Vampir gesucht! – Dracula Schloss Bran

Ich möchte euch gleich zu Beginn dieses monströsen Reiseberichtes den blutbenetzten Eckzahn ziehen: Nur wegen dem Dracula-Schloss Bran solltet ihr nicht nach Transsilvanien reisen! Auch wenn Bran eine hübsche Burg ist, sie trägt einen Mantel aus Vampir-Imitat und ist umringt von Kommerz und Reisebussen.

Vampire mal beiseite: Wenn ihr eine Zeitreise der anderen Art machen wollt mit Abenteuer, viel unberührter Natur und jeder Menge zugänglichen, alten Gemäuern – dann auf nach Rumänien! Transsilvanien und die Karpaten werden euch nicht mehr loslassen…

Und übrigens: wenn ihr schon mal dort seid, solltet ihr auch das Dracula-Schloss besuchen. 😛

karpaten-rumänien

„Land hinter den Wäldern“

…das ist die Übersetzung für das rumänische Wort „Transilvania“. Tatsächlich wird es von den dicht bewaldeten Karpaten wie ein riesiger, von der Natur geschaffener Schutzwall umschlossen. Abgeschottet ist man dort definitiv hinter-den-Wäldern – und ich sage das mit großer Sehnsucht. Rumänien machte auf mich den intensivsten Eindruck aller meiner bisherigen Reisen und das lag weder an Vampiren oder mystischen Begegnungen der finsteren Art, sondern an der Wucht der unberührten Natur und dem Alltag jenseits westlich-moderner Zivilisation.

Mir ist es nur in Rumänien gelungen zugleich ein fremdes Land und die deutsche Vergangenheit zu bereisen. Zwei Mal war ich mit Freunden in Transsilvanien – 2002 und 2004. Wir wohnten stets im deutschsprachigen Siebenbürgen im kleinen Ort „Leblang“ (Lovnic) bei einem gastfreundlichen, älteren Ehepaar namens Hans & Hanni. Mit denen war einer aus unserer Reisegruppe persönlich bekannt – wir bekamen also Rumänien ‚unplugged’. Immer kam es mir vor, als wäre ich 100 Jahre back-in-time bei meinen Ur-Großeltern in Deutschland zu Besuch.

Sachsen von Mosel und Rhein

„Siebenbürgen“ – so wird Transsilvanien von einer deutschsprachigen Minderheit in Rumänien genannt – den Siebenbürger Sachsen. Sie siedelten im 12. Jhd. in Transsilvanien und kamen nicht etwa aus Sachsen (Missverständnis), sondern vorwiegend aus dem Mittelrheinischen und Moselfränkischen. Sie verließen ihre damaligen Bistümer Trier, Köln und Lüttich, weil sie es aufgrund von Hungersnöten und Seuchen in ihrer Heimat sehr schlecht hatten. 1930 war Transsilvanien noch zum Großteil von Siebenbürger Sachsen bewohnt, 2007 waren es nur noch 15.000, da viele nach der Ceaucescu-Ära ‚zurück’ nach Deutschland gegangen sind. Viele Dörfer in Transsylvanien haben daher etwas Geisterhaftes. Überall sahen wir möblierte Häuser ohne Leben, in die ihre Besitzer höchstens 1-2x im Jahr auf Heimaturlaub zurückkehren (wenn überhaupt). Bei manchen Häusern sehen immer mal Familienangehörige oder gute Nachbarn nach dem Rechten, wie z.B. Hans & Hanni.

Reise und Zeitreise in einem

Rechts: unser Urlaubshaus von 1882 in Leblang/Lovnic

Im Dörfchen Leblang wohnten wir in einem solchen verlassenen Haus – es war 1882 erbaut und hatte Licht von Decke, aber kein Wasser aus Wand. Wir kurbelten uns das Trinkwasser aus dem Dorfbrunnen und duschten abends im Freien unter einem Wassertank, der tagsüber von der Sonne erwärmt wurde. Nachts gingen wir (lieber zu zweit 😉 ) aufs Plumpsklo im Hof, welches sich direkt neben dem Kuhstall, dem Hühnerstall und einem großen Komposthaufen befand. Der Große Olfaktorische TodesHauch (= GOTH laut dem r@zorbla.de) war allgegenwärtig.

Ein Ofen wie bei meiner Uroma – und das Essen schmeckt unvergleichlich!

Der Hof: unser Waschplatz, Brunnen, dahinter der Frühstückstisch

Bei unserem 2. Besuch 2004 gab es keine Eier und daher leider auch keinen Kuchen zur Begrüßung. Denn der Fuchs hatte einen Großteil der Hühner im Dorf geholt und die nächste Stadt mit Supermarkt war für unsere älteren Gastgeber 20km zu weit entfernt. Ein Auto hatte fast niemand im Dorf – die Leute leben von den Tieren, die sie halten und dem Obst und Gemüse, das sie anbauen. Noch heute sind 30% der Rumänen in der Landwirtschaft tätig und es gibt viele private Bauern. Gerade auf dem Land sind die Menschen sehr arm, aber herzlich und glücklich. Für Hans & Honni wäre ein Auto undenkbar mit 40 Euro Rente im Monat pro Person. Nicht selten sahen wir Pferdewagen als Transportmittel – es gibt dafür sogar spezielle Straßen-Warnschilder.

Beide Urlaube waren wie Zeitreisen, weil die Menschen auf dem Land leben wie unsere Vorfahren vor 100 Jahren. Ich fand es herrlich mal Abstand zu haben vom Komfort, von den Selbstverständlichkeiten unserer modernen Gesellschaft und so manchen Luxusproblemen.

Wohnen wie anno dazumal

Hans und sein Lieblingsschwein

2002 hatten mir meine Freundinnen ein „Anti-Dracula-Paket“ für die Reise zusammen gepackt. Es bestand aus Holzpfahl, Knoblauch-Knolle und einem Kreuz als Kettenhänger. Entsprechend passierte mir nichts, aber leider hielt das auch komplett alle Vampire fern. Und obwohl ich oft Fledermäuse in der Dämmerung flattern sah und sie belauschen konnte – in einen glutäugigen Vampir verwandelten sie sich nie. Vielleicht besser so, denn statt des Holzpflocks nahm ich nachts lieber die Taschenlampe mit zum Klo ;-). Waren das eigentlich Wölfe, die da in der Dunkelheit heulten oder nur die Dorfhunde?

Dracula und das Schloss Bran

Das Dracula-Schloss liegt im kleinen Örtchen Bran, zu deutsch Törzburg, am Rande von Transsilvanien. Der Ort schmiegt sich an die Karpatenberge an. Fährt man hinein, weisen einem Vampire aus Pappmaché den Weg zum Schloss Dracula und zu den Parkplätzen. Schloss Bran (also die Törzburg) thront hoch auf einem Felsen und wurde 1377 als Zollburg erbaut, denn in Törzburg befindet sich der Grenzpass zwischen Transsilvanien und der Walachei.

Rumania .Castillo de Bran

Schloss Bran (Foto: Elena Oleynik, Eigenes Werk, via Wikimedia Commons)

Schloss Bran kam mir ein bisschen vor wie das „Neuschwanstein von Rumänien“. Auch von der Touristenzahl her gesehen. Die Legende vom Stammsitz der Vampire zieht Besucher aus aller Welt nach Törzburg und viele glauben, was man ihnen erzählt: auf dieser Burg lebte der grausame Fürst Vlad Tepes. Er soll Bram Stoker als menschliche Vorlage für seine literarische Figur Dracula gedient haben.

Vlad Tepes wohnt speisend einer Massen-Pfählung bei.

Im Volksmund wurde Fürst Vlad III. Tepes Draculea auch „der Pfähler“ genannt und er war für seine Grausamkeit besonders den Osmanen gegenüber bekannt, die er ebenso bekämpfte wie sein Vater Vlad II. Dracul (der Drachen) und die immer tiefer über die Walachei nach Transsylvanien und Österreich-Ungarn vordrangen. Auf seinen Kriegszügen pflegte er zur Abschreckung seine Opfer zu pfählen (das hatte er von den Osmanen gelernt) oder er halbierte sie und beschmierte mit dem frischen Blut aus ihren Rümpfen die Häuserwände. Mehr zu Vlad Draculeas gesammelten Scheußlichkeiten erfahrt ihr bei einem meiner Lieblingsblogger, dem Herrn von Karnstein.

Die Törzburg könnte tatsächlich von der Lage und äußeren Erscheinung ein gutes Vampir-Schloss abgeben. Jedoch wurde ihr die Vampirgeschichte erst in den 70er Jahren von Ceauscescu’s Regime übergestülpt. Rumänien brauchte Devisen und somit Touristen, die man mit etwas Biss locken konnte.

„In Wirklichkeit hat Vlad „Tepes“ Draculea (…) auf der Burg jedoch nie gelebt und sie war auch nachweislich nie in seinem Besitz. Ebenso die Behauptung, Draculea sei auf Bran eine Nacht gefangen gehalten worden, ist historisch nicht belegt. Es ist lediglich wahrscheinlich, dass Draculea den unterhalb der Burg verlaufenden Pass ein- oder mehrfach genutzt hat.
(…)
Und noch ein weiteres Gerücht entspricht nicht den Tatsachen: In manchen Quellen ist zu lesen, dass auf Schloss Bran 1967 Teile von Roman Polanski’s Film „Tanz der Vampire“ gedreht worden seien. Dies stimmt jedoch nicht (die Außenaufnahmen von „Tanz der Vampire“ entstanden im Grödental / Südtirol und das Filmschloss wurde komplett im Studio aufgebaut).“

(Quelle: rumaenienburgen.com von Andi Winkler, auch ein Reise-Grufti und Urbexer, der mittlerweile schon zum 10. Mal in Rumänien war und dazu entsprechend recherchiert hat)

Eingangstreppe zu Graf Dracula’s Schloss

Trotzdem ist „Schloss Dracula“ echt sehenswert (der virtuelle 360° Hammer – noch dazu im Winter mit Schnee!). Von außen wirkt es groß und wuchtig. Innen ist Schloss Bran schon fast zu hübsch hergerichtet für ein Vampirschloss, das ich mir eher rotten und dunkel vorgestellt hatte. Aber das liegt daran, dass es nach 1920 von der rumänischen Königin Maria renoviert wurde, nachdem sie es von der nahegelegenen Stadt Brasov (dt.: Kronstadt) geschenkt bekam. Bran hat kleine und verwinkelte Räume mit weiß-verputzten Wänden und viel altem dunklen Holz. Das Interieur stammt von den Habsburgern: Felle und Teppiche, Ritterrüstungen und alte Möbel mit netten Fratzen-Details. Angeblich befindet sich auch das Herz der Königin Maria hier auf Bran, aber ob es „ausgestellt“ wird für Normalsterbliche? Bran ist jedenfalls kein Gruselschloss, dafür war es wohl zu lange der Hauptwohnsitz einer Königin. Das einzige ist ein ca. 10m langer Treppenaufgang, der dann auch gleich als „spooky“ vermarktet wird.

Apropos vermarktet: Am Fuße der Burg gibt es einen „Dracula-Markt“, auf dem man sämtliche Ausgeburten von Vampir-Souvenirs findet, die man sich vorstellen kann. Mein Bekannter aus Leipzig meinte zu mir: „Hättest einfach einen solchen Stand samt Omi einpacken und zum nächsten WGT aufbauen sollen. Wärest sicher alles restlos losgeworden!“

Haunted Süßwaren – Bildrechte: tobikult

Dracula-Ausgeburten der Souvenirhölle – Bildrechte: Danke an tobikult – http://werturteilsfrei.wordpress.com/

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit 2006 gehört Schloss Bran wieder Dominik von Habsburg – einem Architekten aus den USA und Enkel der ehemaligen Königin Maria. Unter ihm und seinen Habsburger Miterben sind einige Veränderungen geplant. Demnach soll sich künftig nicht mehr alles um Dracula drehen: „Törzburg/Bran will das bieten, was es einmalig macht: das Schloss, die Landschaft, die Königin Maria, die lokale Volkskunst.“ Außerdem will man der Flut an Touristen mit Handytickets Herr werden.

Wie Vlad Tepes vom Fürsten zum Vampir wurde

Der irische Schriftsteller und Theater-Agent Bram Stoker schrieb viele Erzählungen und Romane, aber durch „Dracula“ wurde er berühmt. Dieser Roman war so erfolgreich, dass bis heute nur die Bibel (als einzelnes Buch) weltweit noch häufiger verkauft wurde.

Stoker war nie selbst in Transsylvanien und daher für seinen Roman auf Informationen aus zweiter Hand angewiesen, also auf Berichte und Notizen von tapferen Reisenden, die sich damals bis an den Rand der Zivilisation wagten.

Ursprünglich sollte die Romanfigur Dracula aus der Steiermark stammen. Aber nachdem Stoker den Artikel „Transylvanian Superstitions“ (1885) von Emily Gerard und ihr späteres Buch The Land Beyond the Forest: Facts, Figures, and Fancies from Transylvania“ gelesen hatte, verlagerte er das komplette Setting seines Buches nach Transsilvanien. Denn bereits der Name des Landstrichs klang schon vielversprechend gruselig und im Karpatenland gab es die Legenden gleich mit dazu. Emily Gerard berichtete, dass jeder Bauer in Rumänien an Wiedergänger glaube, sogenannte strigoi – ausschließlich menschliche und nicht dämonische Seelen, die von den Toten zurückgekehrt sind.

Bram Stoker entdeckte Fürst Vlad Tepes pikanterweise in Whitby. In der englischen Küstenstadt recherchierte Stoker in einer Bibliothek am Hafen für seinen Roman und hier trifft auch Graf Dracula das erste Mal auf Lucy und Mina. Dort fand Stoker ein Buch namens „An account of the Principality of Wallachia and Moldavia“ von William Wilkinson. Darin las Stoker erstmalig über den grausamen Herrscher in den Karpaten, Vlad Dracul genannt. Bis dato sollte sein Graf „Count Wampyr“ heißen, jetzt wurde er zu „Dracula“.

Diese Informationen habe ich aus einer englischen Doku mit dem Titel „Dracula – The Vampyre & The Voivode“, die kürzlich erschienen ist (siehe Video). Ich wurde auf sie durch den interessanten Blog Magia Posthuma aufmerksam. In der Doku werden beide Charaktere – Bram Stoker und Vlad Tepes – analysiert und Fakten von Fiktion unterschieden.

Über die Entstehung von „Dracula“ und die Einflüsse der Geschichte gibt es hier auch einen sehr guten Gastbeitrag von Josh Wittmann > Das Vampir-Rezept.

Sighisoara / Schäßburg: Vlad’s Geburtsstadt 

Wer weiter auf den Spuren Draculas reisen will, sollte unbedingt das Städtchen Sighisoara (auf siebenbürgisch: Schäßburg) besuchen. Schäßburg hat so viel Charme, dass es kaum auszuhalten ist: alte Häuser, verwinkelte Gassen und der gewisse Hauch abgeschabte Gemütlichkeit. Es wartet mit einem sehenswerten, alten deutschen Friedhof auf dem sogenannten Schulberg auf, der sich hinter der Bergkirche befindet. Auf den Berg geht es über eine beeindruckend überdachte Schülertreppe (dort oben ist ein Gymnasium der deutschen Minderheit). Herausragend ist auch das Wahrzeichen von Sighisoara: der Stundturm.

Der Stundturm von Sighisoara

Der alte, deutsche Friedhof auf dem Schässburger Schulberg

Vermutlich wurde Fürst Vlad „Dracula“ Tepes in Sighisoara geboren, während sein Vater Vlad II. Dracul nach der Vertreibung aus der Walachei von 1431-1435 im Schäßburger Exil weilte. Aber dafür gibt es keine Belege. Das mit einer Steintafel gekennzeichnete Geburtshaus Draculas / Vlad Tepes’ wurde aber erst 1676 erbaut – 240 Jahre später. Auch das ist also ein Touristen-Schwindel. Trotzdem: ein Besuch in Schäßburg lohnt sich. Es gibt sogar eine Dracula-Büste (aus Granit oder sowas in der Art), vor der man posieren kann 😛

Und der Borgo-Pass?

Der Borgo-Pass ist der Übergang von Transsylvanien in die Region Bukowina nahe der Stadt Bistritz. Hier holte im Roman der untote Graf – verkleidet als Kutscher – seinen Gast Jonathan Harker höchstselbst mit einer Kutsche ab und brachte ihn zum Schloss.

Den Borgo-Pass gibt es tatsächlich, aber kein Schloss weit und breit. Nur Hügel, sanfte Wiesen, Zäune mit Schafen darin, ein paar Bäume. Ich war enttäuscht. Schaurig ist er ganz und gar nicht. Aber auch hier hatten die Kulturfunktionäre von Ceaucescu ein Einsehen mit den touristischen Vampirjägern und klotzten dort in den frühen 80ern das „Castle Dracula Hotel“ hin. Dazu hülle ich mich jetzt in Schweigen. Manchmal tut es einfach weh, wenn einem Illusionen genommen werden.

Fazit auf rumänisch

Die Wahrheit ist manchmal nicht so gruselig und mystisch, wie man es als Gothic gern hätte. Und nicht nur als Gothic… denn über 500.000 Besucher jährlich im Schloss Bran, das können nicht nur ‚wir‘ sein. Graf Dracula ist der rumänische Magnet für die Welt.

Dieses „Kind der Nacht“ begegnete uns in den Karpaten: ein Pappelschwärmer mit 9 cm Flügelspannweite. Da fällt mir ein, dass Vampire ja verschiedene Gestalten annehmen können…

Auch wenn die skurrilen Reiseziele in Transsilvanien oft – ich nenne es mal – eine ‚touristische Dehnung der historischen Wahrheiten‘ erfahren haben… sehenswert sind sie auf jeden Fall. Anders gesagt: ich bereue nichts! Und ich war da. 😀

Doch eines ist keine Illusion und absolut einen Urlaub wert: Rumänien. Es ist in weiten Teilen noch unberührt (Bären, Wölfe & Pappelschwärmer :D) und nicht durchzivilisiert. Es besitzt Wildnis, Mystik und jede Menge Lost Places. Daher ist und bleibt Rumänien in meinen Augen das Sehnsuchtsland aller dunkelmystischen Seelen.

‚Dute dracului!‘ – rumänisch: Geh zum Teufel! Wir sehen uns in den Karpaten. 😈

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19 Responses to Vampir gesucht! – Dracula Schloss Bran

  1. solitary_core 11. Januar 2012 zu 05:13 #

    hm wann schläfst du eigentlich ? das letzte mal als ich hier draufschaute (so gegen 3 oder so :)) war das hier noch nich , nu is kurz nach 5 =P … ups

    schöner Bericht dennoch gewürzt mit allerlei Hintergrundwissen

  2. shan dark 11. Januar 2012 zu 08:18 #

    @solitary: Danke! …auch der Nachfrage: diese Nacht waren es 1,5 Std. Schlaf und ich müsste und möchte jetzt vor Sonnenaufgang am liebsten in meine Gruft verschwinden :D. Leider hab ich vergessen, meinen Sarg mit auf Arbeit zu nehmen.

    Übrigens… ich wollte Dich auch schon fragen, wann Du so schläfst? Nachtschwärmer!

  3. ulf_der_freak 11. Januar 2012 zu 12:25 #

    Das klingt mal nach spannender Reise! Ich glaube nur, ich bin zu alt für solche StrapazInnen.

    Ceaucescu war wirklich bekloppt, aber so ist das mit Nationen und ihren Nationalun- und heiligen…

  4. Ma Rode 11. Januar 2012 zu 12:58 #

    Bravo! Endlich mal ein naturbelassener Bericht über Rumänien, Dracula, Vampire und deren Herkunft. Für mich ist Bram Stokers „Dracula“ die Pflichtlektüre schlechthin.

  5. Andreas 11. Januar 2012 zu 13:18 #

    Wieder ein super toller, informativer, intertextueller und multimedialer Post! Da kann sich jeder Blogger ein Vorbild an Dir nehmen.

  6. Madame Mel 11. Januar 2012 zu 19:06 #

    Foarte frumos!

    Das Foto mit dem Pappelschwärmer ist ja toll… hattet ihr den angeklebt oder ist der so ruhig sitzen geblieben?

    Also mit diesem grandiosen Beitrag hast du bei mir aber dermaßen ins Schwarze getroffen!!! Nicht nur, dass mein Angetrauter als echter Siebenbürger / Transsilvanier ein absoluter „Insider“ ist, sondern weil ich Land, Leute und die deftige Küche (mit viiiiel Knofi) liebe. Meine Favourites sind – neben Schloß Bran – Medias (Mediasch), Sibiu (Hermannstadt), Schäßburg und natürlich auch Bukarest. Die Karparten sind wunderschön *schwärm*. Da gibt´s noch freilaufende Bären und Wölfe – und man soll noch den ein oder anderen Vampir gesehen haben. Mmh… verdammt, wo kommen nur die Bisse am Hals her? Pe curând 😀

  7. Schatten 11. Januar 2012 zu 19:26 #

    Also wo man sicherlich auch interessantes über Vlad III. findet, könnte Targoviste sein, seine damalige Hauptstadt, ist aber nur ne Vermutung 😉

  8. solitary_core 12. Januar 2012 zu 00:51 #

    ähm .. mein natürlicher Rhythmus is eh gestört, also dem Rest meiner selbst angepasst, is schon in Ordnung so =P wobei im Moment ich tatsächlich eher nachtaktiv bin.

    aber gut was is heute schon normal ? (abgesehen von dem Wahnsinn der Massentauglich ist, welcher bei objektiver Betrachtung genauso gestört rüberkommt, warum will man wissen was iwelche c-Klasse Promis treiben, kann zb die Faszination an Frau Katzenberger nich nachvollziehen, zumal mich schon die Optik abstösst … )

  9. Madame Mel 12. Januar 2012 zu 17:26 #

    Oh, ich sehe gerade, dass noch was korrigiert werden muss; ich meinte Kronstadt und nicht Schäßburg, da waren wir nämlich gar nicht 😉 Ich weiß nur, dass damals irgendwelche Leute einen Dracula-Freizeitpark in Schäßburg bauen wollten, was aber dann wohl doch nicht zustande kam. Kann man heute als Fluch oder Segen sehen; mehr Touris, mehr Umsatz, aber weniger Reiz des Unberührten.

  10. Ma Kaber 12. Januar 2012 zu 23:25 #

    Tief durchatmen…. geschafft! Feiner Artikel. Kompliment!

  11. shan dark 15. Januar 2012 zu 17:54 #

    Vielen Dank und ich bin froh, dass der Beitrag bei euch so gut angekommen ist – trotz der epischen Länge! Aber es gibt zum Schloss Dracula schon genügend im Netz zu finden und da musste es erstens etwas persönlicher sein und dann auch nicht nur über das Dracula-Schloss sondern auch Land und Leute. Insgesamt ist alles sehr bezaubernd – auf seine eigene, traditionelle Art.

    @Andreas: „intertextuell“ musste ich erstmal googeln 😉 die Wikipedia hat dazu eine kaum zu verstehende Erklärung drin. Aber ich glaube, ich hab es jetzt gerafft.

    @Madame Mel: 😀 oh danke, ein Lob von mit-Einheimischen-Liierten ist was besonderes! Nein, der Pappelschwärmer blieb auch ohne Zweikomponentenkleber sitzen – er war völlig unaufgeregt. Und auch ich hab nur beste Erinnerungen an das Essen dort, vor allem schmecken in Rumänien das Gemüse und Obst und die Milch KOMPLETT anders als unser verchemisiertes Zeug hier in Deutschland. Auch die rumänische Küche ist extrem lecker.
    Wenn Du nicht in Schäßburg warst, dann nix wie hin! Kronstadt fand ich dagegen jetzt nicht so toll, aber Medias durchaus. Bis nach Bukarest und Targoviste haben wir es leider nicht geschafft.

    @Schatten: Du hast recht, dort ist zumindest das wahre Schloss/Palast von Vlad Tepes zu sehen. Vielleicht auch noch mehr, was man hingebaut hat unter Ceauscescu. Wundern würde mich da gar nix mehr.

    Generell bin ich auch gegen einen Dracula-Freizeitpark. Es braucht m.E. auch nicht mehr Dracula-Fake als es dort so schon gibt – mehr Besucher können die ja schon im Dracula-Schloss kaum noch verkraften. Zu Fuße der Burg gibt es auch eine Art „Geisterbahn“ namens „Haunted Castle“… also es ist bereits genügend Zeugs da, was man sich als Trash-Urlauber antun kann.

  12. Madame Mel 16. Januar 2012 zu 11:17 #

    Ja, diese Trash-Urlauber wollen nur auf ihre Klischeekosten kommen, da wird das Schloss Bran auch nur im Vorbeigehen abgehakt. Rumänien hat wesentlich mehr zu bieten als „Dracula“ (und mehr als kleine Dörfchen ohne fließendes Wasser und Strom = das ist nämlich auch schon wieder so ein Klischee, gelle ;-)). Komischerweise ist „Dracula“ so fest in den Hirnen der Leute verankert, dass ich manchmal nur mit dem Kopf schütteln kann. OK, natürlich sollte man sich Bran mal angeschaut haben – es ist wirklich sehenswert und wir waren glücklicherweise so früh dagewesen, dass sich die Meute der Touris wohl noch das Frühstück reinstopften. Lustigerweise wissen die meisten gar nicht, dass die Burg nur ein vom Mythos umspinntes Gespinst ist (und das erinnert mich immer irgendwie an die Burg Frankenstein bei Darmstadt). Aber solange der Lei rollt, ist´s doch wurscht… Jeder soll halt das Beste aus seinem Besuch machen.

    Bemerkenswert an deinem Bericht fand ich, dass du auf die „Soxen“ eingegangen bist. Das findet man auch selten. Auch hier wissen wieder mal viele Leute nicht, wie die Deutschstämmigen heißen und das es die überhaupt gibt (meine bessere Hälfte regt sich jedesmal darüber auf). Die meisten Sachsen sind jedoch in den 80er Jahren – noch während des totalitären Regimes – in die alte Heimat Deutschland ausgesiedelt (man könnte auch schon „geflüchtet“ sagen).

    Bukarest, das „Paris des Ostens“ ist auf jeden Fall eine Reise wert. Es wird aber überall renoviert und modernisiert, der alte Stadtkern restauriert und der noch vorhandene morbide Charme wird wohl bald mit reinstem Weiß übertüncht werden. Ach ja, auf den Spuren von Vlad III kannst du übrigens auch hier wandeln:
    http://www.ecotourismus.de/ziel_rumaenien_dracula.html
    http://en.wikipedia.org/wiki/Curtea_Veche

  13. DarkLady 16. Juni 2012 zu 09:08 #

    Hallo Zusammen

    also ich muss schon sagen: interessant zu erfahren wer Draculea nun wirklich war. Aber alles was ich hier erfahren haben wußte ich schon. Allerdings nicht das Vlad nie auf dieser Burg gelebt hat. Das war mir neu.
    Tja aber trotzdem schade das nun alles nur um Touris anzulocken so vermarktet wird.

    LG

  14. Matthias 1. August 2012 zu 21:00 #

    Hallo alle zusammen,

    erst mal Danke für diesen wirklich hochinteressanten und sehr toll geschriebenen Bericht!!
    Lebendig und mitreissend geschildert.

    Zur Zeit bin ich in Craiova/Ro auf Montage und das oben beschriebene hat mich sehr begeistert und neugierig gemacht.

    Ich hoffe, hin und wieder während meiner Montagezeit ein Wochenende frei zu haben, damit ich diesen Traum der Karpaten erleben kann.

  15. Shan Dark 1. August 2012 zu 23:07 #

    Hallo Matthias,
    danke auch 🙂 und ich wünsche Dir sehr, dass Du ein paar freie Wochenenden zum Entdecken hast! Ich habe mal geschaut, wo Craiova liegt, weil mir der Ort jetzt auf Anhieb nix sagte. Das ist ja von Transsilvanien aus gesehen „hinter den Karpaten“ und zwar ein ganz schönes Stück. Bei den rumänischen Straßen dürftest Du bis zur Burg Bran oder zum Transfogarasz (Pass/Tunnelchen über/durch die Karpaten nach Siebenbürgen/Sibiu) mal mind. 4 Stunden brauchen. Aber es ist zu schaffen und Du wirst mit unvergesslichen Eindrücken belohnt werden! Nur möglichst nicht bis zum Winter warten ;-). Melde Dich doch einfach noch mal, wenn Du etwas bereist/entdeckt hast – würde mich freuen.

  16. Faßbender 16. Mai 2013 zu 21:34 #

    Habe selber 12 Jahre in Rom gelebt und kenne die Geschichte des Landes sehr gut auch auch die Umgebung und Sagen von Dracular.Du hast dir richtig mühe gegeben deine beschreibung ist schon gut wird zwar hier und da etwas anders wieder gegeben aber das ist normal,ich rate jeden dort hin zu fahren der die Natur liebt.

  17. Nadine 22. April 2014 zu 13:51 #

    Hallo 🙂

    Ich bin gerade durch Zufall auf deiner Seite gelandet, weil mein Bruder und ich eine Reise nach Transsilvanien planen… und deine Tipps haben mir sehr weitergeholfen. Ich danke Dir für diese wunderbaren Informationen 🙂

    Liebe Grüße Nadine

  18. Shan Dark 1. Mai 2014 zu 15:43 #

    Hallo Nadine,
    danke Dir und freut mich, wenn ich Dich inspieren konnte. Viel Spaß und tolle Eindrücke & Abenteuer auf Eurer Reise. Wäre schön, wenn ich danach noch mal von Dir hier lesen würde, also wie Deine Reise und Erlebnisse waren.
    Liebe Grusels
    Shan

  19. ina 3. November 2015 zu 21:54 #

    Deine Ahnung über das land finde ich echt klasse. Fahre im Januar mit Arbeitskollegen dort hin die übrigens einheimische sind wird sicher schön übrigens Vlad ist auch dabei

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