Gastbeitrag Clerique Noire – Stencil Tutorial

Aller guten Dinge sind 3: unser schwarzplanetarisches Bastelstudio geht in die dritte Runde und ich freu mich total, denn diesmal wird es präsentiert von Clerique Noire, einer sehr guten Freundin von mir. Sie ist zwar zum 1. Mal hier mit einem Gastbeitrag dabei, unterstützt mich aber von Anfang an mit meinem Blog – seelisch und moralisch, kommentarisch oder thematisch ;-).

Beim Gothic Friday-Thema „Do Goth Yourself“ zeigt uns Clerique Noire, wie man Shirts, Jacken, Taschen oder Wohnwände durch Stencil-/Schablonier-Technik mit einem Bild, Logo oder Schriftzug absolut individuell gestalten kann. Stencil = gesprochen: Stänzl = Schablonieren = mit Hilfe einer Schablone ein Motiv auf etwas aufbringen. Das Ganze erschien mir vom Hören her immer etwas schwierig bis mysteriös – aber als ich diese Anleitung gesehen habe, war alles klar: 4 ziemlich einfache Schritte! Und ihr habt danach was Höchstindividuelles, das keiner hat. Außerdem: Was Stencil Punks können, das können Stencil Goths auch! Mit Clerique Noire’s Gastbastelbeitrag:

Hallo zusammen!

Die Technik des Schablonierens oder Stencils hat mich schon länger begeistert. Das Gute daran: man muss gar nicht zeichnen können oder extrem kreativ sein. Trotzdem kann man sich ein schönes Kleidungsstück individualisieren.

Zuerst braucht ihr eine Idee für euer Bild – sozusagen „ein Motiv“. Ich habe mal das Symbol der Planetenkönigin genommen. (Juhu!! 😀 **freu hüpf** – tolle Überraschung!!)

stencil-1Stencil-Bastelzutaten

Ihr braucht eine Folie oder Plastiktrennung für Ordner, einen Folienstift (ersatzweise kann man sich das Bild mit dem Drucker/Kopierer direkt ausdrucken/kopieren), Schere, Fotokleber, Klebeband, Schwämmchen (make-up-Schwämmchen), Textilfarbe und natürlich ein Kleidungsstück.

Anleitung Stencil / Schablonieren

Das Motiv auf die Folie übernehmen. Wie gesagt, kann man sich diesen Schritt auch mit Drucker oder Kopierer ersparen. Sollte dann so aussehen:

stencil-2

(Groß) ausgedrucktes Motiv auf Folie übertragen

Gut. Nun kommt je nach Motiv Schwerstarbeit. Denn alles, was ihr auf dem Kleidungsstück haben wollt, müsst ihr jetzt ausschneiden. Bedenkt bitte, dass die „Innenleben“ der Buchstaben (hier in meinem Fall „D“ und „a“) ausgeschnitten und nachträglich wieder eingeklebt werden müssen. Das ist auch erst mein 3. Stencil-Versuch und die Schrift war doch noch sehr klein. Also für den Anfang „gröbere“ Motive wählen. Vielleicht Totenkopf oder Fledermaus??

Das Kleidungsstück um ein Brettchen schlagen, ihr wollt ja nur eine Stoffschicht färben.

Ausgeschnitten habt ihr es nun, dann jetzt das Motiv auf den Stoff kleben. Für die Innenleben und für filigrane Ecken benutzt die Fotokleber. Hier leider noch nicht zu sehen, da mein Sofafussler die Kleinteile geklaut hat. Die ganze Folie auch auf dem Stoff mit Klebeband fixieren.

stencil-3

Schablone aufkleben mit Fotoecken besonders an filigranen Ecken und Klebeband ringsrum

Nun mit dem Schwämmchen die Farbe vorsichtig auftupfen. Ruhig diesen Arbeitsschritt mehrfach wiederholen, damit es auch richtig weiß wird. Rechts im Bild ist das (zufriedenstellende) Ergebnis nach 2x Farbe aufbringen.

stencil-4stencil-5

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt noch je nach Farbe die Trocknungszeit durchhalten (siehe Packungsbeilage) und dann ist es fertig und sieht so aus:

stencil-6

Ganz.Superschön.Fertig.das.Stencil-Shirt.

Jetzt noch bügeln und verpacken und dann ab zur Planetenkönigin.

Viel Spaß beim Nachstenciln! 😉

0.00 avg. rating (0% score) - 0 votes

Einfach Dranbleiben!

Skurriles, Düsteres, Morbides im Abo! Vernetze Dich mit dem schwarzen Planeten & Shan Dark:

11 Responses to Gastbeitrag Clerique Noire – Stencil Tutorial

  1. Ricarda 19. Mai 2011 zu 01:32 #

    Wow, das sieht echt hübsch aus.
    Kann man sicher Jeans toll mit aufpeppen. Ich hab da so ein-zwei Stück mit denen man das probieren könnte.

  2. Melle Noire 19. Mai 2011 zu 07:30 #

    Hey,
    coole Idee!

    Dunkle Grüße 🙂
    Melle

  3. tobikult 19. Mai 2011 zu 15:00 #

    Ich glaubs kaum! Ich habe vor ein paar Jahren einmal damit geliebäugelt, eine Siebdruck-Einheit zu kaufen, weil ich unbedingt eigene T-Shirts designen wollte. War aber zu teuer und zu groß. Ich bin total überrascht, dass das so einfach zu gehen scheint. Ich hätte wetten können, dass entweder zu blass oder unscharf wird.

    Aber jetzt sind alle schwarzen Shirts ohne Aufdruck schwer gefährdet :mrgreen:

  4. Guldhan 20. Mai 2011 zu 12:59 #

    Mich verblüfft, wie dieser doch recht feine Schriftzug mit jener grobschlächtigen Schere ausgeschnitten werden konnte.
    Ich als Grobmotoriker muss für derartiges immer mein halbes »Sezierbesteck« hervorholen.

  5. clerique noire 20. Mai 2011 zu 16:43 #

    @Guldhan: Da siehst Du es mal. Ich mag großes Werkzeug, mit Nagelscheren oder ähnlichem geht es auch, aber es nervt so!
    Mal im Ernst, Du kannst das ausschneiden mit was Du willst und innen drinnen darf der Buchstabe auch „zerstört“ aussehen, solange Dein Innenleben überlebt. Theoretisch kann man auch das Innenleben erst vermurksen und schneidet dann aus einem anderen Stück ein Innenleben aus. Geht auch. Also absolut für Grobmotoriker und Frankenstein-Monster geeignet.

  6. Sandra (Cousine XD) 22. Mai 2011 zu 10:47 #

    Das ist ja geiööl *__* Danke für die Anleitung, sowas wollte ich auch schon immer mal machen!! *__*
    Die anderen Beiträge waren auch sehr toll ^^. Spinnen mag ich zwar eig nich so *wuaa*, aber die war richtig putzig :’D
    Und auch der Apfel – sehr lustig haha ^^
    glg

  7. Pixella 22. Mai 2011 zu 15:23 #

    Wie schnell wäscht sich eigentlich die Farbe raus?

  8. clerique noire 22. Mai 2011 zu 19:35 #

    Ich habe leider noch keine Langzeitstudie durchgeführt, aber meine Sachen bis jetzt so 3-4x gewaschen, da ist noch nix passiert.

  9. Robert 23. Mai 2011 zu 11:01 #

    So einfach ist das. Man will es gar nicht glauben, aber: So einfach ist das. Ich bin auf’s neue schwer fasziniert vom Ideenreichtum und der Art der Umsetzung. Ich finde, der GF unter dem Motto „DGY“ (Do goth yourself) zeigt, wie einfach selbst gestaltete Klamotten sein können ohne dabei tief in den Geldbeutel greifen zu müssen. Außerdem sind so Kreativität und Individualismus keine Grenze gesetzt. Wirklich toll!

  10. Michael 3. Februar 2015 zu 15:23 #

    Hallo clerique noire,

    oben zeigst du, dass du die Ecken und Laschen mit Fotokleber fixierst. In anderen Anleitungen wird Texilkleber empfohlen. Ich habe mir ein Motiv gestaltet, dass sehr filigrane Laschen hat. Meinst du Fotokleber ist die richtige Wahl…?

    Viele Grüße

    Michael

  11. clerique noire 3. Februar 2015 zu 20:45 #

    Hi,

    bei Textil-Kleber mußt Du aufpassen, daß er nicht verläuft oder „unter“ die Farbe kommt. Dann hält es (die Farbe) nämlich nicht so schön. Ich hatte nur Foto-Kleber da, und keinen Texilkleber. Wenn es sehr filigran ist, dann klebe es dort, wo es noch geht an und arbeite eher senkrecht und mit Schwämmchen in mehreren Schichten. Das wäre mein Vorschlag…
    Viel Erfolg!

    LG

    clerique noire

Schreibe einen Kommentar