieht Peter noch sein Shirt aus und wirft es in die Menge – oberkörpermäßig kann er sich noch gut sehen lassen.

Diesen Abend legt auf der Parkbühne zum Glück nicht Bruno Kramm (wie im Programmheft steht) auf sondern ein gewisser DJ Chris Dupont – und das erquickend gut! Nur leider wieder zu leise, aber da kann der DJ nix für. Wir tanzen zu nicht ausgenudelten Stücken von Kraftwerk, Frontline Assembly oder Sono’s „2000 Guns“. Trotzdem kommt so vor der Parkbühne eben nicht ganz so die Stimmung auf wie in einem dunklen Partyraum. Irgendwann wird es auch zu kühl und wir machen uns auf den Heimweg.


Am Sonntag sind wir schneller mit Frühstücken, aber immer noch nicht früh genug für RUE OBERKAMPF um 14:30 Uhr. Leider verpasst – soll aber gut gewesen sein! Aber da es noch eine junge Band ist, bekommen wir sicher noch mal unsere Chance.

Heute gibt es vor allem für M.Synthetic und mich nur ein Highlight: D:UEL – die Sängerinnen der 80er Band PROPAGANDA, die beim 1. Konzert in Deutschland nach 33 Jahren ihren Klassikern „neues Leben einhauchen“ wollen, wie es im NCN-Programmheft so schön heißt. Das ist ja fast wie Weihnachten – auch was die Vorfreude bei M.Synthetic in den Monaten davor angeht.

Die Amphi(theater)-Bühne in der Umbaupause.

Als wir kurz nach 15:00 Uhr aufs Festivalgelände kommen, futurepoppen gerade Red Cell auf der Amphibühne. Ungeachtet dessen sondiert M.Synthetic die akustische Lage für das Propaganda-Konzert in 2,5h. Ich schwatze endlich mal in Ruhe mit Marcus, konsumiere Weizenbier, schnüffele übers Gelände, schaue mal bei Foreign Resort und Orange Sector vorbei. Gegen 17 Uhr geselle ich mich zu M.Synthetic auf die Amphibühne, der sich schon in Stellung gebracht hat. 😉

DU:EL plays PROPAGANDA

Die Band startet mit „Dream within a Dream“ (ja genau, eine Vertonung von E.A.Poe’s Poem).

All that we see or seem
Is but a dream within a dream.

So kommen wir uns auch vor – wie in einem Traum, der mit diesem Konzert wahr wird. Ich frage mich immer noch, wie das kleine NCN diese einst große Band ergattert hat…? Ein Produkt aus dem Hause Trevor Horn, dem „Mann, der die Achtziger erfand“ und u.a. Frankie Goes To Hollywood, Grace Jones, Mike Oldfield, Spandau Ballet u.v.a. produzierte. Sensationell!

Claudia Brücken & Susanne Freytag bringen direkt Stil auf die Bühne – definitiv sind D:UEL mit ihren goldschimmernden Kleidern die eleganteste Band des gesamten Festivals. Auch musikalisch wird es außergewöhnlich: 80er Avantgarde-Pop mit (West-)Radio-Hits wie „Dr. Mabuse“ und „P-Machinery“. Ein wunderbarer Rückflug in die Zeiten guter Musik. Den D:UEL Ladies merke ich echte Spielfreude und Harmonie an – sie haben sichtlich Spaß und freuen sich wohl auch etwas über das hier anwesende, ausgefallene Publikum! Während Claudia – wie früher – oft leicht entrückt wirkt, hat Susanne den forscheren Part. Auch auffallend gut ist die Lichtshow, die trotz noch relativer Helligkeit gut wahrnehmbar ist und die Band-Musiker, drei statt zwei. Es ist alles perfekt und ich verliere mich in den instrumental-flächigen Stücken.

Der kleinste Fan sitzt ganz vorn auf den Schultern seines Papas mit grünen Kopfhörern (siehe Videos ⇓). Der Größte steht selig lächelnd neben mir. Und die jungen Dinger um uns herum (=Freunde 😆 ) haben wir auch angefixed und finden’s gut.


D:UEL spielen Propagandas Erfolgsalbum „A Secret Wish“ von 1985 komplett und „Femme Fatale“ (ein Cover von Nico). „Jewel“ ist eines meiner Lieblingsstücke, weil es so schön abgeht! Ich hatte es bestimmt noch 1 Woche später als täglichen Ohrwurm (war gar nicht schlimm :)).


Ein ungewöhnliches Stück und so nie erschienen auf Tonträger ist Propaganda’s Interpretation von Throbbing Gristle’s „Discipline“ – sie haben den wutigen Industrial-Kracher etwas besser „snackable“ gemacht mit deutschen Lyrics.

Nach 50min ist der Propaganda-Traum vorbei. Es ging viel zu schnell. Zum Abschluss wird noch ein Selfie gemacht. Meist verbeugen sich Musiker ja vorm Publikum, in Selfie-Zeiten drehen sie uns den Rücken zu. Aber hey, ist auch schön!

Damit hatten wir unseren NCN-Höhepunkt – klasse war’s! Wir lassen den Abend noch mit Gin Tonic, Quarkbällchen und Zeromancer als Headliner ausklingen. Danach holt der NCN-Veranstalter Holger Troisch das gesamte Orga-Team auf die Bühne (inklusive einer Grünpflanze, die ihre Deko-Rolle hervorragend wahrgenommen hat), bedankt und verabschiedet die Besucher. Das hab ich auch noch nie so erlebt – sympathisch! Tatsächlich passten alle auf die kleine Bühne. Hut ab, was so ein überschaubares Team doch für ein tolles Festival hinlegen kann. Ich bin wirklich begeistert!

Alle NCN-Orga-Menschen auf der Bühne inkl. Grünpflanze 🙂 *Applaus*

 

Fazit

Ein wirklich wunderbar kleines und liebevoll organisiertes Festival mit einer von den schwarzen Subgenres munter durchmischten Bandauswahl. Was dazu führt, dass hier nicht nur EBMer, sondern auch Oldschool Goths und Dark Waver gemütlich beieinander sind. Und keine Faschingsgruftis.

Endlich normale, schwarze Leute … und ein interessanter „Spinner“ 😉

 

Dazu kommt die tolle Location, die für eine entspannte Atmosphäre sorgt.

Ebenso die Organisation und die Security – alle(s) sympathisch!

Die Ticketpreise finde ich auch passend – ca. 66 € für 3 Tage und 65 Bands. Kann man nix sagen. Und man kann auch Tageskarten kaufen.

Außerdem ist es das einzige Festival mit Pinkel-Flatrate (für 10 €). Oder man geht in die kostenfreien Dixies.

Wir sind 2019 jedenfalls gern wieder mit dabei, wenn die Bandauswahl für uns einigermaßen stimmt. Also einfach noch mal Propaganda holen… 😛

——————————

Noch mehr NCN? Dann schaut mal bei Marcus Rietzsch vorbei – auch er hat einen interessanten Bericht über das NCN 2018 geschrieben – mit tollen, professionellen Bildern aus dem Bühnen-Schützengraben.

 

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3 Responses to Nachtaktive Kulturnächte in Deutzen

  1. Marcus 20. Oktober 2018 zu 18:34 #

    Danke für den schönen Bericht, der meine Erlebnisse perfekt ergänzt. Ich hoffe, dass es nicht bei diesem ersten Besuch in Deutzen bleibt. Welche Band bzw. welcher Musiker müsste den beispielsweise im nächsten Jahr angekündigt werden, damit ihr euch wieder einen Besuch des NCN vorstellen könntet? Propaganda / D:uel zählt nicht als Antwort 😉

    Ich habe mir den Termin 2019 jedenfalls schon vorgemerkt und nachdem ich in diesem Jahr kaum zum Verschnaufen kam, sich ein toller Auftritt an den nächsten reihte und ich es wieder einmal nicht geschafft habe, dem in unmittelbarer Nähe zum Festivalgelände liegenden See einen Besuch abzustatten, hoffe ich fast ein wenig darauf, dass 2019 einige für mich uninteressante Bands parallel auftreten werden.

  2. Shan Dark 22. Oktober 2018 zu 20:33 #

    Lieber Marcus,
    ja, da hast Du uns eine feine Festivalität schmackhaft gemacht. 😉
    Hier wäre meine NCN-Band-Wunschliste – wenn nur eine dieser kommen würde, wären wir sicher schon dabei:
    – A Flock of Seagulls
    – Book of Love (warum holt die keiner, hab ich auch schon mehrfach für WGT vorgeschlagen)
    – Sleeping Dogs Wake
    – Skinny Puppy 😛
    – Pankow
    – Rosa Crux
    – Behemoth (ich weiß, es ist nicht Goth)
    – Bakterielle Infektion
    – … wenn ich noch länger nachdenke, fallen mir noch mehr ein. Zeal & Ardor z.B., die sich aber noch einen besser merkbaren Bandnamen ausdenken müssen. Also gern könnten auch alle genannten kommen, dann wird es für uns so stressig wie für dich dieses Jahr. 😉

    Ganz wichtig ist aber auch, dass „Die fantastischen Quarkbällchen“ wieder mit am Start sind. 😀

  3. Marcus 22. Oktober 2018 zu 21:09 #

    Interessante Wunschliste. Zumindest Pankow sind schon in Deutzen aufgetreten. Direkt vor The Cassandra Complex. War wohl auch kein so schlechtes Jahr (2016). 😉

    Behemoth ist nicht Goth, aber D:uel oder Marc Almond doch auch nicht. Ist also keine Grundvorausetzung, um beim NCN aufzutreten. Allerdings sind Metalbands die absolute Ausnahme. Zumindest fällt mir außer Crematory keine einzige ein, die in der Vergangenheit beim NCN gespielt hat.

    Ich drücke die Daumen, dass einer Deiner genannten Wünsche in Erfüllung geht…

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