Filmkritik „Prometheus – Dunkle Zeichen“

Prometheus hatte es schon immer schwer. Nicht nur bei den griechischen Göttern, sondern in diesen Tagen auch bei vielen, die den Kultfilm „Alien“ vergöttern. Nur wenige sagen: Endlich mal wieder ein Alien-Schleimer von Ridley Scott, das kann nur gut werden! Ich kenne manche, die schauen sich „Prometheus“ gar nicht erst an, denn „das Original ist sowieso nicht zu toppen“ oder es „ist eh nur computeranimierter Weltraum-Schrott“. Meine Gemütsverfassung vor „Prometheus“ lag eher im Mittelfeld. Ich freute mich auf einen Bilderrausch, wie ihn nur Ridley Scott zusammen mit HR Giger erschaffen kann. Gleichzeitig besaß ich genug vorauseilende Skepsis gegenüber Story, 3D und CG-Effekte, um mit einer gemäßigten Erwartungshaltung ins Kino zu gehen. Getreu dem Motto: Je weniger ich erwarte, desto eher bin ich zufrieden. So war es auch – das mal vorweg.

Ridley Scott ist zurückgekehrt um Antworten auf Fragen zu finden, die „Alien“ offen lässt. Was ist das für ein Raumschiff auf dem Planeten? Wohin sollte es fliegen? Wer war der Space Jockey? Auf der Metaebene geht es allerdings nur um die eine Frage: Wer hat uns erschaffen? In einem Interview zum Film sagte Ridley Scott:

„Eines der größten Probleme der Menschheit ist die Religion. Die hat bisher mehr Probleme verursacht als irgendetwas sonst im verdammten Universum.“

Jede Religion behauptet die einzig wahre Antwort auf die Fragen „Woher kommen wir? Wer hat uns erschaffen?“ zu kennen. Beweisen kann sie keine(r) und seinen Schöpfer hat bis auf das Monster in Frankenstein auch noch niemand getroffen. Das Archäologenpaar Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green) wollen das nun ändern. Die beiden meinen unseren Schöpfer im Weltall ausfindig gemacht zu haben – anhand von übereinstimmenden (Höhlen-)Zeichnungen früherer Hochkulturen, die sie als „Einladung“ der Außerirdischen zu einem Besuch deuten. Shaw und Holloway überzeugen Sir Peter Weyland, den Altvater der Weyland Corporation (Guy Pearce – sehr billig auf 100-Jahre-alt geschminkt) von einer Expedition zum Heimatplaneten ‚unserer Schöpfer’. Der willigt ein – allerdings aus anderen Gründen. 2092 startet das Forschungsraumschiff mit dem bedeutungsschwangeren Namen „Prometheus“ ins All. [1]

Die Geschichte des Filmes basiert auf Schöpfertheorien, die hier im Footage zu „Prometheus“ etwas näher erklärt werden. Jeder darf selbst entscheiden, ob er daran glaubt  😐 (und sich das anschaut, aber echte Spoiler sind nicht vorhanden).


Die 17-köpfige Besatzung der „Prometheus“ fliegt dabei übrigens zum Mond LV-223, was ein anderer Planet ist als LV-426, auf dem die „Nostromo“ landete. Ob das nun bewusst oder unbewusst so gewählt wurde, da bin ich mir nach dem Film bei Ridley Scott nicht mehr so sicher. Logischer wäre es gewesen, wenn die Vorgeschichte auch auf dem selben Planeten gespielt hätte.

Doch „Prometheus“ ist mehr als ein Prequel. Der Film entwickelt sich zu einer eigenen Story, die zum Schluss zwei Enden aufweist. Eines, nach dem man sich „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ von 1979 ansehen kann und eines, das überdeutlich eine Tür zu einer neuen Geschichte öffnet, für die Ridley Scott auch schon eine Fortsetzung im Kopf hat.

Die „Prometheus“ auf Raumfahrt durch Ridley Scotts Bilderwelten

 

Ich möchte nicht mehr Worte über die Story verlieren, seht einfach selbst. Das Schöpfer-Thema ist durchaus interessant. Fasziniert hat mich vor allem die Verbindung von Schöpfer und bösartiger Alien-Materie und dass beide nicht einen Funken „Gutes“ am Leibe haben. Alle Religionen nehmen ja immer an, dass ihr Gott nur Gutes tut und seine Kreaturen beschützt statt sie zu vernichten. Doch was wissen wir schon? Selbst die Schöpfer/Konstrukteure wussten nicht, was sie sich da mit ihrer tödlichen Fracht gezüchtet haben, die außer Kontrolle gerät und sie selbst dezimiert. Dieser ganz andere Blickwinkel hat mich begeistert und war auch gut umgesetzt.

PRO-metheus

  • Giger, Giger, Giger! Es sind die reinsten, bildgewaltigen Giger-Festspiele. Auch wenn die Biomechanicals nicht von HR Giger selbst entworfen, sondern vom Filmteam nur in seinem Stil nachempfunden wurden.[2]
  • Michael Fassbender als undurchschaubarer Android und von Noomi Rapace als fanatische Forscherin stechen durch ihre schauspielerischen Leistungen hervor. Sie sind die einzigen, die hinterher im Gedächtnis bleiben.
  • Der Med-Pod, den es in 80 Jahren garantiert geben wird. Ach, wahrscheinlich schon viel früher. Jedenfalls ist es eine der besten Szenen im Film! Kleiner Punktabzug für den Greifarm aus dem Kuscheltier-Automaten.
  • Kein CGI, sondern Scott baut immer noch am liebsten die Sets selbst – und großartige dazu! Nichts kommt billig rüber – genial!
  • „Prometheus“ ist spannend und hat keine Längen.
  • Einige nachdenkenswerte Metaphern und Subtexte, z.B. „Big things have small beginnings.“

Kleine Taschenlampe brennt… Holloway, Shaw & David auf Entdeckertour


CONTRA-metheus

Außer Android David und Power-Frau Shaw sind leider alle Charaktere farb – und konturlos. Nur der Geologe Fifield und sein mitläuferiger Biologe Millburn waren im Gegensatz dazu bis ins Peinlich-Lächerliche überzeichnet. Deren Reaktionen sind so dusselig und kaum nachvollziehbar, dass man sich unwillkürlich fragt ob ihnen der Hyperschlaf das Hirn geknickt hat. Ich vergleiche nun mal mit „Alien“, es tut mir leid. Dort gab es weniger Crew-Mitglieder, aber jeder Charakter war gut gezeichnet und wichtig für die Handlung. Bei „Prometheus“ verzettelt sich Scott aus meiner Sicht mit zu vielen Leuten an Bord, die dem Zuschauer nicht näher gebracht werden.

Noch dazu sind drei Charaktere für den Plot völlig überflüssig, von denen Charlize Theron alias Miss Vickers die Prominenteste sein dürfte. Ihre wenigen zur Geschichte beitragenden Handlungen (beim Get-Together zu Beginn ihren Vater hervorzaubern; kontaminierten Forscher niederbrennen) hätten auch der Androide als quasi-Sohn von Weyland und der Captain übernehmen können. Ich verdächtige Ridley Scott, dass er die Rolle für Frau Theron extra und nur geschaffen hat, weil ihr Name mehr Leute ins Kino zieht als die bisher wenig bekannte Noomi Rapace. Eine weibliche Star-Besetzung statt Sigourney Weaver musste es geben, dafür kennt Scott das Business zu gut.

Apropos Ridley Scott: Wenn man es kritisch betrachtet, wimmelt es nur so von Handlungs- und Logikfehlern, was für Ridley Scotts Filme absolut untypisch ist. Die Drehbuchschreiber haben es aus meiner Sicht ordentlich vergeigt und Ridley Scott hat nicht verbessert – oder nicht gemerkt? Meine Güte, bei manchen Szenen muss man noch die Augen vom Nachbarn mit zudrücken, so fern jeder Realität sind sie. Oder absolut unnachvollziehbar oder einfach nur lächerlich, wie die Axt im Weltraum oder die Rückkehr des Geologen als Zombie mit Werwolf-Fratze (WTF hat das in einem Alien-Streifen zu suchen?). Gegen Ende geht alles nur noch Schlag auf Schlag und die Handlung wird teilweise wirr, auch wenn sie durchaus spannend ist. Es wirkt als hätte Scott den Überblick über den Verlauf der Story verloren. Vorher gezeigte Details werden wiederholt und plötzlich ad absurdum geführt (Shaw läuft plötzlich locker und gelöst ohne Helm durch die toxische Atmosphäre des Planetenmondes und braucht auch keine Türen-Codes mehr eingeben, sondern nur noch mit der Hand draufschlagen). Das alles darf nicht passieren und ist enttäuschend für einen Film dieser Größenordnung.

3D – nun ja. Scheinbar kann ohne Brille heutzutage kein Leinwand-Abenteuer mehr stattfinden. Ich fand es ganz nett, aber hätte auch ohne 3D nichts vermisst. Auch wenn das mein erster 3D-Streifen war und ich wenig vergleichen kann, fand ich die 3D-Effekte doch etwas spärlich. Vermute, hier ist auch noch Luft nach oben.

Mein Fazit: Ansehen & in Scott’s Bilderwelten schwelgen!

„Prometheus“ ist ein wirklich sehenswerter Film, wenn auch kein Meisterwerk. Er erzeugt nicht die klaustrophobische Atmosphäre von „Alien“, aber die Story ist auch gar nicht angelegt dafür, denn die Action findet größtenteils außerhalb des Schiffes oder an der Laderampe statt. Zudem finde ich „Prometheus“ besser als jede der Fortsetzungen „Alien 2-4“ – es ist eben ein Ridley Scott!

Die Absicht von Scott und auch seiner Crew im Film, Antworten zu finden und zu geben ging allerdings ganz schön in die Hose. Der Film wirft fast mehr Fragen und Rätsel auf als er zur Schöpfung der Menschen und zur Entstehung von Alien(s) beantwortet. Sicher hilft es, „Prometheus“ nicht so stark in Bezug zu „Alien“ zu betrachten sondern als davon unabhängige Geschichte. Doch selbst darüber gab es danach lebhafte Diskussionen mit Freund und Freunden – schön, wenn ein Film so etwas stimuliert. Warum reden nach der ersten Sichtung der „Schöpfer“ alle plötzlich nur noch von „Konstrukteuren“? Warum sind unsere Schöpfer/Konstrukteure von der Spezies Mensch so enttäuscht? Weil wir nicht so anpassungsfähig sind wie die Brut in den Kapseln? Waren sie überhaupt enttäuscht oder aus welchem Grunde so vernichtend böse? Wollten die Konstrukteure mit ihrem Raumschiff wirklich auf die Erde fliegen, oder vielleicht ihre Fracht woanders ‚abladen’ und einen neuen Versuch starten? Falls es doch die Erde war, sollten die Wesen aus den Kapseln die Menschen zerstören oder sie nur als Wirt für eine Alien-Spezies benutzen?

Was meint ihr? Und vor allem: Wie hat Euch der Film gefallen?

 

PS: Ich hoffe auf einen Director’s Cut. Damit sollten auch die gehetzten und unlogischen Szenen klarer und vielleicht sogar die Charakterbildung gestärkt werden. Die gesehene Kinofassung hatte jetzt 124 min, 2:27min war Ridley Scotts erster Cut. Ob es diesen als Director’s Cut für daheim geben wird oder nur die Deleted Scenes als Bonusmaterial ist noch nicht klar. Sicher sind uns aber mehr als 1 Stunde „Making Of“. *freu*


Quelle der Bilder: https://www.facebook.com/PrometheusDE

 

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  1. [1]Prometheus wird oft als Schöpfer von Menschen und Tieren bezeichnet, u.a. von Platon.
  2. [2]Aussage HR Gigers hier im Interview: „Als ich wegen des Films kontaktiert wurde, hatten andere Leute schon zu viel gemacht. Da mochte ich nicht reinpfuschen.“

Einfach Dranbleiben!

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49 Responses to Filmkritik „Prometheus – Dunkle Zeichen“

  1. MysteraXIX 31. August 2012 zu 20:30 #

    Nein, ich habe den Film noch nicht gesehen.. warum eigentlich nicht? Denn Ridley Scott verbinde ich nun auch einmal mit der Queen, die bei uns warm und trocken im DVD-Schrank leben darf und dabei nicht ein Tropfen ihrer gefürchteten Säure verkleckert.

    Vor langer Zeit hatte ich einen Trailer von Prometheus gesehen und bin ohne Umwege zu Stoffel und habe ihr davon berichtet. Dabei ist es dann auch leider geblieben.

    So danke ich dir für deine umfangreiche Vorstellung und werde mir gleich im berühmten Buchladen meine Wunschliste erweitern… so dass wir dann passend zu Weihnachten uns mit diesem Schöpfungsthema auseinander setzen können.

  2. Shan Dark 31. August 2012 zu 22:12 #

    🙂 na, ob die Königin da so sicher ist?? Vielleicht sitzt im obersten Fach deines DVD-Schranks ein kleiner Facehugger und wartet auf seine Chance…aber ich hoffe es mal nicht.

    Auch wenn der Film sicher ein schönes und passende Weihnachtsgeschenk ist – ihr solltet ihn im Kino sehen, ehrlich! 3D und Bildgewaltigkeiten kommen einfach am besten auf großer Leinwand. Außerdem weiß ich nicht, ob es ihn bis Weihnachten schon auf DVD gibt, vermutlich kommt erstmal Blu Ray. Ich warte eh bis zum Directors Cut oder zur Special Edition.

  3. MysteraXIX 31. August 2012 zu 22:19 #

    Der Erscheinungstermin für die Blu-ray wird beim Buchladen mit dem „A“ mit dem 07.Dez. genannt. Jedoch du hast Recht, ein DC-Version wird sicher anspruchsvoller. *also abwarten*

    Lieb gemeint, jedoch hat Stoffel von einer 3D-Aufführung nicht wirklich gut, da ihre hübschen Augen für diese Möglichkeit leider keine Verwendung haben.

    btw:
    Du hättest ja persönlich kontrollieren können, dass die Queen es bei uns gut hat…soweit warst du ja gar nicht von uns entfernt. *mal mit dem Zaunpfahl wink*

  4. solitary_core 1. September 2012 zu 23:59 #

    ACHTUNG wird etwas länger und einiges philosophischer 🙂

    Wie Shan schon bemerkte ist das ganze Setting eher lose an die Alien , oder sollt ich nun sagen an die Alien-Predator Saga angeknüpft.

    Was mir am meistem missfallen hatt, neben der Tatsache, das die Trailer ansich genommen schon den Hauptteil der Geschichte offenbarten, ist die tatsächliche Uninspiriertheit eben jener.
    Das das Geschöpf seinen Erbauer sucht gabs schon in unzähligen Geschichten, angefangen bei Frankenstein und Blade Runner über diverse andre Märchen bis hin zu Dorothy und ihren Wegbegleitern auf der gelben Pflasterstrasse.
    Das für mich die Konstruktuere nur eine weitere Reinkarnation des Zauberers von Oz liegt unter anderen auch daran das sie eben Kostruktuere heissen und nich Schöpfer, werde wohl erst mit der DVD noch tiefer in die MetaEbenen vordringen.
    Fakt ist allerdings das meine Theorie das die Xenomorphen absichtlich auf den Jockey gehetzt wurde nur soweit falsch ist, das da keine andere Inteligenz ihre Gliedmassen im Spiel hatte. Für mich persöhnlich ist das Wrack auf LV426 immernoch ein havarierter Waffentransporter, und die Xenomorphen eine ausser Kontrolle geratene Bio-Waffe, heist dann in meiner Theorie das die Schiffe auf LV223 lediglich Forschungsstätten sind um potenzielle Waffen zu basteln.
    In „Creature“ zb waren es eine amerikanische und eine westdeutsche Weltraumminen-Gesellschaft, die auch über ein Schiff mit unzähligen Behältern von unzähligen Welten stolperten und eine dieser Kreaturen weckten und fortan um ihr Überleben kämpfen mussten.
    Sicher sah man den Film nich weil er von Alien und the Thing geklaut hatte sondern Weil man Klaus Kinsky als Astronaut sehen wollte 🙂

    Um auf Prometheus zurück zu kommen : da die menschliche DNA baugleich mit denen der Konstruktuere ist, nehm ich eher an das die Menschen nicht von ihnen erschaffen wurden sind sondern eher eine verlorene Kolonie waren, meinetwegen war ihre Basis die verlorene Stadt Atlantis, mit ihren Untergang bzw Abreise ging auch das Wissen um die Existenz und Technologie der Heimat verloren.
    Das könnte auch die Reaktion des vernbliebenen Piloten erklären als er von in seiner Sprache von David angesprochen wurde, das und das Wissen das die Menschen nun auch in der Lage sind künstlches und synthetisches Leben zu schaffen, vielleicht wollte er auch nur die Erde heimsuchen um dieser Entwicklung ein Ende zu setzen, der Jockey wusste ja höchstwahrscheinlich was mit seiner Crew passierte …

    Schöpfer sind die Konstrukture meiner Meinung nach nicht, den ihre Vorgehensweise entsprach eher der Mentalität „Wir tuen es, weil wir es können” , mir fehlte der rote Faden dahinter quasi.

    Und ob sie gut oder böse sind vermag ich hier jetzt nicht zu klären, denn dazu sollte erstmal generell geklärt sein wer festlegt was nun gut oder böse ist.

    Ein guter Film, sicherlich wär es besser eine frische Geschichte zu nehmen als so eine, in dem Punkt sollte Scott sich von Tarantino inspierieren lassen denk ich, mag aber auch sein das ich als Story-Junkie auch mehr Referenz-Material im RestHirn gelagert hab und deswegen die Geschichte schwach finde.

    Bin mal gespannt wann wir dann mal auf Mr Yutani-san treffen 😉

    Ps das Thema haste doch nur genommen um mich aus
    der Reserve zu locken ]:>

  5. koschi 4. September 2012 zu 22:41 #

    Ich weiss ja nicht. Ich habe mir Prometheus ohne grosse Erwartungen angesehen von daher ist es schon erstaunlich dass der Film so enttaeuschen konnte.
    Handlungs und Logikfehler hast Du ja schon angesprochen, darauf moechte ich gar nicht mehr gross eingehen. Ausserdem will ich hier nicht grossartig spoilern.
    Die Medpod Szene fand ich eher aergelich, in meinen Augen irgendwie in die Handlung gemurkst und nur auf Schockwert getrimmt. Relevant fuer die weitere Handlung war das Ganze, bis auf um eine Bruecke zu Alien zu bauen, dann doch nicht.
    Insgesamt war der Film einfach nur eine wahllose Anneinaderreihung von Versatzstuecken die keinen richtigen Handlungsfluss erzeugen konnten.

    Fuer sich genommen ist Prometheus an sich nicht einmal ein guter Science Fiction Film, aber am aergerlichsten die Verbindung zu Alien. Die Faszination dieses Films lag auch mit an dem Geheimnis um den Space Jockey. Jeder konnte sich selbst ausmalen wie er wohl an diese gefaehrliche Fracht gekommen ist und wofuer Sie bestimmt war.
    Ich hoer jetzt am Besten auf zu schreiben, sonst reg ich mich nur wieder auf 😉

  6. Shan Dark 4. September 2012 zu 23:57 #

    Lieben Dank für Eure Kommentare!

    @solitary_core:
    Lange, gehaltvolle Statements werden immer gern genommen! 🙂 – ich versuche das hier auch mal, Achtung!

    So abgelutscht ist die Story mit dem Fokus auf „die Schöpfer der Menschen sind Außerirdische und diese werden gesucht“ nun auch wieder nicht. Bezogen auf Menschen+Außerirdische gab es das noch nicht so oft. Verallgemeinert gesehen hast Du recht: Geschöpf sucht seinen Erbauer – das gab es schon mehrfach.
    Hier im Video http://www.youtube.com/watch?v=YGcD7B2JFfw wird eine Parallele zur Prä-Astronautik gezogen und der Typ zieht auch gleich noch paar mehr Rätsel im Film aus der Tasche, die mir auch nach dem 2. mal nicht aufgefallen sind.

    Vielleicht sind in Prometheus einige Ideen von der Glaubensbewegung der Raeliens (Raelismus) entnommen worden. Da finden sich doch einige Parallelen, z.b. glauben die an Schöpfer = außerirdische „Wesen, die durch überlegene Technik dazu in der Lage seien, Landschaften zu formen, Atmosphären zu schaffen und durch Klontechnologie Menschen (nach ihrem Abbild) zu schaffen“. Davon gehört hatte ich bisher noch nie, hab den Raelismus nur zufällig entdeckt. Ein Buchstabenvertauscher und wir sind wieder zurück in der Welt des drögen Realismus.

    Mal abgesehen von den schwachen Charakteren ist es schade, dass Scott nicht in der Lage, die Story klar oder zumindest einigermaßen logisch rüberzubringen. All diese Verstrickungen zu beherrschen, die „roten Fäden“ zu finden, scheint für uns als Zuschauer schier unmöglich. Vielleicht irre ich mich auch und die Drehbuchautoren sind zusammen mit Scott voll die Genies, die ich verkannt habe. Dann müssen sie es auch schaffen, den Film im 2. Teil richtig und fürs Publikum schmackhaft zusammen zu setzen. „Prometheus“ macht aktuell nur alles noch verworrener und beantwortet nicht sondern hinterlässt neue Fragen, wie ich schon schrob.

    Deine Theorien sind ziemlich gut (und nachvollziehbarer als das Meiste im Film :D). Zum einen, dass LV-223 nur eine Forschungsstation/-planet ist zum Waffenbasteln und Austesten verschiedener, vernichtender Spezies und die wahre Schöpfungs-Action auf einem anderen Planeten stattfindet (der dann im 2. Teil eine Rolle spielt). Zum anderen, dass die Konstrukteure nicht die Schöpfer sind. Das würde die „böse“ Reaktion des Konstrukteurs auf David bzw. auf die dusselige Frage nach der Lebensverlängerung von old Weyland erklären. Sogar ziemlich gut. Stimmt, „böse“ ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, sagen wir eher „vernichtend“. Zu weit auf der Metaebene wollte ich gut/böse aber nun auch nicht bedeutungsschwängern.

    „The Creature“ ist ebenfalls ein guter Tipp – 1.000 Dank! Wird gleich als nächstes besorgt, vor allem wegen Kinksi als Astronaut. Hab den Trailer geguckt – köstlich!

    @Koschi:
    tja, Du bist nicht der einzige, der den Film so gar nicht mochte und Deine Gründe kann ich in einigen Punkten auch recht gut nachvollziehen. Trotzdem…auch wenn die Faszination darin lag, dass man sich bei Alien nur dunkel dachte wer der space jockey ist etc.>> irgendwo muss so eine Vorgeschichte ja auch anknüpfen! Wo denn sonst als bei dem Raumschiff, was sie in Alien finden? Sonst hätten sie ja gleich Teil 5 der Alien-Saga drehen können mit dem immer-wiederkehrenden Motiv des irgendwo-lauernden-in-der-Rettungskapsel-vergessenen Facehuggers *gähn*.
    Die Medpod-Szene war nur ein Schockerding, das stimmt (vor allem wie schnell sie wieder fit war, nachdem man ihr den bauch aufgeschnitten und wieder zugetackert hatte, was?), aber es hatte Witz und was Neues, doch! Und war lange nicht so dumpf wie der Zombie-Werwolf-Einsprengsel…

  7. ProtoVision! 5. September 2012 zu 04:00 #

    Schade, ich glaube hier wurde eine große Chance vertan, trotz R.Scott & Giger nur ein optisch cooler Film! Wie Du schon erwähnt hast, einen 100jährigen so billig zu präsentieren, bei diesem Budget – unglaublich und ein besseres Casting wäre auch von Nöten gewesen! Ich ging ebenfalls ohne Erwartungen rein und war deshalb auch nicht arg entäuscht, aber als der Space Jockey das Raumschiff startete, bekam ich trotzdem Gänsehaut…

  8. koschi 6. September 2012 zu 20:27 #

    @Shan: Du hast schon recht, irgendwo muss die Vorgeschichte anknuepfen und hier bot sich den Hintergrund des Space Jockeys auszuleuchten geradezu an. Und vieleicht wird ja noch ein in sich geschlossenes Space Epos daraus, Sie peilen ja wohl eine Trilogie an.

    Aber hier liegt gerade das Problem. Man haette das Alien Universum spaetestens nach dem 2. Teil ruhen lassen sollen. Von den Alien vs. Predator Ausrutschern ganz zu schweigen.
    Manche Geschichten muessen einfach nicht weiter ausgefuehrt werden. Ich habe kein gutes Gefuehl fuer das Blade Runner Sequel.

    Aber eins hat Ridley Scott mit Prometheus auf jeden Fall geschaffen. einen Film ueber den man stundenlang diskutieren kann 😉

  9. Shan Dark 6. September 2012 zu 22:32 #

    @koschi: Ich denke, ein geschlossenes Space Epos wird es garantiert werden! Auf die Fortsetzung bin ich gespannt, auch wie sie die scheinbaren Ungereimtheiten auf die ‚richtige‘ Rille kriegen. Wenn es bei einer Neuauflage auch so kryptisch bleibt, nutzt sich der Diskussionsfaktor leider auch ab.

    Man haette das Alien Universum spaetestens nach dem 2. Teil ruhen lassen sollen. Von den Alien vs. Predator Ausrutschern ganz zu schweigen.

    Stimmt absolut. Ganz deiner Meinung. Teil 4 ging meines Erachtens auch noch, aber den 3. fand ich echt schlecht. Alien vs. Predator hab ich mir noch nicht gegeben – da hab ich aber wohl auch so gar nix verpasst, wenn ich Dir und meiner sonstigen Umwelt glauben darf.

    Ich habe kein gutes Gefuehl fuer das Blade Runner Sequel.

    Ich auch nicht. Garantiert wird das auch kein so ruhiger, verschleierter Film Noir, sondern wie bei „Prometheus“ mehr Action – und 3D natürlich! Wenn die so weitermachen, werde ich mir noch ein T-Shirt bedrucken müssen mit „Sequels kill the cult.“ und auf die Rückseite „Es kann nur einen geben.“ – oder so. 😀

    @ProtoVision!
    Du hast recht. Eine große Chance vertan stimmt schon – oder zumindest, gefälliger formuliert, es wurde einiges an Potential verschenkt. Wie gesagt, ich fand ihn gut, ABER…
    Die Startszene des Space Jockeys war der Hammer, fand ich auch! Eines der Highlights mit Gänsehaut, absolut.

  10. Melle Noire 7. September 2012 zu 18:16 #

    Hi!

    Wir waren gestern auch in Prometheus
    und ich fand den Film nicht übel – vor allem
    die Anfangsszene war toll als sich der eine
    Kontrukteur für das Leben auf der Erde
    geopfert hat. Die Optik insgesamt war auch gut
    und die 3D-Effekte hat man schon deutlich
    gesehen – auch wenn man sie tatsächlich nicht
    unbedingt gebraucht hätte. 😉

    Logikfehler… Tja, hmm… Also mir sind explizit
    nicht so viele davon aufgefallen wie Dir.
    Merkwürdig fand ich es aber, daß Shaw nach
    ihrer kleinen Not-OP in dem medizinischen
    Automaten noch so fit war und durch die
    Gegend rennen konnte usw… Hätte sie nicht
    hinterher schlichtweg einfach zusammenbrechen
    müssen körperlich ? o.0 Und gegen Ende des
    Films lag Shaw im Freien auf dem Boden und
    da sagte mein Freund: Der Anzug ist ja undicht –
    ein Handschuh fehlte. Aber wann lief Shaw ohne
    Helm draußen umher ? *grübel*…

    Was die Rolle von Charlize Theron angeht :
    Ich wußte im Vorfeld gar nicht, daß sie
    mitspielt. LOL 😀 – ja, irgenwie scheint sie ja
    gerade auf böse Rollen abonniert zu sein…
    *achselzugg*… Dem Film verlieh sie nun
    wirklich nicht so viel Substanz, sie war halt die
    Bordzicke und ein hübscher Eyecatcher. ;D
    Der punkige und widerspenstige, unangepaßte
    Geologe ? Nunja, immerhin wußten die
    Protagonisten anfangs nicht, zu welchem Zweck
    sie diese lange Reise angetreten hatten.
    Vielleicht war der Typ einfach generell etwas
    angepißt, nachdem er die – aus seiner Sicht –
    eher lächerlichen Gründe für die Weltraum-
    Expedition erfahren hatte. Und vielleicht war
    er auch tatsächlich einfach nur ein Arschloch. 😉

    Die Konstrukteure waren generell sehr
    interessant und natürlich die Frage zu unserer
    Herkunft. Mein Nachbar, der gläubiger Christ ist
    und mit dem wir im Kino waren, meinte, daß sich
    die Story schon teilweise sehr an der Bibel
    orientiert habe. Der Mensch wurde Gott zu
    ähnlich, er hatte vom Baum der Erkenntnis
    gegessen, und wurde darum aus dem Paradies
    verbannt bevor er auch noch vom Baum des
    ewigen Lebens essen konnte. Vielleicht war es
    ursprünglich von den Konstrukteuren gar nicht
    beabsichtigt, daß der Mensch ihnen so ähnlich
    werden könnte und möglicherweise soll die
    Menschheit deshalb wieder vernichtet werden.
    Schöpferisch sind die Menschen im Film ja
    gewissermaßen auch noch tätig, sie erschufen
    den Androiden David. Warum ? Weil sie es
    konnten. Entstand das Leben auf unserem
    Planeten aus dem gleichen Grund ? Und
    versuchen nicht auch schon heutzutage manche
    Forscher, gottgleich zu sein ? Indem sie die
    Gentechnik vorantreiben usw ?

    Und hat es ein Gott, der möglicherweise irgendwo existiert, tatsächlich verdient, daß
    man ihn anbetet ? Die Kontrukteure hatten das
    letztlich nicht. Für sie war unser Heimatgestirn
    vielleicht nur eine gigantische Petrischale,
    nichts weiter. Die Rahmenbedinungen stimmten,
    also gab man eine Prise DNA hinzu und schaute,
    was passiert. Und die Konstrukteure wiederum
    wurden ja selbst auch irgendwann einmal von
    irgendjemandem erschaffen und sie waren
    sterblich, keine Götter im klassischen Sinne.
    Sie waren wohl eher Forscher in einem riesigen Labor.

    Dunkle Grüße ! 🙂
    Melle

  11. Shan Dark 9. September 2012 zu 20:53 #

    Liebe @Melle_Noire:

    1. nice to read you 🙂 – danke für den lustigen & gleichzeitig nachdenkenswerten Kommentar!

    2. Logikfehler Shaw und die toxische Atmosphäre: Der fehlende Handschuh ist mir auch aufgefallen, ist aber vielleicht nicht ganz so schlimm wie die Schlussszene, als sie da auf einer offenen Plattform steht, erst den Körper von David herabseilt und sich dann mit Davids Kopf unterhält. Das alles findet an der frischen, giftigen/sauerstoffunhaltigen Luft statt – ohne Helm.

    3. „Bordzicke“ ist schön gesagt :D. Der Geologe war dann wohl das männliche Pendant dazu, nur bisschen dämlicher. Du könntest allerdings recht haben, dass er angepisst war wegen dieses „nichtigen Zwecks“. so hab ich das noch gar nicht gesehen. Es macht ihn und seine Handlungen leider nicht erträglicher.

    4. DANKE für diese biblischen Parallelen an Deinen Nachbarn und Dich.

    Der Mensch wurde Gott zu
    ähnlich, er hatte vom Baum der Erkenntnis
    gegessen, und wurde darum aus dem Paradies
    verbannt bevor er auch noch vom Baum des
    ewigen Lebens essen konnte. Vielleicht war es
    ursprünglich von den Konstrukteuren gar nicht
    beabsichtigt, daß der Mensch ihnen so ähnlich
    werden könnte und möglicherweise soll die
    Menschheit deshalb wieder vernichtet werden.

    Das könnte tatsächlich DIE Erklärung sein. Ergibt für mich mehr als Sinn und erklärt absolut die Reaktion des Konstrukteurs auf Davids/Weylands Frage. Hinzu kommt vielleicht die Angst des Konstrukteurs, dass die Menschen sie ebenso ausrotten könnten wie ihr Petrischalen-Experiment der Aliens – sobald sie mehr erfahren. Deshalb hat er auch versucht, ALLE Menschen zu töten und war hinter Shaw her.

    5. Die Konstrukteure sind nur die „ausführende Kraft“. Den/die/das Schöpfer lernen wir im 2. Teil kennen. Es bleibt spannend.

    Liebe Grusels
    Shan

  12. solitary_core 17. September 2012 zu 21:31 #

    hm mein anfänglich gewähltes „Zauberer von Oz“ Motiv gefält mir immernoch 😀

    Das man die Alien-Story nach dem 2. Teil hätte ruhen lassen sollen find ich nicht, grade der 3. Teil ist doch mit seiner mehrdeutigen Aussage ist doch klasse, ich mein Ripley in einer Gefängniskolonie als unschuldige, als einzige Frau, als Ungläubige, als nicht mehr WY-Corporation angestellte etc, zumal der Fokus hier auf der Intelligenz der einzelnen Drohne lag, ausserdem wurde grade im 3. Teil festgelegt. wie die Aliens auf andere Wirtskörper reagieren, beziehungsweise wie sie sich dann anpassen. Das die Drohne auf allen Vieren fortbewegt, kommt ja nicht von ungefähr sondern kommt von animalischen Herkunft (Schäferhund in der Kino-Fassung, ein Rind in der Extended Version ) und auch die verbesserten Instinkte stammen daher …

    Teil 4 aka Resurrection … hm für sich genommen ne gute Geschichte auch wenn hier etwas weniger Jean Paul Jeunet gut getan hätte, allerdings musste ich damals im Kino schon schmunzeln als der General sich da sein Resthirn rauskratzte, oder das die Schiff-KI Vater hies, generell war ich hier froh alleine reingegangen zu sein. so musste sich keiner fremdschämen weil ich an den richtigen Sterllen gelacht hab („Möchte einer ein Souvenier ?“ … alle anderen im Saal hatten das nicht verstanden :> )
    Das es eine Gruppe von Wissenschaftlern nun doch noch gelingt eine Queen zu fangen und versucht Nutzen zu ziehen war abzusehen.

    AvP 1 ( als Gamer muss ich sagen hier is der Film gemeint ) : fand den garnichmal so schlecht, schon allein weil man Mr Charles Bishop Wayland getroffen hatt, den Firmengründer (und nebenbei DAS Orginal für den Androiden erm .. synthetitsche Persöhnlichkeit Bishop aus Aliens [hier macht es auch Sinn das Lance Hennriksen wieder mal einen Bishop spielt ]). man erfährt das es eine Ur-Zivilisation gab die die Prädatoren anbetete und in ihren Auftrag den Tempel gebaut in der dann die Königin gebettet wurde um ihr Initierungs-Ritus auszuführen in dem auserwählte Menschen ihr Leben gaben um sich befruchten zu lassen … insofern wurde in dem Film schon geklärt woher der Konnzern das Wissen um die Xenomorphen hatten, das sie auf LV426 wieder auf sie trafen war dann eher Zufall, schlieslich sind sie ja eigenlich dem ausserirdischen Signal gefolgt, das der orginal Jockey ausgesandt hatte 😀

    AvP2 (wieder Film ) hatt endlich ein weiteres Spielmonster in die Filmwelt geholt, das Pred-Alien. Video-Spieler schlagen sich seit Jahrzehnten schon mit dem Vieh rum, grade im Mehrspieler-Partien ist es schon eine Ehre so ein Ding zu steuern oder eben Plattzumachen (gut war eher das Runner-Alien, der Pred-Alien konnte nicht an den Wänden rumklettern, hatt aber dafür auch ungleich mehr Schaden ausgehalten … ), im Grunde hätte man hierdrauf wirklich verzichten können.

    Wenn man die beiden Filme hier mit in die Zeitrechnung einbastelt KANN das Proto-Alien am Ende von Prometheus nicht der Ursprung der Aliens sein, denn dann müsste irgendwer in die Vergangenheit reisen können, allerdings würde es die Aliens dann sicher nich geben, man könnte ja den Fehler leicht beheben 😀

    Das alles hatt aber rein garnix mit Prometheus zu tuen fürchte ich 🙁 was mir allerdings auffiel im Orginal-Alien war der Jockey grösser, von den Proportionen her würd ich den Orginal-Jockey auf 3 bis 3,5 Meter schätzen, während die Konstruktuere nur knapp über 2,30m kamen … oder Ripley und alle anderen Menschen wurden aus Gründen der Energie-Effizienz um einen Meter gekürzt, weil dann die Stasiskammern günstiger kommen im Unterhalt …

    Wieso „Zauberer von Oz“ ? weil die Konstruktuere eben auch eine vergleichbare Macht haben im Vergleich zu Dorothy …erm Doctor Shaw und ihren Kollegen. 😀

    Ach ja die Predatoren waren sicher Abnehmer für die Züchtungen der Konstruktuere, ich meine sie suchen ja immer eine Herrausforderung zum Jagen. und da sie mindesteins eine Königin hatten liegt das nahe, denn ihre Technologie ist eher auf die effiziente Jagd ausgelegt, zumindest von Stammesmitgliedern die wir gesehen haben in den Filmen (Predator I – IV und eben AvP 1+2 ) allerdings ist das sicher nur ein Aspekt der Rasse XD.

    von den Ganzen Comics zu Aliens, Predators und allen anderem garnich mal zu reden, ausser das ich hier mal Overkill erwähnen will : Alien vs Predator vs the Darkness vs Witchblade …auch wenn das hier so garnich im Einklang mit dem Kanon steht ^^

    http://avp.wikia.com/wiki/Witchblade/Aliens/Darkness/Predator:_Overkill

  13. Shan Dark 19. September 2012 zu 22:16 #

    @solitary_core
    Also das „Zauberer von Oz“-Motiv kaufe ich nicht so recht. Dorothy hat ja nur Macht aufgrund ihrer Schuhe. Irwie zu wenig Parallelen für meine Begriffe.

    Was aber die Größe der Konstrukteure angeht – da hast Du recht, echt gut beobachtet. Der Jockey in Alien war riiiiesig im Vgl. zu den Konstrukteuren. Aber das war mir gar nicht aufgefallen, selbst beim 2. mal ansehen nicht. Letztendlich wieder so ein kleiner „Patzer“ von R. Scott. Echt komisch, wo er doch sonst so pingelig ist. Das verwundert mich eben am meisten, das sich diese Fehler so häufen. Entweder er wird alt oder es reden da einfach zu viele mit. Oder er hatte nicht bei allem die Hand drauf. Oder die Drehbuchschreiber sind Heinis. Oder am Set hat jeder gemacht, was er will – was ich allerdings am wenigsten glaube.

    Aufgrund der eigenen Filmbildung wäre es für mich wohl doch mal gut, die Alien vs. Predator-Sachen anzusehen. Vielleicht war dann die Landung auf LV426 bei Alien, bzw. dass die von Mother dorthin dirigiert wurden, auch nur dazu gedacht mal nach dem Rechten zu sehen. Was die Entwicklung der Königin quasi so macht, was daraus entstanden ist. Dahingehend ist es mit „Prometheus“ aber gelungen, Alien und sogar AvP beiseite zu lassen und ganz von vorn anzufangen. Schon erstaunlich. Irgendwie hat man es als Drehbuchschreiber gar nicht so einfach, wenn man auch noch diese AvP-Geschichten mit berücksichtigen will. Je länger man drüber nachdenkt, desto mehr klebt einem das Hirn zusammen…

    Alien 3 hätte man einfach besser machen können. Ich fand ihn echt langweilig und das Ende war panne. Erst diese Verfolgungsjagd in den Gängen, bei denen scheinbar selbst der Regisseur nicht mehr wusste, wo sich das Alien befindet und wer noch am Leben ist. Der Hit war aber, wie dem Alien ein Bad in heißem Blei nix anhaben kann, es da rausspringt, aber dann durch die kalte WASSERDusche in Einzelstücke ‚zerspringt‘. Das war zu viel Disney.
    Die Charaktere waren in Alien 3 auch nicht gut modelliert, bis auf wenige Ausnahmen. Warum ist Charles Dance schon so früh verschlungen worden? Das hätte man noch etwas spielen können. Liebe, Geheimnisse, männliche Triebe – whatever. Stattdessen wird er als einer der ersten völlig unspektakulär vom Alien verspeist. Verschenktes Potential.
    Am besten fand ich bei Alien 3 noch Sigourneys Glatze. Dafür & für die nette Coloration bleibt der Film mir in Erinnerung. Ansonsten irgendwie fad. Das Alien an sich sah aber gut aus und war von allen 3 Sequels das Beste, das geb ich zu. Danke Dir für den Hinweis auf die unterschiedlichen Wirtstiere Rind+Rottweiler, das wusste ich nicht. Hab die Rinderfassung gesehen.

    Alien 4 – der hatte Witz und nimmt die Thematik ziemlich auf die Schippe! Vermutlich hat das den meisten nicht gefallen. Ich fand ihn schön skurril und daher gut (auch wenn der 2. doch für mich besser funktionierte, vom Original ganz zu schweigen). Da haben wir wohl auch an den selben Stellen gelacht. „Vater“ war gut und die Geschichte mit dem „Souvenir“ auch. Mir hat auch Ripley in dem Film gefallen: abgeklärt, cool – nur die Mutterliebe zum Alien“baby“ war nicht gerade…nun ja, wie hab ich gelesen: nicht ganz Sinn und Zweck der Sache.

  14. Michael 19. September 2012 zu 22:48 #

    Hallo Dina… Über den Film hatte ich schon in der Augustausgabe der STUZ geschrieben… 🙂
    Hier nochmal ein Copy und Paste aus unserem E-Paper:

    Erzürnte Schöpfer

    Lead:
    Scotts „Alien“-Prequel „Prometheus“ ist ein genialer Sci-Fi-Horror-
    Streifen, der auch ohne seine berühmten Vorgänger funktioniert.

    Es ist ein wenig wie in jedem erfolgreichen Business: Hat man eine Geschäftsidee ge-
    funden, die erfolgreich war, dann will man diesen Erfolg skalieren, also vervielfachen.
    Im Kino heißt das: Mehrteiler. Und sind Storys abgeschlossen (Wie bei „Alien“),
    dann wird eben das erzählt, was ganz lang vor der Story war: ein Prequel, und das
    noch in mehreren Teilen. Doch bei „Prometheus – dunkle Zeichen“ ist das alles ein
    wenig anders. Betrachtet man den Film für sich alleine, ist er gar kein Prequel: Ridley
    Scott juckte es in den Fingern, wieder ins Science-Fiction-Genre einzusteigen, und
    da lag es nahe, dort weiterzumachen, wo er anfing: bei „Alien“. Doch blieb es nur bei
    der Idee, denn der Film ist eigenständig.
    Es ist ein mitreißender Horror-Blockbuster, mit eigenem Plot, der durchaus philoso-
    phische Züge annimmt. Dabei wirft er die Frage auf, wie weit Wissenschaft und
    Erkenntnisstreben gehen dürfen. Die hin und wieder eingestreuten Hinweise auf
    „Alien“ ändern daran nichts. Sie hinterlassen eher den Eindruck eines Crossovers,
    in dem zwei unterschiedliche Storys sich überschneiden, weil sie sich ein filmisches
    Universum teilen.
    Am Anfang steht die Schöpfung
    Die ersten Einstellungen zeigen, wie ein bleiches Wesen von einem Raumschiff an
    einem Fluss abgesetzt wird. Es isst eine Art Frucht und zerfällt dann. Der erste Mensch
    wird sterblich und stirbt durch das Naschen vom Baum der Erkenntnis. Im Trailer
    wird die Szene durch den Satz „Ein König regiert, und dann stirbt er!“ begleitet. Die
    biblische Genesis in wenigen Einstellungen. Hier wird auch der philosophische
    Ansatz angedeutet: Darf die Wissenschaft alles, was möglich ist, auch tatsächlich
    durchführen?
    Die eigentliche Story beginnt dann rund 100.000 Jahre später im Jahr 2089, als die
    beiden Wissenschaftler Elizabeth Shaw (gespielt von der in der Millennium-Trilo-
    gie bekannt gewordenen Noomi Rapace) und Charlie Holloway Höhlenmalereien
    rund um die Erde miteinander vergleichen und zu dem Schluss kommen, dass
    es sich um die selbe Sternenkarte handeln muss. Ein Wegweiser, den sie nur als
    Einladung der Schöpfer interpretieren, diese aufzusuchen. Finanziert durch den
    Wirtschaftsmagnaten Peter Weyland und einer teils zusammengecasteten, teils zum
    Financier gehörenden Crew starten die zwei mit dem Raumschiff Prometheus, um
    die Schöpfer zu besuchen. Der Name des Schiffes lässt schon hier Unheil vermuten,
    denn war Prometheus nicht der „Lichtbringer“ der griechischen Mythologie, der den
    Menschen das Feuer und die Erkenntnis brachte und dafür grausam im Kaukasus
    bestraft wurde? Die Götter mögen es halt nicht, wenn der Mensch ihr Wissen teilt …

    Der Gott hinter der Kamera
    Dieser zentrale Punkt des Films, die Frage des Verhältnisses von Gott zu seinen
    Geschöpfen, ist interessant und vielleicht auch zu komplex, um es in einem Science-
    Fiction-Reißer abzuarbeiten. Der Film lässt viele Fragen offen – aber es soll ja noch ein
    zweiter Teil folgen. Leider fehlten schon in der Pressevorfüh-
    rung Szenen, die im Trailer vorhanden waren. Wo wir auch schon bei einer weiteren
    Besonderheit sind, der visuellen Kraft von Scotts Inszenierungen. Er ist ein alter Regie-
    Guru, mit seinen 74 Jahren immer noch ein echter Haudegen. Wer von uns kann sich
    schon vorstellen, dass sein Großvater derart krasse Szenarien entwürfe, wie in die-
    sem Film. Wer die Szenen kennt, in denen die Aliens geboren werden, in dem sie aus
    der Bauchdecke ihres Wirts ausbrechen, kann sich kaum vorstellen, dass es noch
    blutiger zugehen kann. Ridley Scott belehrt uns eines Besseren: Seine Heldin Elizabeth
    ist schwanger, von irgendwem, von irgendwas. In einem futuristischen OP schlitzt sie
    sich kurzerhand selbst den Bauch auf und treibt das octopusartige Wesen ab. Mit
    Noomi Rapace ist die ideale Besetzung für diese Heldin gefunden worden, die eine
    vergleichbare 25-jährige Sigourney Weaver durchaus an die Wand spielen kann.
    Text: Michael Bernartz
    Foto: 20th Century Fox

  15. solitary_core 20. September 2012 zu 01:50 #

    Hm mag sein das ihr alle die Welt nich so seht wie sie ist … Oh eher lieg wohl ich falsh mit dem Zauberer, seis drum.

    Mein Eindruck stammt daher das eben Dr Shaw und ihre Mitstreiter nach den Konstruktueren suchen weil sie sich eben neue Erkenntnisse (und Peter Wayland ein längeres Leben ) wünschen, ebenso wie Dorothy und ihre Bekannte die auf der Suche des Wesens sind der ihre Wünsche nach Wissen und lebensverbessernden Maßnahmen erfüllen kann.
    Das auch Roy Batty und seine Mitstreiter nach einer doch ähnlichen Figur suchen und er mit Dr Tyrell ihn auch findet, wäre die Paralelle zu Blade Runner und in allen drei Fällen ist das Ergebniss nicht so wie erwartet …

    Mutter Natur erschafft keine geraden Linien, oder gelbe Pflasterstrassen 🙂

    Als Genesis würd ich die Tat der Schöpfung nicht nennen, von meinen Standpunkt aus sah das eher wie eine Infektion aus, eine Verbreitung des eignen Erbguts auf einer Welt, die schon Leben trug, auch wenns anfangs nur Pflanzen waren. Bisher nahm man ja an das zuerst die Pflanzen entwickelten um dann später als Nahrung und Sauerstofflieferanten die Fauna unterhalten zu können, der Akt der Schöpfung im Film war dann im Grunde nichts anderes als die Ansiedlung einer Zell-Kultur in einer jungfräulichen Petri-Schale.
    Wirklich göttliche Macht würde sich dahingehend manifestieren das die Konstruktuere eben auch diese Gegebenheiten anpassen oder gleich komplette Ideal-Welten erschaffen. Die Genesis-Waffe aus den Star Trek Filmen würde sowas eher darstellen.

    Zum Thema Ethik in Sachen Forschung : wer steif und fest behauptet Gentechnik sei falsch aber zuhause dann nen Schluck H-Milch trinkt seh ich als Heuchler. Gut sicherlich wurden Nutztiere und Pflanzen nicht in dem Maße beeinflusst wie man es heute kann mit Gentechnik, allerdings möchte ich hier erwähnen ohne eine Anpassung des Erbguts würden Milchkühe auch nich diesen Namen tragen, durch jahrzehnte Züchtung hatt man auch deren Gene auch beeinflusst, ist es wirklich so viel anders ? Selbes gilt auch für die meisten Ackerpflanzen.
    Davon mal abgesehen find ich GenMais nicht wirklich schlimmer als herkömmliche Ackerpflanzen, die unter Zugabe von chemichen Düngern und ebensolchen Pestiziden aufgewachsen sind …

    Zur Alien Reihenfolge, für mich war der 2. eher flach, zum einen weil eben die Aliens zu Kanonenfutter verkommen sind und und die Marines waren im Grunde nicht wirklich eine passende Wahl für ein Firmen-Konglomerat, es sei denn Wayland-Yutani hatt auch die Ausrüstung der Marines gestellt … Wenn Aliens heute gemacht worden wär, hätten Vasquez und co eher den Status einer Privat-Armee oder wären ein Teil der Firma für externe Argumentationen und andere Rechtsangelegenheiten.

  16. sba 20. September 2012 zu 12:39 #

    uff, habe mir jetzt alle Meinungen durchgelesen, und glaube, ohne Wiederholung noch Senf drauftun zu können…zu Anfang zwei Klarstellungen: 1. Genesis was nicht als Waffe konzipiert. Aufgrund der starken Veränderungen am Zielplaneten ist es bloß dafür anfällig, als Massenvernichtungswaffe missbraucht zu werden (und dass es dann effektiv gegen zwei Personen eingeestzt wurde, ist das Äquivalent einer Spatzenjagd mit Atomraketen); 2. Habe mir den Film nur wegen Noomi Rapace angesehen. Wollte wissen, was sie abseits von Sallander so drauf hat.
    Finde den Film…nunja. Die vorgeschichten der Charaktere wären interessant gewesen: Wie sind sie zu der Mission gekommen und warum sind sie mitgekommen, wenn sie vorher nicht erfahren haben, worum es geht? Das wäre eine weitere halbe Stunde Film schon wert gewesen, imo, dann wäre er vielleicht wirklich mitreißend geworden (und ja, ich gebs zu: In „Alien“ arbeitet Mr. Scott auch nicht so und ehrlich gesagt, halte ich das für eine Schwäche bei ihm).
    Sehr witzig, spannend und lehrreich finde ich allerdings, was der Film implizit über Archäologie aussagt: man findet Artefakte und reimt sich dann mehr oder weniger willkürlich irgendetwas zusammen. Sie bekommen und nutzen zwar die für Archäologen seltene Chance, ihre Thesen zu überprüfen, aufgrund der Privatanimositäten von Weyland geht dann alles schief. Warum das witzig ist? Weil für mich die Anfangszene ehrlich gesagt mehr nach einem Unfall ausschaut, denn nach einem Plan: Vermutlich sollte die Erde besiedelt werden, dann wurde ein Crewmitglied krank, musste ausgesetzt werden und der Rest ist Menschheitsgeschichte (wie auch immer vor 100.000 Jahren eine Kontamination von Wasser mit DNA in die Evolution eingegriffen haben mag).
    Die negative Reaktion des Jockeys erklärt sich ziemlich vollständig aus der Einschätzung des Captains: Wenn der Mond eine Militärbasis ist, sind die Menschen nichtautorisierte Eindringlinge, die natürlich neutralisiert werden müssen (wiederum sehr witzig der philologische Trugschluss: Selbst, wenn die menschlichen sprachen irgendein Ableger wären: bis zum Unfall hatte die Sprache der Außerirdischen 98000 Jahre Zeit, sich weiterzuentwickeln. Wir verstehen ohne Sprachkurs kaum das Niebelungenlied, und das ist kaum 1000 Jahre alt).
    Auf dieser Ebene finde ich den Film interessant und gut. Eben komplett abseits von dem, was explizit an Philosophie darin behauptet wird ( Weylands „große Fragen“ sind eigentlich nicht viel mehr, als philosophisch-esoterische Ramschware ( „300 Jahre Darwinism einfach zu ignorieren…“ ), religiös gibt es auch nicht viel her (das Biogenese-Problem ist nicht gelöst: Denn „Wer“ hat denn bitte die „Konstrukteure“ konstruiert?; Hybris gibt es keine, da Menschen wie Außerirdische bloß ihren taktischen, strategische und wissenschaftlichen Interessen foigen und leider nicht gut miteinander kommunizieren können – Pech.))
    my 2 cents
    MfG an alle
    S

  17. Shan Dark 20. September 2012 zu 12:48 #

    @solitary_core:

    „…ebenso wie Dorothy und ihre Bekannte die auf der Suche des Wesens sind der ihre Wünsche nach Wissen und lebensverbessernden Maßnahmen erfüllen kann.“

    Auf der Suche nach ihrem Schöpfer?? Im Buch ist Dorothy auf der Suche nach dem Zauberer von Oz um von ihm den Weg nach Hause zu erfragen. Das kann man zwar als Wunsch „nach Wissen und lebensverbessernden Maßnahmen“ bezeichnen, aber damit bewegst Du Dich schwer auf der Metaebene. 🙂

    Zu Genmanipulation:
    Dein Heuchler-Argument hieße in der Konsequenz: wenn ich gegen Genmanipulation bin, müsste ich verhungern. Alles in unseren Nahrungsmitteln ist über Jahrzehnte derartige verändert, manipuliert und durchgezüchtet worden. Kaum ein Lebensmittel (außer fangfrischer Fisch vllt.) wird heute mehr in seiner unmanipulierten Urform erhältlich sein und man kann gar nicth mehr zurückverfolgen, was da drin ist. Beispiel „Käse“: was für Milch wurde verwendet? Ich find das auch nicht oK, aber es ist für mich im Umkehrschluss kein Grund, FÜR Genmanipulation zu sein. Ich bin dagegen, weil ich denke, es muss Grenzen geben und weil ich nicht irgendwann mal nur noch künstlichen SCheiß essen will. Ist der Weg frei für Genmanipulation sind die Grenzen offen. Hybridkultur ist der schlimmste Mist, den es gibt – aber auch daran hat man sich schon gewöhnt – es gibt ja nix anderes (es sei denn man baut selbst an und selbst dann weiß ich nicth, ob das Saatgut unhybrid ist). Aber Hybridmist ist eben erlaubt und/oder Monsanto setzt das weltweit durch. Ist Genmanipulation erlaubt, wird auch das irgendwann „zur Gewohnheit“ und immer stärker ausufern. Bis irgendwann Aliens gezüchtet werden.
    Aber das ist vllt. noch mal einen eigenen Artikel wert, das Thema.

    @Michael:
    Danke Dir für die interessante Rezension, wusste auch gar nicht, dass Du für den STUZ schreibst. Die Rezi ist gut – aber für mich fast schon ZU gut im Sinne von zu positiv für so manchen Murks, der da im Film verzapft wurde. Auch wenn in meinen Augen ingesamt der Film positiv in Erinnerung bleibt und ich mich auf die Fortsetzung freue.

    Was die Schöpfung und Genesis angeht – das sehe ich genauso wie solitary. Der Konstrukteur hat sich ‚geopfert‘, in dem er diese zerstörerische flüssigkeit getrunken hat und sich im Wasser in die einzelnen Teile seines Körpers zersetzt und sein Erbgut weitergibt. Es war eher eine Infektion, das Freisetzen von Bakterien auf der Petrischale „Erde“, die bereits Leben in Form von Pflanzen hatte. Ein Experiment. Eine biblische Parallele sehe ich da noch nicht.
    In diesem Interview spricht Ridley Scott in der Antwort auf die 3. Frage auch über die Verseuchung von Trinkwasser mit Bakterien – und dass man damit ganze Städte infizieren und ausrotten kann („bacteriological drums of shit that you can drop on a planet…“).

    Biblisch wird es erst später im Film – durch das Naschen vom Baum der Erkenntnis. Gebe Dir recht, dass die Philosophische Frage nicht nur „Wer hat uns erschaffen?“ lautet. Sondern auch „Dürfen Menschen sich zu Göttern machen und neues Leben erschaffen oder ihr Leben künstlich verlängern? Wie weit darf Forschung gehen?“ Guter Punkt. In „Prometheus“ werden alle dafür tödlich abgewatscht. Sicher haben die Konstrukteure keine Lust, diesselben Erfahrungen mit den Aliens auch noch mal mit den Menschen zu machen. Kann man ja verstehen ;).

    „Mit Noomi Rapace ist die ideale Besetzung für diese Heldin gefunden worden, die eine vergleichbare 25-jährige Sigourney Weaver durchaus an die Wand spielen kann.“
    Nee. Sicher Geschmackssache. Aber so einzigartig und prägend wie Sigourney Weaver als Ripley ist die ’niedliche‘ Noomi definitiv nicht. Da fehlt ihr noch bisschen das Charisma, finde ich. Liegt aber auch am Profil der Rolle, das hier bisschen anderes gezeichnet ist als bei Ripley. Ich sehe beide fast auf Augenhöhe, aber an die Wand spielen… echt nicht.

  18. Lospawlos 20. September 2012 zu 15:32 #

    Ich finde diese analyse ziemlich gut: http://www.youtube.com/watch?v=u94wR0NfewE&feature=related

    Ausserdem sehe ich einige bezüge zu Goethe´s Gedicht aus der Sturm und Drang Zeit: Prometheus.

    VG.

  19. Shan Dark 22. September 2012 zu 20:56 #

    Hi sba,
    danke Dir!
    Wie fandst du Noomi Rapace, so abseits von Sallander? Habe den Film noch nicht gesehen, das kommt noch.

    Zu den Charakteren – hätte sich Scott etwas mehr Zeit genommen, diese zu entwickeln, wären diese auch nicht so blass und größtenteils nichtssagend gewesen, da stimme ich Dir zu. Aber dass es nun die Vorgeschichte der Bordcrew ist, die mich interessiert, kann ich nicht sagen. Ich hätte das im Drehbuch schon ganz anders aufgebaut und man hat ja bei Alien auch nicht erfahren, wer warum da mitgekommen ist. Da kam hier durchaus noch etwas mehr rüber, zumindest zu den Hauptakteuren. Der Geologe und der Biologe, naja, ist eigtl klar, dass die mitkommen, weil es Kohle gibt und eine Mission zu einer interessanten außerterrestrischen Welt. Letztlich sind die nur wichtig als Opfer und müssen nicht intensiv dem Zuschauer ans Herz wachsen. Können sie aber auch gar nicht so unlogisch wie sie agiert haben.

    Die Anfangsszene ein Unfall?? So hab ich das nohc nicht gesehen – könnte sogar sein. Dass jeder sozusagen etwas dabei hat um sich zu zerstören…? Spielt allerdings nicht gut zusammen mit der Schöpfungstheorie, in der es ja im Film geht.

    „Auf dieser Ebene finde ich den Film interessant und gut.“
    Auf welcher Ebene? Die Sache mit der Sprache? Da ist mir jetzt nicht so klar, was Dir gefallen hat. Mit der Sprache und WEiterentwicklung haste zwar recht, aber ich persönlich werde das nicht überinterpretieren, denn letztendlich ist es nur ein Film. Geschichten erzählen darf man…oder wir reihen das einfach in die Lange Liste der Logikfehler ein 🙂

  20. Shan Dark 22. September 2012 zu 21:12 #

    Hallo @Lospawlos,
    danke für den Link. Ich habe mir das Video angesehen. Sehr umfängliche Analyse. Einige der biblischen Parallelen habe ich noch nicht ge-/erkannt. Und die Conclusio, dass wir – die Menschen – die Konstrukteure sind, aufgrund Zeitreise und so ist durchaus nachdenkenswert. So richtig dran glauben kann ich nicht. Warum sollte ein Film voll biblischer (Schöpfungs-)geschichte sein und letztendlich sind wir die Engineers selbst?

    Einer der Kommentare (von TheParnak) zum Video besagt, was ich auch so langsam denke – nur etwas krasser formuliert: „I hate it when they throw stuff in, let us make our own sense and then call it „art“, while in fact it is „inability to make something specific“. Making a film that offers no explanation but lets us make the explanations is not „revolutionary“, t’is lazy.“

  21. sba 23. September 2012 zu 14:19 #

    Hallo Shan,
    aaalso, an dem Film mag ich: Noomi Rapace (die auch in ihrem halbwegs normalen Charakter (jedenfalls normaler als Lisbeth) mglänzen konnte),
    und die abwegigeren Deutungsmöglichkeiten/ Aussagen, die vielleicht unabsichtlich hineingekommen sind (als Philologe akzeptiere ich „Logikfehler“ vorerst immer nur auf der Textoberfläche, wie hier die Sache mit der Leiter, die David scheinbar in der Hosentasche hatte…und ich hatte einen Mordsspaß daran, mir vorzustellen, was an Inhalt wohl beim Jockey angekommen ist, als er von David angesprochen wurde; vermutlich eine Beleidigung gegen seine Mudda;-). Beispiel Schöpfung: Wenn die Anfangsszene einen Unfall darstellt, dann gehen später alle von einer komplett falschen Annahme aus (dass die Menschheit absichtlich passiert sei), haben kaum eine Möglichkeit, dies herauszufinen, weil die Außerirdischen nicht sehr kontaktfreudig sind, aber ich als Zuschauer habe endlich den Grund dafür gefunden, warum sie die Menschheit auslöschen wollen. Eugene Baldovino sagt im Video, dass die Anfangsszene ein Red Herring sein könnte. Solnage die Fortsetzung des Films nicht veröffentlich ist, könnte aber auch die These, die der Mission der Prometheus zugrunde liegt ein Red Herring sein.
    Ansonsten sind mir halt Geschichten lieber, in denen der Tod eines Charakters wirklich etwas bedeutet (Saw hat da einiges voraus). Vermutlich Geschmackssache. Aber für den Geologen muss ich mal eine Lanze brechen: Ich finde seine Reaktion sehr nachvollziehabr: „Ich mag Steine. Ich liebe Steine. Mit Steinen kenne ich mich aus. Aber auf dem Feld riesiger Leichen, für das Sie sich so sehr interessieren, kann ich leider nicht viel beitragen.“ Wenn man nichts beitragen kann und ansonsten um seine Sicherheit fürchtet…sollte man sich den Rückweg gemerkt haben. Irgendwie schade um ihn.

  22. Hendrik 23. September 2012 zu 14:30 #

    Hi zusammen,
    mal Hand auf’s Herz:
    vergleicht mal Blade Runner oder Alien mit Prometheus! Bingo!
    Wer einen Faible für dieses Genre hat wird natürlich bestens unterhalten.
    Aber ehrlich, diesem Film fehlt die „Seele“.
    Das ist mir alles zu „Digital“.
    Und überhaupt, gehen mir diese ganzen Fortsetzungen auf den Zeiger (Star Wars, Indiana Jones,etc. etc.).
    Ich hoffe das uns Zurück in die Zukunft 4 erspart bleiben wird.

    (Über den „Inhalt“ von Prometheus stimme ich [größtenteils ;-)] mit Shan überein.)
    MfG Hendrik

  23. Shan Dark 2. Oktober 2012 zu 09:09 #

    Danke Euch und eigentlich wollte ich mir nicht so viel Zeit lassen mit antworten – aber es war einfach zu viel los die letzten Tage/Woche.

    @sba:
    hehe, beim 2. Mal ansehen hab ich das mit der Leiter auch bemerkt und GENAUSO spöttisch quittiert wie Du. Nicht nur, dass man im Weltraum immer ein Handtuch dabei haben sollte, n-e-i-n – auch eine Leiter ist unabdingbar. Wiederum: wer weiß, was Androiden alles können? Vielleicht aus Luft einfach so Leitern hervormaterialisieren. 🙂

    Wie gesagt, dass die Szene am Anfang ein Unfall ist, das glaub ich nicht. Ich finde, die Konstrukteure haben auch so genügend Gründe gegen die Menschen. Eben weil sich der Mensch mit der Erschaffung ovn Androiden und der künstlichen Verlängerung seines Lebens über die Konstrukteure (oder die Schöpfer) erheben oder sich zumindest mit ihnen auf eine Stufe stellen will. Und wie das ist, wenn man die eigenen Geschöpfe nicht mehr beherrschen kann, das sieht man an den Aliens, die auch von den Konstrukteuren erschaffen und zumindest laut Baldovino aus deren eigenen Blut hervorgegangen sind. Also mir ist das plausibel genug. Red Herring ist m.E. eher die Mission der Prometheus(linge).
    Ich kann mir allerdings vorstellen, dass man an einigen Stellen als Philologe nur lachen oder gar müde lächeln kann…

    Die von Dir zitierte Begründung des Geologen ist zwar verständlich, aber warum muss er gleich so schreien und hyperventilieren? Das ist mal das Erste, was mich an der Szene gestört hat. und dann als sie vom Wege abkommen gehen sie einfach in den Raum mit dem Kopf hinein, vor dem sie vorher so viel Angst hatten und wegen dessen Betretung sie Shaw das Gefolge verweigert haben?? Macht für mich keinen Sinn. Auch, dass er seine „Babies“ (die ich übrigens cool fand) nicht unter Kontrolle hat. Die hätten ihm ja vllt. den Weg zeigen können? Anyway, einen A-Loch-Charakter gibt es in jedem film, ich fand ihn allerdings zu überzeichnet.

    @Hendrik:
    Ich vergleiche ständig Blade Runner und Alien mit Prometheus. 😉 Diese Brille kann ich einfach nicht abnehmen. Und ich stimme Dir zu, dass Prometheus im Vergleich dazu die „Seele“ fehlt. Es ist mehr Action als Tiefgang, der auch ersetzt wurde durch rätselhafte/unnachvollziehbare Zusammenhänge. Prometheus ist aus meiner Sicht echt sehenswert aber die beklemmende Spannung, die Kraft die in der Ruhe zur Plot-Entwicklung bei beiden anderen Filmen liegt, wurde hier nicht erreicht. Dafür ist zu viel im Film „drin“. Und sicher kämen solche Filme heutzutage wohl auch nicht mehr so gut an.

  24. solitary_core 2. Oktober 2012 zu 23:19 #

    hm eigentlich is das Thema schon abgeschlossen, mit meiner Schwarz-Weiss-Betrachtung der der Genmanipulation im realen Nahrungsmittelbereich hab ich sicher auch nich grade Pluspunkte gesammelt, aber gut es ging mir nie darum solche zu sammeln …

    Andererseits bin ich wohl nich der einzige der das ganze so sieht wenn man sich die ganzen „Paleo Food“ Anhänger anguckt.

    falls Shan da nich schon dran sitzt könnt sie hier einige Inspiritaion holen hier mal der Link zur deutschen Wikiseite mit der unspektakulären übersetzung zur Steinzeiternährung

    http://de.wikipedia.org/wiki/Steinzeitern%C3%A4hrung

    bin mal gespannt ob die Ummlaute den Link nich zerstören … falls das so is bitte wieder rausnehmen.

    Zum Essen selber, ein kleiner gothik Kochkurs wär mal intressant gerne auch in BlogForm, da kann man besser die Rezepte adaptieren 😀

    *stupps stupps*

    zum eigentlichen Thema : auch wenn Prometheus sicher nur im Alien-Universum spielt mit „Alien-DNA“, so wie es Scott im ‚Making of‘ betont hatt, könnte das ganze Problem mit der Zeitlienie (Predator 2 -> AvP ->Alien Reihe ) sicher umgangen werden, wenn man die ganze Prometheus-Handlung in ein Parallel-Universum verlegt, weil eben die Wayland Corperation nicht die Wayland-Yutani-Corperation ist, heist dann eben das auch einige andere Gegebenheiten nicht so abgelaufen sind oder ganz ausfielen …

    Auch wenn nicht alle Logik-Löcher mit Multiversums-Theorien stopfen lassen ergeben solche inkonsequenten Handlungs-Paradoxen eben neuen Spielraum (oder alt, wenn man bedenkt das auch H.G. Wells schon mit Zeitreisen beschäftigte sowie auch einige andere vor ihm aber „die Zeitmaschine“ ist denk ich mal die bekannteste Arbeit).
    Auch der letzte StarTrek-Film spielte ja in einen anderen Universum als das bekannte Franchise, ich meine das der eine Planet, zu dem Captein Kirk und seine Nachvolger so oft fliegen einfach mal gesprengt wird als noch Teenager ist verändert nunmal die Zeitlinie, Spock’s Wiederbelebung zb kann dann nicht mehr auf Vulkan stattfinden da er ja in der neuen Zeitebene nicht mehr exitiert …

    hm hab mich irgendwo verzettelt gedanklich 😀

    ODER die „Nostromo“ fliegt mehrere Jahrzehnte später erst los und sie findet einen grösseren Jockey inklusive grösseren Schiff , das auf ein BergBau-Schiff die Technologie eher robust ist statt hochaktuell macht das Schiff auch leichter zu warten (ja ich weiss im ersten Teil wurde der Name nicht genannt aber in Aliens wurde Ripley in der Anhörung wegen des Verlustes des Firmeneigentums offengelegt das die Nostromo WY gehörte.

    Bis mir Scott selber sagt das Alien und Prometheus direkt verbunden sind, bleibe ich bei Parallel-Universum-Theorie =P

    aber gut im Grunde egal da es sich ja dennoch um eine Fiktion handelt … vielleich sollte man nicht alles hinterfragen sondern sich an dem hübchen Bildern und Explosionen erfreuen …

  25. Shan Dark 4. Oktober 2012 zu 14:58 #

    @solitary: Nix ist abgeschlossen! Hier wird ausdiskutiert und spekuliert bis zum bitteren Ende 🙂 – solange bis alles gesagt und gekaut ist **androh**

    Parallel-Universum im wörtlichen Sinne (also wirklich eine andere Galaxie) würde ich nicht denken, aber bei einer parallelen Handlung stimme ich Dir zu. Vermutlich spielt die Handlung auch zeitversetzt und ist zeitlinien-gekreuzt. Das würde einiges logischer erscheinen lassen und so manchen „Patzer“ als Vorsatz definieren. Ich finds aber auch dann und trotzdem nicht konsequent. Warum nutzt man dann z.B. den Firmenname Weyland-Corp, wenn es nicht Weyland-Yutani-Corp sein soll? Will man eine Parallel-Handlung, dann hätte ich weder-noch verwendet, sondern eben eine andere Firma. Aber so denke ich immer: hier wollte man anknüpfen, hat aber zwischendrin sehr wichtige Maschen ausgelassen. Vielleicht wäre es einfacher gewesen – für alle Beteiligten (Regisseur, Drehbuchautor und Publikum) – nur den Endzipfel irgendwie anzuknoten und bis dahin alles NEU „alienunbelastet“ zu erfinden.

    Naja, aber Du hast eigentlich recht: man sollte besser die bunten Bilder und Explosionen^^ genießen. Ich muss da lockerer werden 😉

    Ein Gothic-Kochkurs auf dem schwarzen Planeten? Na ich weiß ja nicht… Mit Steinzeiternährung noch dazu – über die ich mich schon mal recht intensiv informiert habe. Aber den Link von Steinzeiternährung zur Genmanipulations-Befürwortung krieg ich grad nicht ganz. Meinst Du, weil die Paleo-Freunde auch nur Sachen essen, wie sie früher einmal waren – unbehandelt, genetisch unverändert, original? Das geht in wenigen Punkten sicher, wenn man selbst anbaut auch, aber nicht in allen Bereichen. Größtenteils wird das unmöglich, nämlich bei allem, was man nicht selbst herstellen oder züchten kann. Dann hat man keinen Einfluss mehr auf die Herkunft der Lebensmittel und kann nur schwer bestimmen, was darin wie modifiziert wurde. Meinst Du die Paleos sind für Genmanipulation – oder hab ich Dich da falsch verstanden?

  26. solitary_core 7. Oktober 2012 zu 01:32 #

    hm hier nun das obligatorische „how it should have ended“

    http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&NR=1&v=JLbcZggwVCw

    das Paleos für Genmanipulation sind les ich da eigentlich nicht raus, wenn sie der Meinung sind das das kultivierte Essen nicht der menschlichen Verdauung angepasst ist 😀

    Hm das das alien in Alien³ nich gleich im Blei gestorben ist liegt an der Tatsache das es eben nicht Kohlenstoff sondern Silizium basiert ist, von daher sicherlich auch ein anderes Wohlfühlspektrum hatt, ich meine das Alien im ersten Teil sah auch so aus als könnte es ohne weiteres wieder ins Schiff gelangen auch wenn es ohne Anzug draussen war.

  27. Shan Dark 8. Oktober 2012 zu 07:30 #

    ^^ how it should have ended ist echt großartig – was hab ich gelacht!!! Und es ist alles schlüssig(er). Dickes Danke dafür, jetzt kann ich wieder beruhigt schlafen.
    Auch wenn ich immer noch Grinsen muss über „Dein“ Wohlfühlspektrum vom Alien. Ich werde das demnächst in einer nervigen Situation mal anbringen a la „Sie sind meinem Wohlfühlspektrum nicht gerade zuträglich.“

  28. Hendrik 9. Oktober 2012 zu 18:42 #

    Ridley Scott lehnte “Extended Cut” für die “Prometheus”-Blu-ray Disc ab!

    Zwar war es im Sommer Ridley Scott selbst, der in Interviews die Spekulationen über einen „Extended Cut“ für „Prometheus“ in Gange brachte. Der Regisseur soll sich aber im Unterschied zu Fox letztendlich gegen eine verlängerte Fassung für die Blu-ray Disc-Veröffentlichung ausgesprochen haben. So zumindest äußerte sich der Blu-ray Disc & DVD-Producer Charles De Lauzirika laut verschiedenen Medienberichten auf einem Presse-Event. Demnach soll Ridley Scott die Kinofassung als seinen „Director’s Cut“ bezeichnet und eine Integration weiterer Szenen für die Blu-ray Disc & DVD-Veröffentlichung abgelehnt haben. Die Blu-ray Disc wird aber dennoch „Deleted Scenes“ in größerem Umfang und auch ein alternatives Ende sowie einen alternativen Anfang enthalten.

    „Prometheus“ wird in Deutschland am 7. Dezember auf Blu-ray Disc, Blu-ray 3D und DVD veröffentlicht.

    Hmm… MfG Hendrik

  29. koschi 15. Oktober 2012 zu 18:53 #

    Ridley Scott hilft beim Antworten suchen. Obwohl ich muss dem ersten Kommentar in dem Beitrag zustimmen 😉
    http://www.totalfilm.com/features/11-questions-answered-by-ridley-scott-s-prometheus-commentary

  30. seb 30. Januar 2013 zu 03:20 #

    Was ist das denn für eine Kritik, erstmal zu den zwei Protagonisten den es das Gehirn beschädigt haben soll, wie es so zynisch beschrieben wird. Gibt überall Dumme Menschen, find ich realitätsnah. Dann der Punkt das der Film nicht schlüßig ist, wtf??? Nur weil er nicht auf dem Mond spielte wie in Alien 1 bedeuted ja wohl nicht das es nicht schlüßig ist, denn wen ein Nachfolger kommt, würde ich es als logisch empfinden wenn der Mond in alien 1 die Heimat der Konstrukteure war. Und wie in Prometheus schon erwähnt, „Wären die Konstrukteure ja nicht so blöd diese Vernichtungsanlage vor ihrer Haustür zu errichten“. Weiter zu dem Alien/Mensch Zombie, wenn aber NUR wenn man den Film aufmerksam geschaut hat, wird einem aufgefallen sein das die Würmer aus den Urnen in der schwarzen Flüßigkeit mutiert sind, das dient der Erklärung das ein Mensch daran mutiert ist. Und wie kommt man bitte auf Werwolf Fratze??? Er hat ein aufgeblähten Kopf, Verbrennungen u. spitze Zähne, Fell seh ich da keins. Also wer die Kritik geschrieben hat war wahrscheinlich selbst zu lang im Hyperschlaf. Eine völlig unneutrale Kritik, fast wie Brechmittel. Der Nachfolger wird alles beantworten, meiner Meinung nach. nicht umsonst gibt es einen Cliffhanger.

  31. Shan Dark 30. Januar 2013 zu 12:00 #

    Gerade hätte ich gegen einen Hyperschlaf nix einzuwenden 😉 – die Kritik ist von mir und wie Du schon bemerkt hast völlig subjektiv und somit unneutral. Dabei würde ich den Film aber trotzdem empfehlen – wenn Du alles gelesen hättest, wäre Dir das sicher aufgefallen.

    Du bist einer der Wenigen (und der Erste, der mir begegnet), der den Film bedingungslos gut fand und auch noch verstanden hat. Glückwunsch!

  32. seb 1. Februar 2013 zu 01:19 #

    Das du auch positives geschrieben hast habe ich gelesen. Nur einige Bezeichnungen fand ich halt etwas übertrieben. Und warum nicht auch mal eine kleine Kritik an der Kritik. Nur in dem Moment als ich das schrieb waren mir die übertriebenen Teile wichtiger. U. ja ich mag die Alien Reihe und ein Prequel hab ich natürlich Wissbegierig in mich aufgesaugt. Hab den Film jetzt schon 4 mal geschaut u. krieg immer noch nicht genug davon. Ich meine bei so einem Film muß man ja nicht zwangsweise sich über jedes Detail den Kopf zerbechen. Einfach schauen und genießen. Achja, und auch wenn sie Charlize Theron mit ins Boot geholt haben, so what? Schon allein das ich weiss, Ridley Scott hat den Film gemacht hätte mich auf den Kinositz gefesselt.

  33. Flusskiesel 23. Mai 2013 zu 16:38 #

    Ich habe mich über den Film ziemlich geärgert:
    Er fing so schön an, die Bilder sind einfach toll gemacht und dann so ein Mist:
    Die „Wissenschaftler“ verhalten sich alle wie eine Gruppe Elftklässler auf einem Schulausflug („Eine völlig fremde Lebensform? Na, die fasse ich doch glatt mal an!“). Auch als sie den toten Konstrukteur finden, sind sie auch seltsam unbeeindruckt. Ich würde ausflippen, wenn ich einen intelligenten Ausserirdischen finden würde – selbst wenn der schon 2000 Jahre tot ist.
    Das zieht sich durch den ganzen Film und macht leider die erhabene Stimmung kaputt.

    Wenigstens kann man trefflich spekulieren:
    Ich habe den Verdacht, dass der Konstrukteur erst ausgerastet ist, als er gemerkt hat, dass David ein Android ist – man bedenke, wie er dessen Gesicht berührt hat.
    Die eigene Schöpfung will Leben erschaffen! Frevel!

    Spaß macht es mir auch, über die „schwarze Brühe“ und die Aliens nachzudenken. Das hat mir schon bei den Alien-Filmen Freude bereitet: Warum gibt es unterschiedliche Aliens? Wie passen sie sich an ihre Umwelt an? usw.

    Kleine Anmerkung:
    Die Alien-vs-Predator-Filme gelten als nicht „kanonisch“, d.h. *die* spielen in einem Paralleluniversum.

    Was mir neben der Bildsprache auch gut gefallen hat, war die Anfangssequenz. Ich interpretiere sie so, dass der Konstrukteur sich selbst opfert, um auf der Erde (oder sonstwo) Leben zu erschaffen. Nachdem er das Zeug getrunken hat, merkt er plötzlich, dass die Sache mit dem Sterben doch nicht so poetisch ist, wie er vielleicht dachte …

    Kleine Frage am Rande:
    Wie kommt Ihr auf die 100.000 Jahre? Stand das irgendwo?

  34. Shan Dark 24. Mai 2013 zu 07:11 #

    Hi Flusskiesel,
    danke für Deine Ansicht und die Spekulationen. Damit liegen wir in vielen Punkten ähnlich. Geärgert hat mich der Film zwar nicht – insgesamt fand ich ihn ja gut. Aber es waren eben tatsächlich so ein paar unlogische Holprigkeiten drin, die einem zwischendrin so manche Szene versauen konnten.

    Die 100.000 Jahre: Wenn ich mich recht entsinne wurde das in der Anfangssequenz erwähnt oder in Zahlen sogar eingeblendet im Film. Nachdem der Konstrukteur/Schöpfer das Zeugs getrunken hat. Aber genau weiß ich es nicht mehr. Wenn ich den Film demnächst mal wieder ansehe, kann ich es noch mal genauer sagen.

  35. Flusskiesel 24. Mai 2013 zu 08:29 #

    Wenn dem wirklich so ist, dann war das sicher nicht auf der Erde – oder Herr Scott ist in Wirklichkeit Kreationist. 😉

  36. Michael Claus 11. September 2013 zu 19:19 #

    Tut mir leid, aber da sind einige Fehler drinne… Das Kreaturen-Design ist nicht von Giger, Giger hat einzigst das Wandgemälde entworfen, wo das ALIEN ähnliche wWesen in der Kreuigungspose zu sehen ist.

    Mal davon abgesehen, dass sie Giger’s geniales biomechanischen Design total vermurkst haben, aus dem geheimnisvollen fremdartigen Piloten, der mit seinem Stuhl (und somit auch mit den Schiff) verwachsen war und so eine biologische Einheit bildete, wurde ein graublauer Typ in einem Anzug dessen Technologie nicht mehr so biologisch wirkt (vergleiche hierzu die rippenähnliche Wände des Derelicts mit den künstlich aussehenden Wänden der Juggernout). Geschweige denn, was dieses Hentai-Tentakel-Octopuss-Monster und dieses hässliche 0815 Haifisch-Mutanten-Monster am Ende sollte!

    Die Med-Pod Szene war die reinste Katastrophe und kommt nicht ansatzweise an Kane’s Tod ran, schon alleine deswegen, weil das Gerät auf den männlichen Metabolismus eingestellt war und Mann und Frau unterscheiden sich biologisch gesehen am Meisten im Unterleib, wärhend beim Mann die Geschlechtsorgane draußen hängen, ist bei der Frau alles unter Dach und Fach! Dieser futuristische Kyrmisautomat hätte wild in Shaws Unterleib rumgewütet und dabei nicht die Gebärmutter und Eierstöcke beachtete, weil er eben auf Männer kalibriert war und danach einfach zu getackter, sie wäre jämmerlich innerlich verblutet.
    Zumal sie nach dem Zutackern(!), rennen, klettern wie Frau Croft und eine Waffen in Bauch geschlagen bekommen konnte ohne, dass da was passiert, lediglich stehen ging nicht, wer schonmal eine Bauchoperation hatte, weiß wie eingeschränkt er ist!
    Auch sonst wird die religiöse Shaw als junges alleskönnentes Multitalent dargstellt, so sieht man sie als Archeologin, Biologin, Genetikerin und Ärztin, somit wirk ihr Charakter eher überzeichnet im Vergleich zum bodenständingen Charakter der Ripley!

    Zum präastronautischen Hintergrund, Scott geht hier sehr stark auf Van Däniken ein, Autor und große „Messias“ unter den Anhängern dieser Pseudowisschenschaft, der Witz ist, Däniken hat keine Ahnung von Biologie, Genetik und Archeologie und weil Scott ihn so ernst nimmt (er gibt ja selber zu, dass er zu diesem „neuen“ Glauben gefunden hat), ziegt er in Prometheus genaus wenig Ahnung davon, indem er arrogant alle bisherigen nachgewiesen Fakten im Bereich Evolution/abstammungslehre und Archeologie und auch anderen Wissenschafften einfach ignoriert, was man daran merkt, dass der Biologe Milburn zum Einen als Dödel hingestellt wird und zum anderen selber folgenden Satz aufsagt:“ Sie setzen sich über 300 Jahre Darwinismus hinweg!“. Solch eine Aussage würde kein Biologe von sich geben, da zum Einen die Bezeichnung Darwinismus eher von Kreationisten abwertent für die Evolutionstheorie benutzt wird und auch ein Biologe auch eher von 3 milliarden Jahre Evolution reden würde!

    Kommen wir zum Plot, der auch alles andere als einzigartig ist und sogar sehr stark dem von „ALIEN vs. Predator“ ähnelt: Alter Mann starten auf Grund archeologischer Entdeckungen mit präastronautischen Hintergründen eine teure Expedition, weil er ewig leben Möchte (Im Sinne von Charles Bishop W., er möchte in die Geschichte eingehen, im Sinne vom Peter, worwörtlich), auch die Charakterzeichnung in Prometheus ähneltem eher dem vom AvP.

    Auch haben es die Drehbuchtautoren eher weniger vergeigt als Scott selbst, denn Scott hat klare Anweisungen gegeben, wie die Richtung aussehen soll, die die Autoren schreiben sollen. Spaith hat noch ein direktes ALIEN-Prequel geschrieben (das aber auch alles andere als Perfekt war), Scott jedoch drifftete mit seinem Vorgaben jedoch immer mehr in das religiöse präastronautischen Geschwurbel ab, so angagierten sie Lindelof, der dafür bekannt ist Fragen mit weiteren Fragen zu beantworten und somit ein pseudophilosophisches und -tiefes Konstrukt aufbaut, bei der sich Fäden ins Nichts verlieren und Scott war glücklich damit…

    Mit am Nervigsten sind die ganzen religiösen Andeutungen zur christlichen Mythologie, die einen praktisch Erschlagen, wenn z.B. frau Shaw zum drölfsten Mal ihr Kreuzanhänger ins Bild hält, die Bezeichnung LV223, die auf einem Psalm in die Bibel zurückgeht, allgemein das dauerente Gefasel von Glauben und auch die Tatsache, dass ursprünglich geplant war, dass die Konstruktüre die Menschheit ausrotten wollten, weil Jesus einer von ihnen war, auch wenn letzteres nicht direkt eingebaut wurde, so gibt es immernoch direkt Andeutungen: Die Prometheus erreicht ihr Zielort zu Heiligabend und die Crew muss feststellen, dass die Konstruktüre vor etwa 2000 Jahre mit ihrer Plürre zur Erde düsen wollten, aber nunmal das Missgeschick dazwischen kam.

    Alles in allem kann ich nur sagen, was Scott auch immer geritten hat, er hat es verbockt! Er hat ein (sein) damaliges noch heute erfolgreiches Werk genutzt um sein neu gefunden Glauben auf arrogante Weise zu verkaufen. Auch die ganzen Making-Offs bezeugen den Größenwahn, in den der Altmeister abgerutscht ist und mal ehrlich, würde hinter genau diesem Film ein anderer Name stehen als Ridley Sott (z.B. Paul W. Anderson), der Film wäre auch von der Fachpresse (die übrigens Prometheus in höchsten Tönen loben) und den jetztigen Fanboys komplett zerrissen worden!

  37. Flusskiesel 12. September 2013 zu 06:34 #

    Eigentlich wird der ganze Kram in diesem Video gut zusammengefasst:
    https://www.youtube.com/watch?v=JLbcZggwVCw
    😀

  38. Shan Dark 12. September 2013 zu 23:29 #

    ^^ Danke, Herr Flusskiesel. Eigentlich gefällt mir diese Zusammenfassung als „Honest Trailer“ hier aber noch besser – ich musste herzhaft lachen! http://youtu.be/RBaKqOMGPWc

    Trotz der mangelhaften Logik: gefallen hat mir „Prometheus“ trotzdem. Wobei ich Dir, Michael, recht gebe, dass der Film schon einen Ridley Scott Bonus hat. Auch bei mir. Stimmt schon! Scott hat durchaus wieder einen Bilderrausch damit geschaffen. Dass es nicht Giger war, der die Kreaturen hier im Film kreiert hat, habe ich erst hinterher erfahren. Das wollte ich im Beitrag längst ändern und mache es jetzt auch. Natürlich ist es aber an Giger stark angelehnt. Ich gebe Dir auch beim Med-Pod und Darwinismus-Spruch des Biologen recht – das ist allerdings kein Fehler in meinem Beitrag, sondern im Film, über den ich allerdings zugunsten der Dramatik und Grundidee der Med-Pod-Szene z.b. hinwegsehe. Alle Fehler aufzuführen…nun, das machen beide genannte Videos schon viel besser. Nicht aufgefallen waren mir die Parallelen zu Jesus mit Weihnachten und den 2.000 Jahren. Erleuchtend für mich! Danke Dir daher sehr für deinen Kommentar und die interessanten Infos.

  39. tiwalt 28. September 2013 zu 05:06 #

    Der Trailer war schon nicht wirklich überzeugend und der Film lediglich ein teuer produzierter, langweiliger und ärgerlicher B- Movie. Es gab doch absolut nichts neues und ganz ehrlich, bis auf den netten Anfang, wo habt ihr da einen Bilderrausch gesehen?

  40. solitary_core 17. Juni 2014 zu 18:01 #

    hm hab mir Grad nochmal Prometheus angeschaut, hab meine eigentlichen Punkte immernoch als „für mich wahr“ angesehen und hab ne Neue Theorie was die Schöpfer betrifft :

    in dem Moment als David in der Sternenkarte eben die Erde wiedererkennt, kam es mir so vor als sei eine Falle ausgelöst wurde. So nach dem Motto wir gehen sicher das keine andere Lebensform eben Weltraumreisen und dazugehörige Technologie hatt. Sobald eine Spezies diesen Stand der Technick erreicht müssen wir intervenieren.

    Ob es nun darum geht diese Spezies vor den Horrorn im Weltall schützen will (eben die eigenen Hinterlassenschaften oer andere ‚unheimliche Begegnungen‘ ) sei mal dahingestellt, vielleicht haben die auch einfach nur Angst das diese Spezies dann auch anfangen synthetisches Leben zu schaffen (wenn man eben bedenkt das gigantische Rechenleistungen von gigantischen Rechenmaschinen geleistet werden und es ja dann eigentlich naheliegt auch künstliche ‚Geister‘ zu schaffen um solche Dinge noch mehr zu vereinfachen).

  41. Shan Dark 17. Juni 2014 zu 23:10 #

    Lieber solitary, müsste ihn auch mal wieder gucken. ABer ich erinnere mich eben genau so ähnlich auch gedacht zu haben, wie Du schreibst: die Konstrukteure mögen es nicht, wenn die Menschen sich aufschwingen ebenfalls Wesen zu erschaffen bzw. einen gewissen „Stand der Technik“ erreicht haben. Dann ist es ihnen möglich, ähnlich zu bewirken wie die Konstrukteure. Ob sie uns vor den Konsequenzen bewahren wollen oder sich selbst – wer weiß? Was mir aber nicht klar ist: welche Rolle David darin spielt? Denn David ist ungeliebt von den Konstrukteuren. Vielleicht weil er schon eine solche Technikmaschine ist…?

  42. Flusskiesel 18. Juni 2014 zu 07:01 #

    Für mich war offensichtlich, dass der Konstrukteur David vernichten will, weil dieser ein künstliches Lebewesen sind. Die Konstrukteure scheinen sich für Gott zu halten und wenn die eigene Schöpfung selber Gott spielen will, dann ist das nicht so gut.
    Was die Erde angeht, so vermute ich, dass das Experiment mit den Menschen aus irgendeinem Grunde gescheitert ist und sie auf der Erde „Tabula Rasa“ machen wollten.
    Nur ist da ein Unfall dazwischen gekommen und die Konstrukteure auf dem Mond sind von ihrer eigenen Waffe vernichtet worden.
    Vielleicht hat das Scheitern des Menschheitsexperimentes ja etwas mit Jesus zu tun? Das würde erklären, warum das Kreuz immer so eine wichtige Rolle spielt.
    Möglicherweise war Jesus ja ein Konstrukteur und als die dummen Menschen ihn an einen Baum genagelt haben, nur weil er meinte, die Menschen könnten doch ausnahmsweise mal nett zueinander sein (um Douglas Adams zu zitieren), da kam das bei den Konstrukteuren nicht so gut an. 😉

  43. Jolly 9. September 2014 zu 02:18 #

    Ich kann mich dem Kommentar von Michael Claus mehr als anschließen, habe allerdings auch noch ergänzende Gedanken dazu, da ich das Werk nicht einfach so abtun kann und mich immer wieder mal inhaltlich mit dem Stoff beschäftige.
    Vorweg: Ich kann mich durchaus von einem Film einfach nur berieseln lassen. Vielmehr aber mag ich es, mich auch spätestens im Nachhinein mit Erzähltechnik, Symbolismus und Deutungsmöglichkeiten zu beschäftigen. Es fällt mir aber auch fast schon schwer, den Kopf einfach nur stumpf komplett auszuschalten, somit hat mir das Kino in den letzten Jahren auch immer weniger zu bieten gehabt.
    Prometheus hat in Bezug auf Set- und Produktions-Design viele Highlights zu bieten, aber ich fürchte, die achso tiefgründige Story ist nicht ganz so durchdacht, wie sie einem weismachen möchte. Spekulationen stelle ich dazu aber dennoch gerne an.

    Kurzum: Für mich ist hier nur eine Spielart um das Geheimnis des „Space Jockeys“ erzählt worden und überdies wurde dem Zeitgeist gemäß ein Universum aufgefrischt und neu interpretiert (siehe „Batman Begins“, „Star Trek“ u.a.).
    Klar kann man an Anspielungen nicht vorbei, doch meine ich, man sollte den Film von „Alien“ aus 1979 schlichtweg abkoppeln. Ich vermute sogar, dass selbst jener Streifen dann eine zeitgemäße Neuauflage erhält.

    Kleine Anmerkung noch zum Begriff „Universum“:
    „(…)Parallel-Universum im wörtlichen Sinne (also wirklich eine andere Galaxie) würde ich nicht denken, aber bei einer parallelen Handlung stimme ich Dir zu.(…)“
    Eine andere Galaxie ist erstmal kein anderes Universum. Das Universum ist der gesamte Kosmos, mit allen Galaxien, Nebeln und Ballungen.
    Wenn man bei den Medien Film, Roman, Comic etc. von Universum spricht, so ist damit vielmehr eine in sich stimmige Handlungswelt gemeint. Oft kann man auch von Lore oder Kanon sprechen. In Mittelerde wird kein „Robin Hood“ oder ein Spacemarine auftauchen. Und „Alien“ spielt einfach in einem anderen Universum als „X-Men“, beide jedoch in einer Welt, in der es eine Erde gibt. In Comics kam und kommt es allerdings immer wieder zu sogenannten Crossovers, in denen plötzlich zwei solcher Universen in eines versetzt werden. Bestes Beispiel sei hier „Alien vs. Predator“, schlechte Beispiele wären „Ropocop vs. Terminator“ oder „Batman in der Matrix“.
    Ein Parallel-Universum wurde es im sprichwörtlichen Sinne bei „Star Trek“, indem die weiteren Handlungen einfach in einer alternativen Realität stattfinden, weil die Zeitlinie verändert worden war. Somit kann alles nochmal und auch ganz anders erzählt werden.

    Beides trifft auf Prometheus so nicht zu. Es ist einfach ein Reboot des Ganzen und wenn es auch immer Parallelen zu „Alien“ gibt, so läuft es nicht auf diesen Film hinaus, sondern erzählt ihn allenfalls später nochmal anders neu. So gesehen spricht man durchaus von einem anderen (Handlungs-)Universum.

    Aber nun zum Film:
    Es fällt schwer, einen wirklich roten Faden zu finden, ergeht sich doch der Film anfangs in allerlei Allegorien und Andeutungen, versucht sich dadurch mystisch und mythologisch schwer zu machen, gibt dann aber kaum und erst recht wenig glaubhafte Auflösungen. Hier greift für mich durchaus die Vermutung, viel gewollt, aber nichts gekonnt, denn bloß weil man den Zuschauer im Dunkeln tappen lässt, hat das nicht gleich was mit Tiefsinnigkeit zu tun. Oftmals ist es schlichtweg Unvermögen oder fehlender Idealismus, auch nur die Hälfte aller angerissener Erzählstränge und Bilder bis zu einer gewissen Reife auswachsen zu lassen.

    Das fängt für mich schon mit den Charakteren an: Jeder, der sich auch nur ein wenig mit Erzählstrukturen beschäftigt hat, weiß, dass der rote Faden einer Geschichte in der Wandlung zumindest ein paar seiner Handlungsfiguren liegen muß. Ganz gleich, in welchem Setting das auch angesiedelt sein mag. Ein wenig außen vor sind Splatterfilme, denn die verdeutlichen nur, dass die Dynamik einer Gruppe in Not die eigentliche Gefahr darstellt und selten führt dies zu einer Art Erkenntnis bei den Protagonisten selbst.
    Hier greift auch für mich der obige Vergleich mit „Der Zauberer von Oz“, denn es ist schlichtweg ein Paradebeispiel für Erzählstruktur: Dorothy erhält von einem Mentor (der Fee) ein special gift (die Roten Schuhe), die sie dazu befähigen sollen, ein Problem zu lösen (Überwinden des Zauberers), damit sie wieder in ihre gewohnte Umgebung zurück kann.
    Das umschreibt die klassische „Hero‘s Journey“ als Erzählstruktur, wie sie eigentlich in allen Geschichten zu finden ist. Wichtig ist vor allem dabei auch die Wandlung der Protagonisten, sonst ließe uns das Ganze recht kalt, da wir keinen Anteil daran nähmen.
    E. Shaws Rote Schuhe sind ihr Kreuzanhänger als Symbol für ihren Glauben, der ihr hilft, sämtliche Hürden zu überwinden. Zurück nach Hause führt er sie allerdings nicht, denn sie hat sich auf der Reise ein wenig verändert: Anfangs war sie noch teils die Wissenschaftlerin, die in ihrer Neugier Antworten zu finden hoffte – oder vielmehr: Sie hoffte in ihrer längst gefundenen Antwort bestätigt zu werden. Tatsächlich aber hat sie erkannt, dass sie wirklich auf der Suche ist. Den Glauben verliert sie dabei nicht, aber erstmals möchte sie wirklich wissen, warum man ihresgleichen vernichten wollte. Vielleicht hofft sie auch darauf, die ihr in allen Belangen weit überlegenen Konstrukteure umzustimmen. Ihr Mentor kann dabei durchaus ihr Vater sein, den man kurz zu sehen bekommt, als sich David die Traumwelt Shaws ansieht, während diese noch in Stasis schläft. Diese Szene enthält auch vieles der Charakterisierung Shaws.
    Die Veränderung in den Motiven von Shaw sind aber kaum eine Entwicklung des Charakters.
    In Prometheus gibt es nämlich kaum eine Entwicklung bei den Charakteren: Shaw stellt am Ende allenfalls die Wissenschaft in Zweifel, als dass sie ihren Glauben ablegt. Und überhaupt scheint sie in nahezu allen Zweigen zu Hause zu sein, da sie einfach überall mitmischt. Ihre Wandlung ist demnach nur die Bestärkung in ihrem Glauben, ansonsten wächst sie nicht über sich heraus.
    David… naja, der kann sich schon gar nicht wandeln und auch wenn das fremde Schiff mit ihm und Shaw an Bord abhebt, kann man davon ausgehen, dass er noch immer seine Ziele bzw. die seiner Erbauer weiterverfolgen wird. Ob sich an Bord des Schiffes ebenfalls Behälter mit der schwarzen Substanz befinden, wurde nicht aufgelöst. Dies wäre sonst schon Grund genug für David, Shaw in die Irre und damit auf direkten Kurs zur Erde zu führen.
    Holloway opfert sich zwar, aber es ist nicht ganz klar, wofür eigentlich: Für die Wissenschaft? Angesichts des Dialogs mit David, lautet die Antwort ja, aber an der Rampe, ohne dass ihnen eine direkte Gefahr im Nacken sitzt, sondern diese eigentlich von ihm ausgeht, opfert er sich im Grunde für Shaw, damit sie loslassen und mit dem Schiff fliehen kann. Aber eine wirkliche Entwicklung ist es nicht, da es keinem höheren Zweck dient. Ich bezweifle einfach, dass er weiß, wie gefährlich er für die Erde sein würde, denn soviel Raum wurde seiner Rolle gar nicht eingeräumt.
    Ms. Vickers ist vielmehr ein Spaltprodukt, denn die taffe Ripley („Alien“) wurde in Shaw und Vickers zerlegt, ohne dass Vickers dabei wirklich eine Funktion hat, außer wohl ein Winkelzug des Marketings zu sein, indem man einem Eyecatcher eine Rolle einräumt. Es ist fast schon egal, ob sie nun die Tochter von Weyland ist, sie mit diesem auch noch einen Dialog führt und eine Entwicklung findet erst recht nicht statt.
    Die einzige nennenswerte Weiterentwicklung findet man bei einer Randfigur: Dem Captain Janek. Er und sein loyales Team opfern sich für den Planeten Erde und weichen damit von der bisherigen Haltung ab „Wir machen hier nur unseren Job, mehr nicht“.
    Der Rest fungiert irgendwie so am Rande mit.
    Also rein aus Sicht des Storytellings fehlt hier eine Menge.

    Ich vermute mittlerweile ebenfalls, unterm Strich geht es in dem Film um Glauben.
    Die Protagonistin greift immer wieder unerschütterlich darauf zurück und wird letztlich allenfalls darin bestärkt, weil alles andere um sie herum zerfällt: Beziehung, Wissenschaft, Sinn, Hoffnung.
    Aber auch bei den Konstrukteuren tritt es mal mehr mal weniger zutage: Die Anfangssequenz strotzt doch schon danach, dass die Konstrukteure das Aussetzen der Saat nicht einfach mit ein paar Aminosäuren lösen, nein, einer von ihnen opfert sich regelrecht ritualhaft.
    Dann der riesige Kopf in der Kammer, über den auch noch das Relief einer Alienfigur in Kreuzpose zu finden ist.
    Die gefundenen Darstellungen der Konstrukteure, die sich von Hochkulturen vergöttern ließen.
    Außerdem die Anspielungen auf Weihnachten, dem Schiffsnamen, der geplante Aufbruch zur Erde vor 2000 Jahren usw..

    Ich fand außerdem, die schwarze Substanz wurde ungeschickt eingesetzt, bedenkt man das offensichtliche Zielpublikum. Denn es gibt offenbar mehrere Versionen davon, wenngleich dies nicht mit den sonst filmtechnischen Mitteln erklärt wird. Die Substanz, die der Konstrukteur am Anfang einnimmt, zersetzt seine Zellstruktur bis runter auf die molekulare Ebene. Er mutiert nicht, er wird auf zellularer Ebene zerrissen. Das wäre demnach auch als ein Setup der Substanz zu verstehen, also eine Einführung und Erklärung der Funktionweise. Sieht man dann aber später, dass die schwarze Substanz ganz anders reagiert, stellen sich dem Zuschauer mehr ungewollte Fragen.
    Dann die schwarze Substanz in den Gefäßen: Diese lassen Mikroben in Windeseile zu schlangenartigen Wesen mutieren, lassen einen infizierten Menschen mutieren (auch hier wieder das schlangenhafte, als Holloway im Spiegel sieht, wie ihm etwas wurmähnliches zurück ins Auge huscht) und eine unfruchtbare Frau ein krakenähnliches Geschöpf hervorbringen, das ohne weiteres Zutun enorm beschleunigtes Zellwachstum aufweist und sich asexuell fortpflanzen kann, indem es später einen Wirtskörper befällt und dort seine Brut einnistet.
    Neben dem Glauben wird also auch dem Sex wie in den bisherigen Alien-Filmen unterschwellig einiger Raum belassen, vielleicht sogar gegenübergestellt.
    Ich gebe zu, ich gehöre zu den wenigen, die H.R. Gigers Stil zwar mögen, dessen Symbolik aber so absolut gar nicht. Hier stand sein Stil ja nur Pate, die Symbolik wird aber fast 1:1 übernommen. Lediglich der Alien-Schädel ist nicht mehr ganz so phallisch, wie zuvor, der Rest ist dafür noch immer so phallisch, oral und missbrauchend, wie man es gewohnt ist.

    Es gibt außerdem noch die versteckte These, dass sich alles Leben immer wieder zu seiner Art findet: Anfangs wird die Zellstruktur des Konstrukteurs bis auf die molekulare Ebene zerlegt. Selbst die gezeigten DNS-Stränge werden zerrissen. Es bleiben also bloße Aminosäuren, aus denen sich dann erst wieder neue Stränge bilden. Warum also gibt es dann eine DNS-Übereinstimmung mit den Konstrukteuren?
    Entweder hat man hier nur wahllos eine Darstellung gewählt, die auch bei unbedarfteren Zuschauern einen Wiedererkennungswert besitzt (nämlich „diese komischen organischen Ketten“=DNS-Stränge), oder aber man sagt uns unterschwellig, dass egal wie die Voraussetzungen sind, die DNS ordnet sich später in nur genau eine Richtung und die Konstrukteure sind eben die derzeit höchste Evolutionsstufe.
    Selbiges wohl bei der Alien-DNS mithilfe der schwarzen Substanz: Bei Konstrukteuren wie bei Menschen führt es immer nur dazu, dass sich eine Kreatur entwickelt, die sich durch ihren asexuellen Zyklus mithilfe von Wirtskörpern fortpflanzt und aus ihren Brustkörben herausbricht. Vielleicht führt es ja auch nur immer dazu, weil Konstrukteur und Mensch in ihrem Material so eng verwandt sind. Selbst bei Mikroben erzeugt es ein paar der Charakteristiken eines Aliens (einem Facehugger ähnlich, Säure als Blut).
    Trifft nichts davon zu, hätte man eben die Auflösung ausgerechnet von DNS-Strängen am Anfang einfach nicht zeigen dürfen.

    Ich mag es, wenn es ein paar offene Fragen und Raum für Spekulationen gibt. Der Space Jockey ist für mich beispielhaft für genau die Art der Erzählweise, in der man etwas weitaus Größeres anreißt, ohne es wirklich zu thematisieren. Es war klassisch.
    Aber einen Film voll solcher Andeutungen zu produzieren, halte ich für entartet. Mehr ist nicht automatisch immer besser.

    Hier ein paar der Antworten und Fragen, die mir so vorschweben:
    Warum hat David ein Gefäß, wo sich die Substanz nicht außen, sondern im Inneren in weiteren Behältnissen befindet? Nun, ich glaube, er „rettet“ eines dieser Gefäße, indem er es (mit einer Art Kältespray?) besprüht, bevor es auf die Anwesenheit der Menschen reagieren kann, denn sobald dies geschieht, scheint die Flüssigkeit aus dem Inneren „ausgeschwitzt“ zu werden und auszufließen (man bedenke, es gab in „Alien“ bei einem der Eier erst eine Reaktion, als ein Mensch bzw. potentieller Wirt in die Nähe kam). Das Gefäß hält er an Bord der Prometheus ja auch weiterhin unter Kühlung.
    Woher er genau weiß, wie er vorzugehen hat, ist jedoch unklar.

    Die schwarze Substanz hat also irgendwie die Tendenz, immer wieder etwas alienhaftes zu erzeugen. Bei den Mikroben war es eine Art Schlange, die allerdings schon ein paar Ähnlichkeiten mit Facehuggern aufwies: Konzentrierte Säure als Blut und einen sehr langen und kräftigen Schwanz. Der etwas sehr fest packen konnte.
    Was allerdings neu war: Als Fifield dieses Wesen durchtrennt, bildet sich an der säurespritzenden Schnittstelle schon kurz darauf ein neuer Kopf, mit dem es dann erst in den Anzug eindringt. Extrem beschleunigte Zellenregeneration also.
    Bei den Menschen erzeugte die Substanz erst durch den sexuellen Prozess eine Vorstufe eines Aliens, das sich durch Befall eines Wirtskörpers reproduzieren konnte: Den ersten Quasi-Facehugger. Der Mensch wurde also hierbei nicht nur einfach mutiert, sondern er schleuste außerdem noch die Substanz in den eigenen Schaffungsprozess ein, so dass die schwarze Substanz einen Fötus hervorbringen konnte und den Lebenszyklus der Aliens so erst startete.
    Man sieht nie wirklich einen weiblichen Konstrukteur, bzw. sind diese mit so archaischen Gesichtszügen griechischer Skulpturen dargestellt, dass man zu keinerlei Unterscheidungen kommen kann. Wenn man mehr als einen Konstrukteur sieht, handelt es sich ohnehin nur um ungenaue holografische Darstellungen. Bliebe also die Frage, ob sich Aliens auch durch Mutationen erzeugen ließen, denn irgendwas in der Art hatte die Konstrukteure ja niedergerafft. Oder es war bei ihnen ebenfalls eine sexuelle Handlung.
    Das würde dem Mythos Alien eine sehr viel religiösere Rolle zukommen lassen als zuvor: Der sexuelle, sündhafte Akt bringt es erst hervor und danach verselbstständigt es sich, läßt diesen Akt aber auf pervertierte Art seine Opfer immer wieder durchleben, ohne ihn selbst auszuführen, indem es sie oral missbraucht, den Saatspender einen (süßen) Tod sterben läßt und aus dem Körper des Wirts wie aus einem Ei herauszubrechen, sich aus diesem zu erheben. Es selbst pflanzt sich durch Eier fort, asexuell (vermutlich, denn bisher war noch nie etwas zu sehen, das die Königin befruchtet).
    Die Frage bleibt nur: War das schonmal passiert? Der Berg an toten Konstrukteuren mit aufgesprengtem Brustkörper wirft diese Frage zu Recht auf. Demnach braucht es keines Menschen, um ein Alien zu erzeugen. Auch das Relief zeigte ja durchaus ein alienartiges Antlitz. Wird es gar vergöttert?
    Die weitere Frage: Wo sind diese Wesen jetzt? Es gab ja keinerlei Spuren dazu.
    Der Konstrukteur in Stasis: Wußte er davon und hat sich rasch in Stasis versetzt oder hat er das Ganze verpennt und weiß nichtmal, dass alle anderen längst tot sind?
    Ich glaube nicht, dass er ausrastete, weil David künstlich war. Die Entscheidung, die Menschheit zu vernichten, war ja schon 2000 Jahre vorher gefallen, wenn ich die Sternenkarte-Szene nicht fehlinterpretiere. Außerdem durchschreiten sie ja auf dem Weg zu ihm die Waffenkammer, die voll mit den Gefäßen war. Das sollten sicherlich keine Souvenirs für die Menschen werden.
    Es gibt ja außerdem noch weitere solcher Bauten und weitere solcher Schiffe: Gibt es noch weitere solcher Stasiskammern, in denen Konstrukteure schlafen?
    Zuoberst auf dem Kuppelbau verlief ja eine kammartige Erhöhung, an dessen Ende ein eindeutiger Totenkopf zu sehen war. War dies das Zeichen der Konstrukteure für Gefahrengut?
    War dieser Mond schon immer eine Art Waffenlager für Biowaffen?
    Warum sollte man seine Schöpfung zu so einem Ort einladen? Um dann die nächste Etappe seines Vorhabens einzuläuten? Oder um ihnen zu zeigen, wie man schafft oder gar zerstört?
    Ist es klug, zum Heimatplaneten einer Rasse aufzubrechen, die die Erde offenbar auslöschen wollte? Wird Shaw nicht dadurch erst zeigen, dass der Plan noch immer nicht ausgeführt worden war?
    Da aber bereits 2000 Jahre vergangen sind, ohne dass der Vorposten Besuch, Hilfe oder Nachschub bekam: Ist also bereits etwas vom Vorposten zur Heimatwelt gelangt und hat die Konstrukteure dort schon lange alle ausgelöscht?
    Gibt es noch weitere von den Konstrukteuren beeinflusste Planeten? Waren sie eher in ihrem Sinne oder sind diese bereits erfolgreich ausgelöscht bzw. verändert worden?

    Es gibt ja unter „Alien-Forschern“ zwei Ansichten, wie eine Königin entsteht: Entweder, weil der Wirt eine Frau war, oder wenn es in näherer Umgebung keine Königin gibt, entscheidet sich das Geschlecht dann in Richtung einer Königin, damit die Art erhalten bleibt (gibt ja in der Natur ähnliches bei staatenbildenden Tieren).
    Egal, was letztlich dafür verantwortlich ist, man kann annehmen, dass das gezeigte „Proto-Alien“ am Ende des Films durchaus das Potential haben dürfte, mehr Nachkommen zu erzeugen, wenn man sich auch nur halbwegs an den Gegebenheiten der Alien-Filme orientiert.
    Sollte dem so sein, so wird die Handlung auch nochmal auf genau diesen Vorposten der Konstrukteure zurückführen. Sei es mit Shaw oder nach deren Ableben mit einer späteren Expedition vonseiten der Erde.

    Bin ich gespannt auf die Fortsetzung? Es geht so. Ich vermute nämlich, dass nur noch weitere Fragen lieblos aufgeworfen werden und ein paar der bisherigen unbefriedigende Antworten finden. Aber Diskussionen wird es davor und erst recht danach zu Genüge geben und ich bin eher darauf gespannt, welche Ansichten dann noch zutage treten.

  44. Flusskiesel 11. September 2014 zu 07:41 #

    Tolle Analyse von Jolly!

    Ich freue mich, dass wir unabhängig voneinander auf gleiche Dinge gekommen sind. Z.B., dass es wohl mehrere unterschiedliche „Suppen“ geben muss (warum auch nicht?).
    Zu ein paar anderen Gedanken habe ich noch Anmerkungen:

    Zum Thema Vermehrung:
    Die asexuelle Vermehrung der Alien-Wesen ist m.E. nach einfach durch die platte Tatsache bedingt, dass es sich um eine Biowaffe handelt:
    Die Alien-Wesen können sich nur so lange (wirkungsvoll) vermehren, wie es Wirtskörper gibt.
    Sind diese ausgelöscht, hört auch die Vermehrung auf.

    Zum Thema „Warum wird die Prometheus auf den Mond gelockt?“:
    Ich denke, die Erbauer waren sich mit ihrer Schöpfung nicht sicher und haben die Spur nicht auf ihren Heimatplaneten, sondern auf eine abgelegene Militärbasis (so würden wir das nennen) gelegt. Man hätte die Menschen dort auch gut in Empfang nehmen können. Dummerweise haben es sich die Erbauer mit den Menschen anders überlegt und beim Versuch, sie zu vernichten, ist mit den eigenen Waffen etwas schief gegangen (passiert beim menschlichen Militär auch ständig).

    Zu Jollys Fragen am Ende des Kommentars:
    Ich glaube, viele der offenen Fragen sind im schwachen Plot begründet. Die Geschichte muss halt weitergehen und deswegen macht sich z.B. Elisabeth auch auf den Weg „um Antworten zu finden“, obwohl sie damit die Menschheit in Gefahr bringt.
    Das ist ja genau wie die Frage, warum die „Wissenschaftler“ auf der Prometheus so himmelschreiend dämlich und unwissenschaftlich sind.

  45. Shan Dark 20. September 2014 zu 21:38 #

    Mensch, Jolly, das ist ja ein eigener Artikel, deine Analyse!! Fand ich sehr spannend zu lesen und ich habe sehr sehr oft innerlich genickt dazu. DANKE dafür. Beim nächsten Mal sag bitte bescheid, dann machen wir einen eigenen Blogbeitrag daraus. 😉

    Schön und wahr gesagt finde ich „bloß weil man den Zuschauer im Dunkeln tappen lässt, hat das nicht gleich was mit Tiefsinnigkeit zu tun. Oftmals ist es schlichtweg Unvermögen oder fehlender Idealismus, auch nur die Hälfte aller angerissenen Erzählstränge und Bilder bis zu einer gewissen Reife auswachsen zu lassen.“

    Es könnte neben Unvermögen oder fehlendem Idealismus auch noch bemühte Diffusität sein: wie Du zuvor ausführst, kommt der Plot betont „mystisch und mythologisch schwer“ daher. Mit bemühter Diffusität – mir fällt da gerade kein anderes Wort ein – meine ich, dass man gewollt darauf verzichtet hat hier irgendetwas rund oder deutlich zu machen, eben weil man sich a) alle Türen für Teil 2 offen lassen wollte (weil man selbst noch nicht genau wusste wohin es gehen wird) oder b) der Film dadurch interessanter bleibt bis zum 2. Teil, denn nicht umsonst rätseln wir uns hier schon in 45 Kommentaren durch den Film a la „einfache Stories halten das Streichholz nicht am brennen“. Es könnte, wie ich zunächst vermutet hatte aber auch wirklich Unvermögen sein, bei dem wie so oft in der heutigen Zeit mehr Augenmerk auf gute Effekte und Regie gelegt wurde als auf eine gute Story. Und wie ich auch weiß – die wenigstens sind so kritisch einer an der Oberfläche gut gemachten Story gegenüber wie wir hier, hingegen bei schlechter Effekt-Qualität wird man verrissen (gut, das war bei Ridley eh nicht zu erwarten).

    Eine Frage hätte ich an dich noch: Wenn David nicht von dem Konstrukteur umgebracht wird weil er künstlich ist, warum dann? Ich denke, es ist genau aus diesem Grunde, weil der Konstrukteur merkt, dass er kein Mensch ist, sondern eine Schöpfung der Menschen, die ihm gefährlich werden könnte, die er ad hoc aber nicht einschätzen kann. Es sah mir im Film auch nicht danach aus, dass er David „genauso“ tötet wie die anderen Menschen, ich meine da einen gewissen ‚Unterschied‘ hinein interpretiert zu haben. Also wenn nicht deswegen, weswegen denn dann?

    Teil 2 werde ich mir auch ansehen, aber ich sehe es ähnlich wie Du. Trotzdem! 🙂 Das Rätseln muss weitergehen.

  46. Sauron 8. Dezember 2014 zu 21:17 #

    „Die 17-köpfige Besatzung der “Prometheus” fliegt dabei übrigens zum Mond LV-223, was ein anderer Planet ist als LV-426, auf dem die „Nostromo“ landete.“

    Warum zwei verschiedene Planeten?

    Der Mond ist der Himmelskörper für die Frauen (Stichworte: Mondkalender, Empfängnisbereitschaft der Frau). Die erste Frau hieß laut Bibel Eva (Hebräisch: Leben). Bildlich betrachtet ist die Eva der Baum des Lebens, dessen Zahlenwert laut der Kabbala 233 ist. Um das nicht so direkt den Leuten unter die Nase zu buttern, änderte R. Scott die Zahl geringfügig um in 223. Der Film suggeriert uns, vom Mond LV-223 wäre das menschliche Leben gekommen, was aber nicht korrekt ist. Denn das Leben kam vom Schöpfer, dem Geist Gottes.

    Logisch, was nun folgen muß. Der Planet mit der Nummer LV-426 stellt den Baum der Erkenntnis dar, der den Menschen den Tod brachte, infolge dass Adam (Hebräisch: Mensch) und Eva von dessen Frucht aßen. Der Baum der Erkenntnis hat laut der Kabbala den Zahlenwert 932. Davon die Hälfte, denn die Eva wurde aus Adams Rippchen gemacht, wäre somit die Zahl 466. Auch dabei versucht R. Scott nicht so ganz mit der Wahrheit herauszurücken, denn die Israeliten sind wahre Geheimniskrämer, so daß er auch die eigentlich Zahl des Baumes der Erkenntnis in 426 umändert. Der Name „Nostromo“ ist eine Anlehnung an die Person Nostradamus, den Wahrsager – man versteht somit das Bild: Nostromo = Baum der Erkenntnis.

    Klar dass die Raumfahrer, als sie auf dem Mond LV-223 landeten, unweigerlich mit einer biestigen Kreatur (eine Schlange) in einer Höhle (Bild auf die Vagina) zusammentreffen mußten, die einen der Raumfahrer biss, wodurch dessen Blut und damit seine Gene verunreinigt wurden. Das war das Bild auf den Biss in die Frucht vom Baum der Erkenntnis, der Geschlechtsakt, woraus sich die Legende von der Erbsünde zaubern ließ.

    Die Hebräer lieb(t)en das Malen mit Worten und sie waren zudem immer ein ziemlich prüdes Volk, wobei sich schon die Männer als nackt fühl(t)en, wenn sie alleine nur den Oberkörper entblöß(t)en. Von den Frauen ganz zu schweigen. Ihre Methode trotzdem öffentlich über die natürlichste Sache von der Welt sprechen zu können, den Geschlechtsakt zwischen Mann und Frau, war die Erfindung des Baumes des Lebens und des Baumes der Erkenntnis in der Geschichte vom Garten Eden, in der die Eva und der Adam die Hauptrolle spielen, für sie anscheinend die beste Wahl. Übrigens, der Spaziergang des Volkes Israel (eigentlich Hyksos) nach ihrem schmerzhaften Rauswurf aus Ägypten unter der Führung des Mose, ist ein Bild auf die (WIEDER-)Geburt.

    Der Dritte im Bunde im „Garten Eden“, ist die Schlange, welche die Eva zur Lust verführte und immer MITTEN drin in der Geschichte ist, so wie die sich selbst erhöht habende Schlange Jesus Christus. Warum? Na, weil die Schlange das Symbol für den Phallus SCHLECHThin ist. Und „schlecht“ ist das passende Stichwort dazu, denn sie wird ja laut Bibel immer als der Böse (Satan) hingeSTELLT, als DIE ERHÖHTE SCHLANGE, durch die das Böse in Gestalt des Todes zu den Menschen kam und immer noch kommt. Nun habt ihr einen Einblick in die Bildersprache der Hebräer bekommen.

    Das Alien ist übrigens ein Bild auf die Schlange und ihr Gegner, der Predator, ist ein Bild auf den Menschen als Schöpfer seiner selbst. Was vor dieser Erkenntnis ein bisschen verwirren konnte und das auch tat, ist der Umstand, daß der Schöpfer des Lebens (der Predator) und die Schlange (das Alien) eins sind. Nun aber wissen wir Bescheid. Hoffe ich zumindest.

    Johannes 10:30 Ich und der Vater sind eins.

    Nur der Welt will man aufzwingen zu glauben, daß diese beiden Wesen sich nicht grün sind, weshalb es im Film heißt: Aliens vs. Predator.

    1.Mose 3:15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

    Gott, der Schöpfer wollte nie, dass Adam und Eva Liebe machen. Denn dadurch verunreinigten sie ja sein Paradies – die BUNDESLADE. Aus diesem Grund schuf er den Krieg für das Menschengeschlecht. Wer nun dem „Alien“ nachfolgt, der ist ein Kind der Schlange und wer dem „Predator“ nachfolgt, ist ein Kind des bösen Geistes. So schafft man Zwist unter den Menschen, der überhaupt nicht zu sein bräuchte. Denn Körper und Geist gehören im Grunde gar nicht zusammen, weswegen auch unsere sterbliche Hülle, der Körper, auf der Erde zurückbleibt, während der Geist wieder dorthin zurückkehrt, wo er hergekommen ist, und was als die Quelle der Seelen bezeichnet wird – die BUNDESLADE, das Bild für die Gebärmutter (lat. MATRIX), die das Licht in sich birgt. Nur der böse Geist in uns Menschen stört diese Harmonie. Wer es begriffen hat, dieser böse Geist ist der Schöpfer von uns Menschen – Satan (Sämann) genannt. Der muss raus und dann ist Ruhe im Karton. Die Liebe bringt letztlich alle Menschenseelen wieder heim in des Reich des eigentlichen Lebens – zurück zur Urmutter in das Paradies (der Himmel) für die auferweckten Seelen. Dann geht es wieder von vorne los und damit schließt sich der Kreislauf des Lebens. Es ist ein Kampf zwischen dem Schöpfer und dessen Ebenbild, dem Menschen, der mit seinem Vater um die Vorherrschaft streitet. Wer mag den Kampf wohl gewinnen, der eigentlich gar nicht gewonnen werden kann?

    Noch ein kleiner Ausflug in das Reich des kabbalistischen Denkens:

    LV-223 = Quersumme 7 (Zahl steht für die Verbindung des Geistigen und der Materie.)
    LV-426 = Quersumme 12 (Die 12 gehört zu den drei heiligen Zahlen der Kabbala und steht für den 12fachen Ausdruck des Einfachen, der in Vollkommenheit mündet – aus eins wird drei = Trinität = Jesus Christus „Herr und Gott“, Der Weg, die Wahrheit und das Leben.)

  47. Daniel 11. Juni 2015 zu 10:00 #

    Hi Shan und auch an die Anderen,

    Ich hab jetzt nicht alle Kommentare durchgelesen und daher weiß ich nicht in wieweit ich noch was wiederhole was schon gesagt wurde.

    Grundsätzlich denke ich muss man beim Verfassen einer Kritik zu einem Film unterscheiden zwischen einem Kunstwerk und einem industriellen Massenprodukt. Hier handelt es sich mitnichten um letzteres, ganz egal ob es einem gefällt oder nicht. Somit sollte man mit großer Vorsicht kommentieren wenn sich einem nicht alles erschließt und wenn man ein Werk nicht mag. Wenn man sich nur alleine überlegt wieviele Monate des Lebens eines Regisseurs ihn dieses Werk komplett vereinnahmt hat. Damit ist davon auszugehen das er sich über nahezu jede Kleinigkeit gedanken gemacht hat und dementsprechend für alles einen guten Grund hat es im Film zu verwenden. Schließlich kostet jede Sekunde Film viel Geld und ist auch rar, denn man hat nur begrenzte Erzählzeit im Kino.
    Zweitens halte ich es für das Suchen nach Rechtschreibfehlern in Postings anderer wenn man sich an Continuity Fehlern und ähnlichem aufhält. Wenn man weiß wie Film entsteht ist einem direkt klar woher solche Fehler kommen und das sie nunmal erst in der Postproduktion angekommen kaum korrigierbar sind. Es ist auch nicht der Job des Regisseurs darauf zu achten, dafür hat das Regieteam Leute… Es ist zwar sehr schade wenn sich solche Fehler häufen, aber das sie immer wieder vorkommen liegt einfach an dem wie Film entsteht.

    Zum Film selbst:
    So sehr sich alle immer auf die Schöpfungsgeschichte stürzen so wenig ist das der Teil des Films der mich fasziniert.
    Sehr früh sieht man den Androiden bei seinen (eigentlich unnötigen, oder ist es Freizeitgestaltung der Maschine;_)?) Übungen und was sieht er sich an?: Lawrence von Arabien. Ein Film in dem es um die Figur eines Übermenschen geht. Es gibt noch einige Zitate aus dem Film, somit ist das durchweg beabsichtigt.
    Der Vater von Meredeth Vickers versucht genau sich dahin zu entwickeln bzw. das zu sein und seine Tochter ist der gepeinigte Zögling. Ein Kind das verzweifelt versucht dem Überwesen gerecht zu werden und die Liebe des Gottgleichen Menschen zu erhaschen, selbst wenn es dabei sein eigenes Wesen opfern muss.

    Der Film ist meiner Meinung nach ein Meisterwerk das sich mit genau den Fragen beschäftigt die in unserer Gesellschaft derzeit so ungern gestellt werden. Und das obwohl es so mehr als dringend angebracht wäre. Denn wir befinden uns genau vor der Entwicklungsstufe die im Film so Bildgewaltig präsentiert wird. Künstliche Intelligenzen werden vorraussichtlich in 15-25 Jahren die Leistungsfähigkeit der menschlichen Intelligenz übersteigen und somit schaffen wir eine komplett neue Lebensform. Schon jetzt versuchen wir entweder Gott in irgendwas zu finden oder gottgleich zu werden. Es ist uns eigen nach einem Ursprung zu suchen oder selbst dazu zu werden. Ich finde, so düster und vernichtend die Aussage am Ende des Films auch erstmal ist (meines erachtens sind wir eine Fehlentwicklung der Konstrukteure, ein Abfallprodukt) so motivierend ist der Film zumindest für mich sich aufgefordert zu fühlen Mensch zu definieren. Nicht durch das woher wir kommen und wer oder was uns geschaffen hat, haben könnte, sondern durch das was wir sein wollen und wohin wir uns entwickeln wollen.

    Just my thoughts.

    Liebe Grüße

  48. Pascal 18. Dezember 2016 zu 14:57 #

    Ich finde denn Film auch ganz gut nur was mir aufgefallen ist das wyeland im Film Alien vs Predator von einen Predator aufgespießt wird und aber bei Prometheus noch dabei ist habt ihr eine Idee wie das funktionieren könnte?

  49. Flusskiesel 20. Dezember 2016 zu 20:46 #

    @Pascal
    Die „Alien vs Predator“-Filme sind nicht kanonisch, d.h. eigentlich spielen sie nicht im selben Universum wie die klassische Alien-Reihe inkl. Prometheus.

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