Museo Dei Vampiri e Licantropi

Als fünftkleinster Staat und älteste bestehende Republik der Welt hat sich das italienische San Marino gedacht: das reicht mir nicht! In meiner winzigen, auf dem Berg Titano gelegenen Hauptstadt Città di San Marino kann man zwar wunderbar durch die kleinen engen Gassen schlendern, sich hemmungslos im umsatzsteuerfreien Einkaufsparadies etwas aus dem  „Weihnachtsladen“ oder dem Waffenshop nebenan gönnen, unter Olivenbäumen fläzen oder romantisch über die Ebene von Rimini auf die Adria schauen. Aber wir brauchen Kultur, wir brauchen Museen! So oder ähnlich muss es gewesen sein und daher kann heute jeder trotz Wärme – oder gerade deswegen – ein paar Stündchen in klimatisierten Museumsräumen zubringen. Er hat mehr als die Qual der Wahl, denn in San Marino gibt es u.a. ein Wachsfigurenmuseum, ein Kuriositätenmuseum, ein Reptilarium-Aquarium, ein Foltermuseum und – scheinbar extra für uns – das „Museo Dei Vampiri e Licantropi“.

San Marino (Foto: von (1 · 2 · 3 · 4 · 5) (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0, Wikimedia Commons)

Collage von San Marino (Foto: von (1 · 2 · 3 · 4 · 5) via Wikimedia Commons)

Entdeckt hat es Margien. Die gebürtige Niederländerin lebt heute in Österreich und lief 2011 während ihres Sommerurlaubs in San Marino zufällig einem riesigen Werwolf in die Klauen. Mitten am hellichten Tag erschrak sie da natürlich nur mäßig und zückte stattdessen den Fotoapparat ;). Aber der Werwolf war auch sehr verlockend (jaja, die Wesen der Nacht!). Zudem steht auf dem Museumsaushang „Vampire und Werwölfe – 4000 Jahre der Angst. Die Geschichte, das Leben und die Ursprünge der berühmtesten und blutigen Blutsauger, von den Anfängen der menschlichen Geschichte zu den modernsten Entdeckungen.“ Nichts wie rein zu den blutigen Blutsaugern! Keine Frage, das wäre auch meine Reaktion gewesen. Die mir aber nun voller Vorfreude noch bevor steht und die ich mir dank Margiens Bericht auch nicht entgehen lassen werde.

Das Museum der Vampire und Werwölfe zeigt die „Creature della Notte“ nicht gerade auf vielen Quadratmetern, doch die sind im kleinen Staate San Marino sowieso Mangelware. „Als wir drinnen waren, war nur eine Handvoll Besucher drinnen. So dass man in Ruhe alles anschauen und lesen konnte. Das Museum ist nicht sehr groß, ich weiss nicht was sie tun wenn ein großen Ansturm ist…“ Margien berichtet weiter: „Es ist ein langgezogener Raum auf einer Ebene, abgeteilt mit Trennwänden. Durch den Eingang kommt man auch wieder hinaus. Es hat etwas von einem Geisterhaus wenn man hineinkommt, dort steht eine Reihe gruseliger Figuren… An der Kasse bekommt man einen Handout mit Info (auf Englisch und Deutsch), den man leider auch wieder zurück geben muss. Darauf war zu lesen wie sich der Glauben in Vampire und Werwölfe entwickelt hat und auch Infos zu den einzelnen Figuren, z.B. Elisabeth Bathory, Vlad the Impaler, Vampirfriedhöfe usw. Es waren auch Themen dabei über die ich vorher noch nie gelesen oder gehört habe z.B. Carmilla, eine Österreichische Vampirin.“

Margien wurde von den "Creature della Notte" direkt ins Vampir- und Werwolfmuseum gezogen...

Margien – von den „Creature della Notte“ ins Vampir- und Werwolfmuseum gezogen…

 

Die Figuren im Museum wurden nachempfunden – es sind keine echten Filmrequisiten. Doch auch wenn es Puppen sind, so sind diese liebevoll angezogen und gut inszeniert, fand Margien. Es gibt viele Bilder an der Wand und einige Schaukästen mit kleineren Gegenständen. Das Museum sei nicht nur überlegt und mit viel Wissen angelegt, sondern auch mit viel Liebe zum blutigen Detail inszeniert. Wer weiß, welcher verrückte Marinese dahinter steckt und schon seit Jahren eine Vorliebe für die Kreaturen der Nacht hegt? Soweit weg ist der Balkan mit seinen Wiedergänger-Mythen ja auch wieder nicht…

Margien „würde nicht extra deswegen hinfahren, aber wenn man schon in der Nähe ist, sicher eine Empfehlung wert!“ Lieben Dank für den tollen Reisetipp und die Impressionen + Fotos!! Der nächste Werwolf, den ich in San Marino sehe, gehört mir. 😈

 

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Das Museum befindet sich Zentrum der Stadt San Marino in der Contrada dei Magazzeni und ist täglich geöffnet von 10 bis 19 Uhr.

 

 

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2 Responses to Museo Dei Vampiri e Licantropi

  1. solitary_core 19. Januar 2013 zu 16:01 #

    da fält mir ein muss den letzten Teil von underworld guggen … Vampire und Werwölfe als thema eines Minimuseums, klingt klasse 😀

    da könnt man ja noch was über die „Antedeluvien“, den vorsintflutlichen Kains-Kindern lernen …je mehr ich darüber nachdenke desto mehr hab ich das Verlangen VtM:Bloodlines wieder rauszuholen o.O

  2. Alexandra 20. Januar 2013 zu 16:25 #

    Ha, Vampire finde ich super 🙂 Danke mal wieder für diesen Reisetipp!

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