Totensabbat

Jüdischer Friedhof in Frankfurt

Ich mag Frankfurt am Main. Mittlerweile. Immer mehr. Aus einer Stadt, die mir nach meiner Ankunft vor 13 Jahren in den blühenden Landschaften des Westens ein absolut rotes Tuch war ist etwas Sympathisches geworden. Eine Freundin, die jetzt nach vielen Jahren wieder in Frankfurt wohnt, sagte es einmal so: Frankfurt ist die Stadt in Deutschland mit den meisten Vorurteilen. Damit hat sie recht. Mainhattan ist berühmt-berüchtigt für skrupellose Banken und reiche Geldmöps, für Kriminalität, Drogen, Prostitution. Für mich kam noch der moderne Baustil hinzu, den ich eh nicht mag – et voilá, fertig ist das Städtefeindbild.

Doch wenn man im Rhein-Main-Städte-Dreieck wohnt, kommt man um Frankfurt nicht herum. Auch hier gibt es Konzerte, Kultur und Nachtleben (und sogar Clubs, die so heißen ;)). Ebenso einige gute schwarze Parties mit Musik abseits des MAINstream^^. Frankfurt war früher schon eine Musikmetropole mit lebendigem Untergrund und sie ist es bis heute. Das ist einer der Gründe.

Ein zweiter ist die hessische Tradition, die in Frankfurt noch (ge)lebt (wird). Äppelwoi un Handkäs, Grie Soß und was-weiß-ich-nicht-noch-alles. Es gibt genügend Lokale, wo man z.B. keinen Rotwein bekommt, denn Äppelwoi ist hier das Getränk. Frankfurt versprüht seinen Charme in den eher spartanisch eingerichteten Cafés oder mit Wasserhäuschen, was nicht etwa öffentliche Toiletten sondern die hiesige Variante der Berliner ‚Spätis‘ (Trinkhallen) sind. Der hessische Lokalkolorit wird bewahrt. Dieser Stadt mit ihren vielen Zugezogenen, Touristen, Migranten rechne ich ihre Eigenheiten hoch an.

Drittens: das viele Grün. Unglaublich, aber da. In Frankfurt gibt es zahlreiche große Parks in der Stadt und noch dazu den Palmengarten, der zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert ist. Rings um die Mainmetropole liegen 8.000 Hektar Grüngürtel, die nicht bebaut werden dürfen und sogar eine eigene Verfassung haben ;). Die Frankfurter müssen atmen und sich vom Stadttrubel erholen können. Davon könnte sich die Stadt Mainz in ihrem derzeitigen, besinnungslosen Bebauungswahn eine dicke Scheibe abschneiden und nicht erst, wenn die Leute im Sommer umkippen wie die Fliegen.

judenstern-juedischer-friedhof-frankfurtBeeindruckend in Frankfurt sind auch die alten, prunkvollen Stadtvillen und Patrizierhäuser, die man trotz der Bombardierung im 2. Weltkrieg ab und zu noch zwischen Wolkenkratzern und Bankhochhäusern entdecken kann. Frankfurt war immer schon eine reiche Stadt und das nicht zuletzt aufgrund der Geschäftstüchtigkeit der Juden, die zu den ersten Bewohnern Frankfurts gehörten. Ihre erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1074. Über die Jahrhunderte hatten es die Juden in Frankfurt ebenso schwer wie anderswo. Sie unterlagen dem Ghettozwang und es gab Plünderungen, Progrome, Vertreibungen.

Die jüdische Gemeinde in Frankfurt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück und auch auf eine der finanziell einflussreichsten Familien in Europa, die Rothschildfamilie. Dass ich den Namen Rothschild vor meinem Besuch auf dem Jüdischen Friedhof in Frankfurt nur mit Champagne & Sekt in Verbindung brachte, war auch schon alles (und sagt alles ;)). Aber das mag ich so an Friedhöfen: sie verströmen nicht nur Ruhe und Atmosphäre – sondern ihre Gräber erzählen Geschichte(n).

juedischer-friedhof-frankfurt

So unbefangen, wie ich Mitte November zum israelitisch-jüdischen Friedhof an der Rat-Beil-Straße in Frankfurt fuhr, bin ich nun nicht mehr. Zumindest, was die Rothschilds und die Juden betrifft. Ich hatte durch das ehemalige Eingangsportal einen Blick auf die friedhöflichen Herrlichkeiten erhascht, aber stand plötzlich vor hohen Mauern und einem breiten verschlossenen Eisentor. Es war Samstag und samstags ist der jüdische Friedhof geschlossen. Bei „Frag den Rabbi“ habe ich jetzt gelernt warum: Samstag ist Sabbat. Ruhetag.

*Knirsch* Auch wenn mir Frankfurt jetzt sympathischer ist – gleich zwei Mal an einem Wochenende dahin fahren? *knirsch* Ich tat es. Am Sonntag stand ich wieder vor dem Eisentor – diesmal war offen und sogar lebende Menschen drin. Keiner der Männer trug eine Kopfbedeckung. Sollte Mann aber; es muss ja nicht gleich eine Kippa sein. Ich hatte zwar auch erst im Nachhinein daran gedacht, aber Frauen dürfen sowieso ihr schnödes Haupthaar unbedeckt zu Grabe tragen – oder so ähnlich.

frankfurt-friedhof-juden

Es ist nicht der einzige und auch nicht der älteste jüdische Friedhof in Frankfurt. Der Alte Jüdische Friedhof von Frankfurt ist in der Battonstraße – ihn gibt es schon seit dem Mittelalter und er ist nach Worms der zweitälteste in Deutschland. Leider wurde er im Krieg arg zerstört. Zugang erhält man nur mit einem Schlüssel, für den man seinen Personalausweis hinterlegen muss. Sicher auch noch mal einen Besuch wert. Ich muss nur darauf achten, dass es kein Samstag ist.

israelitischer-friedhof-frankfurt

Insgesamt gibt es sogar 12 jüdische Friedhöfe in Frankfurt. Dieser hier in der Rat-Beil-Straße ist einer der drei Wichtigen für jüdische Gemeinde, so wie auch der Alte Jüdische Friedhof in der Battonstraße. Nummer 3 ist hier auch gleich „um die Ecke“: der Neue Jüdische Friedhof. Dazwischen befindet sich der Hauptfriedhof Frankfurt, den ich im Sommer gemeinsam mit Marcus Rietzsch bewandelt habe. Erst nach Torschluss habe ich durch Zufall die jüdischen, alten Gräber entdeckt und mir war klar: ich komm wieder! Aber ich warte auf die richtige Jahreszeit dafür.

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Der jüdische Friedhof in der Rat-Beil-Straße wurde 1828 angelegt und bis 1928 genutzt. Entsprechend morbiden Charme verströmen die Grabstätten. Ich möchte am liebsten hineinversinken. Neben klassisch schlichten Grabsteinen sieht man auch einige prunkvolle, pittoreske Grabmale, zernagt vom Zahn der Zeit. So wie ich es am liebsten mag.

Gänseblümisierung im November?

Gänseblümisierung im November?

Hier liegen sie, die großen jüdischen Familien Oppenheimer, Rothschild, Simon, Levy und Levi, Loewenstein und Stern. Annähernd 30.000 – 40.000 Gräber befinden sich auf dem 74.000 qm großen und ewigen Totenacker. Im Herbst kommt noch einmal das 10-fache an bunten Blättern hinzu uuuuuund Gänseblümchen. Jawoll, das Novembergänseblümchen wächst und gedeiht ganz wunderbar auf diesem heiligen Friedhofsboden und wirft ganz nebenbei ein paar Fragen auf…

frankfurt-israelitischer-friedhof

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Friedhofsplan - Wer liegt hier?

Friedhofsplan – Wer liegt hier?

Auf dem Jüdischen Friedhof liegen viele Berühmtheiten, u.a. verehrte Rabbiner oder der Begründer der Frankfurter Zeitung (heute FAZ) Leopold Sonnemann (1831-1909). Da ich maximal unvorbereitet war, sagte mir nur „Rothschild“ etwas, aber ich wusste bis zum Schreiben dieses Blogartikels nicht, dass sie eine der wichtigsten jüdischen Bankiersdynastien Europas waren (und immer noch sind). Von den Rothschilds, deren Stammhaus M. A. Rothschild & Söhne in Frankfurt war, sind fünf Familienmitglieder hier begraben. Das Grab des Dynastiegründers Mayer Amschel Rothschild befindet sich zwar auf dem alten jüdischen Friedhof in der Battonstraße, aber die Gebeine seiner Söhne Amschel Mayer Rothschild und Carl Mayer v. Rothschild sowie von dessen Söhnen Mayer Carl und Wilhelm Carl von Rothschild ruhen hier auf dem Jüdischen Friedhof.

Rechts: die Gräberreihe der Rothschilds

Rechts: die Gräberreihe der Rothschilds

 

Carl Mayer Rothschild - letzte Stufen an seinem Grab

Carl Mayer Rothschild – letzte Stufen an seinem Grab

Die Stammreihe der Rothschilds lässt sich in Deutschland bis um 1500 urkundlich belegen. Sie zählten im 19. Jahrhundert zu den einflussreichsten Bankiers und wichtigsten Finanziers der europäischen Staaten. Der Schwerpunkt der Tätigkeit des familieneigenen Bankhauses lag im 19. Jahrhundert im internationalen Anleihengeschäft. Dazu kamen der Handel mit Edelmetallen, die Annahme und Diskontierung von Handelswechseln, Devisengeschäfte und die Vermögensverwaltung für wohlhabende Privatkunden. Die Rothschilds gehörten außerdem zu den wesentlichen Geldgebern der entstehenden Bahngesellschaften.

Noch heute ist das Bankhaus durch seine Nachfolgeinstitute eine international bedeutende, hauptsächlich im Investmentbanking tätige Bank im Besitz der Familie. Während der längsten Phasen des Jahrhunderts zwischen 1815 und 1914 war die Familie Rothschild im Besitz der weltgrößten Bank.[1]

Grabstein und Inschrift der Baronin Mathilde von Rothschild: begabte Schülerin Chopins, eine der reichsten Frauen Deutschlands, Stifterin mit Herz und Verstand

Grabstein und Inschrift der Baronin Mathilde von Rothschild: begabte Schülerin Chopins, reichste Frau Frankfurts & eine der reichsten Deutschlands, beliebte Stifterin mit Herz und Verstand. Sie wurde 92.

 

grabstein-spruchIrgendwie faszinieren mich die Rothschilds, auch wenn es sich hier um Banken dreht, für deren Machenschaften ich heute nicht mehr viel übrig habe. Damals wie heute haben sie die Politik beeinflusst, für Frieden Verhältnisse zu ihren Gunsten gesorgt. Geld regiert die Welt. Wiederum hat die beliebte Baronin Mathilde von Rothschild viel Gutes für Frankfurt und die Region getan. Für Wissenschaft und Medizin als auch für die Kunst und ganz besonders für wohltätige Zwecke.

Wenn man diese Reichtümer einmal bedenkt, so sind die Gräber der Rothschilds nicht so pompös wie ich erwartet hätte. Besonders verglichen mit den opulenten Grabmalen auf dem Mailänder Friedhof oder den Familiengruften des Campo Verano in Rom . Aber das Judentum hat sich bis Mitte des 18. Jahrhunderts dem Grundsatz „Im Tode sind alle Menschen gleich“ verschrieben. Erst danach kamen – und das würde in die Zeit der Rothschilds fallen – ein paar prunkvollere Grabmale von begüterten Familien. Aber man blieb trotzdem vergleichsweise bescheiden auch im Tode.

grabstein-trauer-vergrabenes-gesichtMittlerweile bin ich auf Friedhöfen immer etwas wehmütig unterwegs. Es scheint mir, dass sie oft der einzige Ort sind, wo noch alte Worte, Werte und Symbole eine Bedeutung haben. Vieles ist zu sehen, was es in der heutigen Zeit nicht mehr gibt und nie wieder geben wird. Die an sich sehr passende Novemberstimmung tat ihr Übriges. Gedankenversunken die Gräber betrachtend schlenderte ich circa 1 Stunde durch das „Haus der Ewigkeit“, wie Juden den Friedhof auch nennen. Wenn es nicht so kalt gewesen wäre, sicher noch etwas länger.

Steine auf den Grabsteinen, wie sonst bei jüdischen Gräbern üblich, sah ich übrigens keine. Aber da hier zuletzt vor 100 Jahren bestattet wurde, ist das nicht weiter verwunderlich – vielleicht. Vielleicht waren aber auch alle vom Winde verweht.

juedische-grabsteine-frankfurtDer Friedhof ist für die Juden ebenso bedeutsam wie die Synagoge. Das zeigt sich auch daran, dass die Männer den Friedhof nicht ohne Kopfbedeckung betreten dürfen. Wie der Name „Haus der Ewigkeit“ andeutet, soll der Tote an diesem Platz in Ewigkeit ruhen dürfen. Den Toten darf der Ruheort nicht genommen werden, da sie auf die Auferweckung „am Ende der Tage“ und auf ein ewiges Leben von Leib und Seele warten. Der jüdische Friedhof ist somit unantastbar. Eine Umbettung oder Neubelegung der Totenstätte, wie es häufig auf christlichen Friedhöfen der Fall ist, ist hier undenkbar.[2] Eine wunderbare Sache!

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Noch ist es nicht so, dass ich in Frankfurt wohnen will. Aber wenn mir jemand eine Wohnung in der recht friedlichen Rat-Beil-Straße anbieten würde mit Blick auf diesen wunderbaren jüdischen Friedhof und den Hauptfriedhof Frankfurt – ich würde nicht nein sagen. Außerdem bekommt man hier nie etwas vor die Nase gebaut, denn da steht bereits das „Haus der Ewigkeit“. 😉

judenfriedhof-frankfurt

 

Route planen – Jüdischer Friedhof in Frankfurt

Wenn ihr also das nächste Mal in Frankfurt seid, bitte nicht nur über diese kommerzbombige, finanzgepolsterte, staugeplagte Stadt meckern, sondern den Jüdischen Friedhof besuchen und danach in einem hessischen Restaurant oder Café einen Äppelwoi und Kartoffeln mit Grüner Soße verzehren.

Eine Seite für euch mit den wichtigsten Infos – zum Herunterladen & Mitnehmen auf Reisen: Gothic Guide Frankfurt Jüdischer Friedhof

 

 

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  1. [1]Quelle: Wikipedia
  2. [2]Quelle: http://wp.ge-mittelkreis.de/webfrie05/webinsch/pages/friedinfo.htm

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9 Responses to Totensabbat

  1. solitary_core 4. Dezember 2013 zu 18:02 #

    rebellische Gänseblümchen also 😀

    Klasse geschrieben, wie eigentlich immer, und nebenbei auch noch Wissen vermittelt; Rothschild war auch mir kein Begriff. nun weis ich zumindest in welche Richtung ich das einzuordnen habe (auch wenn ich eigentlich nich so hochfinanzinterressiert bin) 😀

    hoffe du wirst noch ne ganze Weile nich dein Haare zu Grabe tragen müssen, ohne deine spezielle Sichtweise geht doch der Welt eine farbenprächtige Facette verloren.

  2. Shan Dark 6. Dezember 2013 zu 00:32 #

    hehe danke 😉 – und ja, fast schon suspekte Gänseblümchen-Objekte!

    Über Facebook wurde ich aufgeklärt, dass die Rothschilds eher weniger für Frieden, sondern mehr die politisch-wirtschaftliche Lage in der Welt so beeinflusst haben, dass es ihnen zum Vorteil gereichte. Andersrum wäre es ja auch blöd :P. Aber daraufhin habe ich mich mal bei Youtube umgesehen und es tut sich fast schon ein Abgrund aus Verschwörungstheorien, Fakten und Tatsachen und Kontrolle nicht nur von Politik sondern auch von der Presse, Wirtschaft, allem auf. Nach wie vor finde ich dieses weitverzweigte Familienimperium faszinierend. Dennoch bekommt alles einen pelzigen Beigeschmack. Hier mal eines von vielen Videos, was ich ganz gut fand: http://www.youtube.com/watch?v=uNr4hQiFHMo

    Mit den Theorien und Praktiken der Rothschilds kann man wohl lange Winterabende verbringen, wobei ich diese Zeit auch lieber in Filme oder Bücher investiere. Allerdings bin ich froh, dass ich darüber nun auch ein Stück mehr weiß. Schaden tut es beim Thema Geld/Politik/Europa ja nie…

  3. solitary_core 6. Dezember 2013 zu 21:10 #

    gut nun versteh ich weshalb bzw. wie Rothschild für einige fiktive Megacorperations geistiger Pate stand, Herrn Vierek und das Tessier-Ashpool Familien-Unternehmen aus dem Werken von W.Gibson haben ähnliche Ausmaße, nur das diese eben fiktiv sind 😀

    nach einigen thematischen Videos zum Thema Rhotschild stellen sich mr grad wieder mal 2 Fragen : wem soll ich glauben oder präziser welche Quelle is noch sicher ? und was mach ich mit diesen „Wissen“ ?

    aber das is eher rhetorisch, bzw hab noch keine Antworten darauf …

  4. solitary_core 6. Dezember 2013 zu 23:04 #

    hm falls noch nich genug hast hier noch nen paar links, das erste geht ums Geldsystem, ne nette Doku am Rande der Rothschild-Dynastie :

    http://www.youtube.com/watch?v=PWNaWx02ghQ

    das 2. ist Volker Pispers‘ Bühnenprogramm „bis neulich (Fassung von 2010)“, einer der schärfsten Kabarettisten die ich kenne mit Texten die auch heute noch genauso reizend rüberkommen wie damals, egal welches Programm man von ihm sieht …
    wenns nich so traurig und real währe , könnte man drüber lachen … oder grade deswegen ?

    http://www.youtube.com/watch?v=ljwlqR797GI

    sehe grad Herr Pispers is auch in der Doku (etwa bei 1:25) 😀

    beides zusammen zeichnet nen verstörendes Bild o.O

  5. Shan Dark 8. Dezember 2013 zu 14:18 #

    Ich hatte noch nicht genug 😉 und habe mir die beiden YT-Videos angesehen. Auch wenn man bei dem ersten über das Geldsystem erstmal durch die eher unappetitlich aufgemachten Anfangsfolien durch musste mit dem vielen Text, waren die letztendlich aber sehr hilfreich um den Rest und vor allem die Zusammenhänge gut zu verstehen. Ich habe eine ganze Menge mehr gelernt und begriffen als vorher und muss sagen: es ist erschreckend! Geht mir da ähnlich wie Dir: was macht man jetzt mit dem Wissen? Kann man überhaupt was machen als Bürger? Man kann nur für sich selbst kleine Sachen daraus ziehen – und wenn es nur ist, dass man skeptisch bleibt, die ABhängigkeit der Staaten von den Banken (City of London) bedenkt beim Geld anlegen/einzahlen, ich würde vllt. in Sachwerte (eigene Wohnung) investieren ohne auf den Verkauf der selben zu spekulieren (denn wenn keiner mehr Geld hat, macht man da in Zukunft nur Miese) und naja, dass man eben auch politische Entscheidungen besser einzuordnen weiß. Und für mich heißt das auch, mich nicht vom Kapitalismus vereinnahmen zu lassen, mit wenig zufrieden sein, durchaus was fürs Alter zurücklegen (auch wenn es dann weniger wert sein wird) und JETZT leben.

    Da alles Geld der City of London in Dollar angelegt ist, hat diese kein Interesse an einem starken Euro. Sobald die Nationalstaaten verschwinden und die CoL die EZB über das Europäische Parlament steuert, werden wir schön klein gehalten. Das ist auch meine Prophezeiung schon seit ESM und Griechenland-/Euro-Südstaaten-Hilfe: Deutschland hilft solange, bis es selbst soweit verschuldet ist, dass es auf dem unteren Niveau wie alle anderen Euro-Länder ist. Uns hilft dann niemand – wie/wer auch (?) – und die Banken (EZB) mischen sich dann in unsere Rechte, Gesetze, Staatseigentum ein.
    Das sind doch beste Zukunftsaussichten – wohl dem, der eine gemütliche Parallelwelt hat in die er sich flüchten kann. 😉

    Also DANKE für die tollen Links und auch Volker Pispers ist ganz „wunderbar“.

  6. Marcus 9. Dezember 2013 zu 20:30 #

    Ableger der angesprochenen rebellischen Gänseblümchen-Familie wurden kürzlich auch auf Berliner Friedhöfen gesichtet 😉

  7. Noche-Cuervo 13. Januar 2014 zu 22:34 #

    Hi, dunkle Grüße aus Mainz!

    Was die jüd. Verschwörung betrifft, sollte mann/frau/Vamp. etc. folgendes bedenken:

    Der „Christus“ kam laut Bibel aus dem jüd. Volk, der Antichrist kommt ebenfalls aus dem jüd. Volk. Insofern stimmt die jüd. Verschwörungs-Theorie.

    Es hat also, laut „Bibel“ nichts mit jüd. Kapital zu tun.

    Man/frau/Vamp. etc. kann es sehen wie man will!

    Dunkle Grüße aus Mainz

    Noche-Cuervo

  8. Shan Dark 16. Januar 2014 zu 20:51 #

    Hi Noche-Cuervo,
    danke für Deinen Kommentar. Leider verstehe ich nicht so ganz auf welche der Verschwörungstheorien Du Dich beziehst. Es gibt derer viele, was die Rothschilds angeht. Ich beziehe mich auf die Anti-Europa-Verschwörung (die in dem von solitary_core empfohlenen Video) und die hat mMn schon was mit Kapital zu tun, ganz erheblich sogar. Weniger mit dem Glauben, höchstens dem ans Geld.
    Ebenfalls dunkle Grüße aus Mainz 😉
    Shan Dark

  9. doomed forever 17. Januar 2015 zu 00:10 #

    Als Ex-Frankfurter, nunja, immerhin 12 Jahre dort verweilt…hatte ich mir diesen Friedhof auch „angetan“…wobei ich sagen muss, dass mir der Frankfurter Hauptfriedhof mit seinen Statuen eindeutig besser gefallen hat…wenn auch kein Vergleich zum Melaten in Cologne, leider….

    ~dF~

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