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	<title>Der schwarze Planet</title>
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	<description>Skurrile Reiseziele für Gothics</description>
	<lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 20:00:08 +0000</lastBuildDate>
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		<title>10 Insider-Tipps zum Wave-Gotik-Treffen</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 00:31:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gothic Music]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Party]]></category>
		<category><![CDATA[WGT]]></category>

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		<description><![CDATA[Leipzig coming soon: 10 Dinge, die ihr tun und lassen solltet auf dem Wave-Gotik-Treffen. In meinen 11 Besucherjahren haben sich einige gute und schlechte Erfahrungen, persönliche Empfehlungen und ein paar Tipps von Freunden angesammelt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-4406"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/wgt-tipps-fledermaus-freundlich-300x226.jpg" width="240" />
		</p><p>&#8220;Insider-Tipps&#8221; ist etwas hochgestochen vielleicht. Aber so titelt man heutzutage <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley colorbox-4406' /> . In Wahrheit sind es &#8211; noch schlimmer formuliert &#8211; <strong>5 Do’s and 5 Don’ts zum Wave-Gotik-Treffen</strong>. Klingt auch nicht besser? Gut, es sind einfach 10 Dinge, die ihr zum WGT tun oder lassen solltet. Denn auch wenn ich noch nicht beim <a href="http://der-schwarze-planet.de/wgt-1992-eine-grosse-gothic-klassenfahrt/">1. WGT 1992</a> dabei war, so werde ich 2012 schon zum 11. Mal teilnehmen. In elf Jahren WGT hat sich was angesammelt: gute und schlechte Erfahrungen, persönliche Empfehlungen und ein paar Tipps von Freunden.</p>
<p>Es geht hier nicht um Bands oder musikalische Vorlieben – da hat ja jeder seine eigenen. Sondern um Allgemeines zur Reiseplanung, Parties, Essen &amp; Trinken, Leipzig-Locations und Ausstellungen.</p>
<h2><strong>5 Do’s – Unbedingt machen!</strong><strong></strong></h2>
<h3>1. Bereits am Donnerstag anreisen</h3>
<p>&#8230;und ihr habt einfach mehr vom WGT. Ihr startet entspannt ins Festival-Wochenende, seid bereits am Freitag schon in bester Feierlaune und habt keinen Zeitstress. Stau ist zwar meist am Donnerstag auch schon, aber er lässt sich ertragen, weil man ja keine Konzerte o.ä. verpasst. Ein weiterer, ja fast schon Hauptgrund für uns ist, dass am Donnerstagabend die besten Parties stattfinden, bei denen es auch noch nicht so voll ist und musikalisch vielleicht noch mehr experimentiert wird. Besonders empfehlen kann ich am Donnerstag die Villa und auch die Moritzbastei und letztere hat den Charme, dass es die Cocktails in der Cocktailbar („Fuchsbau“) noch zum normalen und nicht zum teureren Festivalpreis gibt (ab Freitag werden 1-2 €/Cocktail aufgeschlagen). Ihr solltet dort aber unbedingt den „Erdbeer-Mojito“ und/oder den „Bombay Crushed“ testen – verteufelt gut!<strong></strong></p>
<h3>2. Essen IN der Moritzbastei</h3>
<p>Das ist im Allgemeinen und die Spinatlasagne im Besonderen echt yummieh! <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley colorbox-4406' />  In der „Embeh“ (seit meinen Leipziger Zeiten die Abkürzung ‚MB’ für Moritzbastei) ist es dazu noch günstig, unterhaltsam &amp; ‚treffsicher’, denn irgendjemand ist immer da, den man kennt oder kennenlernen kann.<strong></strong></p>
<h3><a href="http://www.damenhandschuhfabrik.de/eventeinzelheiten/140/-/gothic-pogo-festival-vii-das-alternativprogramm-zum-wave-gothic-treffen-wgt-in-leipzig-2012" target="_blank">3. Gothic Pogo Festival in der Alten Damenhandschuhfabrik</a></h3>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/alte-damenhandschuhfabrik-wgt.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4448 colorbox-4406" title="alte-damenhandschuhfabrik-wgt" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/alte-damenhandschuhfabrik-wgt.jpg" alt="" width="277" height="208" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/wgt-leipzig-dhf-2012.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4449 colorbox-4406" title="wgt-leipzig-dhf-2012" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/wgt-leipzig-dhf-2012.jpg" alt="" width="277" height="208" /></a>Obwohl es eine Veranstaltung ist, die nicht zum WGT gehört und daher extra kostet – sehr lohnenswert. Fast jeden Abend mit Bands, die absolut zum schwärzesten Underground gehören und auf den 2 Floors läuft danach Minimal, New Wave, Synthiepop, Postpunk, Goth/Death Rock und Cold Wave. Sehenswert sind vor allem die Location (echtes, altes „Ost“-Fabrikhaus – wie früher, herrlich) und die Leute natürlich (ich sag nur: BIG Hair!). Stimmung &amp; Atmosphäre, Musik, Leute – alles klasse, nur Luft gab es kaum und ich musste besonders aus dem unteren Tanzkeller immer nach draußen, um mir ein bisschen den Abriss-Schimmel von der Lunge zu husten. Aber man will ja auch was Bleibendes mitnehmen von solchen Festivals <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_eek.gif' alt='8-O' class='wp-smiley colorbox-4406' /> , daher werden wir dort wohl wieder eine Partynacht verbringen.</p>
<h3>4. Mitnehmen für zu heiß, zu sonnig und zu dreckig<strong></strong></h3>
<p>Je nachdem wie hart ihr bei diesen Zuständen im Nehmen seid, bitte folgendes einpacken:</p>
<ul>
<li>Fächer / Mini-Ventilator</li>
<li>Sonnenschutz</li>
<li>Plastiktüte (zum Draufsetzen)</li>
<li>Reinigungstücher für Hände, Po und überhaupt so<strong></strong></li>
</ul>
<h3>5. Frühstück mit Gabeln und Puschkin</h3>
<p>Die Grundlage ist wichtig.<br />
Eine der besten Adressen dafür ist das <strong>&#8220;Gabelfrühstück&#8221; im Ring-Café</strong> direkt gegenüber von der Moritzbastei (auf der anderen Seite der 6-spurigen Straße). Mehrere Leute haben vergangenes Jahr schwer davon geschwärmt! Das Gabelfrühstück gibt es auch dieses Jahr wieder exklusiv für WGT-Teilnehmer von 11-15 Uhr &gt;&gt; leckerstes Buffet mit musikalischer Untermalung und für die visuellen Genüsse dazu die Ausstellung „Gothic Novel” mit Grafiken von André Martini. Der Preis lag 2011 bei ca. 17 € pro Gabel/Person &#8211; jeder Bissen und die Atmosphäre seien es aber wert gewesen, wurde mir versichert.<br />
Das <strong>&#8220;Café Puschkin&#8221;</strong> ist die 2. Frühstücksadresse &#8211; viel &amp; lecker Futter für wenig Geld auf/in/an der Karl-Liebknecht-Str. 74. Wenn man noch einen Platz bekommt, kann man nett an der &#8220;Karli&#8221; draußen sitzen &#8211; ansonsten ist das Ambiente innen aber auch gemütlich-alternativ. Frühstück gibt es von 9-16 Uhr und gerade das <a href="http://www.cafepuschkin.de/speisekarten.php" target="_blank">&#8220;Puschkin deluxe duo&#8221; für 9,90 €</a> ist SEHR reichhaltig. Uns wurde fast der ganze Tisch zugestellt mit köstlichen Fressalien.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>5 Don’ts – Besser weglassen!</strong></h2>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/wgt-dont-do-this.jpg"><img class="alignnone  wp-image-4457 colorbox-4406" title="wgt-dont-do-this" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/wgt-dont-do-this.jpg" alt="" width="516" height="387" /></a></p>
<h3><span style="font-size: medium;">1. Moritzbastei am Sonntag </span></h3>
<p>Sonntags kommt man sich tagsüber auf der Moritzbastei vor wie eine seltene Spezies im Zoo. An diesem Tag scheint es das Ausflugsziel von mehr oder weniger Gothic-begeisterten Normalbürgern und &#8220;Schwarz-Touristen&#8221; aus dem Umland zu sein. Sie &#8216;bewerten&#8217;, begaffen, belächeln und zeigen mit Fingern auf uns. Also ich brauche das nicht, aber wer die Publicity und den Kontakt mit Mitbürgern sucht, der soll sich gern da und an diesem Tag hinbegeben. Dort werden garantiert auch Bilder von euch gemacht. Wohl gemerkt: nur am Sonntag ist es so schlimm, die anderen Tage nicht.</p>
<h3><span style="font-size: medium;">2. AGRA Black Walk</span></h3>
<div id="attachment_4444" class="wp-caption alignleft" style="width: 179px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/batcave-gothic-pogo-party.jpg"><img class=" wp-image-4444 colorbox-4406" title="batcave-gothic-pogo-party" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/batcave-gothic-pogo-party.jpg" alt="" width="169" height="237" /></a><p class="wp-caption-text">Goths erkennt man z.B. von hinten an der coolen Kutte...</p></div>
<p>Wer nur hier abhängt und dann meckert, es seien beim WGT nur Fotografen und kamerageile Faschingsgrufties unterwegs &#8211; der braucht sich nicht wundern und darf auch nicht jammern. Wenn ihr Goths sehen wollt, dann geht zur When-We-Were-Young-Party, zu den Konzerten im Felsenkeller, auf die Gothic Pogo oder zu den &#8221;Dunkelromantischen Tanznächten&#8221; <a href="http://www.die-blaue-stunde.de/weitere_termine.htm" target="_blank">der Blauen Stunde</a>  *rüschrüsch*.<strong></strong></p>
<h3><span style="font-size: medium;">3. Pünktlich sein</span></h3>
<p>Bei Konzerten im <strong>Schauspielhaus, Oper und Werk II</strong> hilft das nix. Dort müsst ihr überpünktlich sein (wenn <em>ICH</em> das sogar schaffe&#8230; <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley colorbox-4406' />  )!! Das bedeutet bei diesen platzbeschränkten Locations: eine, besser zwei Bands vor derjenigen, die ihr sehen wollt, dort sein. Manchmal lernt man so auch bisher völlig unbekannte Musik(er) kennen und lieben – so wie wir 2006 <a href="http://der-schwarze-planet.de/gothic-friday-rosa-crux-live-wgt-2006/">Rosa Crux im Schauspielhaus</a>.</p>
<h3><span style="font-size: medium;">4. Neue Schuhe einlaufen</span></h3>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/pikes-wave-gotik-treffen.jpg"><img class="alignright  wp-image-4441 colorbox-4406" title="pikes-wave-gotik-treffen" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/pikes-wave-gotik-treffen.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Aus eigener Erfahrung: don&#8217;t do it!! Ihr werdet leiden. Ganze 1-4 Tage und Nächte lang. Ihr tut euch damit keinen Gefallen. Nehmt die Treter, die ihr sonst auch anzieht und stellt die Eitelkeit hintenan. Oder fangt jetzt auf die letzten Tage vorm WGT noch an, die neuen Teile mit roher Gewalt &amp; Biegungsbalsam zu bearbeiten.</p>
<h3><span style="font-size: medium;">5. Haarspray + Windschutzscheibe + Sonne</span></h3>
<p>= Explosion + Sauerei. Daher Haarspray nie gedankenlos im Auto vorn drin liegen lassen &#8211; möge es noch so bewölkt sein, wenn ihr es verlasst. Ein guter Tipp eines guten Freundes, bei dem es haarscharf grad noch gut gegangen ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Letzter WGT-Tipp:</h4>
<p>Außer Konzerten, neuen Freunden &amp; Löchern in der Haushaltskasse auch immer was vom &#8220;Randprogramm&#8221; mitnehmen. Also Kino, Lesungen oder Ausstellungen. Es ist SO VIEL im Angebot &#8211; sogar zwei &#8220;Stricknachmittage für Schwarzromantiker&#8221;, über die ich mich ja schon bei Facebook ausgelassen oder besser gesagt aufgeregt habe.</p>
<p>Stattdessen möchte ich euch diese <strong><span style="font-size: medium;">Ausstellungen 2012</span></strong> empfehlen &amp; will alle drei auch selbst besuchen:</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Boten-des-Todes-Schemenkabinett-FlyerDE.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4439 colorbox-4406" title="Boten-des-Todes-Schemenkabinett-FlyerDE" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Boten-des-Todes-Schemenkabinett-FlyerDE.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>1. Mein größtes MUSS sind die <strong><a href="http://www.facebook.com/Schemenkabinett" target="_blank">&#8220;Boten des Todes&#8221; vom Schemenkabinett</a></strong>, die in der Georg-Schwarz-Str. 10 auf 100 qm Ausstellungsfläche näher beleuchtet werden. Wie ich bei diesem Video feststellen durfte, kenne ich sowohl die beiden Organisatoren der Ausstellung (vom letzten WGT morgens früh nach der Gothic Pogo) als auch den sympathischen Interviewer vom Sehen &amp; kurzen Gesprächen bei Veranstaltungen im Rhein-Main-Gebiet. Ich finde die Ausstellung eine faszinierende und interessante Idee und zudem machen die beiden das aus (biologisch-düsterer) Leidenschaft, die sicher liebevoll und mit vielen Ah&#8217;s und Oh&#8217;s umgesetzt ist. Daher sollten wir Morbidlinge uns das unbedingt ansehen!</p>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/u-ZKxAavgoo?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/u-ZKxAavgoo?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>2. <strong><a href="http://www.mr-bilderwelten.de/blog/ausstellung-wave-gotik-treffen-2012/" target="_blank">&#8220;Augenlust&#8221; &#8211; Fotos von Marcus Rietzsch</a></strong> Die Fotoarbeiten von Marcus sind immer eine Augenlust &#8211; so viel steht schon mal fest! Ich bin ein großer Bewunderer von ihm und seinen Publikationen &#8220;Wenn wir nie träumten&#8230;&#8221; und den &#8220;Pfingstgeflüster&#8221;-Heften. Außerdem wird das Bewundern diesmal &#8220;leicht gemacht&#8221;, denn man kommt an seiner Ausstellung sowieso irgendwann in diesen 4 Tagen vorbei, denn sie befindet sich oben im AGRA-Café/-Galerie vor der Halle 4.2. Ich werde mir diese kleine genüssliche Auszeit im Festivaltrubel auf jeden Fall gönnen.</p>
<p>3. Im (StaSi-)&#8221;Museum in der Runden Ecke&#8221; am Dittrichring 24 zeigt die Ausstellung <strong><a href="http://www.bstu.bund.de/SharedDocs/Veranstaltungen/Region-Leipzig/0526_leipzig_wave-gotik-treffen.html" target="_blank">&#8220;Als der Südfriedhof mein Wohnzimmer war&#8230;&#8221;</a></strong> über mehrere Etagen Fotos und Dokumente, die die Staatssicherheit zu DDR-Zeiten über die &#8220;Gruftis&#8221; gesammelt und ausgewertet hat. Aufgrund ihres Aussehens wurden nämlich viele in einer Sonderkartei der &#8220;negativ-dekadenten Jugendlichen&#8221; erfasst. Mehr als interessant &#8211; besonders für alle, die wie ich aus dem Osten kommen (also auch für andere, aber für uns vermutlich noch mehr).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit negativ-dekadenten Grüßen überlasse ich Euch nun den WGT-Vorbereitungen und Vorfreuden! <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley colorbox-4406' />  Wir sehen uns dann hoffentlich in Leipzig!</p>
<p>Ich freue mich natürlich, wenn ihr diesen kleinen Artikel <strong>mit euren eigenen Tipps und Erfahrungen ergänzt</strong> &#8211; entweder direkt als Kommentar oder das Thema &#8220;weiterspinnen&#8221; in eurem eigenen Blog.</p>
<p><strong>++ NACHTRAG ++</strong></p>
<p>Holt Euch die wirklich SEHR GUTE WGT-App &#8211; den <strong><a href="https://www.facebook.com/wgtguide" target="_blank">intelligenten WGT Guide für iOS und Android</a></strong> &#8211; genial, hilfreich &amp; mit allen Leckerbissen programmiert von Tobi. Da ist nicht nur das Programm immer aktuell, sondern die App erkennt sogar deinen aktuellen Standort beim WGT und schlägt dir Programmpunkte in Deiner Nähe vor. Zudem siehst du, in welcher Location/Konzert sich gerade Deine Facebook-Freunde befinden. Es sind sämtliche Locations mit ihren Bus-/Bimmel-/Tram-Verbindungen drin. Und noch dazu GRATIS! <strong>Dickes Danke &amp; App</strong>laus!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: small;">Danke für das schöne Titelbild an Miss &#8220;fledermaus-freundlich&#8221; Clerique Noire!</span></p>

<p>Related posts:<ol>
<li><a href='http://der-schwarze-planet.de/wgt-1992-eine-grosse-gothic-klassenfahrt/' rel='bookmark' title='Das 1. WGT 1992: eine große Gothic-Klassenfahrt'>Das 1. WGT 1992: eine große Gothic-Klassenfahrt</a> <small>Sag doch mal: Wie war das damals beim 1. Wave-Gotik-Treffen?...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mörderische Geschäfte</title>
		<link>http://der-schwarze-planet.de/william-burke-and-hare-grabrauber/</link>
		<comments>http://der-schwarze-planet.de/william-burke-and-hare-grabrauber/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 May 2012 14:17:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josh Wittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mikrokosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Leichen]]></category>
		<category><![CDATA[Schottland]]></category>

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		<description><![CDATA[Lebte man 1827/28  in Edinburgh konnte es passieren, dass man zum unfreiwilligen Forschungsobjekt wurde und sich als Leiche im Anatomiesaal des ehrenwerten Prof. Dr. Knox wiederfand. Die kaltblütige Geschichte der West-Port-Morde - erzählt von Josh Wittmann. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-4277"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Burke-and-Hare-Grave-Robbers-and-Murderers-Cecil-Doughty-300x210.jpg" width="240" />
		</p><p>Der 28. Januar des Jahres 1829 war ein eiskalter Tag in Edinburgh. Aber schon in den Morgenstunden war die halbe Stadt auf den Beinen und beeilte sich zum Lawnmarket Square zu kommen. Nicht wenige hatten es sich sogar einige Shilling kosten lassen, um von einem der Häuser nahe des Platzes einen guten Blick zu haben auf ein Schauspiel, dass sie sich nicht entgehen lassen wollten. Denn heute sollte William Burke sterben. Und es gab kaum einen, der dies nicht gut hieß. Am Platz herrschte ein lautstarkes Stimmengewirr. Viele machten ihrer Empörung Luft und schrien lauthals Flüche, die immer wieder bei anderen Zuschauern Zustimmung hervor riefen. Um die Tribüne, auf der der Galgen errichtet worden war, war das Gedränge besonders groß. Da gab es welche, die faules Obst und sogar Steine mitgebracht hatten, um damit dem Delinquenten ein letztes Mal zu zeigen, was sie von ihm hielten. Man wollte endlich sehen, wie er starb &#8211; der Mörder und Leichenschänder Burke.</p>
<div id="attachment_4299" class="wp-caption alignnone" style="width: 620px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/William-Burke-Hinrichtung-Lawnmarket-Square-Edinburgh1.jpg"><img class=" wp-image-4299  colorbox-4277" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/William-Burke-Hinrichtung-Lawnmarket-Square-Edinburgh1.jpg" alt="" width="610" height="370" /></a><p class="wp-caption-text">Menschenauflauf bei der Hinrichtung von William Burke am 28. Januar 1829</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als es soweit war und einige Beamten mit dem Mann erschienen, schwoll das Geschrei an. Ein Wirt aus einem naheliegenden Pub reichte ihm noch den traditionellen &#8216;Last drop&#8217;; einen Becher mit Branntwein <sup>[<a href="#william-burke-and-hare-grabrauber-n-1" class="footnoted" id="to-william-burke-and-hare-grabrauber-n-1">1</a>]</sup> und dann stiegen sie mit dem Delinquenten auf das Gerüst. Burke brandete die Wut der Zuschauer entgegen und erst als der Henker an ihn herantrat, beruhigte sich die Menge. Burke selbst war relativ gefasst. Niemand musste ihn stützen, als ihm die Schlinge um den Hals gelegt wurde. Der Henker positionierte ihn fachgerecht und wartete auf das Zeichen der Obrigkeit. Der Geistliche trat noch einmal kurz an ihn heran und dann wurde es still ringsum. Es ging rasch. Ein kurzer Stoß des Henkers und Burke fiel. Der Stille folgte ein riesiger Aufschrei des Publikums. Applaus brandete auf. Es soll Leute gegeben haben, die später erzählten, sie hätten genau gehört, wie das Genick dieses Monsters brach und einige prahlten, sogar gesehen zu haben, wie seine Seele in die tiefste Hölle sauste.</p>
<div id='stb-box-2446' class='stb-grey_box' style="border-top-color: #4d673c; border-left-color: #4d673c; border-right-color: #4d673c; border-bottom-color: #4d673c; "><strong>Langen Artikel ausdrucken und später (nochmal) lesen?</strong> <strong><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/burke-hare-moerderische-geschaefte-josh-wittmann.pdf">Download als PDF</a></strong></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/William-Burke-zeichnung.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4331 colorbox-4277" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/William-Burke-zeichnung-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" /></a></p>
<p><strong>Es war eine gelungene Hinrichtung.</strong> Burke war sofort tot; der Scharfrichter hatte die Fallhöhe richtig berechnet. Es hatte ihm nicht den Kopf abgerissen und er wurde auch nicht qualvoll erdrosselt. Während Beamte und der Henker die Tribüne verließen, trafen den Toten immer wieder Wurfgeschosse. Der Hass und die Abscheu der Edinburgher war scheinbar grenzenlos, auch wenn sich nun so etwas wie Genugtuung dazu mischte. Trotzdem &#8211; noch immer war die Empörung groß. Empörung, dass es nur Burke war, der hier seine gerechte Strafe bekommen hatte. Unverständnis über die Entscheidung des Staatsanwaltes, der dem Mittäter Straffreiheit zugesichert hatte, wenn er gestehen würde. Unverständnis aber auch, dass der Richter den Mediziner und Anatom Prof. Robert Knox, der mit den beiden Tätern zusammengearbeitet hatte, nicht zur Verantwortung gezogen hatte.</p>
<p>Tage danach war in der ehrwürdigen &#8216;Times&#8217; zu lesen:</p>
<p><em>&#8220;&#8230;Als sich die Beifallsrufe gesenkt hatten, wurde der elende Mann mit jedem Ausdruck der Verachtung und Abscheus angegriffen,&#8221;</em> und weiter:<em> &#8221; Kein einziger Hinweis des Mitleides war unter der riesengroßen Menge merklich &#8211; im Gegenteil trug jeder einen erfreuten Gesichtsausdruck.“</em></p>
<p><strong>William Burke, Schuster, 17facher Mörder und Leichenschänder.</strong> Der gebürtige Ire hatte seine Frau und seine zwei Kinder zurückgelassen und war nach England gekommen, um hier Arbeit zu finden. Er versuchte sich in einer Reihe von Berufen, legte sich dann eine Geliebte  zu und quartierte sich in der Pension des William Hare und dessen Frau als Dauermieter ein. Als ein älterer Mieter 1827 in der Pension verstarb, schuldete er Hare noch 4 Pfund Miete. Hare machte Burke den Vorschlag, das Geld &#8216;nachträglich&#8217; zu kassieren. Die beiden holten die Leiche aus dem Sarg, füllten ihn mit Holzspänen und Burke klapperte die möglichen Abnehmer für eine Leiche ab.</p>
<p>Die Nachfrage nach Leichen war groß in jener Zeit und Edinburgh war eines der Zentren der medizinischen Forschung und der Anatomie. Professoren, die Anatomie lehrten, konkurrierten regelrecht untereinander.</p>
<div id="attachment_4348" class="wp-caption alignright" style="width: 252px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Robert_Knox72.jpg"><img class=" wp-image-4348 colorbox-4277" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Robert_Knox72.jpg" alt="" width="242" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Robert Knox - der Arzt, dem die Leichenräuber vertrauen</p></div>
<p>Einer von ihnen, <strong>Dr. Robert Knox</strong>, galt als kommender Star unter den Anatomen. Ein ehrgeiziger Professor, der in London studiert hatte, seine Praxis als Feldchirurg beim Militär erwarb und nun in Edinburgh Karriere machen wollte. <strong>Dazu brauchte man aber&#8230; Leichen.</strong> Denn die Popularität und Nachfrage von Studenten hing auch davon ab, welcher Professor die Anatomievorlesungen mit entsprechendem  &#8216;Übungsmaterial&#8217; veranstaltete. Die Studenten mussten üben. Und das ging und geht noch immer nur an Leichen. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es große Probleme, eine ausreichende Zahl an Toten für Studienzwecke zu erhalten. Häufig wurden die Körper von Hingerichteten für Anatomiestudien zur Verfügung gestellt. In Zeiten, in denen man für einen Einbruch oder Betrug zum Tode verurteilt werden konnte, herrschte kein Mangel an Studienobjekten für die Anatomen. Aber nach einer Gesetzesänderung im vereinigten Königreich 1823 wurden nur mehr Gewaltverbrechen mit dem Tod bestraft. Dies erzeugte einen permanenten Engpass, denn der jährliche Bedarf an Leichen lag in Universitäten wie London oder Edinburgh zwischen 500 – 1000 Stück. Und so fragten die Professoren nicht lange, wenn ihnen ein Leichnam angeboten wurde. Und – sie bezahlten gut.</p>
<p>So war Burke hoch erfreut, als ihm Knox ganze 7 Pfund für den Verstorbenen zahlte. Das war eine Menge Geld für die damalige Zeit. 7 Pfund entsprachen etwa zwei, drei Monatsgehältern eines Handwerkers. So stiegen Hare und Burke in das makabere &#8216;Gewerbe&#8217; jener Zeit ein – sie wurden <strong>&#8216;Resurrection Men&#8217; </strong> <sup>[<a href="#william-burke-and-hare-grabrauber-n-2" class="footnoted" id="to-william-burke-and-hare-grabrauber-n-2">2</a>]</sup>.</p>
<div id="attachment_4369" class="wp-caption alignleft" style="width: 248px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/resurrection-men.jpg"><img class=" wp-image-4369 colorbox-4277" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/resurrection-men.jpg" alt="" width="238" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Resurrection Men bei der Arbeit</p></div>
<p><strong>Der Leichenraub war einträglich – und – relativ risikolos.</strong> Abgesehen von der Infektionsgefahr und eventuell der Rache von Hinterbliebenen drohte nicht allzu viel Ungemach. Das Gesetz bestrafte die Tat relativ milde. Wurde ein Leichenräuber erwischt, mußte er im schlimmsten Fall mit einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe rechnen. Andererseits waren aber die Verdienstmöglichkeiten überaus gut. Denn neben den Anatomen hatten auch Andere Interesse an dieser &#8216;Ware&#8217; der besonderen Art.</p>
<p>Da waren die Perückenmacher, die besonders an langem Frauenhaar interessiert waren. Die &#8216;Resurrection Men&#8217; skalpierten den Toten und verkauften das Haar samt Kopfhaut. Auch Zahnärzte zählten zu ihren Kunden. Für sie brachen sie die Zähne aus den Leichen. Besonders junge, wenig abgenützte und komplette Sätze von Zähnen waren gefragt. Und zu guter Letzt wurde auch noch – falls vorhanden &#8211; die Kleidung der Verstorbenen verkauft. Die meist von Erde beschmutzte Kleidung wurde einfach gewaschen und wurde oftmals schon Tage danach in einer der zahlreichen Altwarenläden der Stadt angeboten.</p>
<p>So verschwanden Anfang des 19. Jahrhunderts immer wieder Leichen aus Aufbahrungshallen, Armenhäusern, Spitälern und Friedhöfen. Besonders begehrt waren Körper, wenn sie noch möglichst &#8216;frisch&#8217; waren. Solche Leichen konnten bis zu 15 Pfund einbringen. Wollte man gutes Geld verdienen, musste man schnell sein.</p>
<p>Unter den &#8216;Resurrection Men&#8217; gab es regelrecht Spezialisten. Es gab welche, die nur gelegentlich diesem makaberen Gewerbe nachgingen, andere die sich als Lieferanten für die Anatomie sahen und auch welche, denen das Alter der Leichen nicht so wichtig war. Sie verkauften zumeist nur Zähne und Kopfhaare. Die schon verwesenden Leichen zogen sie mit eisernen Haken, die sie in die Nasenlöcher des Toten hakten, aus dem Grab.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/52/Mortsafes_in_Cluny_kirkyard_-_geograph.org.uk_-_174646.jpg"><img class="  colorbox-4277" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/52/Mortsafes_in_Cluny_kirkyard_-_geograph.org.uk_-_174646.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Mortsafes auf dem Cluny kirkyard in Aberdeenshire Schottland (Foto: Martyn Gorman, Wikimedia Commons)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>All das war für die bürgerliche Bevölkerung ein wahrer Albtraum. Sie versuchten ihre Hinterbliebenen zu schützen, sofern sie die Mittel hatten. Im <em>National Museum of Scotland </em>sind heute noch einige der Gerätschaften zu sehen, die sich Edinburghs Bürger dafür ausdachten. Eiserne Kästen, sog. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mortsafe">Mortsafes</a>, die über den Sarg gestülpt wurden und die man mit Eisenankern im Boden sicherte. Gitter aus Bandeisen die über dem Sarg montiert wurden oder – die günstigste Variante – eine eiserne Halskrause, die man dem Toten um den Hals schmiedete und mit einer Kette in der Erde befestigte. Eingezäunte Gräber auf den alten Friedhöfen sind auch heute noch zu sehen, ebenso wie einige der alten Wachtürme. Ander Lothian Road zum Beispiel; am Rande des alten St. Cuthbert Cemetery. Wenn es dunkel wurde, bezogen Wächter ihre Posten und verschafften so den Toten ihre Ruhe, wenn – ja, wenn sie nicht gerade mit den Dieben gemeinsame Sache machten oder selbst mit Leichen handelten.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1e/Edinburgh%2C_The_New_Calton_Graveyard_Watch_Tower_-_geograph.org.uk_-_751035.jpg"><img class="   colorbox-4277" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1e/Edinburgh%2C_The_New_Calton_Graveyard_Watch_Tower_-_geograph.org.uk_-_751035.jpg" alt="" width="576" height="432" /></a><p class="wp-caption-text">Edinburgh, The New Calton Graveyard Watch Tower (Foto: Martyn Gorman, Wikimedia Commons)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für William Burke und William Hare war das nichts. Die Saison für die Grabräuberei – üblichwerweise die kälteren Monate eines Jahres, also von Oktober bis April – war bald vorbei und da in Hare&#8217;s Pension ein älterer Mieter krank wurde, reifte die Idee, der Sache doch etwas nachzuhelfen. Im Geständnis, das Hare nach seiner Verhaftung machte, schilderte er genau, wie sie vorgingen. Er ergriff den Mann von hinten und bog ihm die Hände auf den Rücken. Burke sprang dann nach vorn, fuhr dem Opfer mit zwei Fingern in die Nase und presste die andere Hand auf den Mund. Lange hatten sie darüber nachgedacht, wie sie töten sollten. Die Opfer durften keine Spuren einer Gewaltanwendung aufweisen, da sie ansonsten nicht zu verkaufen gewesen wären. <strong>Diese Art zu töten sollte ihr Markenzeichen werden.</strong> Noch heute bezeichnen Kriminalisten diese Tötungsart der Erstickung ohne sichtbare Spuren als <em>burking</em>.</p>
<div id="attachment_4305" class="wp-caption alignleft" style="width: 370px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/burke_hare.jpg"><img class=" wp-image-4305 colorbox-4277" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/burke_hare.jpg" alt="" width="360" height="230" /></a><p class="wp-caption-text">William Burke (links) und William Hare (rechts) verübten die berüchtigten West-Port-Morde</p></div>
<p><strong>In den folgenden 10 Monaten sollten Burke und Hare eine breite Spur des Todes ziehen.</strong> Ein Furioso der Mordlust und der skrupellosen Geschäftemacherei. Das Schema blieb immer gleich. Zuerst machten sie ihre Opfer betrunken, verabreichten ihnen Laudanum und dann ging es ans Werk. Danach ließen sie die Leichen abkühlen, beschmierten sie etwas mit Lehm um den Anschein zu erwecken, sie kämen aus einem Grab und transportierten sie zu ihrem Hauptkunden, dem ehrenwerten Dr. Robert Knox.</p>
<p>Aus heutiger Sicht ist es unverständlich, warum Knox in diesem unglaublichen Kriminalfall in keinster Weise belangt wurde. Dass die Leichen mehr als &#8216;frisch&#8217; waren; dass sie offensichtlich nicht aus Gräbern stammten, war dem Anatomen bekannt. Auch die Todesursache müsste ihm irgendwann aufgefallen sein. Trotzdem schwieg er, zahlte sehr gut für die gelieferte Ware und genoss die Anerkennung seiner Studenten, die seine Präparate bestaunten.</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/west-port-murder-william-burke-haus.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4334 colorbox-4277" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/west-port-murder-william-burke-haus-218x300.jpg" alt="" width="218" height="300" /></a>Längst waren auch die Lebensgefährtinnen von Burke und Hare in die Sache eingeweiht. Und – sie halfen kräftig mit.</p>
<p>Das erste Opfer war ein gewisser Josef Miller, ein kränkelnder Pensionsgast Hare&#8217;s. Als sich in den Wochen danach niemand einmietete, begannen sie Opfer von der Straße oder aus Kneipen in die Pension zu locken. Abigail Simpson war dann die nächste, eine ältere Dame. Burke lieferte so prompt, dass Dr. Knox erfreut ob der Frische der Leiche sogar einen Sonderpreis zahlte. Burke kassierte ganze 15 Pfund. Dann kam wieder ein Mieter an die Reihe. William Hare&#8217;s Frau wurde nun ebenfalls aktiv. Sie fand in einer Kneipe eine Frau, die sich sehr freute, als sie von Margaret Hare eingeladen wurde, mit ihr doch einige Pints Bier zu trinken. Als sie dann einigermaßen betrunken war, schickte sie die Frau einfach in die Pension, wo Burke und Hare bereits warteten. Diese Bierschenke lag gleich neben der Pension des mörderischen Quartetts. Für die Frau ein kurzer Weg in die Ewigkeit.</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/mary-patterson.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4375 colorbox-4277" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/mary-patterson-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>Beim nächsten Mord wären Burke und Hare beinahe aufgeflogen. Burke hatte zwei Prostituierte &#8211; Mary Patterson und Janet Brown &#8211; mit in die Pension gebracht. Dabei kam es zu einem Streit zwischen Burke&#8217;s Lebensgefährtin und Janet Brown. Die Prostituierte verließ das Haus, kam aber später wieder, um nach ihrer Kollegin zu fragen. Burke erklärte ihr, dass sie bereits nach Hause gegangen wäre. In Wahrheit lag Mary Patterson bereits tot unter dem Tisch. Deren Leiche war tags darauf eine Überraschung für einige der Studenten. Denn sie erkannten das Opfer bzw. waren erst kürzlich Kunden. Erstmals kamen Fragen auf, aber Dr. Knox zerstreute die Zweifel.</p>
<p>Eine Bekannte von Burke war das nächste Opfer. Sie hieß Effie und verdiente ihren Lebensunterhalt als Bettlerin. Burke brachte sie 10 Pfund ein.</p>
<p>Das mörderische Quartett wurde mit der Zeit immer dreister. So holte Burke sein nächstes Opfer einfach bei der Polizei ab. Er löste eine alleinstehende Frau aus, indem er den Polizisten glaubhaft erzählte, dass er sie kenne. Abgekühlt landete sie wenige Stunden später in der Anatomie. Tage darauf folgten eine Frau und ein tauber Junge. Dabei gab es Streit zwischen Burke und Hare. Letzterer wollte den Jungen verschonen, aber seine Argumente stießen bei Burke auf taube Ohren. Danach vermerkte er fein säuberlich in seinem Notizbuch:<em></em></p>
<p>„May 7 &#8211; Sold the old woman, who came to lodge in Tanner&#8217;s Close, and the child, for £12. Paid for drink, porterage, &amp;c. 7s. Paid William Hare £.5. For myself £6, 13&#8230;“<sup>[<a href="#william-burke-and-hare-grabrauber-n-3" class="footnoted" id="to-william-burke-and-hare-grabrauber-n-3">3</a>]</sup></p>
<p>William Burke war eben ein gewissenhafter Mann.</p>
<p>Mrs. Ostler war die Nächste, dann folgte eine Verwandte seiner Lebensgefährtin namens Ann MacDougal. Sein nächstes Opfer erregte erstmals etwas Aufsehen in der Nachbarschaft. Mary Haldane war gut bekannt in diesem Viertel von Edinburgh. Sie war Prostituierte aber recht angesehen. Sie war verschwunden – ebenso wie ihre Tochter Peggy. Burke hatte ganze Arbeit geleistet. Zuerst ermordete er Mary Haldane. Als die Tochter zu ihm kam, um ihn nach ihrer Mutter zu fragen, tötete er auch sie.</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/daft-jamie-victim-west-port-murder1.jpg"><img class="alignright  wp-image-4333 colorbox-4277" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/daft-jamie-victim-west-port-murder1-203x300.jpg" alt="" width="162" height="240" /></a>Der Junge Jamie Daft war sein nächstes Opfer. Daft war geistig zwar etwas zurückgeblieben, dafür aber als bärenstark bekannt. Als Burke und Hare sich an ihn heranmachten kam es zum Kampf. Nur mit Mühe konnten sie ihn überwältigen. Auf dem Seziertisch erkannten einige Studenten den Jungen, weil seine Mutter schon nach ihm gesucht hatte. Dr. Knox leugnete wieder einmal die Identität der Leiche. Um alle Diskussionen abzuwürgen begann er sofort mit der Sektion des Gesichts. Beweise waren damit vernichtet – doch Gerüchte sollten von nun an die Runde machen.</p>
<div id="attachment_4374" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/burke-and-hare-west-port-murders.jpg"><img class="size-medium wp-image-4374 colorbox-4277" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/burke-and-hare-west-port-murders-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Burke &amp; Hare bei der Arbeit an Mrs. Docherty</p></div>
<p><strong>Das letzte Opfer wurde Mary Docherty.</strong> Burke hatte sie angesprochen, ihren Namen erfahren und gab vor, seine Mutter hieße ebenfalls Docherty und sie seien möglicherweise miteinander verwandt.</p>
<p>Sie begleitete ihn in die Pension, aber als Burke zur Tat schreiten wollte, tauchte zufällig das Ehepaar Gray auf; sie waren ebenfalls Mieter in Hare&#8217;s Pension. Als sie das Haus verließen, ergriff Burke sein Opfer. Doch Docherty wehrte sich heftig und es kam zu einem Kampf. Burke gelang es schließlich doch das Mädchen zu überwältigen und er erstickte sie mit seiner erprobten Methode. Das Ganze war allerdings nicht lautlos vor sich gegangen.Der Kampflärm wurde offensichtlich von seinen Mitbewohnern gehört. Da Burke sich nicht sicher war, ob sie durch den Lärm aufmerksam geworden waren, brachte er die Leiche des Mädchens nicht sofort weg und verbarg sie stattdessen unter seinem Bett.</p>
<p>Doch die Gray&#8217;s hatten Verdacht geschöpft. Die Situation, als sie plötzlich auftauchten und dann das Gerede, dass sie schon von Nachbarn gehört hatten&#8230; Ann Gray beschloss am nächsten Tag der Sache nachzugehen. Sie ging zu Burke, behauptete, ihre Strümpfe nicht aufzufinden und begann im Zimmer zu suchen. Als sie zum Bett kam sprang Burke auf und herrschte sie an, sie solle doch gefälligst woanders suchen. Ann Gray verließ das Zimmer und wartete, bis Burke das Haus verließ. Dann schlich sie zurück in das Zimmer und entdeckte die Leiche unter dem Bett. Sie informierte ihren Gatten und beide machten sich eilig auf den Weg zur Polizei. Dann überstürzten sich die Ereignisse. Burke&#8217;s Lebensgefährtin, Helen MacDougal erfasste die Situation und lief den beiden nach. Sie versuchte noch, sie mit einer erheblichen Summe in Form einer &#8216;Leibrente&#8217; von einer Anzeige abzuhalten – vergeblich. Daraufhin rannte sie zurück, alarmierte Hare&#8217;s Frau und ihren Lebensgefährten. Hastig holten sie die Leiche unter dem Bett hervor und konnten sie gerade noch wegbringen, als Polizisten bei ihnen anklopften. Widersprüchliche Aussagen gaben schließlich den Ausschlag. Das mörderische Quartett wurde verhaftet.</p>
<p>Edinburghs Zeitungen berichteten davon. Noch kannte man nicht die Dimension dieses Verbrechens und trotzdem &#8211; die Empörung war groß. Janet Brown las davon in der Zeitung und meldete sich bei der Polizei. Sie identifizierte die Kleidung Mary Pattersons, ihrer verschwundenen Freundin. Und schließlich wies eine anonyme Anzeige die Spur in den Seziersaal des Dr. Knox.</p>
<div id="attachment_4376" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/william-hare-kings-evidence.jpg"><img class=" wp-image-4376 colorbox-4277" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/william-hare-kings-evidence.jpg" alt="" width="270" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">William Hare als Kronzeuge</p></div>
<p>Als im Dezember 1828 der Prozess beginnen sollte, schien die Sachlage klar, nur &#8211; so eigenartig es klingen mag &#8211; <strong>es fehlten schlagende Beweise</strong>. Um nicht im Prozess zu scheitern entschloss sich der Lord Advocate (vergleichbar mit einem Staatsanwalt) Sir William Rae dazu, einem der beiden ein Angebot zu machen. So bot er William Hare Straffreiheit an, wenn er ein umfassendes Geständnis ablegen würde. Und Hare packte aus. Umfangreich und detailliert. Der Prozess war damit nur noch eine Formsache. William Burke wurde zum Tod durch den Strang und zur Übergabe seiner Leiche an die Anatomie verurteilt. So sollte Burke das gleiche Schicksal erleiden, das er seinen Opfern zugedacht hatte.</p>
<p>Das Urteil löste Empörung in der Bevölkerung aus. Der Mediziner und Anatom Robert Knox hatte sich einfach über seine Geschäfte ausgeschwiegen und wurde vor Gericht nicht belangt.<sup>[<a href="#william-burke-and-hare-grabrauber-n-4" class="footnoted" id="to-william-burke-and-hare-grabrauber-n-4">4</a>]</sup> Ebenso kamen Helen MacDougal und Margaret Hare auf Grund fehlender Beweise straffrei davon. Ein Jahr später kam auch Hare wieder frei.</p>
<p>Die beiden Frauen konnten nach dem Prozess dem Lynchmob nur mit knapper Not entgehen. Beide flüchteten aus Edinburgh und danach verloren sich ebenso wie bei William Hare ihre Spuren.</p>
<div id="attachment_4377" class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/skelett-william-burke.jpg"><img class=" wp-image-4377  colorbox-4277" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/skelett-william-burke-225x300.jpg" alt="" width="180" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Auf ewig verdammt in die Anatomie: William Burke</p></div>
<p><strong>Nur auf William Burke wartete der Henker.</strong> Als dieser am 28. Jänner 1829 sein Werk verrichtet hatte, wurde Burke vom Galgen abgenommen und eine Totenmaske von ihm angefertigt. Anschließend transportierte man den Leichnam in den Anatomiesaal. Dort wurde nach den verschiedenen Sektionen sein Skelett präpariert und ausgestellt.</p>
<p>Man kann es noch heute im <a href="http://www.museumsgalleriesscotland.org.uk/member/edinburgh-university-anatomy-museum">Edinburgh University Anatomy Museum</a> besichtigen. Ebenso wie seine Totenmaske, die in den <a href="http://www.museum.rcsed.ac.uk/content/content.aspx">Surgeon’s Hall Museums</a> ausgestellt ist.<sup>[<a href="#william-burke-and-hare-grabrauber-n-5" class="footnoted" id="to-william-burke-and-hare-grabrauber-n-5">5</a>]</sup> Vor dieser liegt eine etwas unscheinbare, vom Alter gebräunte Geldtasche. Gefertigt aus der Haut des 17fachen Mörders William Burke.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fotos: <a href="http://www.illustrationartgallery.com/acatalog/info_DoughtyGraverobbers.html">Cecil Doughty</a> (Titel-/Artikelbild), <a href="http://images.wellcome.ac.uk/" target="_blank">Wellcome Library, London</a>,  <a href="http://murderpedia.org/" target="_blank">Murderpedia</a> und <a href="http://www.geograph.org.uk/" target="_blank">Geograph.org.uk</a></p>

<ol class="footnotes">
	<li class="footnote" id="william-burke-and-hare-grabrauber-n-1"><strong><sup>[1]</sup></strong> Das Lokal, das dafür zuständig war, gibt es noch heute. Stilvoll heißt es nun &#8220;Last Drop Tavern&#8221; (74-78 Grassmarket, Edinburgh, EH1 2JR – Tel: 0131 225 4851) und ist bekannt für die günstigen Bierpreise und die zahlreichen Geistergeschichten, die der Barkeeper zu erzählen weiß. Angeblich soll es im Lokal spuken. Ein Gespenst – ein seufzendes, kleines Mädchen – soll bereits mehrfach im Lokal erschienen sein. <a class="note-return" href="#to-william-burke-and-hare-grabrauber-n-1">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="william-burke-and-hare-grabrauber-n-2"><strong><sup>[2]</sup></strong> Resurrection Men = &#8217;Auferstehungsmänner&#8217; (Die Menschen wieder auferstehen lassen), manchmal auch: &#8216;Sack-em-up Men&#8217; (Sack-sie-ein-Männer). Erst später kam die Bezeichnung &#8216;Body Snatcher&#8217; &#8211; nach dem Titel einer Erzählung von R. L. Stevenson &#8211; in Mode. <a class="note-return" href="#to-william-burke-and-hare-grabrauber-n-2">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="william-burke-and-hare-grabrauber-n-3"><strong><sup>[3]</sup></strong> Dass man heute noch genau weiß, wie viel Geld William Burke und William Hare mit den Morden verdienten, verdanken wir der Gründlichkeit des irischen Schusters. Burke hatte fein säuberlich Buch geführt. Nach der Hinrichtung fand man nahe seiner Wohnung ein kleines Kistchen. Darin befanden sich Notizen. Genau sind zu jedem Mord die jeweiligen &#8216;Unkosten&#8217; (für Alkohol und Laudanum) und der Ertrag beim Verkauf aufgelistet. <a class="note-return" href="#to-william-burke-and-hare-grabrauber-n-3">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="william-burke-and-hare-grabrauber-n-4"><strong><sup>[4]</sup></strong> Auch wenn Knox straffrei aus dem Fall heraus kam, sein Ruf war zerstört. Er fand in Edinburgh keine Studenten mehr und ging nach London, wo er 1862 starb. <a class="note-return" href="#to-william-burke-and-hare-grabrauber-n-4">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="william-burke-and-hare-grabrauber-n-5"><strong><sup>[5]</sup></strong> Für Interessenten: Einen Abguss von William Burke’s Totenmaske kann man <a href="http://www.sks-studios.de/de/start.php?lebendmasken.php">hier</a> sogar käuflich erwerben. <a class="note-return" href="#to-william-burke-and-hare-grabrauber-n-5">&#x21A9;</a></li></ol>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Die Elektronische Nacht&#8221; in Wiesbaden</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 19:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aller guten Dinge waren Drei - und zwar am 5. Mai 2012! Hier findet ihr Bilder, ein Video, Interpreten, Bastelanregungen, Filmtipps &#038; Dankesreden. Jedenfalls hat es uns wieder viel Spaß gemacht mit Euch!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-2420"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/die-elektronische-nacht-wiesbaden-small.jpg" width="240" />
		</p><h3>New Wave // Minimal // 80′s Synthpop // Gothic Wave // Classics // Oldschool Electro // EBM // Experimental // Unerwartetes</h3>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>NEU: Fotos &amp; Video &#8211; 3. Elektronische Nacht 05.05.2012</strong></h3>
<p>Es war wieder im „Kontext“ in Wiesbaden &#8211; und es war Vollmond 8-O. Wie beim letzten Mal &#8211; meinten einige aufmerksame Beobachter. Trotzdem (oder gerade deshalb?) habt ihr euch hierher getraut und einige sind echt von weit her angereist &#8211; <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/veranstaltungen/elektronische-nacht-mit-liebe-gemacht/" target="_blank">Sabrina &amp; Robert sogar aus dem Norden</a>. <strong>AN ALLE</strong> <strong>EIN</strong> <strong>DICKES DANKE</strong> fürs zahlreiche Erscheinen, teilweise unermüdliche Tanzen und hoffentlich hattet ihr wie wir Spaß und viele nette Gespräche. Ich habe auch 2-3 sehr sympathische Leser vom Blog persönlich kennengelernt &#8211; u.a. Eskiel, der dieses wunderbare Vollmondbild geschossen hat:</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/vollmond-elektronische-nacht-wiesbaden-eskiel.jpg"><img class="alignnone  wp-image-4308 colorbox-2420" title="vollmond-elektronische-nacht-wiesbaden-eskiel" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/vollmond-elektronische-nacht-wiesbaden-eskiel.jpg" alt="" width="600" height="385" /></a></p>
<p>Ich weiß nicht, ob es am Vollmond lag, aber wir hatten leider zu Beginn dreifaches Tech-Pech &#8211; erst tönte die linke Box nicht, dann versagte die Nebelmaschine und der Beamer musste auch bestimmt 30min lang überredet werden, bis er funste. Aber alles wurde irgendwann gut <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley colorbox-2420' /> , auch weil wir so fleißige Gäste &amp; Helfer hatten wie Clerique Noire &amp; Chris, r@zorbla.de, Robert Spontis (Du wirst jetzt umbenannt in &#8220;Wizard of Fog&#8221; <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley colorbox-2420' /> ) &amp; auch <a href="http://der-schwarze-planet.de/von-plattentouristen-und-musikjaegern/comment-page-1/#comment-1353">Gast-Plattenleger ProtoVision!</a> hat viel mit geholfen. Ehrlich &#8211; ohne Euch hätten wir das nicht geschafft. Aber auch alle, die uns vor dem Event schon unterstützt &amp; geholfen haben (besonders Andre und Martin Destroyer) &#8211; danke, ihr seid super! <strong>So eine Party kann man einfach nicht alleine oder zu zweit auf die Beine stellen, das ist mal das Fazit.</strong> Bilder hab ich auch nur doofe gemacht &#8211; aber da haben zum Glück Clerique Noire, N.Drechsel, r@zorbla.de &amp; Eskiel sehr gute beigesteuert &#8211; die ihr hier sehen könnt. MERCI! Vermutlich wird es auch bald von<strong> Ray auf <a href="http://www.gothsick.de" target="_blank">Gothsick.de</a></strong> ein paar Fotos zu sehen geben. Hoffentlich gefällt euch wenigstens mein <a href="http://youtu.be/6QSGTFsjVV4" target="_blank"><strong>Video von der Elektronischen Nacht</strong></a> ein bisschen&#8230;</p>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/6QSGTFsjVV4?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/6QSGTFsjVV4?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object><br />
Diesmal legten an den Plattentellern <strong><em>M.Synthetic</em> &amp; <em>ProtoVision!</em></strong> ihre schwarzen Scheiben u.a. von diesen Bands auf (some kind of playlist):</p>
<p>++ NEW ORDER ++ BAD SECTOR ++ BORGHESIA ++ PANKOW ++ SIXTH JUNE ++ BAKTERIELLE INFEKTION ++ SIMPLE MINDS ++ NOISE UNIT ++ PSYCHE ++ BERLIN EXPRESS ++ EURYTHMICS ++ SOL INVICTUS ++ GOBLIN (DARIO ARGENTO) ++ FRANKIE GOES TO HOLLYWOOD ++ SOME MORE CRIME ++ ROSA CRUX ++ FOIL ++ DIVE ++ TALK TALK ++ DEAD CAN DANCE ++ JOHN FOXX ++ PIL ++ THE CURE ++ DELERIUM ++ THE KLINIK ++ PETER MURPHY ++ JOB KARMA ++ ALTERED IMAGES ++ ECHO WEST ++ AHA ++</p>
<p>Da einige fragten, welche Filme an dem Abend liefen: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=vGbTmzEfB3s" target="_blank">Das Kabinett des Dr. Caligari</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ltDAAu7uEjw" target="_blank">Häxan</a> und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=OV_neqZEyWQ" target="_blank">Die Stunde, wenn Dracula kommt</a>.</p>
<p>Auch dieses Mal ging es wieder bis morgens um 6 Uhr. Uns hat es RIESIGEN Spaß gemacht. Nun werden wir erstmal durchatmen &amp; freuen uns aufs WGT &#8211; und auch über euer <strong>Feedback + Anregungen hier in den Kommentaren</strong>.</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/elektronische-nacht-grabsteine-nd.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4312 colorbox-2420" title="elektronische-nacht-grabsteine-nd" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/elektronische-nacht-grabsteine-nd.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/stimmung-2012-elektronische-nacht-nd.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4311 colorbox-2420" title="stimmung-2012-elektronische-nacht-nd" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/stimmung-2012-elektronische-nacht-nd.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/schallplattenunterhalter-elektronische-nacht1.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4310 colorbox-2420" title="schallplattenunterhalter-elektronische-nacht" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/schallplattenunterhalter-elektronische-nacht1.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/elektronische-Nacht-Wiesbaden-Eskiel.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4313 colorbox-2420" title="elektronische-Nacht-Wiesbaden-Eskiel" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/elektronische-Nacht-Wiesbaden-Eskiel.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/deko-elektronische-nacht-wiesbaden.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4314 colorbox-2420" title="deko-elektronische-nacht-wiesbaden" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/deko-elektronische-nacht-wiesbaden.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/m.synthetic-2012-elektronische-nacht.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4304 colorbox-2420" title="m.synthetic-2012-elektronische-nacht" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/m.synthetic-2012-elektronische-nacht.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<div id="attachment_4315" class="wp-caption alignleft" style="width: 550px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/deko-elektronische-nacht-razorblade.jpg"><img class=" wp-image-4315 colorbox-2420" title="deko-elektronische-nacht-razorblade" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/deko-elektronische-nacht-razorblade.jpg" alt="" width="540" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Frisch eingetroffen vom Deko-Meister M.Synthetic: skurrile Schaukästen (hell yeah!)</p></div>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/roentgenbilder-elektronische-nacht-wiesbaden.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4316 colorbox-2420" title="roentgenbilder-elektronische-nacht-wiesbaden" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/roentgenbilder-elektronische-nacht-wiesbaden.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/protovision-elektronische-nacht-wiesbaden.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4318 colorbox-2420" title="protovision-elektronische-nacht-wiesbaden" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/protovision-elektronische-nacht-wiesbaden.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/schwarzes-tanzvolk-elektronische-nacht-nd.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4319 colorbox-2420" title="schwarzes-tanzvolk-elektronische-nacht-nd" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/schwarzes-tanzvolk-elektronische-nacht-nd.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/dark-party-elektronische-nacht-rhein-main-nd.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4317 colorbox-2420" title="dark-party-elektronische-nacht-rhein-main-nd" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/dark-party-elektronische-nacht-rhein-main-nd.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/dark-minimal-gothic-party-rhein-main.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4320 colorbox-2420" title="dark-minimal-gothic-party-rhein-main" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/dark-minimal-gothic-party-rhein-main.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/dark-gothic-ebm-party-elektronische-nacht-rhein-main.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4321 colorbox-2420" title="dark-gothic-ebm-party-elektronische-nacht-rhein-main" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/dark-gothic-ebm-party-elektronische-nacht-rhein-main.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Flyer-Elektronische-Nacht-front-onl.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3562 colorbox-2420" title="Flyer-Elektronische-Nacht-front-onl" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Flyer-Elektronische-Nacht-front-onl-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Flyer-Elektronische-Nacht-back-onl.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3563 colorbox-2420" title="Flyer-Elektronische-Nacht-back-onl" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Flyer-Elektronische-Nacht-back-onl-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<h3><strong>Impressionen: Die 2. Elektronische Nacht &#8211; 08.10.2011<br />
</strong></h3>
<p>Nach ziemlich genau einem Jahr ging &#8220;Die Elektronische Nacht&#8221; in die 2. Runde. Nachdem das wunderbare <a href="http://der-schwarze-planet.de/elektronische-nacht-mainz/">Bootshaus in Mainz von der 1. Elektronischen Nacht</a> im Frühjahr 2011 der Abrisskugel zum Opfer fiel, haben wir den &#8220;Kontext&#8221;-Club in Wiesbaden für eine Nacht ins Dunkel getaucht.</p>
<p>Wir danken Euch allen fürs Kommen, für die positiv-düstere Stimmung und natürlich fürs viele Tanzen &#8211; <strong>ihr wart echt super!!</strong> Dafür hier wie versprochen ein paar Impressionen aus 8 Stunden &#8220;Elektronische Nacht&#8221;. Danke auch an die liebe Clerique Noire fürs Fotografieren. Klick auf die pics macht diese GROSS.<br />
Ich habe dieses Mal sogar daran gedacht, die Atmosphäre kurz mal <strong>live mit einem Video festzuhalten</strong>. Auch wenn ich dabei nicht gerade die elektronischsten Stücke erwischt habe, aber dafür die gruftigsten <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-2420' /> . Seht selbst &#8211; unter den Bildern.</p>
<p>Jedenfalls war es total schööööön mit alten und neuen Freunden aber auch netten Unbekannten zu feiern &#8211; und das bis in die frühen Morgenstunden! Um 9 Uhr sind wir am Sonntag dann tot aber glücklich &#8220;in unseren Sarg&#8221; gefallen <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley colorbox-2420' /> .</p>
<div id="attachment_2767" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/elektronische-nacht-deko.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-2767  colorbox-2420" title="elektronische-nacht-deko" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/elektronische-nacht-deko-150x150.jpg" alt="elektronische-nacht-deko" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Bats for dinner, bats for tea!</p></div>
<div id="attachment_2768" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/elektronische-nacht-grabsteine.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-2768  colorbox-2420" title="elektronische-nacht-grabsteine" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/elektronische-nacht-grabsteine-150x150.jpg" alt="elektronische-nacht-grabsteine" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Grabsteine made by M.Synthetic</p></div>
<div id="attachment_2769" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/elektronische-nacht-2011-hangman.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-2769 colorbox-2420" title="elektronische-nacht-2011-hangman" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/elektronische-nacht-2011-hangman-150x150.jpg" alt="elektronische-nacht-2011-hangman" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Hangman</p></div>
<div id="attachment_2776" class="wp-caption alignleft" style="width: 584px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/M.Synthetic-elektronische-nacht.jpg"><img class="size-large wp-image-2776   colorbox-2420" title="M.Synthetic-elektronische-nacht" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/M.Synthetic-elektronische-nacht-1024x768.jpg" alt="M.Synthetic-elektronische-nacht" width="574" height="430" /></a><p class="wp-caption-text">Das Sound-Kabinett des Dr. M.Synthetic</p></div>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/die-elektronische-nacht-wiesbaden-people.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-2771 alignleft colorbox-2420" title="die-elektronische-nacht-wiesbaden-people" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/die-elektronische-nacht-wiesbaden-people-150x150.jpg" alt="die-elektronische-nacht-wiesbaden-people" width="150" height="150" /></a></p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/die-elektronische-nacht-gothic.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2770 colorbox-2420" title="die-elektronische-nacht-gothic" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/die-elektronische-nacht-gothic-150x150.jpg" alt="die-elektronische-nacht-gothic" width="150" height="150" /></a></p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/die-elektronische-nacht-leute.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2773 colorbox-2420" title="die-elektronische-nacht-leute" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/die-elektronische-nacht-leute-150x150.jpg" alt="die-elektronische-nacht-leute" width="150" height="150" /></a></p>
<div id="attachment_2772" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/M.Synthetic-die-elektronische-nacht-wiesbaden.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-2772 colorbox-2420" title="M.Synthetic-die-elektronische-nacht-wiesbaden" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/M.Synthetic-die-elektronische-nacht-wiesbaden-150x150.jpg" alt="M.Synthetic-die-elektronische-nacht-wiesbaden" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">M.Synthetic im Soundkabinett</p></div>
<div id="attachment_2775" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/martin-destroyer-elektronische-nacht-2011.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-2775 colorbox-2420" title="martin-destroyer-elektronische-nacht-2011" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/martin-destroyer-elektronische-nacht-2011-150x150.jpg" alt="martin-destroyer-elektronische-nacht-2011" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Synthie-Gast-DJ Martin Destroyer</p></div>
<div id="attachment_2777" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/wiesbaden-kontext-die-elektronische-nacht1.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-2777 colorbox-2420" title="wiesbaden-kontext-die-elektronische-nacht" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/wiesbaden-kontext-die-elektronische-nacht1-150x150.jpg" alt="wiesbaden-kontext-die-elektronische-nacht" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Rest Atmosphäre 6 Uhr morgens</p></div>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/6JDvFTMpxGg?version=3&amp;hl=de_DE&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/6JDvFTMpxGg?version=3&amp;hl=de_DE&amp;hd=1" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Etwas mehr zu den Hinter- und Beweggründen für Die Elektronische Nacht könnt ihr in diesem <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/interview-eine-elektronische-nacht-duster-beseelt-nach-hause-schweben/" target="_blank">Interview mit M.Synthetic bei Spontis.de</a> erfahren. In den Kommentaren dort gibt es auch noch mal einiges an Feedback zur Veranstaltung.</p>
<div id="attachment_2434" class="wp-caption alignleft" style="width: 224px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/Die-Elektronische-Nacht-Wiesbaden-Flyer-Front.jpg"><img class="size-medium wp-image-2434 colorbox-2420" title="Die-Elektronische-Nacht-Wiesbaden-Flyer-Front" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/Die-Elektronische-Nacht-Wiesbaden-Flyer-Front-214x300.jpg" alt="Die-Elektronische-Nacht-Wiesbaden-Flyer-Front" width="214" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Flyer Elektronische Nacht</p></div>
<div id="attachment_2435" class="wp-caption alignleft" style="width: 224px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/Die-Elektronische-Nacht-Wiesbaden-Flyer-Ru%CC%88ckseite.jpg"><img class="size-medium wp-image-2435 colorbox-2420" title="Die-Elektronische-Nacht-Wiesbaden-Flyer-Rückseite" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/Die-Elektronische-Nacht-Wiesbaden-Flyer-Ru%CC%88ckseite-214x300.jpg" alt="Die-Elektronische-Nacht-Wiesbaden-Flyer-Rückseite" width="214" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Flyer Rückseite</p></div>
<p>Es wurden Raritäten gespielt von PORTION CONTROL ++ SPK ++ DAS KABINETTE ++ KILLING JOKE ++ KRAFTWERK ++ CHRIS &amp; COSEY ++ FAD GADGET ++ NUMB ++ SIOUXIE &amp; THE BANSHEES ++ IKO&#8217; 83 ++ BILLY IDOL ++ 16 BIT ++ CLOCK DVA ++ THE CURE ++ RHEINGOLD ++ JOHN CARPENTER ++ THE YOUNG GODS ++ PANKOW ++ RATIONAL YOUTH ++ SKINNY PUPPY ++ EXPERIMENTAL PRODUCTS ++ LOVE IS COLDER THAN DEATH ++ YELLO ++ MOSKWA TV ++ THE NEON JUGDEMENT ++ MENTALLO AND THE FIXER ++ DIE FORM ++ CABARET VOLTAIRE ++ THE FUTURE ++ PROPAGANDA ++ SEVERED HEADS ++ WILL ++ ALIEN SEX FIEND ++ HAUJOBB ++ ATTRITION ++ LASSIGUE BENDTHAUS ++ CASSANDRA COMPLEX ++ INFORMATICS ++ FRONTLINE ASSEMBLY ++ ANNE CLARK ++ EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN ++ KIRLIAN CAMERA ++ A FLOCK OF SEAGULLS ++ und von vielen anderen. Dafür sorgten <strong>M.Synthetic</strong> und <strong>Gast-DJ Martin Destroyer</strong>.</p>
<div id="attachment_2426" class="wp-caption alignnone" style="width: 577px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/Plattenauswahl-elektronische-nacht-2011.jpg"><img class="size-full wp-image-2426    colorbox-2420" title="Plattenauswahl-elektronische-nacht-2011" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/Plattenauswahl-elektronische-nacht-2011.jpg" alt="Plattenauswahl-elektronische-nacht-2011" width="567" height="421" /></a><p class="wp-caption-text">Kleine Klangvorschau aus M.Synthetic&#39;s Plattenarchiv</p></div>
<div id="attachment_2446" class="wp-caption alignright" style="width: 248px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/Kontext-Galerie-Joker.jpg"><img class="size-medium wp-image-2446 colorbox-2420" title="Kontext-Galerie-Joker" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/Kontext-Galerie-Joker-238x300.jpg" alt="Kontext-Galerie-Joker" width="238" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Ich nehm den Joker!&quot; - Geniales Spray-Art-Kunstwerk ausgestellt im Kontext</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unsere neue Location ist das <a href="http://kontext-wiesbaden.de/" target="_blank"><strong>Kontext in Wiesbaden</strong></a>, das als &#8220;Zentrum für urbane Kultur&#8221; für alle Musik- und Kunststile offen ist und mit der &#8220;Elektronischen Nacht&#8221; nun auch eine Veranstaltung für die schwarze Szene im Programm hat. Das Kontext ist Treffpunkt für viele Graffiti- &amp; Spray-Art-Künstler aus dem Rhein-Main-Gebiet, die dort öfter auch ihre gesprühten Kunstwerke ausstellen oder die Reserven in der Spray-Can-Bar auffüllen. In der Woche gibt es hier ab 10.30 Uhr Kaffee, Kuchen, Mittagstisch, Snacks, Salate und leckeren Chai Latte <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-2420' /> .</p>
<p>Das Kontext befindet sich <strong>ca. 900m entfernt vom Hauptbahnhof Wiesbaden</strong> &#8211; zu Fuß seid ihr in 10 min da. Es ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen: Bus-Linien 3 / 6 / 6a / 27 / 33.</p>
<p>Für alle, die mit dem Auto anreisen: <strong>Parkplatzprobleme gibt es keine!!</strong> Ihr könntet sogar mit dem Traktor oder einem LKW-Zug anreisen, denn das Kontext befindet sich direkt neben dem REAL-Markt an der Mainzer Straße und es steht uns nachts dessen großer Kunden-Parkplatz zur Verfügung.</p>
<p>Die Adresse (für&#8217;s Navi) lautet: <strong>Welfenstraße 1b, 65189 Wiesbaden</strong>.<br />
Hier noch einmal visualisiert in Google Maps:</p>
<div style="width:450px;"><div class="wpgmappity_container" id="wpgmappity-map-18" style="width:450px;height:300px;"></div></div><script type="text/javascript">
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  map : wpgmappitymap18
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</script>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Übernachtungstipps</strong></h3>
<p>Alle Lieben, die von weiter weg kommen und auch was trinken wollen, können wir leider nicht privat bei uns unterbringen (der Westflügel unseres Schlosses wird derzeit restauriert <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-2420' /> ). Daher haben wir für euch zwei Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe vom &#8220;Kontext&#8221; rausgesucht:</p>
<ul>
<li>Am günstigsten: <a href="http://www.djh-hessen.de/articles_info.php?tPath=1_5_108&amp;articles_id=40" target="_blank">Jugendherberge Wiesbaden</a> - <strong>pro Person 27 €</strong> inkl. Frühstück - <strong>allerdings 45min zu Fuß</strong> entfernt</li>
<li>Am nächsten: <a href="http://www.motel-one.com/de/hotels/hotels-wiesbaden.html" target="_blank">Motel One</a> - <strong>DZ 69 €</strong> ohne Frühstück &#8211; direkt am Hbf. Wiesbaden (10-15min vom Kontext)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>

<p>Related posts:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Blogblähungen</title>
		<link>http://der-schwarze-planet.de/blogblaehungen-blogstatistik-jahr-2012/</link>
		<comments>http://der-schwarze-planet.de/blogblaehungen-blogstatistik-jahr-2012/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 00:57:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mikrokosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Blog intim]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://der-schwarze-planet.de/?p=4212</guid>
		<description><![CDATA[Auch ein Blog muss mal rauslassen, was in ihm steckt. Zum Geburtstag sollte man ihm das nicht verwehren. Das wäre unhöflich. Aber ich will euch nicht massiv mit Statistiken und Zahlen quälen, sondern lieber ohne :).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-4212"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/blogstatistik-der-schwarze-planet_250x200.jpg" width="240" />
		</p><p>Auch ein Blog muss mal rauslassen, was in ihm steckt. Zum Geburtstag sollte man ihm das nicht verwehren. Aber ich will euch nicht über Gebühr mit Statistiken quälen, sondern lieber ohne&#8230; <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_twisted.gif' alt=':twisted:' class='wp-smiley colorbox-4212' />  Indem ich nach einigen Fakten und Prozenten noch ein paar <strong>Fragen an Blogger</strong> beantworte, die ich auf <a href="http://blog.opus-mentis.de/?p=2657">Guldhan&#8217;s Opus Mentis</a> vor knapp einem Jahr schon (interessant) fand und die ein paar tiefere Einblicke geben sollen&#8230;</p>
<h2>Blogblähungen &#8211; oder: ein Planet und seine Zahlen</h2>
<p>Natürlich hat sich hier im Jahre Zwo nach dem Schubs in die Blogumlaufbahn alles gesteigert &#8211; inklusive der Füllmenge in den Weingläsern, die ich beim Artikelschreiben geleert habe <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley colorbox-4212' /> . Hier ein paar Zahlen* &#8211; im Vergleich mit der <a href="http://der-schwarze-planet.de/von-bonus-knochen-und-gothic-immobilien/">Blogstatistik aus dem 1. Jahr</a>:</p>
<ul>
<li><strong>86.330 Seitenaufrufe/Jahr</strong> = 7.194 pro Monat (mehr als verdoppelt)</li>
<li><strong>34.531 (eindeutige) Besucher</strong> = 2.877 Besucher pro Monat (150% Steigerung)</li>
<li><strong>24,3 % wiederkehrende Besucher</strong> = treue Leser, die immer mal wieder hier vorbeischauen (nach meiner Erfahrung ein ganz guter Wert)</li>
<li><strong>Anzahl der Kommentare ist von 379 auf 523 p.a.</strong> gestiegen &#8211; <strong>ihr seid großartig!! DANKE!</strong> <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley colorbox-4212' />  Ein bisschen Rückkopplung braucht jedes Getriebe!</li>
</ul>
<div id="attachment_4220" class="wp-caption aligncenter" style="width: 316px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Besucherquellen-der-schwarze-planet-2011-2012.png"><img class="size-full wp-image-4220  colorbox-4212" title="Besucherquellen-der-schwarze-planet-2011-2012" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Besucherquellen-der-schwarze-planet-2011-2012.png" alt="Besucherquellen-der-schwarze-planet-2011-2012" width="306" height="293" /></a><p class="wp-caption-text">Wie kommen Besucher zum schwarzen Planeten?</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Meistgelesene und am häufigsten besuchte Blogartikel</strong> Mai 2011- 2012</h4>
<ol>
<li><a href="http://der-schwarze-planet.de/knochenkirche-bei-prag-beinhaus-kutna-hora/">Die Knochenkirche in Kutna Hora bei Prag</a> &#8211;&gt; Ich sag nur: klein, aber Gebein.</li>
<li><a href="http://der-schwarze-planet.de/wgt-1992-eine-grosse-gothic-klassenfahrt/">Das 1. Wave-Gotik-Treffen 1992</a> &#8211;&gt; Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.</li>
<li><a href="http://der-schwarze-planet.de/elektronische-nacht/">Die Elektronische Nacht</a> &#8211;&gt; Unsere eigene, düstere Party &#8211; Part III steigt morgen!</li>
<li><a href="http://der-schwarze-planet.de/heute-ist-krampus/">Krampus</a> &#8211;&gt; Skurriler Feiertag der Teufel immer am 5. Dezember.</li>
<li><a href="http://der-schwarze-planet.de/gothic-prag/">Prag für Gothics</a> &#8211;&gt; Der morbide Charme der Ewigkeit.</li>
</ol>
<h4><strong>Skurrile Suchbegriffe</strong></h4>
<p><strong>Krampus</strong> war das Suchwort, das am häufigsten Besucher auf den schwarzen Planeten führte<strong></strong>. Leider kein Reiseziel, sondern ein Feiertag, aber macht ja nichts. Genau EIN MAL ist auch jemand über <strong>mein erklärtes Traum-Suchwort &#8220;Wo machen Gothics Urlaub&#8221;</strong> auf meinen Blog gelangt &#8211; ich hoffe doch sehr, er/sie ist fündig geworden! Apropos fündig: ich habe ein paar Suchbegriffe übers Jahr notiert, bei denen ich mir nicht schlüssig bin, wie ich oder der schwarze Planet da helfen konnten. Oder wer sowas warum eingibt? **kopfschüttel**</p>
<ul>
<li><span style="color: #008000;"><strong>mumie alien</strong></span><br />
(Während ich mich noch frage, ob es Aliens wirklich gibt, sucht der/die schon nach Alien-Mumien&#8230; Respekt!)</li>
<li><strong><span style="color: #008000;">gruselwörter mit x</span></strong><br />
(eXhumieren vielleicht?)</li>
<li><strong><span style="color: #008000;">fusselst du<br />
</span></strong>(nur in Kombination mit Sofafusslern)<strong><span style="color: #008000;"><br />
</span></strong></li>
<li><strong><span style="color: #008000;">die beulenpest kindergerecht</span></strong><br />
(ääh, vielleicht gibt es Dinge und Bilder, die auch Kinder von Streber-Eltern noch nicht kennen müssen&#8230; )</li>
<li><strong><span style="color: #008000;">wie finde ich echte vampire in österreich</span></strong><br />
(ist nicht ganz mein Jagd-Revier, aber ich würde sagen: lass es lieber!)</li>
<li><strong><span style="color: #008000;"> schwarze stücke im babykot<br />
</span></strong>(ach nee, Kinners und Mütters, bitte&#8230;)<span style="color: #333333;"><strong><br />
</strong></span></li>
</ul>
<p>Manchmal ist es aber auch in gewisser Weise lustig&#8230;</p>
<ul>
<li><strong><span style="color: #008000;">du hängst da rum wie eine wasserleiche</span></strong><br />
(muss ich direkt mal googeln)</li>
<li><strong><span style="color: #008000;">sprache des stummfilms</span></strong><br />
(da will uns bestimmt einer austricksen&#8230;)</li>
<li><strong><span style="color: #008000;">burg kaufen transsilvanien</span></strong><br />
(endlich mal jemand, der investieren will! Da ist noch Geld da.)</li>
</ul>
<p>Eines der treffendsten Suchwörter im letzten Jahr war allerdings &#8220;<strong>morbide Klientel</strong>&#8220;, denn die findet man hier bestimmt!</p>
<h2>Fragen an Blogger &#8211; Shan Dark</h2>
<h4><strong>Warum hast du angefangen mit Bloggen?</strong></h4>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Bild_400.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4272 colorbox-4212" title="Bild_400" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Bild_400-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>Ich hatte das schon ca. 3 Jahre in meinem Kopf bevor ich 2010 damit angefangen habe. Eine eigene Seite oder doch lieber eine Reise-Community für Schwarze? Letztendlich habe ich mich entschieden, erstmal das Interesse daran mit einem Blog &#8216;anzutesten&#8217;. Den konnte ich selbst und relativ einfach aufbauen &#8211; für eine Community hätte es viel mehr Technik und Know-how bedurft und dann hätte es immer noch ein Flop sein können&#8230;</p>
<p>Ich wollte einfach meine Erlebnisse und die skurrilen oder morbiden Dinge, die ich auf Reisen entdeckt habe, mit Gleichgesinnten teilen und natürlich auch den Austausch darüber fördern. Ich halte Reisen für eines der schönsten Hobbies und auch für wichtig, denn es prägt den Charakter, das Weltbild und verschiebt den Horizont. Man kann immer etwas (kennen)lernen, sofern es nicht Pauschalreisen sind, bei denen alles auf die deutschen Vorlieben zurechtgemünzt ist. Ich wollte und will andere zum Reisen auf skurrilen (Ab-)Wegen animieren. Natürlich müssen das nicht nur Gruftis sein &#8211; obwohl ich damals davon ausging, dass nur düsterschräge, morbide Gestalten derartige Reiseziele interessieren. Heute stelle ich fest: es gibt hier mittlerweile auch viele Leser, die zwar nicht ganz normal sind, aber auch kein Grufti. <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley colorbox-4212' />  Die einfach gern abseits der üblichen Touri-Pfade unterwegs sind und vor morbiden oder skurrilen Sachen nicht zurückschrecken. Das ist überraschend, aber ich finde es prima!</p>
<h4><strong>Hat sich etwas an deiner Einstellung zum Bloggen seit dem geändert?</strong></h4>
<p>Nein. Skurrile Reiseziele zu vermitteln steht für mich nach wie vor im Vordergrund &#8211; auch wenn ich meist nur einen Reisebericht pro Monat schaffe (das nehme ich mir zumindest immer vor). Mich faszinieren aber auch mehr und mehr die morbiden Themen &#8211; Schädel, Gebein, Leichen, Mumien und alles, was damit zusammenhängt. Also alles, was zum Leben und Tod dazugehört. Daran sind nicht nur mein Freund sondern auch <a href="http://1510.eu/" target="_blank">Josh Wittmann</a> aus der Steiermark &#8220;schuld&#8221;, der ein konspirativer und sehr inspirierender Co-Autor geworden ist. Seine nächste morbide und mit viel Aufwand recherchierte (wahre) Gruselgeschichte steht schon in den Startlöchern &#8211; oder besser gesagt: Grablöchern.  <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_eek.gif' alt='8-O' class='wp-smiley colorbox-4212' /> </p>
<h4><strong>Schreibst du spontan oder legst du dir Themen zurecht, die du abarbeitest?</strong></h4>
<div>
<p>Spontan ist wirklich selten, da ich meist eher lange Artikel habe, in denen mehrere Abende Arbeit stecken. Ich habe oft eine gewisse Dramaturgie oder Redaktionsplan der kommenden Artikel im Kopf.</p>
<p>Zwischendurch notiere ich mir aber Ideen für Artikel. Oder Sätze. Oder Gedanken zu irgendwas. Daraus können dann wieder geplante Themen entstehen. Abarbeiten würde ich es nicht nennen. Das klingt eben nach &#8220;Arbeit&#8221; und das ist es für mich nicht. Wenn ich meine Blogartikel <em>abarbeiten</em> würde, gebe es den schwarzen Planeten schon nicht mehr.</p>
</div>
<h4><strong>Bereitest du Artikel vor, die du nach und nach veröffentlichst?</strong></h4>
<p>Sehr selten. Ich schreibe und veröffentliche gleich. Obwohl ich sonst schon geduldiger geworden bin, will ich fertige Artikel so schnell wie möglich online sehen und bin gespannt aufs Feedback.</p>
<h4><strong>Ist es dir wichtig etwas zu schreiben, das andere interessiert?</strong></h4>
<p>Absolut. Ich überlege vorher immer, ob dieses Thema jemanden außer mir interessieren könnte. Ob man etwas daraus für sich mitnehmen/lernen kann. Dieser Artikel ist halt eher so in eigener Sache und daher schon kritisch, deshalb auch der etwas blasphemische Titel &#8220;Blogblähungen&#8221;.</p>
<p>Ich schreibe mir nichts von der Seele. Wenn mir etwas auf dem Herzen liegt (positiv oder negativ), nutze ich dafür nicht das Internet. Dafür habe ich meinen Freund, Freunde, Familie.</p>
<h4><strong>Wie wichtig ist es dir, die Anzahl der Leser und Kommentatoren zu erhöhen?</strong></h4>
<p>Über mehr Leser und mehr Kommentatoren freut sich wohl jeder, besonders nicht-gewerbliche Blogger. Es ist ja der einzige &#8220;Lohn&#8221;, den wir haben <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8-)' class='wp-smiley colorbox-4212' /> . Aber das braucht Zeit zum Wachsen. Kommentatoren sind häufig Stammleser und ich freue mich immer noch wie Bolle über jeden einzelnen Kommentar &#8211; egal ob von vertrauten oder neuen Planetenbesuchern. Ich bin auch SEHR DANKBAR, WIE hier im Blog kommentiert wird &#8211; nämlich mit Stil und Niveau.</p>
<h4><strong>Liest du lieber private Blogs oder themenbezogene?</strong></h4>
<p>Das eine schließt das andere nicht aus. Ich mag am liebsten private Blogs, die sich einem bestimmten Thema &amp; dem Drumherum widmen, wie z.B. die <a href="http://www.buurtaal.de/blog/" target="_blank">Alex der Deutsch-Niederländischen-Sprache-&amp;-Nachbarschaft</a>, <a href="http://www.spontis.de" target="_blank">Robert Spontis</a> den Facetten der Gothic-Szene oder Tom Undertaker mit seinem großartigen <a href="http://bestatterweblog.de/" target="_blank">Bestatterweblog</a>. Private Blogs ohne Themenfokus gibt es nur wenige, bei denen ich gern lese &#8211; es müssen dann interessante oder gut aufgemachte/geschriebene Posts sein, wie z.B. die von <a href="http://pooly.net" target="_blank">Pooly</a> oder <a href="http://www.mr-bilderwelten.de/blog/" target="_blank">Marcus</a>. Ich mag keine Ego-Psycho-Blogs und keine Blinker-Girlie-guck-mal-so-sieht-mein-neuer-Lippenstift-an-mir-aus-Blogs. Das gibt mir null. Ich will auch online lernen, entdecken, Spaß haben &#8211; da unterscheiden sich die Reisen im Web nicht von denen im wahren Leben.</p>
<h4><strong>Kommentierst du regelmäßig Artikel Anderer?</strong></h4>
<p>Ich kommentiere gern, wenn ich denke, dass ich dazu etwas Sinnvolles oder Positives beisteuern kann.</p>
<h4><strong>Wie wichtig ist dir das Design des Blogs, den du liest?</strong></h4>
<p>Mir ist der Gesamteindruck des Blogs wichtig. Das Design sollte den Inhalt unterstreichen oder ihn freundlich flankieren. Lesbarkeit und Funktionalität ist mir noch viel wichtiger. Hyperbewegliche Designspielereien irritieren mich eher und nerven recht schnell. Außerdem bin ich begeisterte RSS-Feed-Leserin und wenn ich mal einen Blog abonniert habe, dann lese ich eh alles im selben, eher schlichten Design. Sorry for that.</p>
<p><span style="font-size: small;">* Quelle: Google Analytics</span></p>

<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das schwarze Paket &#8211; Gewinnspiel!</title>
		<link>http://der-schwarze-planet.de/das-schwarze-paket-gewinnspiel/</link>
		<comments>http://der-schwarze-planet.de/das-schwarze-paket-gewinnspiel/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 23:42:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mikrokosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Blog intim]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://der-schwarze-planet.de/?p=4095</guid>
		<description><![CDATA[In 10 Tagen besteht der schwarze Planet schon/erst 24 Monate und feiert seinen 2. Geburtstag. Dieses unausweichliche Datum möchte ich versüßen mit einem schwarzen Paket, das ihr bis 29.04.2012 gewinnen könnt!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-4095"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/das-schwarze-paket-gewinnspiel-schwarzer-planet-300x203.jpg" width="240" />
		</p><p>Ihr Lieben, wir sind nah an der 24!<br />
In 10 Tagen besteht der schwarze Planet 24 Monate und feiert seinen 2. Geburtstag. Dieses unausweichliche Datum möchte ich Euch versüßen mit einem schwarzen Paket, das ihr bis zum 29.04.2012 gewinnen könnt!</p>
<p>Es ist gleichzeitig <strong>mein dickes DANKESCHÖN </strong>an Euch fürs stille und laute Lesen, Kommentare schreiben, Weiterempfehlen, Gastartikel schreiben, Tipps geben sowie fürs Planeten retten vor bösen Cyberattacken. Letzteres ist natürlich besonders heftig &#8211; und ich hatte mir 2011 zwei wirklich fiese Sachen &#8220;eingefangen&#8221;, nur weil ich mein WordPress-Theme/-Backend nicht upgedatet hatte. Kennt man dann keinen schlauen Server-Crack wie den <a href="http://r.zorbla.de/disco.html" target="_blank"><strong>r@zorbla.de</strong></a> und keinen sehr geduldigen WordPress-Helden wie <strong><a href="http://www.wiik.de/" target="_blank">Thorleif</a></strong> kann man seinen Planeten zumachen. Dafür noch mal RIESIGEN Dank an Euch beide. Aber auch <strong>solitary_core, <a href="http://mellenoire.wordpress.com/" target="_blank">Melle Noire</a> und <a href="http://www.spontis.de" target="_blank">Robert von Spontis</a></strong> haben dabei geholfen, die Fehler überhaupt rechtzeitig &#8211; ohne dass weiterer Schaden angerichtet werden konnte &#8211; zu entdecken und in den Griff zu kriegen. Denn sowas passiert natürlich immer dann, wenn ich im Auslands-/Wellness-Urlaub bin.</p>
<p>Seid euch einfach im Klaren darüber: <strong>Ohne euch wäre der Planet nix!</strong> Jetzt fühlen sich bitte auch die oben-nicht-erwähnten Besucher &amp; Kommentatores, mein lieber<a href="http://der-schwarze-planet.de/elektronische-nacht"> M.Synthetic</a> und treue Freunde &#8220;hinter den Kulissen&#8221; angesprochen. Ich blogge nicht, weil ich mir was von der Seele schreiben muss. Auch wenn mir Blogartikel schreiben gerade im letzten Jahr durch schwere Zeiten geholfen hat, einfach weil es mich automatisch auf andere Gedanken bringt und ablenkt. Aber trotzdem seid ihr mein Benzin im Tank und mein Antrieb. Dafür ein dickes, fettes, schleimiges <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley colorbox-4095' />  DANKE! Ernst gemeint.</p>
<p>Deshalb verlose ich (bis) zum 2. Planetengeburtstag <strong>DAS SCHWARZE PAKET</strong>. Es kann jeder mitmachen, der älter als 18 Jahre ist. Holt es euch <span style="color: #008000;"><strong>bis zum 29. April 2012</strong></span>!</p>
<h3><strong>Das schwarze Paket: Was ist drin?</strong></h3>
<p>Mit dem schwarzen Paket gewinnt EINE/R von Euch diese fünf Besonderheiten:</p>
<ol>
<li><strong>&#8220;Nightmare on Sesame Street&#8221;</strong> US-Import T-Shirt in schwarz, Größe L<br />
Das hat hier in Deutschland garantiert niemand an &#8211; genial, lustig, megarar!</li>
<li><strong>&#8220;This is Spinal Tape&#8221;</strong> &#8211; Klebeband, 25m Wirbelsäule, Canada-Import<br />
Vorgestellt wurden die klebrigen Wirbel bereits bei meinen <a href="http://der-schwarze-planet.de/10-skurrile-ausgefallene-geschenke/">10 skurrilen Geschenketipps</a>.</li>
<li><strong>&#8220;Berge des Wahnsinns&#8221; von H.P. Lovecraft</strong> &#8211; Gruselkabinett Folgen 44/45<br />
Als Vorgeschmack auf dieses Doppel-CD-Hörbuch einfach die <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3785743866/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=wwwderschwarz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3785743866">Amazon-Rezensionen</a><img class="colorbox-4095"  style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=wwwderschwarz-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3785743866" alt="" width="1" height="1" border="0" /> durchzulesen. Ich sag nur: Mr. creepy Lovecraft&#8230; <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_twisted.gif' alt=':twisted:' class='wp-smiley colorbox-4095' /> </li>
<li><strong>&#8220;Do not cross: Zombie Outbreak&#8221;</strong> 6 Meter Absperrband, US-Import</li>
<li><strong>&#8220;Absinth 66&#8243;</strong> von Abtshof Magdeburg, Ost-Import <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley colorbox-4095' /> , kleine Flasche 4 dl</li>
</ol>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/inhalt-das-schwarze-paket.jpg"><img class="alignnone  wp-image-4138 colorbox-4095" title="inhalt-das-schwarze-paket" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/inhalt-das-schwarze-paket-1024x764.jpg" alt="" width="574" height="428" /></a></p>
<div id="attachment_4150" class="wp-caption alignleft" style="width: 234px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/nightmare-sesame-street.jpg"><img class="size-medium wp-image-4150 colorbox-4095" title="nightmare-sesame-street" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/nightmare-sesame-street-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Nightmare ganz nah - das Shirt-Motiv!</p></div>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/berge-des-wahnsinns-lovecraft-gruselkabinett.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4151 colorbox-4095" title="berge-des-wahnsinns-lovecraft-gruselkabinett" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/berge-des-wahnsinns-lovecraft-gruselkabinett-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/absinth-66-abtshof-v.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4156 colorbox-4095" title="absinth-66-abtshof-v" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/absinth-66-abtshof-v-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/this-is-spinal-tape.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4153 colorbox-4095" title="this-is-spinal-tape" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/this-is-spinal-tape-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/absinth-66-abtshof-hinten.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4152 colorbox-4095" title="absinth-66-abtshof-hinten" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/absinth-66-abtshof-hinten-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<h3></h3>
<h3><strong>Wie kannst Du am Gewinnspiel teilnehmen?</strong></h3>
<p>Gar nicht schwer. Beantworte mir bitte nur diese zwei Fragen:</p>
<h4><strong>In welche Stadt möchtest Du unbedingt (noch) einmal reisen und warum?</strong></h4>
<p>Du kannst mir die Antwort als Kommentar hier im Blog hinterlassen (kein Login erforderlich!) oder Du verfasst dazu einen eigenen, vielleicht ausführlicheren Artikel auf deinem eigenen Blog und verlinkst ihn zu dieser Seite. Weil meine Trackbacks leider nicht zuverlässig ankommen in letzter Zeit, wäre dann zur Sicherheit eine Nachricht an mich oder ein Kommi mit dem Link zu deinem Beitrag hilfreich. Es täte mir leid, wenn ich jemanden übersehe.</p>
<p>Bitte habt Verständnis, dass Kommentare/Posts in sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+ oder wer-kennt-wen nicht als Teilnahme gelten. Ich kann sie auf fremden Plattformen nicht nachhalten und nachweisen über einen längeren Zeitraum, die Gefahr dass etwas &#8220;durchrutscht&#8221; ist größer. Macht einfach Copy+Paste hier in einen Kommentar.</p>
<p>Alle Kommentare werden von mir freigegeben. Offensichtliche Fake-, Spam-, Mehrfach-, sinn- und inhaltslose Kommentare werden vorbehaltlos gelöscht – im Interesse aller ehrlichen Teilnehmer.</p>
<h3><strong>Wie wird der Gewinner ermittelt?</strong></h3>
<p>Der Gewinner/in des schwarzen Pakets wird nach dem 29.04. durch zufällige Auslosung per <a href="http://www.random.org/" target="_blank">Random.org</a> ermittelt und bis spätestens 5. Mai 2012 per E-Mail über den Gewinn informiert.</p>
<p><strong>Teilnahmebedingungen</strong><br />
- Das Gewinnspiel läuft vom 20.04.2012, 0:00 Uhr bis 29.04.2012, 23:59 Uhr.<br />
- Teilnehmen kann JEDER ab einem Alter von 18 Jahren.<br />
- Jede Person darf nur ein Mal teilnehmen.<br />
- Nur Kommentare hier auf dem schwarzen Planeten oder eigene Blogbeiträge (s.o.) sind gültig.<br />
- Kommentarspam wird nicht geduldet.<br />
- Der Gewinner/in wird durch eine faire und zufällige Auslosung per Random.org ermittelt.<br />
- Keine Barauszahlung des Gewinnes. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich wünsche <strong>Dir, Euch, Allen beim Mitmachen viel Glück</strong> und mir spannende Einblicke in Eure Lieblingsstädte. <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':-P' class='wp-smiley colorbox-4095' />  Denn:<em> Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode!</em> (sagte einst Polonius in &#8220;Hamlet&#8221; und ich schließe mich an, hehe)</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br />
Update 02.05.12:</p>
<p>Gewonnen hat <a href="http://tialda.wordpress.com/" target="_blank">TIALDA</a> &#8211; das büchersüchtige, schwarzromantische Wesen! Sie hat auch einen goldigen Blogbeitrag geschrieben, als das schwarze Paket bekam, den ihr <a href="http://www.bloglovin.com/m/2044307/461602166/fb" target="_blank">hier</a> lesen könnt. <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley colorbox-4095' />  &#8211; <strong>Herzlichen Glückwunsch</strong> und viel Spaß mit den Innereien des Pakets&#8230; allen Anderen vielen lieben Dank fürs Mitmachen und Eure wertvollen Städtetipps!</p>
<p>&nbsp;</p>

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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Englisch für Grufties: dead ringer</title>
		<link>http://der-schwarze-planet.de/englisch-fuer-grufties-dead-ringer/</link>
		<comments>http://der-schwarze-planet.de/englisch-fuer-grufties-dead-ringer/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 22:44:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mikrokosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Horrorfilme]]></category>

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		<description><![CDATA[Der „dead ringer“ ist kein extrem lauter Wecker. Auch kein Muskelprotz, der dich im Schwitzkasten haltend zu Tode ringt. Und schon gar kein fieser Anrufer, der sich am anderen Ende tot stellt und nur beänstigend atmet. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-4064"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/dead-ringer-Fotolia-3852923-S1-300x242.jpg" width="240" />
		</p><p>Der „Dead Ringer“ ist kein zu lauter Wecker. Auch kein Muskelprotz, der dich im Schwitzkasten haltend zu Tode ringt. Und schon gar kein ominöser, fieser Anrufer, der sich am anderen Ende tot stellt und nur beänstigend atmet. Wenn man allerdings <em>„You are a dead ringer for <a href="http://der-schwarze-planet.de/max-schreck-ein-untoter/">Max Schreck</a>“</em> zu hören bekommt, dann mag das höchstens in Grufti-Kreisen noch als Kompliment durchgehen. Aber auch da nicht immer zuverlässig. Entscheidet selbst, ob ihr darauf pikiert oder erfreut reagiert, sobald ihr diese Lesson durch habt. <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley colorbox-4064' /> </p>
<h2>Lesson 2:</h2>
<h2><a href="http://owad.de/check.php4?wordid=238&amp;choice=1" target="_blank">dead ringer</a></h2>
<p>to be <strong>a dead ringer for</strong> sb.<br />
= jemandem aufs Haar gleichen / der Doppelgänger / an exact duplicate</p>
<p>Wie kommt es, dass diese zwei englischen Worte „Doppelgänger“ bedeuten? &#8220;dead ringer&#8221; klingt eher nach einer tödlichen Dosis Anabolika. Normalerweise verwendet man für Menschen, die sich (bis) aufs Haar gleichen eher den englischen Begriff „look-alike“, „double“ und manchmal auch das aus dem Deutschen ins Englische übernommene Wort „doppelganger/doubleganger“.</p>
<p>Tatsächlich gibt es auch zur Wortentstehung von „dead ringer“ wieder eine düstere Sage, die durchs Internet geistert. So käme &#8211; ähnlich wie <a href="../../englisch-fuer-grufties-graveyard-shift/">„graveyard shift“</a> &#8211; auch dieses Wort aus der Zeit der Rettungswecker, als die Menschen noch Angst hatten, lebendig begraben zu werden. Die Toten bekamen eine Schlinge um das Handgelenk, um bei einer spontanen Erwachung klingeln und die Totengräber auf sich aufmerksam machen zu können. Aber das hätte wenig mit Doppelgängern sondern fast was mit Wiedergängern zu tun. <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_neutral.gif' alt=':-|' class='wp-smiley colorbox-4064' /> </p>
<p>Wie kam es nun also dazu, dass &#8220;dead&#8221; + &#8220;ringer&#8221; einen Doppelgänger ergeben?</p>
<p>„ringer“ ist fast interessanter, weil vielfältiger. Deshalb fangen wir mal damit an und graben uns zu „dead“ durch.</p>
<p><strong>„ringer“</strong> war ursprünglich die Bezeichnung für eine gefälschte Goldmünze. Traf ein solcher Münzen-Fake auf eine harte Oberfläche, erklang ein hoher Ton – sie klingelte hell wie ein Glöckchen. Daran erkannte man die Fälschung, denn echte Münzen aus Gold klangen nicht so hell, da sie schwerer waren.</p>
<p>„to ring true“ bedeutet „echt/wahr klingen“. Früher wurde das Verb „to ring“ nicht nur für läuten und klingeln verwendet, sondern in bestimmten, zumeist illegalen Zusammenhängen auch für „to substitute/exchange“. Als „car ringing“ bezeichnet man heute noch das Austauschen des Nummernschildes bei gestohlenen Autos mit dem eines echten, meist verschrotteten Wagens. (<a href="http://www.phrases.org.uk/meanings/dead%20ringer.html" target="_blank">Quelle</a>)</p>
<div id="attachment_4079" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/ringer-horses-Fotolia-5846326-XS.jpg"><img class="size-medium wp-image-4079 colorbox-4064" title="black russian troika - isolated on white" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/ringer-horses-Fotolia-5846326-XS-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a><p class="wp-caption-text">Aufs falsche Pferd gesetzt? Nicht mit dem (dead) ringer...</p></div>
<p>Das Wort <strong>„ringer“ wurde besonders bei Pferderennen in seiner Bedeutung geprägt</strong>. Bei horse races waren &#8220;ringer&#8221; erstklassige Pferde, die heimlich gegen optisch gleiche, zweitklassige Pferde ersetzt wurden. So konnte jeder, der vom Pferdetausch wusste, sich einen geldwerten Wettvorteil erschummeln, indem er alles auf den „ringer“ setzte.</p>
<p>Doch auch das Wörtchen <strong>„dead“ ist nicht so tot wie es den Anschein hat</strong>. In Verbindung mit manchen Begriffen wie „dead center“ (exakt in der Mitte) und „dead on time“ (absolut pünktlich) bedeutet es auch „exakt“ oder „absolut“.</p>
<p>Somit ergibt sich nun die Wortformel:</p>
<p style="padding-left: 60px;">dead = exakt</p>
<p style="padding-left: 60px;">ringer = Fake</p>
<p style="padding-left: 60px;">der exakte Fake = jemandem bis aufs Haar gleichen.</p>
<p>q.e.d. (quod erat demonstrandum) oder w.z.b.w. (was zu beweisen war) <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-4064' /> </p>
<p>Mal abgesehen vom geschätzten Fleischklops Meat Loaf, dessen zweites Album <em>Dead Ringer</em> (1981) hieß gibt es noch einen gleichnamigen, sehenswerten Film von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Cronenberg" target="_blank">David Cronenberg</a>. Der ist auch einer meiner Lieblingsregisseure für schräge Filme mit teilweise unauslotbarer Horrorpsychologie (u.a. Die Fliege).</p>
<p>Der <strong>deutsche Filmtitel von „Dead Ringers“ lautet „Die Unzertrennlichen“</strong> und ist kein expliziter Horrorfilm. Er handelt von zwei charakterlich sehr unterschiedlichen Zwillingsbrüdern, die beide grandios von Jeremy Irons gespielt werden. Beide sind hochgeachtete Gynäkologen, die sich intensiv und gemeinsam ihrer Forschungsarbeit widmen. Sie teilen alles, u.a. eine gemeinsame Wohnung und auch ihre weiblichen Eroberungen. Kompliziert und abgründig wird es erst, als plötzlich Liebe, Enttäuschung, Depressionen und Drogen ins Spiel kommen, welche die unzertrennliche Symbiose der Dead Ringers bedrohen.</p>
<p><object width="480" height="360" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/H5HrHcgnWRw?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="360" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/H5HrHcgnWRw?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Gibt es von Dir einen Doppelgänger? Oder bist du vielleicht selbst ein dead ringer??</strong>  <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_eek.gif' alt='8-O' class='wp-smiley colorbox-4064' /> Lasst wissen.</p>
<p>&nbsp;</p>

<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Film ab!</title>
		<link>http://der-schwarze-planet.de/film-ab/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 18:31:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Skurrile Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Horrorfilme]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wurde von einem Blogstöckchen zum Thema Film und Buch getroffen. Das passiert mir selten, normalerweise weiche ich aus. Doch nun gibt es eben ein paar unausweichliche, persönliche Tipps zu Klassikern, Anarchie, Leichenliebe und schwarzen Büchern. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-3993"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Fotolia_38070606_XS.jpg" width="240" />
		</p><p>Jetzt hat mich <a href="http://www.mahltied.com/stoeckchen-buch-film" target="_blank">die liebe Stoffel</a> getroffen &#8211; und zwar mit ihrem Blogstöckchen &#8211; sozusagen zwischen die Lichter <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley colorbox-3993' /> . Es gibt ja Leute, denen kann ich nichts abschlagen, obwohl ich sie noch nicht mal persönlich kenne. Stoffel zum Beispiel.</p>
<p><strong>Was ist ein Blogstöckchen?</strong> Man erhält von einem Blogger eine Anzahl Fragen weitergegeben &#8211; als Stöckchen zugeworfen sozusagen &#8211; die derjenige zuvor bei sich auf dem Blog beantwortet hat. Man schnappt das Stöckchen auf (wie ein Hund), verweist per Link auf den StöckchenwerferInnen und beantwortet brav die gestellten Fragen im eigenen Blog. Zuletzt sucht man sich den nächsten Blogger aus, der sie beantworten soll. Oft sind diese Fragen oder Themen leider für mich eher uninteressant oder es &#8220;steckt&#8221; schon in den Fragen zu wenig Qualität drin, um daraus einen Artikel zu basteln. Oder es passt thematisch nicht zum schwarzen Planeten. Aber in diesem Blogstöckchen dreht sich alles um Filme und Bücher. Ergiebig und passend. Danke also an Stoffel und alle Blogger in der Kette zuvor.</p>
<h3><strong><em>1. Welches Buch würdest du unbedingt weiter empfehlen und warum?</em></strong></h3>
<p>Den Grusel-Klassiker <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3866473761/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=wwwderschwarz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3866473761">&#8220;Frankenstein&#8221; von Mary Shelley</a><img class="colorbox-3993"  style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=wwwderschwarz-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3866473761" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<p>Dieses Buch hat mich von allem Gelesenen in den letzten Jahren am meisten überrascht und es hat mir oft beim Lesen die Kehle zusammengeschnürt. Weil es ganz anders ist als sämtliche Filme, die vom Frankenstein-Monster handeln. &#8220;Die Kreatur&#8221; ist nämlich kein Monster, sondern wird zu einem gemacht. Von den Menschen. Ich war sehr überrascht über dieses Buch, auch weil es sich trotz der alten Schreibweise sehr gut lesen lässt und spannender ist als &#8220;Dracula&#8221; oder &#8220;Das Bildnis des Dorian Gray&#8221;.</p>
<h3><strong><em>2. Welchen Film sollte man unbedingt mal gesehen haben und warum?</em></strong></h3>
<p>Filme sind wesentlich stimmungsabhängiger als Bücher. Aber im selben Maße wie Bücher auch abhängig von dem, was man an vergleichbar gutem Stoff kennt und auch wieder von der Lebensphase, in der man sich befindet.</p>
<p>Daher ist es mir schlichtweg unmöglich, einen all-time-favorite-Film zu nennen &#8211; noch dazu einen, den ich JEDEM empfehlen würde. Ich mag Kino mit Tiefgang und Schräglage. Skurrile, seltene Geschichten, die mich ergreifen und in ihren Bann ziehen. Davon gibt es eine ganze Menge sehr gute, aber zwei Filme sind besonders. Sie sind mir unvergesslich, schieben sich immer wieder bei Alltagssituationen szenenhaft ins Gedächtnis und sind auf ihre Art sehr außergewöhnlich und kritisch.</p>
<h4><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fight_Club_%28Film%29" target="_blank">Fight Club (1999)</a></h4>
<p><em>&#8220;Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit alles zu tun.&#8221;</em></p>
<p>&#8220;Fight Club&#8221; ist DER Anarchie- und Anti-Konsum-Kultfilm schlechthin. Völlig untypischer Stoff für Hollywood, obwohl er tatsächlich bei 20th Century Fox erschienen ist.</p>
<p>&#8220;Fight Club&#8221; hat Witz, Botschaft und Härte. Noch dazu kann man vieles als Zuschauer gut nachempfinden (was bei meinem Filmtipp Nr. 2 eher nicht der Fall sein dürfte) &#8211; selbst als Frau. Natürlich nicht die Prügeleien, aber die Message. Man will irgendwie auch mal so sein wie der Protagonist und seinem Chef entgegen schmettern: <em>&#8220;Vielleicht wäre es besser, wenn Sie nicht jeden Mist, der Ihnen unterkommt zu mir schleppen.&#8221;</em><br />
Doch dazu muss man erstmal loslassen, nichts mehr kontrollieren, die Überbewertung von Besitz ablehnen, alles verlieren. <em>&#8220;Alles was du hast, hat irgendwann Dich.&#8221;</em> ist für mich einer der zentralen und großen Sätze in diesem Film. Weg vom Konsum und vom Mainstream, stattdessen im Untergrund leben und letztlich auch dort agieren. <em></em></p>
<p>Auch wenn das alles ernst klingt und auch ist &#8211; es ist spannend, verwirrend und lustig verpackt. Unvergessen die Seife-Zutaten-Beschaffungsszene (abgesaugtes Fett aus einer Schönheitsklinik) oder das Ausheulen zwischen Meat Loafs riesigen Brüsten in der Suchttherapie. Dennoch ein subtiler, für mich auch anspornender Film zur steten Selbstüberprüfung. Zu schnell läuft man im Trott der Gesellschaft mit, wird sediert von Tchibo-Werbung, Payback-Karten und Firmenzielen. Entscheidend ist, was man aus &#8220;Fight Club&#8221; für sich selbst mitnimmt. Das kann bei jedem etwas anderes sein. Denn die Palette reicht von der Erweckung des männlichem Urtriebs und dessen &#8220;Abreaktion&#8221; über Konsumverweigerung bis hin zur Zerstörung des kapitalistischen Systems von innen. Auch gut geeignet für alle, die gern ihr Leben komplett verändern wollen. Ganz nebensächlich ist dabei fast, dass Brad Pitt hier seine beste Rolle ever hat und die Pixies mit &#8220;Where is my mind&#8221; das schönste Lied für zusammenstürzende Wolkenkratzer liefern.</p>
<p><object width="480" height="360" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/kS8JEaTaWgY?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="360" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/kS8JEaTaWgY?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nekromantik" target="_blank">Nekromantik (1987)</a></h4>
<p>Ein Film, der sogar Gothics und gestandene Horrorfilm-Liebhaber verstört. Wohl durch die &#8220;Entschlossenheit seiner Macher&#8221;, die die Liebe zu Toten als etwas Alltägliches, sogar Normales portraitieren. &#8220;Nekromantik&#8221; vom deutschen Regisseur Jörg Buttgereit ist ein B-Horror-Movie und Low-Budget-Produktion. Der Film ist ein makabres Kunstwerk, das sich ins Gedächtnis frisst. Nach einem langwierigen Prozess steht er mittlerweile in Deutschland nicht mehr auf der Zensurliste, sondern ist als Kunstfilm anerkannt. Manche Szenen sind so &#8216;unerhört&#8217; und unglaublich, dass es mir geholfen hat über ihre groteske Darstellung zu lachen. Aber es gibt kaum einen besseren Film über dieses Tabuthema. &#8220;Nekromantik&#8221; handelt von den Außenseitern unter den Außenseitern &#8211; und schon das macht den Film für mich interessant. Er ist mutig, direkt, krass &#8211; gleichzeitig geht er mit dem Thema offen und &#8211; wie ich nur vermuten kann &#8211; ehrlich um. Allein der Eröffnungssatz <em>&#8220;Wo bleiben die Tüten??&#8221;</em> (für die Toten) zaubert mir im Alltag öfter mal ein Lächeln aufs Gesicht. Dennoch ist &#8220;Nekromantik&#8221; definitiv Geschmackssache &#8211; und vor allem für erste Grufti-Dates nicht zu empfehlen (höchstens zur Abschreckung <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley colorbox-3993' />  )!</p>
<p>+++ DISCLAIMER: ab 18 Jahre, für Vegetarier und Veganer nicht geeignet! +++</p>
<p><object width="480" height="360" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/q8iyMxTeB2Y?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="360" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/q8iyMxTeB2Y?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<h3><strong><em>3. Welcher war der schlechteste Film, den du dir je angesehen hast und was war daran so schlecht?</em></strong></h3>
<p>Ich mache das wie <a href="http://www.mysteraxix.de/rebellisch-knuppeldick" target="_blank">MysteraXIX</a>: Filme, die mich nach max. einer halben Stunde nicht überzeugen, schaue ich mir nicht an. Es ist auch schon 2x passiert, dass ich das Kino verlassen habe &#8211; obwohl ich in der Mitte der Sitzreihe saß. Bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=UB-nPdmlEXI" target="_blank">&#8220;Die Liga der ehrenwerten Gentlemen&#8221;</a> zum Beispiel. Nach 20min, als Kapitän Nemo mit seinem U-Boot in die Stadt gefahren kommt, hatte ich genug davon, sämtliche (einzeln genommen interessante) Fantasy-Charaktere wild zusammengewürfelt durch den Effekt-Fleischwolf gedreht und völlig unauthentisch auf die Leinwand geklatscht zu bekommen. Mich hat gewundert, dass sich so viele gute Schauspieler für den Film hergegeben haben. Aber da ich ihn nur 20min gesehen habe, will ich nicht mehr dazu sagen.</p>
<p>Mich nerven prinzipiell Filme, die mir nichts geben. Keine Erkenntnis, keine Spannung oder Grusel, keinen Lacher oder keinen Impuls. Außer den, auf die &#8220;Stop&#8221;-Taste der Fernbedienung zu drücken. Ich hasse Filme, die nur mit Effekten rumprotzen. Actionfilme und Splatter mag ich gar nicht, Komödien noch weniger &#8211; über Liebeskomödien a la &#8220;Wie werde ich ihn los in 10 Tagen&#8221; brauchen wir gar nicht zu reden. Subtile Liebesgeschichten finde ich gut, wenn sie in ein anderes Thema eingepackt sind. Letztendlich basieren Vampirfilme ja auch immer auf einer Lovestory.<br />
Auch mit &#8220;Saw&#8221; kann ich nichts anfangen &#8211; aus meiner Sicht sadistisch ohne Tiefgang. Ich wüsste jetzt nicht, warum ich mir sowas ansehen wöllte? Foltermethoden und Fiesitäten beeindrucken mich nicht.</p>
<h3><strong><em>4. Wärst du in einem Film lieber Held oder Bösewicht?</em></strong></h3>
<p>Ich kann die Frage nicht beantworten, denn wenn ich etwas nicht kann, dann ist es schauspielern. <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_mad.gif' alt=':-x' class='wp-smiley colorbox-3993' />   Prinzipiell fällt mir aber keine Bösewichtin ein, die ich gerne mal spielen würde. Daher wohl eher die Anti-Heldin. Jodie Fosters Charakter in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ff4as80L2L0" target="_blank">&#8220;Die Fremde in Dir&#8221;</a> hat mir gut gefallen. Ambivalent und reizvoll.</p>
<h3><strong><em>5. Was ist dein liebstes Filmzitat/Buchzitat?</em></strong></h3>
<p>Oha, gefährlich Frage, denn ich liebe Zitate! Nicht umsonst gibt es hier rechts im Blog die &#8220;Zitate für die Reise&#8221;. Diese rekrutieren sich oft aus guten Filmen. Oder aus guten Büchern. Oder aus Sprüchen von Freunden, Bekannten, Verwandten. Mit der Antwort auf diese Frage könnte ich also einen ganzen Artikel füllen (vielleicht mal eine Idee <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-3993' /> ).</p>
<p>Außerdem bin ich stolze Besitzerin des schwarzen Buches für Filmzitate. Es ist mein schwarzgewandetes Moleskine und es liegt immer auf dem Tisch, wenn ich einen Film schaue. Darin notiere ich gute Sprüche und Dialoge &#8211; weil ich mir sie nicht bis zum Ende des Filmes merken kann. Manchmal sind es auch viel zu viele &#8211; bei Fight Club ist es ein wahres Zitate-Gewitter, was da abgefeuert wird.</p>
<p>Im schwarzen Buch haben sich mittlerweile so viele Zitate versammelt, dass es schwer ist, eines zum liebsten Zitat zu küren. Aber das ist auch gar nicht wichtig, denn es muss das liebste, weil passendste Zitat für die jeweilige Situation sein. Manche Zitate dienen mir auch nur als gute und vermeintlich schlagfertige Antwort, wenn mir selbst im wahren Leben mal eine ähnliche Frage gestellt wird. Ein Beispiel für den Büroalltag ist: <em>&#8220;Ihre Herablassung weiß ich wie immer sehr zu schätzen.&#8221;</em> (aus &#8220;Inception&#8221;)</p>
<p>Die folgenden zwei Zitate passen gut &#8211; das Erste spricht mir allgemein geschmacklich oft aus der Seele und das Zweite ist gut als Abschluss des Blogstöckchen geeignet:</p>
<p><em>&#8220;Und wenn wir irgendwo auf dieser Welt noch Schönheit begegnen, dann nur weil sie von ihren Verfolgern übersehen wurde.&#8221;</em> (aus &#8220;Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins&#8221;)</p>
<p>John Malkovich als Murnau in &#8220;Shadow of the Vampire&#8221; sagte über sich als Regisseur und sein Filmteam:<br />
<em>&#8220;Wir sind Wissenschaftler, die sich damit befassen, Erinnerungen zu erschaffen.&#8221;</em></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Ich möchte dieses Blogstöckchen und die 5 Fragen weiterwerfen an <a href="http://thedarkworldofemilybyron.blogspot.de/2012/04/filmstockchen.html" target="_blank">Emily Byron</a> und <a href="http://www.pooly.net/5-persoenliche-fragen-und-antworten-zum-thema-buch-film/" target="_blank">Pooly</a>. Ich bin schon gespannt auf Eure Antworten und Empfehlungen!</p>
<p>&nbsp;</p>

<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Nosferatu: Die Burg zum Film</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 22:27:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Länder]]></category>
		<category><![CDATA[Burg]]></category>
		<category><![CDATA[Dracula]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseziele]]></category>
		<category><![CDATA[Slowakei]]></category>
		<category><![CDATA[Vampire]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://der-schwarze-planet.de/?p=3887</guid>
		<description><![CDATA[Gute Reiseführer sind eine seltene Spezies. Genauso wie Stummfilm-Liebhaber. Treffen sich beide, kann es passieren, dass ein Geheimtipp daraus entsteht. Wie die Burg Orava in der Slowakei - der Drehort von "Nosferatu". Hier trieb Max Schreck als Graf Orlok sein Unwesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-3887"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/nosferatu-drehort-burg-orava-slowakei-300x225.jpg" width="240" />
		</p><div>Es war Zufall. Ich kurvte gerade durch das Märchenland, auch Slowakei genannt. Rechts zogen die Berge der Hohen Tatra vorbei &#8211; ich tagträumte beim Autofahren so vor mich hin. Plötzlich ertönte neben mir ein <em>„UAAAAARRRRHH“.</em> Ich blickte irritiert zum Beifahrersitz. Dort starrte mein Freund fassungslos auf unseren Slowakei-Reiseführer. <em>„Ha! Weißt Du, was hier in der Nähe ist?&#8221; </em>(bedeutungsschwangere Pause, Auf und Ab-Bewegung des Reise-Necronomicons)<em> &#8220;Die Burg auf der ‚Nosferatu’ gedreht wurde.“</em> <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_eek.gif' alt='8-O' class='wp-smiley colorbox-3887' /> Wusch! Nach dieser Ansage musste ich mit dem Auto erstmal die Straßenlage zurückgewinnen.</div>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Nosferatu-Stummfilm-Murnau-Graf-Orlok.jpg"><img class=" wp-image-3938 alignnone colorbox-3887" title="Nosferatu-Stummfilm-Murnau-Graf-Orlok" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Nosferatu-Stummfilm-Murnau-Graf-Orlok.jpg" alt="" width="538" height="403" /></a></p>
<p>Tatsächlich behauptete unser toller <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3933041236/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=wwwderschwarz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3933041236" target="_blank">Reiseführer</a><img class="colorbox-3887"  style="border: none; margin: 0px;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=wwwderschwarz-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3933041236" alt="" width="0" height="0" border="0" /> in zwei kleinen Nebensätzen, dass circa 1,5 Stunden von uns entfernt, Fritz Lang 1921 die Szenen auf Graf Orloks Schloss gedreht habe – auf der <strong>Burg Orava</strong>. Aha. Zunächst galt es mal den Fehler zu finden. Aber solange sie im Reiseführer nur den Regisseur verwechselt haben, wollten wir über diesen Irrtum mal großzügig hinwegsehen. Überhaupt freuten wir uns viel zu sehr, dass wir diesen Drehort von „Nosferatu“ entdeckt hatten. Sonst war nämlich nirgends einen Hinweis darauf – auch in keinem anderen Reiseführer (nicht im Zweit- und nicht im Dritt-Reiseführer). Komisch. Also kamen wir unserer historischen Pflicht nach zu checken, wie viel Fleisch da überhaupt am Knochen dieser Behauptung ist. Als olle Gruselschinken-Kenner sollten wir ja in der Lage sein, das ein oder andere Eckchen auf der Burg mit dem Film in Verbindung zu bringen.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 593px"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/92/Ender-arva.jpg"><img class="   colorbox-3887" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/92/Ender-arva.jpg" alt="" width="583" height="411" /></a><p class="wp-caption-text">Arwaburg - gemalt von Thomas Ender (um 1860) - via Wikimedia Commons</p></div>
<p>Die Burg Orava (dt.: Arwaburg) befindet sich in der Nähe der Stadt Dolny Kubín in der Nordslowakei. Sie ist eine der schönsten slowakischen Burgen, was noch nichts Besonderes ist, denn die Slowakei verdichtet jede Menge davon in ihrem kleinen Land. Einzigartig ist ihre Lage und ihr Bau. Die Arwaburg thront weithin sichtbar auf einem steilen Kalksteinfelsen 112m über dem Fluss Orava/Arwa. Wegen ihrer grandiosen Lage wurde sie in Kriegen niemals eingenommen. Nähert man sich ihr von Osten – so wie wir – gibt sie genau dasselbe Bild ab wie in „Nosferatu“, als Hutter aus der Kutsche gelassen wird, um das letzte Stück Weg zum Burgtor zu gehen und ihn der Kutscher (Graf Orlok selbst) mit der Reitpeitsche auf die Burg weist.</p>
<div id="attachment_3896" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Nosferatu-burg-orava-von-fern.jpg"><img class=" wp-image-3896  colorbox-3887" title="Nosferatu-burg-orava-von-fern" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Nosferatu-burg-orava-von-fern-300x225.jpg" alt="" width="270" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Im Film: Graf Orloks Schloss/Burg - die Ähnlichkeit ist nicht zu verkennen</p></div>
<div id="attachment_3902" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Burg-Orava-slowakei-nosferatu-von-Osten.jpg"><img class=" wp-image-3902  colorbox-3887" title="Burg-Orava-slowakei-nosferatu-von-Osten.jpg" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Burg-Orava-slowakei-nosferatu-von-Osten-300x225.jpg" alt="" width="270" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Foto von Milan Garbiar aus Liesek, Slovakia (Flickr) CC-BY-2.0, via Wikimedia Commons</p></div>
<p>Zu Fuße der Burg angelangt, stellten wir fest, dass sie durchaus ein Touristenmagnet ist. Mit uns warteten verhältnismäßig viele Besucher auf eine Besichtigung, die <strong>nur mit Führung</strong> möglich ist – eigentlich wie immer in der Slowakei. Fotos sind erlaubt, aber man zahlt extra (nicht viel). Führungen sind immer auf Slowakisch – wir bekamen dazu ein Infoblatt in Deutsch und eine hübsch aufgemachte Broschüre über die Burg Orava ausgehändigt. Ich durchforstete beide Materialien sorgfältig, ob dort irgendwas über „Nosferatu“, den Filmdreh oder Murnau zu finden war&#8230; aber nein. Das fand ich seltsam. Es kann eigentlich nur zwei Gründe dafür geben:</p>
<p>Entweder haben die Slowaken ihren Schock über den angeblichen Untoten <a href="../../max-schreck-ein-untoter/">Max Schreck</a> bis heute nicht überwunden und ein Hinweis auf den Film wäre für die häufig sehr gläubigen Menschen eher abschreckend für einen Burgbesuch. Oder dieser alte Stummfilm ist bei den Slowaken kaum bekannt und kann deshalb nicht als Besuchermagnet fungieren. Ich tendiere zu letzterem. Stummfilme kennen ja heutzutage nur noch Liebhaber derselben – eine seltene Spezies. Jedenfalls blieb dadurch die Burg Orava als Drehort von „Nosferatu“ ein Geheimtipp. Was uns überaus gelegen kam <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley colorbox-3887' />  .</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/drehort-nosferatu-graf-orlok-schloss-burg-orava.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3900 colorbox-3887" title="drehort-nosferatu-graf-orlok-schloss-burg-orava" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/drehort-nosferatu-graf-orlok-schloss-burg-orava-1024x768.jpg" alt="" width="614" height="461" /></a></p>
<p>Die Arwaburg wurde im 13. Jhd auf den Grundmauern einer großmährischen Burgstätte aus dem 9. Jhd. erbaut und diente wie das <a href="../../dracula-schloss-bran-rumaenien/">Dracula Schloss Bran</a> als Grenzfestung – hier am Handelsweg nach Polen. Im Laufe der Jahre wurde sie von ihren verschiedenen Besitzern erweitert und besteht heute aus einem unteren, mittleren und oberen Burgkomplex, wobei der oberste der älteste ist. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf das Orava-Tal und das umliegende Roháce-Gebirge, also die vermeintlichen Karpaten im Film „Nosferatu“.</p>
<p><object width="640" height="480" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Lst0FYYv5cM?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="640" height="480" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/Lst0FYYv5cM?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Einer der berühmtesten Burgbesitzer war übrigens die Adelsfamilie Thurzo, die auf der Burg Orava in der 2. Hälfte des 16. Jhd. einige Burgwände mit Sgraffitofassaden versah. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Thurzo" target="_blank">Georg Thurzo</a> war damals im ungarischen Reich der Chef im Ring und setzte auch dem zweifelhaften Treiben der <a href="../../cachtice-burgruine-der-blutgraefin/">Blutgräfin Bathory</a> ein Ende.</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/burg-orava-slowakei-drachen-tor.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3908 colorbox-3887" title="burg-orava-slowakei-drachen-tor" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/burg-orava-slowakei-drachen-tor-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wie aufgrund der Lage nicht anders zu erwarten: es geht steil hoch zur Burg. Das untere Tor ist extrem wuchtig, hat aber zur Verniedlichung einen eisernen Drachen als Griff erhalten. Durch dieses Tor ging auch Hutter – voller Erwartung auf einen fetten Immobiliendeal mit dem skurrilen Grafen. Natürlich gingen auch wir hindurch – voller Erwartung auf jede Menge Burg zum Film.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3909" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/burg-orava-nosferatu-unteres-tor.jpg"><img class="size-medium wp-image-3909 colorbox-3887" title="burg-orava-nosferatu-unteres-tor" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/burg-orava-nosferatu-unteres-tor-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Das erste Tor - dahinter ist...</p></div>
<div id="attachment_3911" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Nosferatu-Hutter-Burgtor.jpg"><img class="size-medium wp-image-3911 colorbox-3887" title="Nosferatu-Hutter-Burgtor" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Nosferatu-Hutter-Burgtor-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">...das Burgreich des Grafen</p></div>
<p>Dann passierten wir das 2. Tor und sahen den Tunnel, aus dem Graf Orlok wie aus dem Dunkel hervortritt, um seinen Gast aus Deutschland zu begrüßen. Im Tunnel stand bei uns aber nicht Graf Orlok, sondern eine alte Kutsche. Die war allerdings definitiv älter als der Stummfilm.</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/nosferatu-drehort-burg-orava-slowakei.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3888 colorbox-3887" title="nosferatu-drehort-burg-orava-slowakei" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/nosferatu-drehort-burg-orava-slowakei-300x225.jpg" alt="" width="270" height="203" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Nosferatu-Graf-Orlok-Willkommen-Tunnel.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3915 colorbox-3887" title="Nosferatu-Graf-Orlok-Willkommen-Tunnel" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Nosferatu-Graf-Orlok-Willkommen-Tunnel-300x225.jpg" alt="" width="270" height="203" /></a></p>
<p>Der Tunnel mündet in einen Innenhof, in dem 1921 und im Film zu sehen auf einer Wiese noch Obstbäume standen. Sehr idyllisch. Leider heute ohne Burgobst.</p>
<div id="attachment_3918" class="wp-caption alignleft" style="width: 325px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Nosferatu-burg-orava-innenhof.jpg"><img class=" wp-image-3918  colorbox-3887" title="Nosferatu-burg-orava-innenhof" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Nosferatu-burg-orava-innenhof.jpg" alt="" width="315" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">Der Burg-Innenhof 1921 in &quot;Nosferatu&quot;</p></div>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/arwaburg-slowakei-innenhof.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3919 colorbox-3887" title="arwaburg-slowakei-innenhof" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/arwaburg-slowakei-innenhof-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Es ist ein komisches, aber zugleich beschwingendes Gefühl, auf den selben Steinen zu wandeln wie 90 Jahre zuvor F.W. Murnau, Albin Grau, Gustav von Wangenheim und vor allem Max Schreck. Ich gehe dadurch jeden Schritt bewusster und laufe wie durch ein großes Geschenk aus echter Geschichte und Filmhistorie -  alles hübsch eingewickelt in alte Mauern. Der Film bedeutet mir sehr viel – ich liebe ihn! Daher bin ich wohl auch aufgeregt. Ab und zu versuche ich mich im Blick des Regisseurs, Kameramanns oder Zuschauers. Wie und was würde ich hier filmen? Wie bekommt man die sonnendurchflutete Burg schaurig in Szene gesetzt? Wo ist der Keller, in dem Hutter den schlafenden Nosferatu im Sarg entdeckt? Ich habe ihn leider nicht gesehen und bei Führungen lässt sich immer sehr schlecht nach etwas &#8220;suchen&#8221;.</p>
<div id="attachment_3924" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Nosferatu-Hutter-Graf-Orlok.jpg"><img class="wp-image-3924  colorbox-3887" title="Nosferatu-Hutter-Graf-Orlok" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Nosferatu-Hutter-Graf-Orlok.jpg" alt="" width="553" height="415" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Sagen Sie mal: Wo gehts denn hier zur Gruft?&quot;</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was übrigens Murnau, Schreck &amp; Co. damals nicht wussten: sie standen und drehten auf unsicherem Terrain. Im Jahr 1800 hatte es in der Burg einen großen Brand gegeben und dadurch war die Burgstatik etwas aus den Fugen geraten. Erst Mitte des 20. Jhd. wurden diese Baufälligkeiten über lange 13 Jahre hinweg wieder instand gesetzt. Aber es ist ja nichts passiert! Außer ein paar Todesfällen in der slowakischen Nachbarschaft mit Vampirbissen am Hals <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley colorbox-3887' />  , die jedoch nicht der mangelnden Burgstatik anzulasten und vielleicht auch gar nicht wahr sind.</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/slowakei-arwaburg-innen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3932 colorbox-3887" title="slowakei-arwaburg-innen" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/slowakei-arwaburg-innen-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/burg-orava-slowakei-ritterzimmer.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3930 colorbox-3887" title="burg-orava-slowakei-ritterzimmer" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/burg-orava-slowakei-ritterzimmer-1024x768.jpg" alt="" width="330" height="248" /></a>Als ob die Burg Orava als Drehort von „Nosferatu“ nicht schon genug wäre – nein, sie hat auch noch jede Menge innere Werte. Die Raumführung startete mit der Burgküche, der Rüstkammer und der Burgkapelle im unteren Burgkomplex. In der Küche war das „Auge Gottes“ über die Eingangstür gemalt, um das Gesinde vom Diebstahl des Essens abzuhalten (Big Brother is watching you). Wer weiß, wer noch so alles abgeschreckt werden sollte&#8230;</p>
<p>Weiter ging es mit dem mittleren Burgkomplex. Dort befinden sich sehr interessant ausstaffierte Räume. Präsentiert werden typische Kleidung, Felle, Rüstungen, Waffen, schöne alte Möbel, Rittersäle und Wohnräume. Die Burg Orava hat viele verwinkelte Gänge, Treppen und Aufstiege in kleine Zitadellen und Türmchen. Man kann gut „lost“ gehen. In einem Raum hat mein Freund ein Bild gemacht, das mir immer wieder unheimlich ist. <strong>Erkennt ihr auch das Gesicht direkt über dem Treppengeländer an der Wand?</strong> Das rechte Auge, Augenbrauen und die Nase? Ist doch krass, oder?</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/gruselig-burg-orava-drehort-nosferatu-murnau.jpg"><img class=" wp-image-3936 alignnone colorbox-3887" title="gruselig-burg-orava-drehort-nosferatu-murnau" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/gruselig-burg-orava-drehort-nosferatu-murnau-768x1024.jpg" alt="" width="491" height="655" /></a></p>
<div id="attachment_3937" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/burg-orava-ich-sitz-im-burgfenster.jpg"><img class="size-medium wp-image-3937 colorbox-3887" title="burg-orava-ich-sitz-im-burgfenster" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/burg-orava-ich-sitz-im-burgfenster-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Endlich ganz oben (im Burgfenster)</p></div>
<p>Angenehm weiterfrösteln konnten wir im obersten Burgteil. Hier ist es selbst bei sommerlichen Temperaturen immer frisch, auch wenn die Fenster geschlossen sind und man nicht ganz nach draußen auf den obersten Zitadellen-Turm gehen kann. Der „Pilzturm“, den man im Film sieht (s.o.), ist für Besucher gesperrt. Die Wände und das Gemäuer ganz oben konnte ich mir sehr gut als Wand für Nosferatu’s Außenakrobatik vorstellen. Aber DAS konnte selbst Max Schreck nicht schauspielern ohne trickreiche Technik. Er stieg wohl ganz normal wie wir die vielen Stufen von oben auch wieder nach unten.</p>
<p>Die Führung dauerte circa 90 min. Wir waren die vorletzte Besuchergruppe und hatten wunderbare Abendsonne, was ich für Fotos sehr empfehlen kann. Märchenburg mit natürlichem Weichzeichner sozusagen.</p>
<p>Übrigens wurde noch jemand Berühmtes (außer mir, haha) von der Burg Orava inspiriert, nämlich Franz Kafka. Es könnte durchaus sein, dass er bei einem seiner <a href="http://www.franzkafka.de/franzkafka/das_leben/" target="_blank">Kuraufenthalte wegen einer Lungenkrankheit</a> in der Slowakei und Tschechei (in Matliary, Hohe Tatra und in Spindlermühlen, Riesengebirge) auch die Arwaburg besichtigt hat. Ganz sicher ist das irgendwie nicht, aber einige Beschreibungen in seinem unvollendeten Roman „Das Schloss“ ähneln der Burg Orava ziemlich stark – wie <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/franz-kafka-und-murnaus-nosferatu-die-burg-des-grauens-1.363222" target="_blank">in diesem Artikel</a> vermutet wird.</p>
<p>Ich bin der Slowakei sehr dankbar für diese charmant-schaurige Burg: sie ist außen und innen wunderbar erhalten, es wurde kein Touri-Hotel hineingebaut und von einer Vampirvermarktung kann man bislang auch nicht sprechen.</p>
<h4>Route planen zur Burg Orava / Arwaburg</h4>
<div id='stb-box-2602' class='stb-grey_box' style="border-top-color: #4d673c; border-left-color: #4d673c; border-right-color: #4d673c; border-bottom-color: #4d673c; "><strong>GOTHIC GUIDE BURG ORAVA SLOWAKEI</strong> &#8211; Eine Seite mit den wichtigsten Infos zum Mitnehmen auf Reisen: <strong><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Gothic Guide-Burg-Orava-Slowakei-Nosferatu.pdf">Gratis-Download Gothic Guide Burg Orava</a></strong></div>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>

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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Tod war schwarz (2)</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 00:40:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josh Wittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mikrokosmos]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Pest kam wie ein Auswurf der Hölle über Europa. Alle waren rat- und machtlos. Es herrschte Endzeitstimmung nach dem Motto: Der schwarze Tod holt uns sowieso. Doch das passiert auch heute noch, denn diese Seuche hat überlebt.  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-3846"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/pest-mittelalter-schwarzer-tod-300x215.jpg" width="240" />
		</p><p>Besonders in den ärmeren Gegenden der von der Pest heimgesuchten Städte wurde das Leben zur Qual. Gab es zu Beginn der Seuche noch den Trost von Priestern, unterblieb dieser mit der Zeit. Die niederen Geistlichen und Klosterbrüder, die mit diesen Aufgaben betreut waren, infizierten sich ebenfalls und starben. Die Versorgung mit Lebensmitteln stockte, denn viele der Bauern waren ebenfalls der Pest erlegen und somit kamen immer weniger Waren auf die Märkte. <strong>Pestknechte</strong> zogen morgens durch die Straßen um die Toten aufzulesen, die die Angehörigen zum Sterben auf die Straße gelegt hatten. Aus Venedig ist bekannt, dass der Stadt während der Pest die Knechte ausgingen. Man holte Gefangene aus den Kerkern, die diese Arbeit verrichten mussten. Die wiederum nutzten des öfteren die Gelegenheit und nahmen den Toten alles ab, was man irgendwie zu Geld machen könnte. Dummerweise waren es gerade die Kleider, in denen die Flöhe saßen. So verteilte sich die Krankheit oft in andere, bislang noch verschonte Gebiete. Auch ist bekannt, dass die Knechte manchmal nicht warteten, bis der Tod eingetreten war. So wurden auch Sterbende verladen. Anfangs versuchte man den Toten noch ein christliches Begräbnis zu ermöglichen, doch mit der Zeit blieb dafür keine Zeit und man schuf Pestgruben, in die die Opfer geworfen wurden. Anschließend überschüttete man die Leichen mit ungelöschtem Kalk und darüber kam dann die nächste Lage an Opfern.</p>
<div id="attachment_3847" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/pestkreuz-pestsaeule-pilsen.jpg"><img class="size-medium wp-image-3847 colorbox-3846" title="pestkreuz-pestsaeule-pilsen" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/pestkreuz-pestsaeule-pilsen-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Detail einer Pestsäule in Pilsen/Plzen (CZ)</p></div>
<p>Immer wieder stellte man sich die <strong>verzweifelte Frage nach dem Woher und dem Warum</strong>. In Frankreich hielten Gelehrte eine Konjunktion der Planeten Saturn, Mars und Jupiter im Jahr 1345 für den Auslöser der Pest. Der feuchte, aber heiße Jupiter in Beziehung Mars sei schuld daran. Dadurch seien üble Gerüche, die &#8216;Miasmen&#8217; entstanden, die die Luft verdorben hätten. Andernorts waren es Miasmen die durch böse Gedanken entstanden wären. Als einziges Mittel gäbe es die Flucht. Scharlatane verkauften diverse Mittelchen, die gegen das Unheil schützen sollten (Jahrhunderte später sollte ein konvertierter spanischer Jude, der sich den Namen Nostradamus zugelegt hatte, damit bekannt werden). Zu alledem kam das Schuldgefühl. Im christlichen Abendland lebten die Flagellantenumzüge des 13. Jahrhunderts wieder auf; Büßer, die sich mehrmals täglich einer rituellen Selbstgeißelung unterzogen und so auf Gnade hofften.*<br />
<strong>Für die meisten war die Seuche eine Strafe Gottes</strong> und so versuchte man mit Gelöbnissen, Bußen und Spenden das Unheil abzuwehren. Die vielen Pestsäulen, die heute noch zu sehen sind, zeugen davon.</p>
<p>Gleichzeitig profitierte die Kirche von der Seuche. Viele Erkrankte vererbten ihr ganzes Hab und Gut der Kirche, alles in der Hoffnung, dadurch im jenseitigen Leben in den Himmel zu kommen. Es herrschte Endzeitstimmung. Für viele waren es die Reiter der Apokalypse, die ihre Ernte einfuhren. In einigen Bereichen führte diese Einstellung zu einem völligen moralischen Verfall. Das Motto war: Was soll&#8217;s, der Tod holt uns sowieso&#8230;.</p>
<p>Je länger die Pest dauerte, desto intensiver begann man nach einem <strong>Schuldigen zu suchen</strong>. Und man fand ihn schließlich in den <strong>Juden</strong>. Die Brunnen sollen sie vergiftet haben und das Böse auf die wahren Gläubigen gebracht haben. In der Folge kam es zu einer großen Anzahl von Pogromen, die tausende Juden das Leben kostete. In Worms verbrannten 400 Mitglieder der jüdischen Gemeinde in ihren Häusern. Man hatte sie angezündet, weil sich ihre Einwohner nicht taufen lassen wollten. In Mainz gingen die Juden gewissermaßen prophylaktisch zum Angriff über und töteten dabei über 200 Bürger. Anschließend gingen sie in ihre Häuser, zündeten sie an und begingen kollektiv Selbstmord. In Straßburg gab es zwar keine Pest, aber die Bürger massakrierten beinahe 1000 jüdische Bewohner der Stadt. Die Kirche und einige Herrscher stellten sich zwar gegen diese Verfolgungen, konnten aber die Verfolgungen nicht unterbinden. Viele Juden emigrierten zu dieser Zeit und zogen nach Polen, wo ihnen König Kasimir III. Asyl anbot. Dieser versuchte damit die Zahl der Bevölkerung zu erhöhen um sich wirtschaftlich weiter zu entwickeln.</p>
<div id="attachment_3859" class="wp-caption alignnone" style="width: 591px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Schedel-juden-pest-mittelalter.jpg"><img class=" wp-image-3859    colorbox-3846" title="Schedel-juden-pest-mittelalter" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Schedel-juden-pest-mittelalter-1024x524.jpg" alt="" width="581" height="297" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Das ellend iamerig und trostlose volck der iuden... hat das allerhailigst sacrament vilfeltiglich gestochen ... do warden die iuden ... mit gepürlicher peen des tods gestraft&quot;. Aus der Schedelschen Weltchronik von 1493</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als die Seuche 1353 langsam verklang ließ sie ein verwüstetes Europa zurück. Viele strukturelle Änderungen fallen in diese Zeit, die europäische Gesellschaft begann sich zu verändern. So kam es beispielsweise zur Abschaffung der Leibeigenschaft und einer Öffnung des bislang strengen Zunftwesens. Dienstleistungen wurden teurer und die Löhne stiegen. Technische Neuerungen waren gefragt und der ungeheure Erfolg des damals neu erfundenen Buchdruckes ist nicht zuletzt auf die Pest zurück zu führen.</p>
<p><strong>Die Pest aber blieb. </strong>In regelmäßigen Abständen kam sie auch in den Jahrhunderten danach. Nur langsam begann sich die Medizin darauf einzustellen. In Venedig führte man die Quarantäne ein, im sonstigen Europa entstanden Pesthäuser. Aber auch in diesen kleineren Pestepidemien waren die Opferzahlen hoch. Es sollte bis ins späte 18. Jahrhundert dauern, bis eine Verbesserung der hygienischen Verhältnisse, Kanalisationen und strenge Kontrollen die Seuche abschwächten und sie in Europa kein Schreckgespenst mehr darstellte.</p>
<p>Wer dies alles für Vergangenheit hält irrt sich. Es gibt sie auch heute noch, die Pest. Zwar gibt es inzwischen medizinische Hilfsmittel, aber immer wieder flammt die Krankheit auf. Auch in unserer Zeit.<br />
<strong>1921 in der inneren Mongolei.</strong> In den Bitumengruben von Dalai Nur arbeiteten 6.000 Menschen. Eine Pestepidemie tötete über 1000 Arbeiter.<br />
<strong>1993</strong> brach sie <strong>im indischen Surat</strong> aus. Über 6000 Fälle wurden gezählt, 56 Menschen starben. (Der Pesterreger dürfte in diesem Fall eine etwas harmlosere Mutation gewesen sein).<br />
In der Demokratischen Republik <strong>Kongo</strong> ist die Pest als immer wieder auftretende Krankheit <strong>permanent existent</strong>.  Jährlich zählt man bis zu 1000 Fälle.<br />
Ebenso in Madagaskar. In einigen Regionen der Insel kommt es immer wieder zu Ausbrüchen.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img class="   colorbox-3846" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/01/Grafik_pest.png" alt="" width="560" height="264" /><p class="wp-caption-text">Verbreitung der Pest in Tieren (Foto: Wikimedia Commons; Benutzer: Sansculotte CC-BY-SA-1.0)</p></div>
<p>Aber die Pest fühlt sich nicht nur in Entwicklungsländern wohl &#8211; in den USA treten in den südwestlichen Staaten circa 10-20 Pestfälle pro Jahr auf. Betroffen sind zumeist Katzenhalter. Flöhe von Präriehunden springen auch auf Katzen über und kommen so an Menschen.</p>
<p>Die zunehmende Resistenz vieler Menschen gegen Antibiotika lässt die Chancen auf eine Rückkehr der Pest steigen. Keine wirklich guten Aussichten&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: small;">* Nicht wie oftmals dargestellt unterlagen diese Geißelungen einem festen Ritual. Ein Zug dauerte genau 33 ½ Tage (dem Lebensalter Jesu entsprechend). Die Züge umfassten zumeist ca. 50 Teilnehmer und waren ähnlich Ordensgemeinschaften organisiert. Die Teilnehmer gelobten einem gewählten Führer Gehorsam und zogen dann von Ort zu Ort. Die Gesichter wurden durch Kapuzen verhüllt und in der rechten Hand trugen die Flagellanten ihre Geißeln. Beim Einzug in eine Ortschaft wurden die Kirchenglocken geläutet und die Schar zog in die Kirche, wo sie sich zu Boden warfen und die Beichte ablegten. Ein genau einstudierte Ritual führte dann zur Geißelung, die insgesamt dreimal durchgeführt wurde. Diese Geißlerzüge fanden nicht überall Anklang. Es gab Orte, die ihnen den Zutritt verwehrten.  (Einen guten Überblick über dieses Phänomen: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flagellanten#Gei.C3.9Flerz.C3.BCge" target="_blank">Flagellanten</a>)</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;- ENDE &#8212;&#8212;&#8212;&#8212; DANKE für den tollen Gastbeitrag! &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn ihr immer noch mehr über die Pest erfahren wollt, empfehle ich euch diese ZDF-Doku:</p>
<p><object width="480" height="360" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/jP4Ou03-C04?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="360" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/jP4Ou03-C04?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Foto ganz oben (Artikelbild): ludenhausen.de</p>

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		<title>Jenseits der Schallmauer</title>
		<link>http://der-schwarze-planet.de/cocoon-frankfurt-music-hall-revival-jenseits-der-schallmauer/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 18:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dark Party]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Party]]></category>

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		<description><![CDATA[Andere Szene, andere Location: Im Cocoon Club Frankfurt lebte für eine Nacht die ehemalige Diskothek "Frankfurt Music-Hall" wieder auf - und wir tanzten über den schwarzen Tellerrand hinaus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-3808"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-club-lichtspiele-300x224.jpg" width="240" />
		</p><h3><strong>16.03.2012 Frankfurt Music-Hall Revival im Cocoon Club<br />
</strong></h3>
<p>Die 80er und frühen 90er zogen uns vergangenen Freitag nach Frankfurt. Dank Herrn ProtoVision!, der am <a href="../../elektronische-nacht">5.5.12 die Elektronische Nacht</a> musikalisch mitgestalten wird, erfuhren wir von der <a href="http://www.frankfurt-music-hall.de/" target="_blank">Music-Hall Revival Party</a>. Die <strong>Frankfurt Music-Hall?</strong> Bei den Älteren oder Rhein-Main-Stammbewohnern wird es sofort klingeln und Erinnerungen werden wach. Aber Zugereiste wie ich (noch dazu aus’m Osten! <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_eek.gif' alt='8-O' class='wp-smiley colorbox-3808' /> ) können nicht wissen, dass die Frankfurt Music-Hall von <strong>Mitte bis Ende der 80er die größte Diskothek in Europa</strong> war und wegweisende Künstler &amp; Bands der elektronischen Musik dort ihre <strong>ersten Auftritte in Deutschland hatten, z.B. Propaganda, Anne Clark, DAF, Nitzer Ebb oder Camouflage.</strong> So vielfältig wie das Publikum – Punker, Waver, Banker &#8211; war damals auch die Musik: Wave, Electro, Dance, EBM, Pop, Rock und auch der &#8220;Sound of Frankfurt&#8221; wurde in der Music-Hall geboren.</p>
<p>Mein Freund musste natürlich unbedingt dahin und ich wollte mir dieses Stück Zeitgeschichte auch nicht (ein zweites Mal) entgehen lassen. Es war die 3. Music-Hall-Revival-Party und dieses Mal fand sie in Sven Väth’s Cocoon Club in Frankfurt statt.</p>
<div id="attachment_3811" class="wp-caption alignright" style="width: 234px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-frankfurt.jpg"><img class="size-medium wp-image-3811 colorbox-3808" title="cocoon-frankfurt" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-frankfurt-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Cocoon Club von außen - mit Sven Väth als Sound-Terminator (?)</p></div>
<p>Den Cocoon Club wollte ich ja schon immer mal sehen! Man hört viel (Gutes) darüber. Sicher etwas Besonderes &#8211; immerhin hat sich Sven Väth damit verwirklicht. Jetzt hatten wir also die Gelegenheit, den Club auch mal mit passender Musik kennenzulernen. Ich wäre dort auch zu einem Techno-Event gegangen, musikalisch gar nicht das Problem – aber die Leute und Techno-Szene sind nicht mein Ding.</p>
<p>Der Cocoon Club befindet sich im größten Betonklotz der Carl-Benz-Straße in Frankfurt Fechenheim. Musikstrategisch gut im Industriegebiet gelegen. Ich hätte auch gedacht, dass hier die Parkplätze nur so auf der Straße liegen, aber es waren wohl bereits zu viele Gäste da, als wir 23 Uhr dort aufschlugen.</p>
<p><em>„Na das kann ja was werden!“</em>, entfuhr es mir, als wir auf der Suche nach einem Parkplatz ungefähr 3x am Haupteingang vom Club vorbeifuhren und Massen an Leuten sahen. Alle entweder normal oder mega-chic. Ich wurde ruhiger, als ich auch ein paar EBMer erspähte. Der Eintritt kostete 15 Euronen im VVK und 18,- Euro an der Abendkasse. <strong>*schluck*</strong> Jetzt bloß nicht in DM umrechnen – darauf steht heutzutage die Höchststrafe der Erkenntnis.</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-frankfurt-zellwaende.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3812 colorbox-3808" title="cocoon-frankfurt-zellwaende" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-frankfurt-zellwaende-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<div id="attachment_3813" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-club-frankfurt-micro-restaurant.jpg"><img class="size-medium wp-image-3813 colorbox-3808" title="cocoon-club-frankfurt-micro-restaurant" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-club-frankfurt-micro-restaurant-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">X-Sterne-Restaurant &quot;micro&quot; hinter Leuchtstofffäden - das hatte noch mal einen eigenen Türsteher</p></div>
<p>Aber der Club ist wirklich der Hammer!!! Verglichen mit den &#8220;Alternativ-Löchern&#8221;, in denen ich sonst so verkehre, ist das ein absolutes Nobelding – auch preislich gesehen. Hier weißt du sofort, wofür du die ganze Woche arbeiten gehst. Ich bin an dem Abend für 3 Longdrinks – serviert in schwer kultigen Zellstruktur-Bechern &#8211; 30 Euro losgeworden. Leider hab ich nie gelernt, mich den ganzen Abend an einer Cola festzuhalten. Derartige Versäumnisse wurden jetzt bestraft, aber frau ist ja auch nicht ständig im Cocoon Club. Also was soll der Geiz – genießen und „guuude Laune“, würde Sven Väth jetzt sagen. Trotzdem: mir sind mal wieder die finanziellen Vorzüge unserer Subkultur bewusst geworden. Die höhere Preislage hilft aber auch, den Suffmob aus dem Club zu halten. Stattdessen lieber Schicki-Micki mit Sterne-Koch-Restaurants „silk“ und „micro“ im Cocoon und naja&#8230; ihr hättet die Toiletten sehen müssen! Auch todschickmodern. Obwohl der Cocoon Club ja Baujahr 2004 ist – die waren ihrer Zeit weit voraus, denn die installierte Handwasch-Keramik ist auf dem neuesten Stand (oder wird alle 2 Jahre erneuert, kann auch sein).</p>
<div id="attachment_3814" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-frankfurt-lebendige-wand-beamer.jpg"><img class=" wp-image-3814    colorbox-3808" title="cocoon-frankfurt-lebendige-wand-beamer" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-frankfurt-lebendige-wand-beamer-300x223.jpg" alt="" width="270" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">lights on the wall</p></div>
<p>Der Cocoon Club hat vom Design her was Außerterrestrisches. Eine Wand aus Zellgewebe (eine auseinandergezogene Lochstruktur wie bei einem Schweizer Käse) umschließt die riesige Tanzfläche und trennt diese von der umliegenden Loungezone. Diese Zellwand wird angestrahlt mit 3D-Lichteffekten aus 21 Beamern und zwar so, dass man denkt sie lebt, vibriert oder ist flüssig. Sehr coole optische Effekte.</p>
<div id="attachment_3815" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-frankfurt-reservierter-cocoon.jpg"><img class="size-medium wp-image-3815 colorbox-3808" title="cocoon-frankfurt-reservierter-cocoon" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-frankfurt-reservierter-cocoon-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Dieser Cocoon ist reserviert!</p></div>
<p>In der Wand befinden sich 13 Kokons, also Cocoons. Ausgeleuchtet und ausgestattet in apfelgrün. Das hört sich farblich erstmal schrecklich an, wirkt aber unglaublich gut. Diese Cocoons kann man entweder selbst erobern und darin sitzen bzw. liegen – oder man reserviert sie und erhält dort auch eine exklusive Bedienung. Als kleiner Gruftie kann man sich das aber alles nicht leisten, ist nur was für Geldmöps. <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':-P' class='wp-smiley colorbox-3808' /> </p>
<p>Das Publikum an diesem Abend war eher auch etwas älter und größtenteils weniger schicki-micki – so wie wir, nur nicht so schwarz. Aber immerhin: wir entdeckten ein paar uns bekannte Leute aus der schwarzen Szene. Vielleicht zwei Handvoll hatten sich in den Techno-Tempel gewagt und hatten musikalisch ihren Spaß. Und in den Tanzverschnaufpausen schaute man sich einfach mal das ungewohnte Partypublikum an <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley colorbox-3808' /> .</p>
<div id="attachment_3816" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/me-im-cocoon.jpg"><img class=" wp-image-3816 colorbox-3808" title="me-im-cocoon" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/me-im-cocoon-300x223.jpg" alt="" width="270" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Schwarz (ich) trifft auf Apfelgrün (Cocoon)</p></div>
<div id="attachment_3818" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-club-frankfurt-dj-kanzel.jpg"><img class=" wp-image-3818  colorbox-3808" title="cocoon-club-frankfurt-dj-kanzel" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-club-frankfurt-dj-kanzel-300x223.jpg" alt="" width="270" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Hai-Raumschiff als DJ-Kanzel</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die DJs predigten ihre Sounds von einer Art Raumschiff-Cockpit, das von der Seite betrachtet auch bisschen an einen Haifisch erinnert. Es ragt in die Tanzfläche hinein und ist eine geniale Konstruktion, wirklich! Angetreten waren an diesem Abend die Original-DJs der Frankfurt Music-Hall Ralf Holl &amp; Bernhard Kunz – und es war genial!!! Sie spielten alles von früher – von Anne Clark, ABC, Boytronic, Depeche Mode, Moskwa TV, Frankie Goes to Hollywood, Logic System, The Art Of Noise, Off, Moby, Front 242, New Order, 16 Bit usw. Beim <a href="http://www.laut.fm/music-hall" target="_blank">Radio Music-Hall Frankfurt</a> könnt ihr reinhören in den Sound von damals. Das Beste war aber: kein Song kam so auf die Tanzfläche wie man ihn kennt. Alle waren vermixt, verändert, etwas verfremdet oder aufgetuned. Dadurch war es keine Sekunde langweilig, denn ehrlich gesagt hat man ja „Blue Monday“, „Sleeper in Metropolis“ oder „Boys don’t cry“ nun schon x-mal gehört. Aber so in-the-mix war es ein Ohrenschmaus. Das muss man den Tekkern lassen, die kennen sich aus mit Beats, Loops und Soundschraubereien. 80er Sound ganz nach meinem Geschmack!</p>
<div id="attachment_3817" class="wp-caption alignleft" style="width: 570px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/frankfurt-music-hall-revival-2012-cocoon-club.jpg"><img class=" wp-image-3817   colorbox-3808" title="frankfurt-music-hall-revival-2012-cocoon-club" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/frankfurt-music-hall-revival-2012-cocoon-club.jpg" alt="" width="560" height="418" /></a><p class="wp-caption-text">Voll war&#39;s beim Frankfurt Music-Hall Revival - ich schätze mal 800 - 1.000 Gäste.</p></div>
<div id="attachment_3819" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-frankfurt-girls.jpg"><img class="size-medium wp-image-3819 colorbox-3808" title="cocoon-frankfurt-girls" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-frankfurt-girls-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Die Tanzgirls waren im Eintrittspreis &quot;mit drin&quot;, aber nur zum Ansehen <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-3808' /> </p></div>
<p>Apropos Sound: Der war jetzt nicht so fett, wie ich erwartet hatte. Immerhin war das protzige Motto für die Music-Hall Revival Party <strong>„Nightlife jenseits der Schallmauer“</strong>. Da hatte ich gedanklich bereits die Ohrenstopsen im Anschlag. Aber ich kam sehr gut ohne sie aus. Vielleicht war das Absicht, dass man es mit der Lautstärke nicht so übertreiben wollte wie sonst bei Techno-Veranstaltungen. Allerdings war da anfänglich gar kein Bass und erst ziemlich spät wachte jemand auf und drehte den rein. Bis dahin musste man sich vor die Boxen stellen, um wirklich was vom propagierten Mega-Sound zu hören. Der eine meinte zu meinem Freund: „Ich musste mich nur mal hier <em>(vor die Boxen)</em> hinstellen, um zu hören, ob es den teuren Eintritt auch wirklich wert war.“ Allein die Soundanlage soll beim Cocoon-Bau 1 Mio. Euro verschlungen haben. Die groß angekündigte Lasershow war allerdings etwas dünne, aber nun ja. Deswegen war zumindest <em>ich</em> nicht gekommen. Die Musik stimmte und der Club war eine Wucht – Fazit: alles prima!</p>
<p>Schon oft erlebt in Frankfurt (und immer wieder unverständlich): um 3 Uhr war die Mehrheit der Leute gegangen. Vielleicht lag es auch am Freitag oder am Durchschnittsalter? Wir machten uns ca. 4 Uhr beseelt auf den Heimweg. Also ich kann nur sagen: wenn es musikalisch und finanziell für euch mal passt, dann unbedingt den Cocoon Club besuchen – er ist wirklich ein ganz besonderes Location-Erlebnis.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_3828" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-club-sven-vaeth.jpg"><img class="size-medium wp-image-3828 colorbox-3808" title="cocoon-club-sven-vaeth" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/cocoon-club-sven-vaeth-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd"></dd>
</dl>
</div>
<p>Vielleicht noch drei Worte zu <strong>Sven Väth</strong>. Ein DJ, der es zum Weltstar gebracht hat. Das ist schon erstaunlich! Er hat es geschafft, aus Liebe zur und mit dem richtigen Händchen für elektronische Sounds und weil er sich vollkommen auf das konzentriert hat, was er am besten kann: Entertainment und Musik. Ich denke, sein Erfolg kommt auch daher, weil er nie den Bezug zu den Menschen verloren hat. Finde ihn echt sympathisch, bewundernswert und nicht abgehoben.</p>
<p>Bekannt und unvergessen sind seine 80er-Hits <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LK6wglhklKg" target="_blank">&#8220;Electrica Salsa&#8221;</a> oder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GZLUXGc8kTA" target="_blank">&#8220;Bad News&#8221;</a> mit seiner Band OFF. Zu dieser Zeit war Sven Väth ein New Romantic – entertaining &amp; schräg &#8211; wie man hier im OFF-Video zu &#8220;Step by Step&#8221; gut erkennen kann <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley colorbox-3808' /> .</p>
<p><object width="480" height="360" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/KMYqE1r_5Tc?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="360" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/KMYqE1r_5Tc?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Sven Väth hasst Schubladendenken – hinsichtlich Menschen und Musikstilen. Brücken schlagen, Leute zusammenbringen, Neues entdecken, gegenseitige Toleranz schaffen – das sind seine Prinzipien. Denen er treu geblieben ist.</p>
<p><em>„Ich finde, das Wichtigste ist, dass man Gefühle auslebt. Dass man Sachen auslebt. Dann darf da auch kein Fragezeichen dahinterstehen, sondern ein Punkt. Das kann auch mal eine schlechte Erfahrung sein, ganz klar.“ </em>(Sven Väth)<em><br />
</em></p>
<p>Dieser Abend war ganz klar eine gute Erfahrung &#8211; mal in einer ganz anderen Szene(rie). Über den schwarzen Tellerrand hinaus.</p>

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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Tod war schwarz (1)</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2012 20:22:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josh Wittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mikrokosmos]]></category>

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		<description><![CDATA[Er kam nicht über den Atem der Kranken, über schlechte Luft oder üble Gerüche. Er kam mit den Ratten und ihren Flöhen. In einem sehr interessanten Gastbeitrag beschreibt Josh Wittmann, wie der schwarze Tod nach Europa fand und es tiefgreifend veränderte. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-3774"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Der-schwarze-Tod-Pest-Rat_temple-300x185.jpg" width="240" />
		</p><p>Das Jahr 1346. In  Florenz schreibt der Chronist Giovanni Villani an seinem Lebenswerk, einer Chronik über seine Heimatstadt Florenz. Villani war ursprünglich Kaufmann, er hatte bankrott gemacht und nach Jahren im Schuldturm ein neues Lebensziel gefunden. Kaufmännisch genau dokumentierte er die Geschichte seiner Stadt, führte die Statistik in die Geschichtsschreibung ein und seine Arbeit wurde geschätzt. So schrieb er wieder einmal an seiner &#8216;Nueva Cronica&#8217; und trug ein: <em>&#8220;Der Priester, der die Kranken betreute und die, die sie so pflegten, alle verfielen der Infektion, so dass die Kranken beraubt waren der Beichte, Sakrament, Medizin, der Trost und Pflege. Und viele Länder und Städte verfielen. Und diese Seuche dauerte bis&#8230;&#8221;</em> Hier fügte Villani einen Strich ein, um später die Jahreszahl eintragen zu können. Aber dieser Strich rutschte über das Blatt. Villani war nicht mehr in der Lage, ihn zu Ende zu führen. Er starb, während er schrieb. Die Pest war in der Stadt.</p>
<p>Das 14. Jahrhundert war anders als unser heutiges Europa. Eine klimatische Warmzeit hatte die Landschaft verändert. Der Anbau von Getreide war bis in hohe Lagen möglich, im Süden Schottlands wurde sogar Wein angebaut. Die Bevölkerung konnte gute Ernten einfahren. Die bessere Ernährung ließ die Bevölkerung wachsen, es gab auch keine großen Kriege in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts und der Handel blühte. Trotz alledem kam es immer wieder zu Hungersnöten. So auch in den Jahren vor dem Ausbruch der Pest in einigen Bereichen Europas. Die Städte wuchsen. Vielfach viel zu schnell. In den Städten herrschte Enge und Überbevölkerung. Die hygienischen Zustände waren katastrophal. Unrat und Exkremente wurden oft einfach aus den Fenstern geworfen, Kanäle und so etwas wie Abfallentsorgung gab es zwar, meist aber nur in  Häusern und Palästen von Adeligen und Reichen.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 315px"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5d/Doktorschnabel_430px.jpg"><img class="colorbox-3774"  src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5d/Doktorschnabel_430px.jpg" alt="" width="305" height="368" /></a><p class="wp-caption-text">Doktor Schnabel von Rom 1656, Arzt mit Schnabelmaske mit Kräutern und Stock zum Fernhalten von Erkrankten (Foto von Paul Fürst (after J Columbina) (Imagery From the History of Medicine), via Wikimedia Commons)</p></div>
<p>Es war der Boden auf dem der &#8216;Schwarze Tod&#8217; beste Voraussetzungen finden sollte, um seine unglaubliche Ernte einzufahren. In nur 7 Jahren überzog er in Wellen ganz Europa. Am Ende war es mehr als ein Drittel der Menschheit, etwa 25-30 Millionen, die der Pest erlagen.* Zwar gab es im Mittelalter immer wieder Epidemien wie die Pocken, Typhus und Cholera; sie entvölkerten manchmal ganze Landstriche, dazu kamen Hungernöte und Kriege &#8211; aber bislang niemals in diesem Ausmaß. Auch wenn die Wissenschaften und die Kultur in dieser Zeit erblühten &#8211; die Medizin stand ihr hilflos gegenüber &#8211; sie befand sich erst in ihren Anfängen. Die einzige Antwort, die man damals fand, war keine medizinische &#8211; es war die Flucht in den Glauben, ins Gebet, in Sühne und in die Suche nach Sündenböcken.</p>
<p>Der &#8216;Schwarze Tod&#8217; sollte Europa tiefgreifend verändern.</p>
<p>Begonnen hat alles am Schwarzen Meer auf der Halbinsel Krim. Genueser und Venezianer hatten in der Stadt Kaffa** ihre Handelsstationen eingerichtet. Um 1345 war dort eine regionale Pestepidemie ausgebrochen und Kaffa wurde wieder einmal von mongolischen Horden belagert. Dabei griffen die Mongolen zur ersten biologischen Waffe: sie schleuderten Pestopfer mit Katapulten über die Stadtmauer. Infizierte Seeleute, die Kaffa verließen, brachten die Pest in die Häfen von Marseille, Messina, Kairo; venezianische Kaufleute in ihre Heimatstadt Venedig.</p>
<p>Aus Messina ist ein Bericht überliefert, dass eines der Handelsschiffe mit einer sterbenden Mannschaft anlandete. Obwohl man sofort das Schiff isolierte und die Besatzung an Bord sterben ließ, war es zu spät. Denn der Überträger der Pest kam nicht über den Atem der Kranken, über schlechte Luft oder üble Gerüche. Er kam mit den Ratten und ihren Flöhen. Und die verließen die Schiffe über die Haltetaue. Was dann folgte war das absolute Grauen. In nur wenigen Tagen begann das große Sterben. Gleichzeitig verbreitete sich die Krankheit auch auf dem Landweg. Über Ragusa (heute Dubrovnik) begann die Ausbreitung im slawischen Raum, über Venedig kam die Pest über den Brenner nach Österreich und Deutschland.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 288px"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5e/Plague_bubo.jpg"><img class="   colorbox-3774" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5e/Plague_bubo.jpg" alt="" width="278" height="184" /></a><p class="wp-caption-text">Pestbeule in der Leistengegend (Foto von U.S. Center for Disease Control, via Wikimedia Commons)</p></div>
<p>Die Inkubationszeit der Pest ist unterschiedlich. Und es gibt sie in verschiedenen Erscheinungsformen, als Beulen- oder Lungenpest. Manchmal dauert es nur wenige Stunden, manchmal bis zu einer Woche, dass die Krankheit ausbricht. <strong>Yersinia pestis</strong> heißt dieser winzige Massenmörder***, der bei der Beulenpest über den Flohbiss in die Blutbahn des Menschen gelangt und dort das körpereigene Abwehrsystem angreift. Es beginnt mit Kopf- und Gliederschmerzen, Benommenheit und Schwächegefühl. Später kommen Bewusstseinsstörungen hinzu. Die Lymphknoten an Hals, in der Achselhöhle und in den Leisten schwellen schmerzhaft an und können handtellergroß werden. Sie verfärben sich durch innere Blutungen blauschwarz. Wenn diese Beulen nach innen aufbrechen, sind sie absolut tödlich. Fieber kommt hinzu, Schüttelfrost und innere Blutungen. Schließlich versagen Niere und Leber. Der Tod erfolgt durch einen toxischen Schock.</p>
<p>Noch rascher geht es bei der Lungenpest, die damals absolut tödlich war. Spätestens nach 72 Stunden war es vorbei. Die Infizierten erleiden Atemnot, Husten, die Lippen färben sich blau und zum Ende kommt es zu einem extrem schmerzhaften schwarz-blutigen Auswurf.</p>
<p>Daneben gibt es noch eine harmlosere Form der Krankheit &#8211; die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pest#Abortive_Pest" target="_blank">abortive Pest</a>. Fieber und ein Schwellen der Lymphknoten sind die Symptome. Der Körper produziert Antikörper und schafft damit eine lebenslange Immunität gegen alle Formen der Krankheit. Diese Erkrankung erklärt auch die Regelmäßigkeit der Pestwellen, die in den Jahrhunderten danach immer wieder in Europa auftraten. Diese Wellen gingen immer wieder mit dem Generationenwechsel einher. Starb eine immunisierte Generation aus, traf der Erreger wieder auf eine größere Zahl von nicht Immunisierten und konnte wieder grassieren.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 318px"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f1/The_Plague%2C_1898.jpg"><img class="       colorbox-3774" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f1/The_Plague%2C_1898.jpg" alt="" width="308" height="441" /></a><p class="wp-caption-text">Arnold Böcklin: Die Pest (1898) – Kunstmuseum Basel (Foto: Wikimedia Commons) - Böcklin personifiziert die Pest als einen auf einem fliegenden Ungeheuer reitenden Sensenmann, vor dem es kein Entrinnen gibt.</p></div>
<p>In den aufstrebenden Städten Norditaliens herrschte Verzweiflung. Die Bewohner der Städte starben so schnell, dass man mit ihrer Bestattung kaum nach kam. Florenz verlor durch die Pest fast 80% seiner Bevölkerung. In Venedig versuchte man verzweifelt jedwede Einreise in die Stadt zu vermeiden &#8211; vergebens. In Ragusa wurden die Kranken auf einer Insel untergebracht, wenig später folgte Venedig diesem Beispiel und schuf mit der Insel &#8216;Vecchio Nuovo&#8217; das Ebenbild von Dante&#8217;s Hölle. Alle Erkrankten und deren Angehörige wurden auf die Insel verfrachtet und mussten sich dort selbst verpflegen. In den überfüllten Räumlichkeiten schliefen bis zu 3 Pestopfer in einem Bett. Wer niemanden hatte, der ihm helfen konnte, musste selbst dafür sorgen, dass er zu Wasser und Nahrung kam. Dazu kamen die Pestknechte, die die Hilflosigkeit der  Erkrankten ausnutzten und sie beraubten. Geistlichen Beistand gab es nicht mehr.<br />
Als Mittel gegen die Pest verhängte Venedig ebenso wie Marseille ein totales Einreiseverbot. Im September 1347 tobte die Pest in Messina, im Januar 1348 in Pisa und Venedig,  im März war Florenz an der Reihe. Fast zur gleichen Zeit bricht die Seuche in Genua und Marseille aus. Im Juni 1348 überzog sie die Steiermark und März 1349 war Wien an der Reihe. Zur gleichen Zeit entvölkert die Pest die dalmatinischen Küsten im Süden und erreicht Mitte des Jahres London. 1349 kommt die Seuche aus dem Osten Nordfrankreichs zum Rhein und trifft Basel, später Köln und Frankfurt. 1350 sind die norddeutschen Hansestädte an der Reihe. Hamburg wird besonders stark betroffen. In Bremen und Lübeck ist die Situation Monate danach kaum besser. In den folgenden zwei Jahren verbreitet sie sich in Skandinavien und schließlich in Russland, wo sie 1352 bis 1353 langsam abklingt.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="colorbox-3774"  src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d3/Blackdeath2.gif" alt="" width="450" height="422" /><p class="wp-caption-text">Black Death strikes Europe: 1347-1353 (Foto von Andrei nacu at en.wikipedia, via Wikimedia Commons)</p></div>
<p>Zeitgenossen nennen es &#8216;magna mortalitas&#8217;, das große Sterben. Und sie stehen ihm hilf- und ratlos gegenüber. Der Florentiner Giovanni Boccaccio, schrieb in den Jahren der Pest sein Hauptwerk: Il Decamerone. Es ist ein Spiegel der Zeit und trotz aller erotischen Einsprengsel eine beklemmende Schilderung der Pest. <em>&#8220;Diese Pest war deshalb so gewaltig, weil sie, wenn die Menschen miteinander verkehrten, von solchen, die bereits erkrankt waren, auf Gesunde übergriff, nicht anders als es das Feuer mit trockenen und fetten Dingen tut, wenn sie in seine Nähe gebracht werden. Und es kam noch schlimmer: Denn nicht nur das Sprechen oder der Umgang mit den Kranken infizierte die Gesunden mit der Krankheit und dem Keim des gemeinsamen Todes, sondern es zeigte sich, dass allein die Berührung der Kleider oder eines anderen Gegenstandes, den die Kranken angefasst oder gebraucht hatten, den Berührenden mit dieser Seuche ansteckte.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212; Fortsetzung mit <a href="http://der-schwarze-planet.de/der-schwarze-tod-2/">&#8220;Der Tod war schwarz &#8211; Teil 2&#8243;</a> &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><span style="font-size: small;">* Es lassen sich kaum Zahlen für die Auswirkungen der Pest finden. In manchen Landstrichen und Städten fielen ihr bis zu 80% der Menschen zum Opfer (Florenz),  in einigen Gegenden kam es nie zu Erkrankungen (z.B. in Prag). Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung forderte die Pest um ein Vielfaches mehr Opfer als die beiden Weltkriege.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">** Kaffa oder &#8216;Caffa&#8217;, das heutige &#8216;Feodossija&#8217;, bzw. &#8216;Kefes&#8217; liegt auf der Halbinsel Krim (Ukraine) am Schwarzen Meer. Die Genueser gründeten im 13. Jahrhundert eine befestigte Kolonie, die sich in der Folge zu einem bedeutenden Umschlagplatz entwickelte. Bis zum Fall Konstantinopels 1453 war es für venezianische, genuesische und moslemische Händler eine der wichtigsten Stationen der damals existierenden Handelsnetze zwischen Europa, Afrika und Asien. Eines der wichtigsten Handelsgüter waren Sklaven.  </span></p>
<p><span style="font-size: small;">***  Yersinia pestis, der Pesterreger, ist ein Bakterium, dass erst 1894 (!) durch den Schweizer Arzt Alexandre Emile Jean Yersin entdeckt wurde. Hitze lässt den Erreger absterben, gegen Kälte ist er resistent. Bei frühzeitiger Erkennung ist eine Erkrankung durch Einsatz von Antibiotika behandelbar. 1997 wurden die ersten Bakterienstämme entdeckt, die gegen Antibiotika multiresistent sind.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Foto oben (Artikelbild): von 4ocima and en:User:Zappernapper. [CC-BY-2.5 (www.creativecommons.org/licenses/by/2.5)], via Wikimedia Commons</span></p>

<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Englisch für Grufties: graveyard shift</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 22:54:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mikrokosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhöfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch Sprache reist manchmal gern auf düsteren Wegen. Nach Lesson 1 meiner neuen Reihe "Englisch für Grufties" könntet ihr zum Beispiel die schwarzhaarige Schönheit im Londoner Goth-Club ungefähr so ansprechen: "Would you take the graveyard shift with me?" ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-3744"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Graveyard-shift-Fotolia_36142215_XS-300x191.jpg" width="240" />
		</p><p>Es gibt englische Wörter, Wortgruppen und Redewendungen, die könnten gut auf unserem Grabstein stehen. Und es gibt sie wirklich &#8211; auch wenn man beim ersten Hören oder Lesen daran (ver-)zweifelt. Doch auch Sprache reist manchmal gern auf düsteren Wegen.</p>
<p>Nur wenige wissen, dass ich auch mal 2,5 Jahre Amerikanistik studiert habe und demnach mein (Amerikanisches) Englisch nicht das Schlechteste ist. Wenn auch leicht verkümmert mangels täglicher Übung <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_neutral.gif' alt=':-|' class='wp-smiley colorbox-3744' />  . Obwohl ich mich heute im Nachhinein bisschen gräme, dass ich nicht lieber Anglistik und somit British English belegt habe. Klingt in meinen Ohren ja viel besser als der Kaugummi aus Übersee und ist für Gothics noch mal einen Zacken kultiger. Doch wenigstens literaturgeschichtlich hatte das Amerikanistik-Studium einige spannende Aspekte zu bieten.</p>
<p>Aber: <em>Thou shalt not fear!</em> Denn ich mutiere bei &#8220;Englisch für Grufties&#8221; nicht zur Frau Oberlehrerin. Sondern werde nur ab und zu – sobald mir eben ein ‚gruftiges Wort’ auf der Zunge zergeht &#8211; dessen Herkunft und Bedeutung mit Hilfe des großartigen <a href="http://owad.de" target="_blank">One-Word-A-Day</a>* erklären. Denn mit Sprachwissen glänzen, das steht auch Grufties gut.</p>
<p>Mit dem heutigen Wort könntet ihr zum Beispiel die schwarzhaarige Schönheit im Londoner Goth-Club ungefähr so ansprechen: <em>Would you take the graveyard shift with me? </em>Daraus wird sich ein amüsantes Gespräch und ein vielversprechender Abend entwickeln. Und die Nacht ist lang&#8230; <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley colorbox-3744' /> </p>
<h2>Lesson 1:<a href="http://owad.de/check.php4?wordid=2893&amp;choice=1" target="_blank"><br />
graveyard shift</a></h2>
<p>= die Nachtschicht / die „Friedhofsschicht“ / der Nachtdienst</p>
<p>Als „Friedhofsschicht“ – graveyard shift – wird die Arbeitszeit zwischen Mitternacht und 8 Uhr morgens bezeichnet. Wenn man nicht gerade auf der Intensivstation arbeitet oder bei <a href="http://www.einslive.de/sendungen/domian/" target="_blank">Domian</a> in der Sende-Redaktion, ist zu der Zeit eigentlich tote Hose (eine ‚dead trouser shift’ gibt es allerdings weder im Britischen noch im Amerikanischen Englisch).</p>
<p>Üblicherweise ist zu der Zeit auch die Firma von allen Kollegen verlassen und es arbeitet nur noch das Skelett-von-einem-Team (also niemand außer dir! <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley colorbox-3744' />  ). <strong>In Nachtschichten ist es meist so still wie (nachts) auf dem Friedhof.</strong> Die Kunden und die Probleme schlafen friedlich. Das ist der Grund, warum die Nachtschicht den Namen „graveyard shift“ erhalten hat.</p>
<p>Die <strong>Bezeichnung &#8220;graveyard shift&#8221; entstand in den USA gegen Ende des 19. Jahrhunderts</strong> und wurde häufig von Seemännern in Bezug auf die Wache verwendet, die sie nachts an Deck schieben mussten:</p>
<p>&#8220;<em>Graveyard watch</em>, <em>the middle watch or 12 to 4 a.m., because of the number of disasters that occur at this time.&#8221;</em> (<a href="http://www.phrases.org.uk/meanings/graveyard-shift.html" target="_blank">Quelle</a>) &#8211; also keine oder nur wenige&#8230;</p>
<p><strong>Viel mystischer, aber dafür falsch</strong> ist die häufig im Internet verbreitete Annahme, wonach das Wort auf die Totenwache auf dem Friedhof zurückgeht. Auf damals, als Rettungswecker benutzt wurden (hier im Artikel <a href="../../gothic-wien-bestattungsmuseum/">„Bei uns liegen Sie immer richtig.“</a> erwähnt) und irgendeine arme S&#8230; auf dem Friedhof Wache halten musste, falls einer von den Toten wieder aufersteht (und klingelt). Das klingt an den Haaren herbeigezogen und ist es auch. Aber hält sich hartnäckig. Ich finde ja die richtige Erklärung viel interessanter und lustiger.</p>
<p>Die Stephen King-Fans unter euch kennen vermutlich seine Kurzgeschichte „Graveyard shift“, in der mutierte Ratten im Keller einer alten Mühle die Hauptrollen spielen. Aus dieser Story entstand <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Graveyard_Shift_%28film%29" target="_blank">1990 auch der gleichnamige Film</a>.</p>
<p>Es gibt auch eine App namens <a href="http://itunes.apple.com/de/app/graveyard-shift-lite/id383061413?mt=8" target="_blank">„Graveyard Shift Lite“</a>, die eher etwas mit der häufig missverstandenen, verklärten Herkunft des Wortes zu tun hat: dass man nachts die Gräber auf dem Friedhof bewachen muss. Genau das geht im Spiel nämlich schief. Um Mitternacht flüchten die Toten aus ihren Gräbern und man verbringt als Totengräber vom Dienst vermutlich die gesamte Nachtschicht damit, die Skelette wieder einzusargen.</p>
<p><a href="http://www.coffeeshopofhorrors.com/product_info.php?cPath=1_9&amp;products_id=9"><img class="alignleft colorbox-3744" src="http://www.coffeeshopofhorrors.com/images/images_big/coffee/Mocha_Java_Graveyard_Shift.jpg" alt="" width="210" height="294" /></a>Dabei oder danach könnt ihr euch mit einer Tasse extra-starkem <a href="http://www.coffeeshopofhorrors.com/product_info.php?cPath=1_9&amp;products_id=9" target="_blank">„Graveyard Shift“</a>-Kaffee aus dem amerikanischen <a href="http://www.coffeeshopofhorrors.com/index.php?cPath=1_9&amp;osCsid=cufl409ii9ej54jmbvkbl0gb37" target="_blank">Coffee Shop Of Horrors</a> wach halten. Oder auch mal zu einer anderen Sorte wechseln – wie wäre es mit „Zombie Dirt“, dem „Reanimator“ oder einem „Roastbuster“? Na dann&#8230; gute Nacht allerseits!</p>
<p>* <span style="font-size: x-small;">Ich empfehle: unbedingt abonnieren! Wobei&#8230;dann kann ich euch ja nix Neues mehr erzählen. Aber trotzdem: unbedingt abonnieren! Echt klasse und man lernt was. Gratis sogar.</span></p>

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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Von Plattentouristen und Musikjägern</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 22:27:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gothic Music]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie kamen wir früher an neue Underground-Sounds? Was gehörte zum Handwerkszeug eines Musikjägers Ende des letzten Jahrtausends? Als es noch kein Internet gab und keine mp3-Dateien und keine USB-Sticks, um Musik auszutauschen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-3725"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Schallplatten-Tueten-small.jpg" width="240" />
		</p><h2>Musikerinnerungen unter Denkmalschutz</h2>
<p>Seitdem das Internet flächendeckend um sich greift, werden alle zu Zeitzeugen, die vor 1980 geboren sind. Denn nicht nur Tonträger haben sich verändert vom &#8220;schwarzen Gold&#8221; (=Schallplatten) über Kassetten und CDs hin zu praktischen mp3-Dateien. Auch die Art und die Möglichkeiten der Suche und ‚Musikjagd’ nach seltenen, untergrundigen Stücken ist heute eine andere. Schwierig war es – und erforderte mehr als nur daheim bei eBay, Discogs, Amazon oder Youtube die Suche-Funktion zu bedienen.</p>
<p>Aber wie kamen wir früher an neue, unbekannte und alternative Sounds? Was gehörte zum Handwerkszeug eines Musikjägers am Ende des letzten Jahrtausends? Als es noch kein Internet gab, keine mp3-Dateien und keine USB-Sticks, um Musik auszutauschen? </p>
<p><strong>Kennt noch jemand&#8230;</strong></p>
<ul>
<li><strong>einen Plattenladen-Besitzer?</strong><br />
So als Freund? Das war in den 80er/90ern sehr wichtig, wenn man neue, alternative Musik ergattern wollte. Hattest Du einen guten Draht zu deinem „local Dealer“ sagte er dir schon vorher, welche neuen Alben bald das Licht der Welt und seinen Laden erblicken.  War es wirklich ein Freund und/oder du als kaufkräftig bekannt, rief er dich auch an, sobald die Schätzchen im Plattenladen eintrafen. Dann war vor allem eines wichtig: UNVERZÜGLICH den Laden aufsuchen! Du musstest noch vor den DJs in town dort eintreffen, die von den Inhabern exklusiv mit „Neuware“ versorgt wurden und meist die spärlich gelieferten Raritäten restlos wegsaugten.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Plattenbörsen?</strong><br />
Perfekt für Freaks und Sammler zum „Vinylshopping“, wie man es heute auch nennt <strong>würg</strong>. Plattenbörsen sind wie Flohmärkte für schwarzes Gold und Silberlinge – meist kauft, ab und zu tauscht man dort auch. Die gibt es noch heute, aber selten. Auf einer Plattenbörse befanden wir uns in einem längeren Rausch. 4-5 Stündchen waren rum, bis wir völlig unterzuckert und mit starrem Blick von den Plattenkisten aufblickten und entfremdet unsere schwarzen Fingerkuppen betrachteten. Tatsächlich, die waren schwarz vom Plattenhüllen durchwühlen!<br />
&nbsp;<br />
Außergewöhnliche Alben erfragten wir direkt beim Plattenverkäufer. Falls wir mal ein Stück aus dem Radio aufgenommen hatten, von dem uns weder Interpret noch Titel schwante, hängten wir dem Verkäufer unseren Walkman (mobiles Kassettenabspielgerät) mit dem aufgenommenen Stück ans Ohr. Manchmal wusste er, was es ist – meist aber nicht. Von einer App, die Musik erkennt wie <a href="http://itunes.apple.com/de/app/soundhound/id355554941?mt=8">„SoundHound“</a> oder „<a href="http://itunes.apple.com/de/app/shazam/id284993459?mt=8">Shazam</a>“ konnten wir noch nicht mal träumen, weil wir nicht wussten, dass so etwas überhaupt möglich ist.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Plattentourismus?</strong><br />
In fremde Städte zu fahren, nur um etwas anzusehen – schön und gut. Perfekt war es aber, wenn wir dort einen Plattenladen oder Shop für Underground-Fashion und darin die ein oder andere Rarität ausfindig machen konnten. Eventuell ergatterten wir dort etwas, was in den heimischen Breiten niemand hatte oder kannte – YEAH! Die Plattentüten dazu bewahrte mein Freund auf – damit er den Shop beim nächsten Städtebesuch auch wiederfand (meist war ja die Adresse vermerkt).</li>
</ul>
<div id="attachment_3726" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Schallplatten-Tueten-small.jpg"><img class=" wp-image-3726  colorbox-3725" title="Schallplatten-Tueten-small" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Schallplatten-Tueten-small.jpg" alt="Schallplatten-Tueten-small" width="600" height="445" /></a><p class="wp-caption-text">Plattentourismus: Erinnerungen in Tüten ODER Tüten voller Erinnerungen</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><strong>Mailorder-Kataloge von <a href="http://www.infrarot.de/">Infrarot</a> oder <a href="http://www.indietective.de/">Indietective</a>?</strong><br />
Ja, wir reden nicht von Online-Shops (bei Indietective übrigens inklusive Augenkrebs). Auf der Suche nach Raritäten durchforsteten wir die drögen Papier-Kataloge im A5-Format, in denen <span style="font-size: xx-small;">Schallplatten, MCs und CDs in in Schriftgröße 8pt oder eher noch kleiner</span> gelistet waren. Kein Spaß, aber öfters mal erfolgreich!<strong></strong></li>
</ul>
<ul>
<li><strong>WOM, Virgin Stores oder Saturn-Hansa in Frankfurt?</strong><br />
So richtig Musik zum Anfassen, Stöbern und vor allem Reinhören. Die WOM-Filialen gibt es heute gar nicht mehr (nur noch online) – die hatten aber die breiteste Auswahl an untergrundigem Zeugs und auch Alben weniger bekannter Bands. Bei WOM habe ich das eine oder andere entdeckt, weil man auch mal „reinhören“ konnte. Das war vor YouTube nämlich auch so ein Problem: selbst wenn wir in Szene-Zeitschriften von Bands und Alben erfuhren, war noch lange nicht klar, wie es klang und ob es einem gefiel. Mitte der 2000er Jahre brachten dann genau aus diesem Grund die Gothic-Magazine Zillo oder Sonic Seducer regelmäßig CD-Beilagen mit Neuvorstellungen heraus. Aber früher galt: Gehe in einen WOM oder Virgin Store und du kannst mal ohne Geldausgeben horchen, ob es dir gefällt. Musikläden waren theoretisch auch geeignet, aber die waren nicht alle so freizügig mit dem Öffnen von Platten oder versiegelten CDs. Und mein schlechtes Gewissen war zu groß, wenn ich es dann doch nicht kaufte.</li>
</ul>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/at-the-turntables-copyright-dan-talson-Fotolia.com_7706699_XS.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3735 colorbox-3725" title="granny dj" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/at-the-turntables-copyright-dan-talson-Fotolia.com_7706699_XS-300x238.jpg" alt="granny dj" width="300" height="238" /></a>Heute sind alle fünf <strong>Musikerinnerungen fast tot und überleben nur noch bei Nostalgikern</strong>. Kaum einer wünscht sich diese alten Zeiten der Musikjagd zurück. In den 80/90ern gehörte eine Menge Zeit, Aufwand und Enthusiasmus dazu, ein bestimmtes Stück oder Album zu finden. Manchmal dauerte es tatsächlich JAHRE! Freunde in der Underground-Musikszene sendeten sich Kassetten mit Aufnahmen zum Reinhören zu &#8211; „Vitamin B“ war wesentlich wichtiger als heutzutage. Kanntest du keinen, der viele Platten oder Musik hatte und dich damit etwas ‚versorgte’ oder mit dem du tauschen konntest, dann war alles noch zeit- und geldintensiver als so schon. Man musste eben ein echter Freak sein und „Musikbesessenheit“ war Grundvoraussetzung.</p>
<p>Der Vorteil, den ich damals zu heute sehe: <strong>gute und seltene Szene-Musik hatte eine gewisse Exklusivität und Stellenwert</strong>. Als erfolgreicher Musikjäger ergatterte man etwas Besonderes, das kaum einer kannte und auf das man stolz sein konnte. Es war Beute, die man &#8220;für sich&#8221; hatte. Es war nicht in YouTube zu finden und wurde nicht auf Facebook gepostet. Es ist nur eine Vermutung, aber nach einer erfolgreichen Musikjagd hatten vielleicht die wenigsten Lust darauf, ihre Raritäten mit dem halben sozialen Netzwerk zu teilen. Das hob man sich für besondere Anlässe auf, wie die nächste private Fete oder um Mädels zu beeindrucken (am Ende geht es immer nur darum <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley colorbox-3725' />  ).</p>
<p>Wiederum konnte sich Musik auch nicht so schnell verbreiten und bekannt werden, wie das heute der Fall ist. Ich schätze, das ist auch der Grund, warum man aktuell so viele Untergrund-/Minimal-Sachen aus den 80er findet, die man damals einfach nicht zu hören bekam. Zum Beispiel Bands wie „Keine Ahnung“ oder „Berlin Express“, deren Alben in den 80ern wohl nur in einer kleinen Auflage gepresst wurden oder es gar nicht erst bis dahin geschafft haben, aber später vielleicht auf einen Sampler mit draufgenommen wurden.</p>
<p>Auch heute ist es nicht soooo leicht, ein seltenes Musikschätzchen zu ergattern, was wirklich <strong>gut und unbekannt</strong> ist. Gerade weil mittlerweile alles zugänglich ist. Zum Entdecken eignen sich Unterground-Parties in anderen Städten und besonders auf dem WGT sehr gut. Dort hört man nicht nur die lokalen „Szene-Hits“, sondern die DJs spielen das, was sie mögen oder in ihren Clubs gut läuft und daher gänzlich unbekannt ist. In solch einem Fall einfach den DJ nach dem Interpreten fragen&#8230; Ist dieser dann weder bei YouTube o.ä. zu finden oder nicht anhörbar wegen &#8220;Das-tut-uns-leid&#8221;-Musiklizenzen, kann man bei <a href="http://www.discogs.com/">Discogs</a> danach stöbern oder sich bei eBay auf Dauerlauer legen. Etwas warten gehört schon dazu, aber die Zeit kann man heute ja auf der Couch verbringen&#8230;</p>
<p><strong>Was sind eure Musikjagd-Erlebnisse – von früher oder heute?</strong> Wünscht sich noch jemand „die alten Zeiten“ zurück?</p>
<p>&nbsp;</p>

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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Berlin: Ölsardinen im Slaughterhouse</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Mar 2012 00:54:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Städte]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptstädte]]></category>
		<category><![CDATA[Party]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseziele]]></category>

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		<description><![CDATA[An einem Samstagabend hat man in Berlin gar kein Problem - und am letzten Wochenende im Monat noch weniger. Im Januar lockten mich gleichzeitig das „Slaughterhouse“ und die Nacht der langen Messer, äh „Die lange Nacht der Museen“. Auch Ölsardinen waren im Angebot.  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-3668"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Fichtebunker-Berlin-Mutter-Kind-Bunker-300x300.jpg" width="240" />
		</p><p>Berlin könnte so schön sein, wenn ich öfter dort wäre. <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-3668' />  Doch auch diesmal versuchte sich etwas zwischen mich und die deutsche Hauptstadt zu schieben: eine fiese Blasenentzündung. Exakt zwei Tage bevor ich dort meine langjährige Freundin <a href="../../gothic-friday-januar-szeneeinstieg/">Ina</a> nach drei Jahren endlich mal wieder besuchen wollte. <em>„Nüschd da, Du fährst!!“</em> tönten auf Berlinerisch die Stimmen in meinem Kopf. Auf die höre ich manchmal sogar und startete mit Unterstützung meiner Hausärztin das „Projekt Antibiotika“. Und zwar erfolgreich <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-3668' /> .</p>
<p>Für meinen Berlin-Besuch hatte ich das letzte Wochenende im Januar unbewusst gut gewählt, denn am Samstagabend lockten zugleich das „Slaughterhouse“ und <span style="text-decoration: line-through;">die Nacht der langen Messer</span> „Die lange Nacht der Museen“. Leider kam ungefragt auch „Cooper“ auf dem Luftweg von Sibirien nach Berlin und brachte Eiseskälte mit Sonne und Schnee. Wir suchten also Kälteschutz. Was bietet sich da besser an als ein (beheizbarer) Bunker?</p>
<h2><strong>Berlin-Kreuzberg: Mutter-Kind-Bunker </strong></h2>
<p>Wir nutzten „Die lange Nacht der Museen“ für einen Besuch im nahegelegenen Mutter-Kind-Bunker &#8211; auch „Fichtebunker“ genannt, weil er in der Kreuzberger <em>Fichtestraße</em> liegt. Diesen kann man an normalen Tagen nur mit Führungen des <a href="http://www.berliner-unterwelten.de/" target="_blank">Berliner Unterwelten e.V.</a> begehen. In der langen Museumsnacht war er allerdings ab 18 Uhr geöffnet und man konnte ihn ohne Führung erkunden.</p>
<div id="attachment_3672" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Bunker-Gasometer-Berlin-Kreuzberg.jpg"><img class="size-medium wp-image-3672 colorbox-3668" title="Bunker-Gasometer-Berlin-Kreuzberg" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Bunker-Gasometer-Berlin-Kreuzberg-300x300.jpg" alt="Bunker-Gasometer-Berlin-Kreuzberg" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Der Gasometer-Bunker hat nachts viele Augen...</p></div>
<p>Und wie es sich gehört: es war dunkel. So sah ich nur einen schwarzen, riesigen Koloss mit beleuchteten Fenstern. Ich bemühte mich vergeblich, das nur schemenhaft erfassbare, wuchtige Bauwerk mit der iphone-Kamera einzufangen. Die Bezeichnung „Kamera“ sollte man beim iphone mit dem Wort „Objektivsimulation“ ersetzen. Die Fotoerfolge damit verhalten sich umgekehrt proportional zur Anzahl der fotografierenswürdigen Anlässe. Leider lag meine gute Kamera aus Antistressgründen daheim und hier bereute ich es wirklich.</p>
<p>Denn der Fichtebunker ist in mehrfacher Hinsicht speziell und ungewöhnlich.</p>
<p>Zunächst ist er ober-  und nicht unterirdisch (im Fachsprech auch  &#8220;Hochbunker&#8221; genannt) und dazu formschön, nämlich rund. Das hat er seiner Geburt 1876 als Gasometer zur Versorgung der Straßenlaternen zu verdanken. Wenn es hell ist, wird aus dem schwarzen Rundling ein ockerfarbener Klinkerbau mit je 32 Rundbogenfenstern in zwei Stockwerken.</p>
<p>Doch als die Elektrizität in Berlin Einzug hielt, wurde der Gasometer arbeitslos. Bis zum 2. Weltkrieg, als ihn die Nazis 1941/42 im Rahmen des „Bunkerbauprogramms für die Reichshauptstadt“ zu einem Großraum-Luftschutzbunker umfunktionierten. Dazu bekam der Gasometer eine neue Außenwand mit einer knapp <strong>2m dicken Stahlbeton-Verkleidung und ein Stahlbeton-Dach von 3m Meter Dicke</strong>. Tatsächlich bombensicher.</p>
<p>Hier die wichtigsten Ausmaße für alle Listenfetischisten (<a href="http://berliner-unterwelten.de/fichtebunker.330.0.html" target="_blank">Quelle</a>):</p>
<ul>
<li>Durchmesser: 56 Meter</li>
<li>Höhe: 21 Meter</li>
<li>6 Stockwerke von je 2,60m Höhe</li>
<li>je Stockwerk 120 Wohnkammern (&#8220;Zimmer&#8221; wäre der falsche Ausdruck)</li>
<li>30 Küchen</li>
<li>2 Heizkessel und ein Schiffs-Dieselmotor, wie er auch in deutschen U-Booten des 2. Weltkrieges verbaut wurde</li>
<li>eine Frischluft- bzw. Gasschutzanlage abwechselnd auf jeder Ebene</li>
</ul>
<p>Auch sein Zweck als „Mutter-Kind-Bunker“ ist außergewöhnlich. Ich wollte mir gar nicht vorstellen, dass <strong>in diesem Bunker über 100 Kinder geboren wurden!</strong><em> „Da die Männer an der Front waren, war der Bunker ausschließlich für Frauen und Kinder vorgesehen. Die technischen Einrichtungen wurden von Männern mit leichten Behinderungen bedient.“ </em>(<a href="http://kreuzbergberlin.wordpress.com/2011/10/19/der-gasometer-in-der-fichtestrase/" target="_blank">Quelle</a>)</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Fichtebunker-Berlin-Mutter-Kind-Bunker.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3669 colorbox-3668" title="Fichtebunker-Berlin-Mutter-Kind-Bunker" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Fichtebunker-Berlin-Mutter-Kind-Bunker-300x300.jpg" alt="Fichtebunker-Berlin-Mutter-Kind-Bunker" width="300" height="300" /></a>Als ich die kleinen Wohnkammern/Schutzräume und engen Gänge sah und erfuhr, dass der Bunker für maximal 6.000 Menschen konzipiert war&#8230; puh, da kommt Beklemmung auf und starkes Unbehagen. Dann hörten wir, dass bei einem heftigen angloamerikanischen Luftangriff am 3. Februar 1945 sogar 30.000 (!!!) Personen im Fichtebunker Schutz gefunden haben sollen. Das einzige Bild, das ich dazu vor meinem geistigen Auge abrufen kann, ist eine Filmszene aus „Soylent Green“: viele, viele Menschen eng aneinander gedrängt in einem Wohnhaus, die auf Treppen sitzen und vor Hitze apathisch vor sich hindösen. Nur die hatten im Vergleich zu den Menschen im Bunker noch „Platz“.</p>
<p>Ich inhalierte lebendige (und fürchterliche Kriegs-)Geschichte, während wir &#8211; der Bauform geschuldet – im Kreis liefen und dabei jegliche Orientierung verloren.</p>
<div id="attachment_3677" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Berlin-Bunker-Gasometer-Fichtestrasse.jpg"><img class="size-medium wp-image-3677    colorbox-3668" title="Berlin-Bunker-Gasometer-Fichtestrasse" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Berlin-Bunker-Gasometer-Fichtestrasse-300x300.jpg" alt="Berlin-Bunker-Gasometer-Fichtestrasse" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Schutz- und später Wohnräume im Fichtebunker: in den Bombennächten gab es allerdings nur 2 Doppelstockbetten für 2 Frauen + 8 Kinder</p></div>
<p>Auch die Schutzräume sind ‚krass’: diese 6 qm teilten sich immer zwei Mütter mit je 4 Kindern (also 10 Personen). Es gab Duschen und Waschräume – alles einfach und karg. Damit hätte ich gar nicht das Problem gehabt, sondern mit den tausend Menschen da unten. Aufgrund gesetzlicher Vorschriften musste für 3.000 Insassen auch ein Arzt vor Ort sein (was für eine Patienten/Arzt-Ratio!). Im Mutter-Kind-Bunker mit seinen geplanten 6.000 Personen waren ständig 2 Ärzte und 1 Zahnarzt anwesend, die dort sogar noch bis 1955 praktiziert haben sollen.</p>
<p>Eine alte Frau berichtete als Zeitzeugin zur Museumsnacht von den <a href="http://www.berliner-zeitung.de/berlin/besucherandrang-bombennaechte-im-fichtebunker,10809148,11131032.html" target="_blank">Bombennächten im Mutter-Kind-Bunker</a> und wie sie immer abends dorthin laufen mussten. Als Kind hatte sie im Bunker viele Freunde und zeigte alte „Sammelbilder“, die sie damals gegen ein paar Reichspfennige untereinander getauscht haben. Angst hatte sie tagsüber, im Bunker fühlte sie sich sicher.</p>
<div id="attachment_3679" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Senatsreserve-Fichtebunker-Berlin-Kreuzberg.jpg"><img class=" wp-image-3679  colorbox-3668" title="Senatsreserve-Fichtebunker-Berlin-Kreuzberg" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Senatsreserve-Fichtebunker-Berlin-Kreuzberg-300x300.jpg" alt="Senatsreserve-Fichtebunker-Berlin-Kreuzberg" width="270" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Lebensmittel-Reserven im Kalten Krieg</p></div>
<div id="attachment_3680" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Bunker-Berlin-Dosen-Oelsardinen.jpg"><img class=" wp-image-3680  colorbox-3668" title="Bunker-Berlin-Dosen-Oelsardinen" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Bunker-Berlin-Dosen-Oelsardinen-300x300.jpg" alt="Bunker-Berlin-Dosen-Oelsardinen" width="270" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Ölsardinen zur Verkostung</p></div>
<p>Am 27. April 1945 wurde der Bunker an die Russen übergeben und diente ab 1946 als Flüchtlingslager und Rückkehrerheim für alle Vertriebenen von östlich der Oder und aus Tschechien. Ab 1950 wurde er zum Obdachlosenasyl bis 1963 &#8211; als die hygienischen Bedingungen dort unten nicht mehr zu ertragen waren. Danach wurde er umgebaut und <strong>im Kalten Krieg bis zum Fall der Mauer als städtisches Lebensmittellager</strong> genutzt (Senatsreserve). Für den Fall, dass Berlin mal vom bösen Ostblock ausgehungert werden sollte, hätten die Westberliner dann eine Zeit lang vom eingelagerten <strong>Rindfleisch oder von Ölsardinen leben</strong> können. Die Leute vom Berliner Unterwelten e.V. haben eine der Ölsardinen-Dosen geöffnet und gekostet. Alles noch essbar. Pikanter Schachzug: in <a href="http://www.fichtebunker.com/fichtebunker/Geschichte.pdf" target="_blank">diesem PDF-Dokument</a> habe ich gelesen, dass die Senatsreserve nach ihrer Auflösung 1990 an die Russen geschickt wurde. Ironie der Geschichte!?!</p>
<div id="attachment_3698" class="wp-caption alignleft" style="width: 253px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Minzetee-mit-joint.jpg"><img class=" wp-image-3698      colorbox-3668" title="Minzetee-mit-joint" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Minzetee-mit-joint-300x300.jpg" alt="Minzetee-mit-joint" width="243" height="243" /></a><p class="wp-caption-text">Minzetee mit Joint - sehr zuvorkommend, die Kreuzberger Kneipenbesitzer! <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley colorbox-3668' /> </p></div>
<p>Seit 2010 befinden sich oben auf dem Fichtebunker 12 tortenförmig geschnittene Luxushaus-Wohnungen. Die werden vom Immomakler „mit einem Premiumblick“ angepriesen (WTF?? Premiumblick! Was ein Gesülz&#8230;). Gegen diese Form der Gentrifizierung <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/kreuzberg-schoener-wohnen-auf-dem-fichte-bunker/1158656.html" target="_blank">protestierten einige der Anwohner</a> und Mitglieder der <a href="http://www.unverkaeuflich.org/fichtebunker/" target="_blank">Initiative „Fichtebunker &#8211; Gute Geister“</a> mit Balkonplakaten a la <strong>„Keene Klunker uffm Bunker“</strong>. Ein weitaus sympatischerer Slogan. Obwohl die neuen Luxusmieter trotzdem auf dem Gasometer eingezogen sind&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Gothic Party im Slaughterhouse &#8211; Berlin Moabit<br />
</strong></h2>
<p>Nach einer kurzen Umziehbaupause bei Ina fuhren wir mit dem Bus zum Berliner Hauptbahnhof und liefen dann durch Coopers eisige Kälte zur Kulturfabrik Moabit. Dort fand im Hinterhofclub <a href="http://www.slaughterhouse-berlin.de/" target="_blank">Slaughterhouse</a> wie <strong>jeden letzten Samstag im Monat die </strong><a href="http://www.datefix.de/kalender/3424/index.php?tid=615723&amp;dfx_tpl=detail" target="_blank"><strong>„Factory“-Party</strong></a> statt. <strong>Liebe Anhänger von 80er/90er Goth &amp; Wave und Freunde des Minimal &amp; Synthpops: geht da bitte unbedingt hin!</strong> Ich hätte fast den ganzen Abend ‚durchgetanzt’, hätte ich dort nicht so viele nette Bekannte wiedergetroffen.</p>
<div id="attachment_3683" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/dark-party-berlin-slaughterhouse-kulturfabrik-moabit.jpg"><img class="size-medium wp-image-3683   colorbox-3668" title="dark-party-berlin-slaughterhouse-kulturfabrik-moabit" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/dark-party-berlin-slaughterhouse-kulturfabrik-moabit-300x224.jpg" alt="dark-party-berlin-slaughterhouse-kulturfabrik-moabit" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Im Schlachthof gibts keine Energiesparlampen - yeah!</p></div>
<p>Zum einen waren das Edith und <a href="http://www.mr-bilderwelten.de/blog/" target="_blank">Marcus Rietzsch</a>, die leidenschaftlichen Herausgeber des <a href="http://www.pfingstgefluester.de/" target="_blank">„Pfingstgeflüster“-Magazins</a>, das jährlich zum WGT erscheint. Die beiden waren nicht ganz zufällig da, haha! Es hatte im Vorfeld doch eine gewisse Grobabstimmung und Planung gegeben und alles passte – ich habe mich sehr gefreut! Und dann tippte mir auch noch <a href="http://www.wiik.de/" target="_blank">Thorleif</a> auf die Schulter – JUHU! Ich hatte ihn bei der Party eh schon insgeheim erwartet und herbeigewünscht. Wünschen hilft manchmal! <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley colorbox-3668' />  Es war echt ein wunderbarer Abend mit allen! Auch wenn man in Discos selten ein tiefgehendes, wohlverstandenes Wort wechseln kann. Das geht nur als Raucher vor der Tür (oder bei Kuchen am nächsten Tag im Cafè <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-3668' />  &#8211; scheee war’s!).</p>
<p>Zumal ich ständigen Impuls hatte, auf die Tanzfläche zu verschwinden&#8230; Kein Wunder bei der guten Musik: viele selten gehörte Stücke bekannter Bands und auch bisschen was Unbekanntes, z.B. dieses 80ies Stück hier entdeckte ich neu <strong>hach</strong></p>
<p><object width="480" height="360" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/NU0sZfDlDss?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="360" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/NU0sZfDlDss?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object><br />
Das Slaughterhouse ist eher ein kleinerer Club, schön dunkel und mit zur Jahreszeit passendem Heizöfchen, das neben der Garderobe vor sich hinblubberte. Die Leute sind sympathisch, eine cyber-freie Zone (bei der Musik auch logisch) und stattdessen viel schräg. Im Slaughterhouse gibt es auch öfters Konzerte, z.B. von <a href="http://www.mr-bilderwelten.de/blog/twisted-nerve-joy-disaster/" target="_blank">Twisted Nerve und Joy Desaster</a>, über das Marcus berichtete.</p>
<div id="attachment_3684" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/slaughterhouse-factory-berlin-gothic-party-grabstein.jpg"><img class="size-medium wp-image-3684   colorbox-3668" title="slaughterhouse-factory-berlin-gothic-party-grabstein" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/slaughterhouse-factory-berlin-gothic-party-grabstein-300x224.jpg" alt="slaughterhouse-factory-berlin-gothic-party-grabstein" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Wer war Sandra? Grabstein im Slaughterhouse</p></div>
<p>Ich wollte irgendein besonderes Charakteristikum des Clubs mit meinem Objektivsimulator festhalten. Thorleif wies mich auf den Grabstein neben der Garderobe hin (der war klein und ging daher etwas unter). Während ich den fotografierte, sagte mir die hübsche Undercut-Frau an der Garderobe, dass sie aber auch nicht wüsste, wer diese Sandra sei, deren Name auf dem Grabstein steht. Wir rätselten, aber es konnte <em>nicht</em> die 80er-Jahre Pop-Sängerin sein (Maria Magdalena, In the Heat of the Night, Everlasting Love&#8230;na, ihr wisst schon!). Also wer weiß, was es bei der „Factory“-Party mit dem Sandra-Grabstein auf sich hat: bitte in den Kommentaren die Unwissenheit aufklären. Alle Slaughterhouse-Gänger danken! <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley colorbox-3668' /> </p>
<p>Da man die deutsche Hauptstadt eh nur in Etappen nehmen kann und sollte, weil sich so alles besser genießen und verdauen lässt, war das nicht mein letzter Besuch. Nur mal so als Drohung&#8230; <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley colorbox-3668' /> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>DANKE, Ina, für dieses wunderschöne Wochenende! Es war wie früher &#8211; nur mit dem frischen Geschmack von heute.</p>
<h4><strong>Route planen zum Fichtebunker und zur Gothic-Party im Slaughterhouse<br />
</strong></h4>
<p><div id='stb-box-7322' class='stb-grey_box' style="border-top-color: #4d673c; border-left-color: #4d673c; border-right-color: #4d673c; border-bottom-color: #4d673c; "><strong>GOTHIC GUIDE BERLIN (1)</strong> &#8211; Eine Seite mit den wichtigsten Infos zum Mitnehmen auf Reisen: <strong><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Gothic Guide-Berlin-Fichte-Bunker-Dark-Party.pdf">Gratis-Download Gothic Guide Berlin Fichtebunker &amp; Slaughterhouse</a></strong></div><br />
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</script></p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>10 schwarze Gebote für (New) Waver</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 01:41:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mikrokosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[New Wave]]></category>
		<category><![CDATA[schwarze Szene]]></category>

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		<description><![CDATA[Besser verrückt sein als nur Goth! Armin hat 10 schwarze Gebote für (New) Waver aufgestellt, zu denen ich ganz unschuldig an meiner Oblate knabbere. Befolgt diese und ihr werdet von reiner, schwarzer Seele sein... oder könnt zumindest schmunzeln!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-3566"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/10-gebote-new-wave-waver-gruftis-300x240.jpg" width="240" />
		</p><p>Ich muss das erklären. 10 Gebote haben immer eine Geschichte. Nicht nur die aus der Bibel.</p>
<p>Harmlosen E-Mail-Verkehr habe ich selten. Den will ja auch keiner. Meist ist mein elektronischer Verkehr lustig, frotzelig, da zwinkert es in den Augen oder es wird kreativ. Letzteres passierte mir mit Armin aus München &#8211; einem schwarzen Musikjunkie und DJ mit Vorliebe für Technics 1210er, das ist eine besondere Spezies von Plattenspielern. Beim letzten WGT trafen wir uns und ich war meinen Freund auch gleich los. Denn beide Musiktechnik-Freaks erkannten sich sofort als eine aus meiner Sicht unscheinbare Zahlen-Buchstaben-Kombination genannt wurde. Ab da flogen Equipment-Features nur so über den AGRA-Biertisch und ich saß fasziniert-entgeistert daneben.</p>
<p>In den letzten E-Mails schickte uns Armin Bilder von seinem neuen Musik-Anlagenpark untertage, den er gerade aufbaut. Besonders interessant ist sein &#8220;Musikaltar&#8221; mit tiefergelegten Plattenspielern in Hüfthöhe (sonst Rücken!) &#8211; eingefasst in angenehme Kunstleder-Polsterung. Ich konnte faktisch schon aus dem Bild heraus den Sound hören, freue mich aber, das mal irgendwann live zu erleben. Jedenfalls blödelten wir schriftlich hin und her, bis Armin über seinen &#8220;Musikaltar&#8221; auf die Erfindung einer eigenen Turntable-Religion kam und dass die Welt eine schwarze 12&#8243;-Scheibe sei und &#8220;Goth is a DJ&#8221;. Armins nicht ernst zu nehmender, religiöser Fanatismus gipfelte schließlich in:</p>
<h2>10 schwarze Gebote für (New) Waver</h2>
<div id="attachment_3568" class="wp-caption alignright" style="width: 223px"><a href="http://nowthisisgothic.tumblr.com/post/14917610733"><img class="size-medium wp-image-3568 colorbox-3566" title="tumblr_lwx25vcb311qbc9v6" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/tumblr_lwx25vcb311qbc9v6-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Cyriel, 1992 (copyright: @nowthisisgothic)</p></div>
<ol>
<li><strong>Du sollst das Haarspray ehren.</strong></li>
<li><strong>Du sollst nie mehr als drei Schritte auf der Tanzfläche <em>gehen</em>.</strong></li>
<li><strong>Du sollst nicht pogen.</strong></li>
<li><strong>Du sollst dein Schwarzwaschmittel nicht ausgehen lassen.</strong></li>
<li><strong>Du sollst nicht kopieren des Nächsten Outfit.</strong></li>
<li><strong>Du sollst nicht von der Stange kaufen, sondern höchstens auf diese zutanzen/antanzen/umtanzen.</strong></li>
<li><strong>Du sollst keine Top Ten hören, denn die Folgeschäden sind nicht absehbar.</strong></li>
<li><strong>Du sollst keine Katzenaugen auf deine Kleidung nähen, bloß weil du Angst hast nachts vom Auto überfahren zu werden.</strong></li>
<li><strong>Du musst wissen, wer Robert Smith ist.</strong></li>
<li><strong>Missioniere die Mitläufer und zerstöre deren Götzen.^^</strong></li>
</ol>
<p>Wie erwähnt, ich esse hier ganz unschuldig meine Oblate &#8211; aber ich wollte euch dieses Kleinod gruftigen Humors nicht vorenthalten. Lieben Dank an Armin für die Erlaubnis zur öffentlichen Entblödelung &#8211; ich werde Dir als Jüngerin huldigen, wenn Du von der Soundkanzel predigst <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-3566' /> .</p>
<p>Mein Freund ergänzt noch folgendes Gebot:</p>
<p><strong>11. Frage stets nach einer Wave-Datei, wenn man Dir ein mp3 andrehen will. </strong>  <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley colorbox-3566' /> </p>
<p>Als Unkirche der schwarzen Freidenker sind wir total offen für weitere Gebote von euch in den Kommentaren&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>

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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Marbas &#8211; Monster im Portrait</title>
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		<comments>http://der-schwarze-planet.de/marbas-monster-im-portrait/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:57:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Monster im Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Dämonen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das „Monster im Portrait“ in diesem Monat hat mich in den Sog Jahrhunderte alter schwarzer Magie gezogen. Und es scheint mir, als hätte ich mit der Herkunft des Dämons Marbas auch eine von Tolkiens' Inspirationen für „Herr der Ringe“ entdeckt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-3519"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/marbas-daemon.jpg" width="240" />
		</p><p>Manchmal ist es faszinierend, wie doch alles zusammenhängt. Wie sich Welten auftun, in die man sich immer tiefer graben kann. Schön, etwas zu entdecken, dass sich nicht erschöpft, sondern weitere Inspirationsbömbchen legt. Das „Monster im Portrait“ in diesem Monat hat mich in den Sog Jahrhunderte alter schwarzer Magie gezogen. Und es scheint mir, als hätte ich dabei auch eine von Tolkiens&#8217; Inspirationen für „Herr der Ringe“ entdeckt. Um diese Behauptung und den diesmonatigen Monster-Steckbrief besser zu verstehen, braucht es einen</p>
<h3><strong>Prolog</strong></h3>
<p>Der Höllengeist Marbas (auch Barbas genannt) stammt aus der „Ars Goetia“: Sie <em>„ist der erste Teil eines </em><em>Grimoires</em><em> aus dem 17. Jahrhundert, dem </em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Grimoires#S"><em>Lemegeton Clavicula Salomonis</em></a><em> oder </em><em>Schlüsselchen Salomons</em><em>.“</em></p>
<p>Soso, eines Grimoires. Noch nie gehört. Die Wikipedia verrät mir, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grimoire" target="_blank">Grimoire</a> der Begriff für ein <strong>Zauberbuch mit magischem Wissen</strong> ist. <em>„Solche Zauberbücher enthalten astrologische Regeln, Listen von </em><em>Engeln</em><em> und </em><em>Dämonen</em><em>, </em><em>Zaubersprüche</em><em> sowie Anleitungen zum Herbeirufen von magischen Wesen oder zur Herstellung von </em><em>Talismanen</em><em> und </em><em>Mixturen</em><em>.“ </em>Die erste magische Schrift gab es bereits im Jahre 150 <em>vor</em> Christus auf Papyrus in griechischer Schrift.</p>
<p>Wenn die <em>Ars Goetia</em> aus dem 17. Jhd. das Schlüsselchen Salomons ist, so muss das bereits im 4. Jhd. n.Chr. verfasste <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Testament_Salomos" target="_blank"><strong>Testament Salomos</strong></a> als Ursprung erwähnt werden. Es gilt als die älteste christliche Dämonologie. Im Frühchristentum wurden Dämonen als Zwischenwesen von Göttern und Menschen angesehen, als dienende Kräfte für einzelne Menschen oder Völker. Zum Beispiel für König Salomo(n). Er soll im 10. Jhd. v. Chr. das vereinte Königreich Israel beherrscht haben und gilt als Erbauer des 1. Tempels in Jerusalem. Ob er wirklich gelebt hat ist umstritten. Das Testament Salomos nutzt als Rahmenhandlung diesen Tempelbau, zentral ist aber die Beschreibung von Dämonen. Gott übergibt nämlich König Salomo einen Siegelring, <em>„mit dessen Hilfe er alle Dämonen dienstbar machen kann, weil sie ihm ihren Namen nennen müssen. Es werden Dämonennamen aufgezählt und deren Funktion angegeben.“ </em>Die meisten Dämonen müssen Salomo gehorchen und beim Tempelbau mithelfen.</p>
<p>Damit hätten wir also den Grund entdeckt, warum Dämonen ihren Namen so ungern nennen. <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-3519' />  Wer will sich schon anstellen lassen und auf einer Tempel-Baustelle mithelfen müssen?</p>
<p>Aber die Sache mit dem Ring, die ihm alle Dämonen ‚dienstbar’ macht&#8230; wie hieß es doch gleich im Tolkienschen Ringgedicht?</p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>„Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, </em></p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.“</em></p>
<p>Jetzt mal ehrlich: Da sind doch heftige Parallelen erkennbar zwischen Salomos Testament und Herr der Ringe! Oder wie seht ihr das? Auch wenn es umgekehrt ist: in Tolkiens Mittelerde-Welt dient der Ring dem Bösen (Sauron) und hier dem Guten (Salomon). Aber ist ja klar, dass Tolkien das Salomonische Testament nicht 1:1 übernommen hat, sondern es war vielleicht nur ein kleiner Baustein für sein Epos. Wer weiß? Ich lasse das mal so als Behauptung im Raum und Blog stehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>STECKBRIEF – Marbas </strong></h2>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Spitzname(n):</strong></span> auch <strong>Barbas</strong> oder: <strong>Großer Präsident der Hölle</strong></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Gehört zur Monster-Sub-Spezies der: </strong></span>Dämonen</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Stammt aus:</strong></span>  dem Zauberbuch Ars Goetia, angeblich geschrieben von König Salomo selbst</p>
<div id="attachment_3526" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/marbas-symbol.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-3526 colorbox-3519" title="marbas-symbol" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/marbas-symbol-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Symbol / Zeichen von Marbas</p></div>
<p><em>„Die Ars Goetia enthält Beschreibungen der 72 </em><em>Dämonen</em><em>, die König </em><em>Salomon</em><em> </em><em>beschworen</em><em> und in einem bronzenen Gefäß, das mit </em><em>magischen</em><em> </em><em>Symbolen</em><em> verschlossen ist, eingesperrt sowie verpflichtet haben soll für ihn zu arbeiten. Sie gibt Anweisungen, wie man ein ähnliches Bronzegefäß herstellt und wie man die richtigen Formeln verwendet, um diese Dämonen zu beschwören. (&#8230;)Die Ars Goetia weist jedem Mitglied der </em><em>teuflischen</em><em> Hierarchie einen Rang und Adelstitel zu und gibt den Dämonen &#8220;persönliche Zeichen&#8221; oder </em><em>Siegel</em><em>.“ </em>(Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ars_Goetia" target="_blank">Wikipedia</a>)<em></em></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Aussehen:</strong></span></p>
<div id="attachment_3536" class="wp-caption alignright" style="width: 221px"><a href="http://astroline.net.ru/2011/07/12/malyj-klyuch-solomona-goetiya-demony-1-chast/"><img class="size-medium wp-image-3536  colorbox-3519" title="marbas-astroline-ru" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/marbas-astroline-ru-211x300.jpg" alt="" width="211" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bildrechte: @astroline.net.ru</p></div>
<p>Marbas hat die Gestalt eines Löwen und nimmt auf Wunsch des Meisters (oder Exorzisten <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_evil.gif' alt=':evil:' class='wp-smiley colorbox-3519' />  ) menschliche Gestalt an. Er soll auch Feuer speien.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Lieblingselement: </strong></span>Feuer</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Magische Charakteristika:</strong></span></p>
<p>Marbas ist sehr mächtig. Als Großer Präsident der Hölle regiert er 36 Legionen von Dämonen (die vermutlich alle beim Tempelbau Salomos helfen mussten <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley colorbox-3519' />  ).</p>
<p>Marbas kann Menschen in eine andere Gestalt verwandeln, ihnen Krankheiten bringen und sie wieder davon heilen.</p>
<p>Er beherrscht die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Artes_mechanicae">mechanischen Künste</a> (Handwerk, insb. Baukunst) und kann diese bei Menschen fördern – ebenso die Weisheit.</p>
<p>Wird er während eines Exorzismus befragt, so antwortet er wahrheitsgemäß.</p>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/hFc6tx6tcEI?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/hFc6tx6tcEI?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Wo begegnet man Marbas oder Barbas heute?</strong></span></p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/marbas-barbas-demon.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3538 colorbox-3519" title="marbas-barbas-demon" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/marbas-barbas-demon-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<ul>
<li>Als Gargoyle/Fratze z.B. an Kirchen</li>
<li>Barbas ist ein <a href="http://charmed.wikia.com/wiki/Barbas">Dämon in der TV-Serie „Charmed“ (&#8220;Zauberhafte Hexen&#8221;)</a></li>
<li>Als Gegner in <a href="http://global.hidden-street.net/monster/marbas" target="_blank">MapleStory</a>, einem Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel</li>
<li>Natürlich ließen sich auch Black-Metal-Bands von diesem Höllen-Dämon beeinflussen:<br />
1. Marbas &#8211; die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=9G65m3nVdFg" target="_blank">müssen noch üben</a><br />
2. <a href="http://www.spirit-of-metal.com/groupe-groupe-Marbas_Kult-l-de.html" target="_blank">Marbas Kult</a> aus Italien &#8211; hatten u.a. eine EP namens &#8220;Der Wald stinkt&#8221; <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':-P' class='wp-smiley colorbox-3519' /> </li>
<li>Als Button <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley colorbox-3519' />  mit dem Marbas-Symbol bei <a href="http://www.deliriumsrealm.com/store/index.cgi/deliriumsrealm/deliriumsrealm/687961" target="_blank">DeliriumsRealm</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>

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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Schädeltraum(a)</title>
		<link>http://der-schwarze-planet.de/schaedeltrauma-schaedelkult-ausstellung-mannheim/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 23:05:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mikrokosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Knochen]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>

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		<description><![CDATA[Kann man den Charakter eines Menschen an dessen Kopfform ablesen? Diese "Schädellehre" lernte ich erst jetzt in der "Schädelkult"-Ausstellung in Mannheim kennen. Zusammen mit Trinkbechern aus menschlichen Hirnschalen, Kopfkissenschädeln und diversen Deformationstechniken. Morbides Pflichtprogramm!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-3491"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Schaedel-Mannheim-Ausstellung-Fotolia_20383815_XS.jpg" width="240" />
		</p><h2>Morbides Pflichtprogramm: „Schädelkult“-Ausstellung in Mannheim</h2>
<p>Kann man den Charakter eines Menschen an dessen Kopfform ablesen? Haben besonders triebhafte Männer einen breiten Nacken und einfach gestrickte Leute eine Delle in der Stirnmitte? Diese „Schädellehre“ – <a href="http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geokompakt/57369.html?p=1" target="_blank">Phrenologie</a> genannt – wurde vom Mediziner Franz Joseph Gall begründet. Um 1800 glaubte man an eine Verbindung von Schädelwölbungen und Geist. Um seine Thesen aufzustellen, obduzierte Gall was das Zeug hielt und bald wurde seine Schädellehre so populär, dass die Leute selbst begannen sich gegenseitig die Köpfe abzutasten. Galls Porträt wurde auf Gedenkmünzen geprägt, Schnupftabakdosen zeigten seine „Schädelkarten“. Die Hirnforschung steckte damals noch in den Kinderschuhen, aber Gall hat gewissermaßen andere Wissenschaftler zur Forschung angestachelt, die seine etwas &#8216;verkopfte Auffassung&#8217; widerlegen wollten. Und sie schafften es – aber erst 33 Jahre nach seinem Tod.</p>
<p>Von der Phrenologie hatte ich zuvor noch nie gehört. Auch Kalebassen und Trinkbecher aus menschlichen Hirnschalen (gern von Angehörigen) oder Kopfkissenschädel sowie diverse Deformationstechniken waren mir unbekannt. Diese Erfahrungen machte ich alle erst in der <strong><a href="http://www.schaedelkult.de/ausstellung.html" target="_blank">„Schädelkult“-Ausstellung in Mannheim</a>, die ihr ganz unbedingt besuchen solltet</strong>.</p>
<div id="attachment_3495" class="wp-caption alignnone" style="width: 624px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Trophaenschaedel-naga-himalaya-schaedelkult-ausstellung-mannheim.jpg"><img class=" wp-image-3495  colorbox-3491" title="Trophaenschaedel-naga-himalaya-schaedelkult-ausstellung-mannheim" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Trophaenschaedel-naga-himalaya-schaedelkult-ausstellung-mannheim-1024x439.jpg" alt="" width="614" height="263" /></a><p class="wp-caption-text">Trophäenschädel der Konyak-Naga (Himalaya): die Hörner sollten verhindern, dass der Tote von den Hinterbliebenen gerufen werden konnte (Bildrechte: Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Heute und hierzulande sind Schädel fast nur noch Schmuckobjekte und gern wird in der Gothic- oder Metal-Szene mit Schädel-Accessoires kokettiert. Diese sollen zum einen der Abschreckung dienen und die Auseinandersetzung mit dem Tod sowie das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit symbolisieren. Doch der Schockeffekt ist so ziemlich dahin &#8211; spätestens seitdem das Modelabel <a href="http://www.thegoodzonline.com/store/images/edhardyE1_LRG.jpg" target="_blank">Ed Hardy die Totenköpfe zum Trend erklärte</a> und auf alle Klamotten druckte, die nicht schnell genug dahinschrumpeln konnten. Selbst Paris Hilton trägt heute Glitzerfunkel-Schädel. Aber warum ist das so?</p>
<p><strong>Welche Bedeutung haben Kopf und Schädel in der Kulturgeschichte und wie hat sich das gewandelt?</strong> Genau diese Fragen will die von den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim initiierte Ausstellung beantworten – und es gelingt ihr auch!</p>
<p><iframe src="http://blip.tv/play/hIVlgsOBawI.html?p=1" frameborder="0" width="480" height="390"></iframe><object style="display: none;" width="320" height="240" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://a.blip.tv/api.swf#hIVlgsOBawI" /><embed style="display: none;" width="320" height="240" type="application/x-shockwave-flash" src="http://a.blip.tv/api.swf#hIVlgsOBawI" /></object></p>
<p>Ich war wirklich fasziniert, was es alles Schädelhaftes gibt. Ich bin doch schon eine Weile skurril unterwegs, fühle mich von Beinhäusern magisch angezogen und dachte echt, ich hätte schon viel gesehen. Aber ich konnte nur staunen und ab und zu den Kopf schütteln. Wer glaubt, er sei schädelseitig durch nichts zu beeindrucken, wird im Reiss-Engelhorn-Museum sicher eines Besseren belehrt. Da stecken uns schon allein die afrikanischen Völker mit diversen Ritualen und Kulten in den Sack – die sind noch härter ‚druff’ als die Österreicher <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-3491' /> .</p>
<div id="attachment_3493" class="wp-caption alignright" style="width: 257px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/schrumpfkopf-schaedelkult-mannheim.jpg"><img class="size-medium wp-image-3493 colorbox-3491" title="schrumpfkopf-schaedelkult-mannheim" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/schrumpfkopf-schaedelkult-mannheim-247x300.jpg" alt="" width="247" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Schrumpfkopf der Jivaro-Indianer (Bildrechte: Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim)</p></div>
<p>Auch nicht zimperlich ist der südamerikanische Stamm der Jívaro (aus Peru und Ecuador) mit seinen Schrumpfköpfen (tsantsas) – die sie heute nicht mehr aus Menschen- sondern häufig aus Faultierköpfen herstellen. <strong>Wie wurden Schrumpfköpfe hergestellt?</strong> Die Jìvaro enthaupteten ihre Feinde und zogen ihnen die Haut vom Kopf. Danach wurde heißer Sand in den Kopfhaut-Sack gefüllt, wodurch dieser zu schrumpfen begann. Es folgte eine Räucherung über mehrere Stunden, die für die dunkle Hautfarbe sorgte und der Konservierung diente. Augen und Mund wurden zugenäht mit Bambusnadeln, um die Kraft in der Trophäe zu binden und zu verhindern, dass die Rachegeister aus dem Toten  herausfahren konnten. Besonders gut mussten die Haare erhalten werden. Sie galten als Sitz der Seele und Lebenskraft, die dann auf den Träger des Schrumpfkopfes übergehen sollte.</p>
<p>Fast noch beeindruckender fand ich den <strong>Kopfkissensschädel</strong> der Asmat aus Ozeanien – eine Form des Ahnenkultes. Hier hat der älteste Sohn aus meiner Sicht etwas die A-Karte gezogen, denn er muss den Schädel seines Vaters schon tagsüber den ganzen Tag um den Hals tragen und nachts mit dem Kopf auf ihm schlafen, damit die Familie auch dann vom Ahnen beschützt wird. Das stelle ich mir äußerst unbequem vor – aber ist sicher alles eine Frage der Gewöhnung. Vielleicht sollten wir mal ein neues Grufti-Gerücht verbreiten, der uns ‚verweichlichte Gothics’ etwas scharfkantiger zeichnet: Wir schlafen nicht in der Gruft, sondern auf dem Schädel unserer Väter und Großväter. Ha! Leider werde ich mich wohl erst daran gewöhnen, wenn ich tot bin und nix mehr spüre.</p>
<div id="attachment_3492" class="wp-caption alignnone" style="width: 624px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Kopfkissenschaedel.jpg"><img class=" wp-image-3492  colorbox-3491" title="Kopfkissenschaedel" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Kopfkissenschaedel-1024x764.jpg" alt="" width="614" height="458" /></a><p class="wp-caption-text">Kopfkissen-Schädelkult bei den Asmat (Neuguinea): Der älteste Sohn muss auf dem Schädel seines Vaters schlafen und ihn tagsüber um den Hals tragen. (Bildrechte: Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Apropos Gruftis und Gothics – wir werden auch erwähnt. Uns ist ein eigener Schaukasten am Ende der Ausstellung gewidmet, der mir von XtraX gesponsored zu sein schien, aber ich will das mal gar nicht übel nehmen.  Die Feinheiten in der Szene sind schwer auszumachen – und unser „Schädelkult“ verblasst enorm bei all den anderen interessanten Exponaten. Mehr zum Grufti-Anteil der Ausstellung hat der liebe tobikult notiert, fotografiert und darüber <a href="http://werturteilsfrei.wordpress.com/tag/schadelkult/" target="_blank">bloggeriert</a>.</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/schaedelkult-ausstellung-mannheim-2011-2012.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3494 colorbox-3491" title="schaedelkult-ausstellung-mannheim-2011-2012" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/schaedelkult-ausstellung-mannheim-2011-2012-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Ihr habt <strong>noch 3 Monate</strong> Zeit, die absolut sehenswerte und aufschlauende Ausstellung zu besuchen – <strong>bis zum 29.04.2012</strong>. Der Eintritt liegt bei vernünftigen 10-12 €. Sehr ausgefeilt und fast schon ‚liebevoll’ erdacht ist das Begleitprogramm mit Schädel-Wörkshops für Kinder und Erwachsene (!) sowie einer Sonderausstellung im Mannheimer Café Prag zu <a href="http://www.schaedelkult.de/begleitprogramm/begleitausstellung-streetart.html" target="_blank">Streetart rund um das Schädel-Motiv</a> (leider nicht mehr geschafft anzusehen). Und natürlich gibt’s im Museumsshop jede Menge trashiges Schädel-Merchandise.</p>
<p>Summa Summarum: Ihr seht Schädel(-Rituale), die ihr nicht vergessen und auch nicht wieder sehen werdet. Verpassen solltet ihr daher lieber was anderes.</p>
<p>Wenn ihr dort wart, dann sagt doch mal <strong>welche Schädelei EUCH besonders beeindruckt hat?</strong> Ich bin gespannt.  <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_eek.gif' alt='8-O' class='wp-smiley colorbox-3491' /> </p>
<h4>Nachtrag: Lese- und Reisetipp</h4>
<p>Der liebe Josh aus Graz hat mir verraten, dass die Schädelsammlung von Franz Joseph Gall in Baden (südwestlich von Wien,  30min mit dem Auto) zu besichtigen ist und dazu gleich diesen informativen Artikel über <a href="http://www.springermedizin.at/artikel/6303-die-schaedel-des-doktor-gall-altes-medizinisches-wien-5" target="_blank">&#8220;Die Schädel des Doktor Gall&#8221;</a> mitgeschickt. Danke!!</p>
<p>&nbsp;</p>

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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Vampir-Rezept</title>
		<link>http://der-schwarze-planet.de/vampir-rezept-cesky-krumlov/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 17:39:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josh Wittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mikrokosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Dracula]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Tschechien]]></category>
		<category><![CDATA[Vampire]]></category>

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		<description><![CDATA[Dracula feiert 2012 seinen 115. Geburtstag. Er wurde 1897 geboren – in Bram Stokers Buch. Doch wer waren seine Eltern? In seinem Gastbeitrag öffnet Josh Wittmann die Familiengruft des legendären Vampirs.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-3455"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/512px-Carmilla.jpg" width="240" />
		</p><p>Schon manchmal ergriff mich die zarte Vermutung, dass meinen Blog auch einige Österreicher lesen. Der typische <em>Homo Austriacus</em> steht ja dem Morbiden und Skurrilen äußerst aufgeschlossen gegenüber, deswegen ist er auch genau richtig hier <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-3455' /> ! Jedenfalls die Österreicher, die ich bislang kennengelernt habe, schrecken weder vor dem Tod, Teufel oder Krampus, noch vor <a href="https://www.facebook.com/pages/Dunkelelb/180240675350344" target="_blank">handgefertigten Skeletten im Garten</a> zurück. Heute habe ich mal im Keller die Blogstatistiken aus dem Regal geholt und siehe da: 10% österreichische Planetenleser. Auch <a href="https://plus.google.com/108598538226026562587/posts" target="_blank">Josh Wittmann aus Graz</a> gehört dazu – juhu! Wir beide sind von der Kontaktformular-Ebene schnell auf ein sympathisches Gesprächslevel gekommen.</p>
<p>Josh ist als Journalist und <a href="http://1510.eu/" target="_blank">leidenschaftlicher Fotograf</a> schon viel herumgekommen und ich erzählte ihm von meinem Reisebericht zum <a href="../../dracula-schloss-bran-rumaenien/">Dracula Schloss</a>. Josh meinte, dass Bram Stoker weniger von Vlad Tepes sondern viel mehr durch Eleonore von Schwarzenberg inspiriert worden sei. Die Fürstin aus <a href="../../horror-bar-cesky-krumlov/">Cesky Krumlov</a> in Tschechien hat man schon zu ihren Lebzeiten des Vampirismus verdächtigt. Ich wollte das nicht recht glauben, kannte auch andere Ansichten dazu und wollte mehr Fakten und Informationen. Diese stellt er in seinem Gastbeitrag dar: kurzweilig mit einem Augenzwinkern geschrieben und gleichzeitig sehr informativ.<br />
<strong></strong></p>
<h4><strong>Gedanken zu Dracula</strong></h4>
<h4><strong>oder:  Wie ich in einem kleinen tschechischen Ort seine Vorfahren entdeckte&#8230;</strong></h4>
<p>Wie könnte man einer charmanten Einladung einer Frau widerstehn, die aus der Stadt kommt, in der einst der legendäre &#8216;Lipsi&#8217; das Licht der Welt erblickte, in Auerbachs Keller Goethe seinen Faust bemerkenswertes wie: Mein Leipzig lob ich mir. Es ist ein klein Paris&#8230;&#8217; stammeln ließ und wo sich jährlich neben Leseratten auch Gothicjünger aller Art die Hände reichen.</p>
<p>Ein paar Gedanken zu Dracula sollten es sein. Zu Cesky Krumlov. Dieses kleine tschechische Städtchen, in dem der Lauf der Zeit irgendwann eine längere Pause eingelegt haben muss und dass sich nun als Geburtsort einer Legende sieht. Überlegungen zu einer in den letzten Jahren immer umfangreicher werdenden Diskussion über Ursprung und Werden des Herrn Grafen mit seiner nicht enden wollenden Lust, seine Zahnkanülen in frisches, blutreiches und vorzugsweise weibliches Gewebe zu versenken und sich mit einem Gemisch aus zellulären Bestandteilen, Plasma, einer wässrigen Lösung von Proteinen, Salzen und Harnstoffen namens Blut zu ernähren. Sie merken &#8211; ich stehe diesen Dingen kritisch aber nicht ganz todernst gegenüber. Haben sie sich beispielsweise schon mal die Frage gestellt, wie der Verdauungsapparat des Herrn Grafen mit so einseitiger Ernährung umgegangen sein mag&#8230;?</p>
<p>Wie auch immer &#8211; das ist nur eine Sicht der Dinge. Daneben gibt es &#8211; durchaus ernst zu nehmend &#8211; die literarische Figur des Grafen Dracula, die symbolische Wertigkeit von Körperflüssigkeiten und es gibt auch eine Welt der Phantasie. Und genau dort hat er das Licht der Welt erblickt &#8211; geboren aus den Phantasien eines irischen Schriftstellers namens Bram Stoker.</p>
<p><strong>Aber &#8211; braucht nicht alles auf dieser (oder auch jener Welt) einen Vater und eine Mutter?</strong> Und genau darum geht es. Denn weder die Gestalt des Vampirs, seine literarische Herkunft noch sein Umfeld sind Schöpfungen des irischen Dichters. Bram Stoker griff auf vieles zu, was bereits vorhanden war. Seine Leistung bestand in der Komposition, der Mischung verschiedenster Zutaten. Immerhin schuf er damit eine literarische Gestalt, die auch nach Jahrhunderten zu faszinieren vermag.</p>
<p><strong>Die Zutaten</strong></p>
<p><strong>1. Halloween</strong></p>
<p>Vermutlich war die irisch-keltische Sagenwelt eine Zutat bei der Erschaffung des Grafen. In den Mythen und Sagen der Kelten findet sich ein verführerisches Wesen, das Jünglingen schöne Augen macht und sie anschließend bis aufs letzte Tröpfchen Blut aussaugt (die Symbolik dieser Vorstellung ist umwerfend, gewissermaßen geradezu von zeitloser Aktualität ). Was heute mit amerikanischer Kommerzwut zum Party-Act geworden ist und noch immer Halloween heißt, ist eine weitere, eine mögliche Wurzel. So umstritten die Kontinuität der Festlichkeiten mit den Ursprüngen auch diskutiert wird &#8211; es ist ursprünglich die Nacht, in der die Toten für kurze Zeit zurück ins Leben kommen. (Sinnigerweise hat das Christentum die Tage darauf mit dem Totengedenken besetzt).</p>
<p><strong>2. Die Gewitternacht am Genfer See</strong></p>
<div id="attachment_3479" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.thedailybeast.com/galleries/2010/08/14/literary-affairs.html"><img class="size-medium wp-image-3479  colorbox-3455" title="percy-shelley-mary-shelley-lord-byron" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/percy-shelley-mary-shelley-lord-byron-300x209.jpg" alt="" width="300" height="209" /></a><p class="wp-caption-text">Trafen sich zum Gespenstertee in der Villa Diodati und schrieben dort (Grusel-)Geschichte: Percy Shelley, Mary Shelley und Lord Byron (Bildrechte: @www.thedailybeast.com)</p></div>
<p>Lord Byron. Bei allem Respekt &#8211; man würde ihn heute als „bunten Vogel“ bezeichnen. Faszinierend in seiner Lebensart, gebildet, rebellisch, Frauenschwarm, promiskuitiv &#8211; und nebenbei Dichter und Freiheitskämpfer.  Der Mann, der mit vollem Namen George Gordon Noel Byron, 6. Baron Byron of Rochdale hieß, ist eine Schlüsselfigur der späten, der sogenannten &#8216;schwarzen&#8217; Romantik. Er reiste lange Zeit mit seinem Freund, dem Mediziner John William Polidori, der sich ebenfalls literarisch versuchte und Novellen schrieb. Es ist das Jahr 1816, in dem Byron sich am Genfer See in der Villa Diodati einmietete. Dieses Jahr war fürchterlich. Nicht nur, dass Europa noch immer an den politischen Umwälzungen durch die Kriege mit Napoleon litt, es war auch ein Jahr ohne Sommer*. Lord Byron lernte am Genfer See auch Mary Shelley kennen. Bei einem Treffen in Byrons Villa hielt sie Dauerregen von Aktivitäten im Freien ab und so begannen sie zum Zeitvertreib der Stimmung entsprechend Schauergeschichten zu erzählen. Dieses Treffen war literarisch überaus fruchtbar. Denn Mary Shelley skizzierte dabei ihren &#8216;Frankenstein&#8217;, Polidori &#8211; der Leibarzt Byrons &#8211; griff eine Erzählung Lord Byrons auf und schuf daraus später seine Novelle &#8216;The Vampyre&#8217;. Die Prototypen für den späteren Grafen Dracula waren geboren.</p>
<p><strong>3. Carmilla</strong></p>
<p>Wieder ist es ein Ire, der für die nächste Zutat verantwortlich zeichnet: Sheridan Le Fanu (1814-1873). Der Schriftsteller schuf 1872 die Erzählung &#8216;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carmilla" target="_blank">Carmilla</a>&#8216;. Eine mit starken sexuellen, bzw. lesbischen Untertönen durchzogene Gruselgeschichte über eine weibliche Vampirin, die ihr Unwesen in der Steiermark trieb. Die Ortswahl ist erstaunlich, da die Verleger seiner Geschichten immer wieder darauf drängten, dass Le Fanu seine Geschichten im engeren Umfeld, also in Irland oder Großbritannien ansiedeln sollte.</p>
<p><div class="wp-caption alignnone" style="width: 522px"><a title="David Henry Friston [Public domain], durch Wikimedia Commons" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ACarmilla.jpg"><img class="colorbox-3455"  src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/80/Carmilla.jpg/512px-Carmilla.jpg" alt="Carmilla" width="512" height="351" /></a><p class="wp-caption-text">Illustration zu Carmilla 1872 von David Henry Friston (Bildrechte: Wikimedia Commons)</p></div>&nbsp;</p>
<p><strong>4. Möglicherweise eine unglaubliche Geschichte</strong></p>
<p>Die Geschichte der ungarischen <a href="../../cachtice-burgruine-der-blutgraefin/">&#8216;Blutgräfin&#8217;</a> sollte vielleicht auch noch erwähnt werden. Die kannte man damals ebenfalls. Es ist die Geschichte der Elisabeth Barthory, einer ungarischen Adeligen, die angeblich hunderte Mädchen tötete um in deren Blut zu baden und damit ewige Jugend zu erhalten. Die Geschichte hat historische Wurzeln, wurde aber zu einer herrlichen Gruselgeschichte, die im Laufe der Zeit immer stärker ausgemalt wurde. Ursprünglich dürfte es sich um eine politische Intrige gehandelt haben, die in einer Art Hexenprozess endete. Möglicherweise hat Stoker auch diese Erzählung gekannt. Jedenfalls ist ihr Stellenwert als Zutat für Stokers Roman umstritten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bram Stoker hatte also eine Menge an literarischen Zutaten: Das Wiedergängertum, die Scheu vor dem Tageslicht, der unersättliche Blutdurst etc. Was da den Phantasien der Dichter entsprungen war, das spielt in Deutschland/Schweiz (Frankenstein), in London und in Griechenland (The Vampyre), sowie in der Steiermark (Carmilla). Nirgendwo taucht ein rumänischer Pfähler auf und Transsylvanien ist fern.</p>
<p>Stoker war Mitglied eines okkulten Zirkels in London. Dort traf er auf einen ungarischen Professor, der ihm die Legenden um Vlad Tepes (1431-1476) näherbrachte. Vlad Draculea &#8211; dieser mörderische Walache war ein ziemlich gewöhnungbedürftiger Zeitgenosse. Seine bevorzugte Tötungsart bei Gefangenen bestand darin, dass er seine Opfer mit Vorliebe und unter Ausnutzung natürlicher Körperöffnungen auf Stangen auffädelte und sie derart zur Schau stellte. Vlad Tepes (Tepes = der Pfähler) sah sich als Verteidiger des Christentums  und kämpfte gegen die expandierenden Osmanen. Auslöser war ein vom Papst 1480 ausgerufener Kreuzzug gegen die Osmanen, dem niemand außer Vlad Tepes Folge leistete. Seine frühe Form der psychologischen Kriegsführung war dabei die Pfählung tausender Gefangener und Einwohner eroberter Städte. Wie gesagt &#8211; ein liebenswerter Zeitgenosse. Aber abgesehen von dieser enormen Grausamkeit gab es keinerlei Analogien zu den Eigenschaften von Vampiren oder Ähnlichem.</p>
<p>Für Stoker war die historische Gestalt und das Umfeld jedoch so faszinierend, dass er seinen Roman umgestaltete und die Handlung nach Siebenbürgen verlegte. Ob er es seinem Okkultistenfreund zuliebe tat?</p>
<p>Aus Aufzeichnungen ist bekannt, dass Stoker sich besonders von Le Fanu&#8217;s Roman &#8216;Carmilla&#8217; angesprochen fühlte und er deswegen die Handlung ebenfalls in der Steiermark ansiedelte. Eine sehr fiktive Steiermark übrigens. <strong>Stoker hielt es ähnlich wie Karl May.</strong> Er bezog alle seine Informationen über die Schauplätze seiner Handlungen aus Armeekarten und Reisebeschreibungen anderer Schriftsteller. Bereist hatte er keinen seiner Schauplätze.</p>
<p>Spätestens jetzt wird sich so mancher fragen: und wie geht’s nach Cesky Krumlov? Sicher nicht auf den Pfaden, die das Filmteam 2007 in dem Fernsehfilm <a href="http://www.youtube.com/watch?v=pI2yXPiZqGY">&#8216;Die Vampirprinzessin&#8217;</a> gegangen ist.</p>
<p>Die Angelegenheit ist etwas verzwickter. <strong>Der Schlüssel ist „Carmilla“, die Erzählung von Sheridan Le Fanu.</strong> Stoker war von ihr begeistert und nutzte sie als zentrale Quelle für seinen Roman. Aus diesem Blickwinkel dann lassen sich eine ganze Reihe von Querverweisen finden, die nach Cesky Krumlov führen.</p>
<div id="attachment_3458" class="wp-caption alignnone" style="width: 618px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Cesky-Krumlov-bei-Nacht-Josh-Wittmann.jpg"><img class=" wp-image-3458   colorbox-3455" title="Cesky Krumlov bei Nacht-Josh Wittmann" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Cesky-Krumlov-bei-Nacht-Josh-Wittmann.jpg" alt="" width="608" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Cesky Krumlov bei Nacht (Bildrechte: Josh Wittmann)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zunächst einmal war das Schloss einzigartig. Und <strong>um 2 Besitzer ranken sich einige sehr bemerkenswerte Geschichten.</strong> Da wäre zunächst mal die Geschichte des <strong>Don Julius d&#8217;Austria. Er war der uneheliche Sohn Kaiser Rudolph. II </strong>und kam in das Schloss, nachdem das Adelsgeschlecht der Rosenberger verarmte und das Schloss an die Habsburger verkaufte. Dieser Julius fing mit einem Mädchen aus dem Ort ein Verhältnis an und das ging mächtig schief. Don Julius benahm sich gar nicht adelig und schon gar nicht edel. Er verprügelte das Mädchen und fügte ihm nach einem Streit Dolchstiche zu, um sie anschließend aus dem Fenster zu werfen. Ein Misthaufen dämpfte den Sturz und das Mädchen überlebte. Nachdem sie von ihren Eltern gesund gepflegt worden war, verlangte er vom Vater die Herausgabe des Mädchens. Da der Vater sich weigerte, kerkerte er ihn ein und drohte ihm mit seiner Hinrichtung. Nach einigen Wochen gab dann die Mutter des Mädchens nach und brachte es auf das Schloss. Don Julius tötete sie tags darauf, enthauptete es und zerlegte ihren Körper. Dieser Mord erregte in Adelskreisen viel Aufregung, man empörte sich und der Vater des Bastards, Rudolf II., rang sich zu einem ungeheuerlichen Entschluss durch. Er ließ seinen Sohn auf Lebenszeit einkerkern. In der Gefangenschaft verwahrloste Julius immer mehr, wusch sich nicht, aß Insekten (!) und die Dienerschaft wagte es nicht sein Zimmer zu betreten, weil es daraus fürchterlich stank. 1609 starb der offensichtlich Geisteskranke bei einer Sitzung auf der Toilette. Ein <a href="http://www.ckrumlov.cz/de/zamek/oinf/i_dojuda.htm">Chronist</a>: <em>&#8220;Julius, der Bankert, der uneheliche Sohn und Tyrann in Krumlov, gefangen gehalten im Schloss unter den Pelikanzimmern, war auf dem Klo lange, fiel, gab die Seele auf. Das Teufelein hat ihn erwürgt!&#8221;</em></p>
<p>Im Volk blieb die Erinnerung an den Kaisersproß erhalten. Die Legendenbildung machten aus ihm einen vom Teufel Besessenen, der nachts polterte, Fliegen aß und stank&#8230;.</p>
<p>Das Kaiserhaus verschenkte das unselige Schloss. Die neuen Besitzer waren ein aufstrebendes Adelsgeschlecht aus der Steiermark: die Eggenberger. Vieles, was das Aussehen des Schlosses betrifft geht auf sie zurück. Sie bauen das Schloss aus, errichten eine Bierbrauerei (die übrigens noch immer existiert &#8211; das Krumlover Bier heißt heute noch &#8216;Eggenberger&#8217;) und wie bei ihrem Hauptsitz in Graz** legen sie dem Zeitgeist entsprechend viel alchemistisches Wissen und Zahlenmagie zugrunde.</p>
<div id="attachment_3457" class="wp-caption alignleft" style="width: 291px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Eleonore-von-Schwarzenberg.jpg"><img class="size-medium wp-image-3457  colorbox-3455" title="Eleonore-von-Schwarzenberg" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Eleonore-von-Schwarzenberg-281x300.jpg" alt="" width="281" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Fürstin Eleonore von Schwarzenberg mit ihrem Sohn Joseph Adam, um 1727 (angeblich befand sich in diesem Portrait unter dem linken Arm der Fürstin eine Wölfin, die jedoch später wegrutschiert wurde)</p></div>
<p>1719 starb das Geschlecht derer von Eggenberg aus, es folgten die Schwarzenberger. Und damit wird es wirklich vampiristisch. <strong>Denn mit Eleonore von Schwarzenberg bekommt das Schloss eine Herrin, die stark von okkultistischem Denken geprägt war.</strong> Sie ließ die Bevölkerung Wölfinnen fangen um sie zu melken. Überzeugt davon, dass diese Milch einen männlichen Nachkommen bescheren würde, trank sie täglich Wolfsmilch. Was schließlich funktionierte und die Fürstin schenkte einem gesunden Knaben das Leben. Permanente Schlaflosigkeit ließ sie in der Nacht leben, tagsüber fiel ihre Blässe und Müdigkeit auf. So berichten Chronisten, dass sich die Bevölkerung über das Wolfsgeheul um das Schloss beklagte. Die Menschen in Krumlov und in der Umgebung begannen zu rätseln und schlussendlich entstand der Verdacht, dass die Fürstin ein Vampir sei. Ein Gerücht, dass bis zum Wiener Kaiserhof drang.</p>
<p>Als Eleonore schließlich im Mai 1741 in Wien starb, wurde ihr Leichnam noch am gleichen Tag nach Krumlov gebracht. Dazu entschloss sich der Kaiser eine ausführliche, überaus hoch dotierte &#8216;Obduktion&#8217; durchführen zu lassen. Ein Vorgang, der bei Adeligen dieses Standes keineswegs üblich war. Vieles spricht dafür, dass dabei in gewisser Form so etwas ähnliches wie eine Vampirtötung (vergleichbar mit einer Pfählung durch das Herz) durchgeführt wurde. <strong>Fürstin Eleonore von Schwarzenberg fand als einziges Mitglied aus dem Geschlecht der Schwarzenberger keine Grabstätte in der Familiengruft</strong>. Sie wurde in der Augustinerkirche in Krumlov bestattet &#8211; in einem doppelten versiegelten Sarg aus Stein. Rätselhaft ist auch eines der wenigen Gemälde der bemerkenswerten Frau. Bei einer genauen Untersuchung des Bildes stellte man fest, dass der Kopf aus dem Bild entfernt und später wieder eingefügt wurde. Unter ihrem rechten Arm gab es die Darstellung eines Wolfes die übermalt wurde.</p>
<p>Wer die Geschichte von Sheridan Le Fanu liest wird viele Parallelen bzw. Analogien zu Krumlov, seinem Schloss und den historischen Geschehnissen finden. Stoker greift vieles davon in der ersten Version seines Romanes auf. So findet Jonathan Harker auf einem Grab die Aufschrift: &#8216;Die Toten reiten schnell.&#8217;  Es ist das Grab eines steirischen Adeligen&#8230;</p>
<p>Es ist kaum möglich allen Überlegungen der Autoren, dem Wissen und dem Zeitgeist schlüssig zu folgen.</p>
<p>Aber mit all den Fakten und mit großem Respekt würde ich sagen: Dracula ist ein Kind der Phantasie. Eines, das in Irland gezeugt, in Genf auf die Welt gekommen und in Krumlov aufgewachsen ist. Es hat seine Eltern in der Steiermark und in Tschechien und ist dann ausgewandert um in Siebenbürgen/Transsilvanien ein neues Leben zu beginnen. Aber&#8230;</p>
<p>Hand aufs Herz &#8211; bei aller Wertschätzung: Würden Sie einen italienischen Pizzabäcker mit deutschem Pass als Deutschen bezeichnen?</p>
<p><span style="font-size: small;">*1816 ist das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jahr_ohne_Sommer">Jahr ohne Sommer</a>. Grund war der Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora 1815, der Mittel und Westeuropa in den Sommermonaten durch den Ascheauswurf einen vulkanischen Winter mit Frost, Dauerregen, Schnee und Eisstürmen bescherte. Es kam zu Hungersnöten und Weltuntergangsstimmung. Die Gründe für diese Wetterkapriolen waren damals unbekannt.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">** Graz ist die zweitgrößte Stadt Österreichs und die Landeshauptstadt der Steiermark. Das Schloss Eggenberg liegt im Westen der Stadt und ist UNESCO-Weltkulturerbe.</span></p>
<p>&nbsp;</p>

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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vampir gesucht! &#8211; Dracula Schloss Bran</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 00:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Länder]]></category>
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		<description><![CDATA[In Rumänien begegnet man an jeder Ecke Graf Dracula. Aber das Abenteuer liegt abseits der Touristenpfade: in den Wäldern, alten Gemäuern und verlassenen Häusern. Das wunderschöne Vampir-Phantom-Schloss Bran, Transsilvanien und die Karpaten werden euch nicht mehr loslassen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-3356"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Dracula-Schloss-Bran.jpg" width="240" />
		</p><p>Ich möchte euch gleich zu Beginn dieses monströsen Reiseberichtes den blutbenetzten Eckzahn ziehen: Nur wegen dem Dracula-Schloss Bran solltet ihr nicht nach Transsilvanien reisen! Auch wenn Bran eine hübsche Burg ist, sie trägt einen Mantel aus Vampir-Imitat und ist umringt von Kommerz und Reisebussen.</p>
<p>Vampire mal beiseite: Wenn ihr eine <strong>Zeitreise der anderen Art</strong> machen wollt mit Abenteuer, viel unberührter Natur und jeder Menge zugänglichen, alten Gemäuern – dann auf nach Rumänien! Transsilvanien und die Karpaten werden euch nicht mehr loslassen&#8230;</p>
<p>Und übrigens: wenn ihr schon mal dort seid, solltet ihr auch das Dracula-Schloss besuchen. <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':-P' class='wp-smiley colorbox-3356' /> </p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/karpaten-rumaenien.jpg"><img class="alignnone  wp-image-3359 colorbox-3356" title="karpaten-rumänien" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/karpaten-rumaenien-1024x700.jpg" alt="karpaten-rumänien" width="614" height="420" /></a></p>
<h3><strong>„Land hinter den Wäldern“ </strong></h3>
<p>&#8230;das ist die Übersetzung für das rumänische Wort „Transilvania“. Tatsächlich wird es von den dicht bewaldeten Karpaten wie ein riesiger, von der Natur geschaffener Schutzwall umschlossen. Abgeschottet ist man dort definitiv <em>hinter-den-Wäldern</em> – und ich sage das mit großer Sehnsucht. <strong>Rumänien machte auf mich den intensivsten Eindruck aller meiner bisherigen Reisen</strong> und das lag weder an Vampiren oder mystischen Begegnungen der finsteren Art, sondern an der Wucht der unberührten Natur und dem Alltag jenseits westlich-moderner Zivilisation.</p>
<p>Mir ist es nur in Rumänien gelungen zugleich ein fremdes Land <em>und</em> die <em>deutsche</em> Vergangenheit zu bereisen. Zwei Mal war ich mit Freunden in Transsilvanien &#8211; 2002 und 2004. Wir wohnten stets im deutschsprachigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%BCrgen" target="_blank">Siebenbürgen</a> im kleinen Ort „Leblang“ (Lovnic) bei einem gastfreundlichen, älteren Ehepaar namens Hans &amp; Hanni. Mit denen war einer aus unserer Reisegruppe persönlich bekannt – wir bekamen also Rumänien ‚unplugged’. Immer kam es mir vor, als wäre ich 100 Jahre back-in-time bei meinen Ur-Großeltern in Deutschland zu Besuch.</p>
<h3><strong>Sachsen von Mosel und Rhein</strong></h3>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/rumaenien-biertan.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3360 colorbox-3356" title="rumänien-biertan" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/rumaenien-biertan-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>„Siebenbürgen“ – so wird Transsilvanien von einer deutschsprachigen Minderheit in Rumänien genannt – den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%BCrger_Sachsen" target="_blank">Siebenbürger Sachsen</a>. Sie siedelten im 12. Jhd. in Transsilvanien und kamen nicht etwa aus Sachsen (Missverständnis), sondern vorwiegend aus dem Mittelrheinischen und Moselfränkischen. Sie verließen ihre damaligen Bistümer Trier, Köln und Lüttich, weil sie es aufgrund von Hungersnöten und Seuchen in ihrer Heimat sehr schlecht hatten. 1930 war Transsilvanien noch zum Großteil von Siebenbürger Sachsen bewohnt, 2007 waren es nur noch 15.000, da viele nach der Ceaucescu-Ära ‚zurück’ nach Deutschland gegangen sind. Viele Dörfer in Transsylvanien haben daher etwas Geisterhaftes. Überall sahen wir möblierte Häuser ohne Leben, in die ihre Besitzer höchstens 1-2x im Jahr auf Heimaturlaub zurückkehren (wenn überhaupt). Bei manchen Häusern sehen immer mal Familienangehörige oder gute Nachbarn nach dem Rechten, wie z.B. Hans &amp; Hanni.</p>
<h3><strong>Reise und Zeitreise in einem</strong></h3>
<div id="attachment_3361" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Leblang-Lovnic-Rumaenien.jpg"><img class=" wp-image-3361   colorbox-3356" title="Leblang-Lovnic-Rumänien" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Leblang-Lovnic-Rumaenien-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Rechts: unser Urlaubshaus von 1882 in Leblang/Lovnic</p></div>
<p>Im Dörfchen Leblang wohnten wir in einem solchen verlassenen Haus – es war 1882 erbaut und hatte Licht von Decke, aber kein Wasser aus Wand. Wir kurbelten uns das Trinkwasser aus dem Dorfbrunnen und duschten abends im Freien unter einem Wassertank, der tagsüber von der Sonne erwärmt wurde. Nachts gingen wir (lieber zu zweit <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-3356' />  ) aufs Plumpsklo im Hof, welches sich direkt neben dem Kuhstall, dem Hühnerstall und einem großen Komposthaufen befand. Der <strong>G</strong>roße <strong>O</strong>lfaktorische <strong>T</strong>odes<strong>H</strong>auch (= GOTH laut dem <a href="mailto:r@zorbla.de" target="_blank">r@zorbla.de</a>) war allgegenwärtig.</p>
<div id="attachment_3363" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/romania.jpg"><img class=" wp-image-3363  colorbox-3356" title="romania" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/romania-300x200.jpg" alt="" width="270" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Ofen wie bei meiner Uroma - und das Essen schmeckt unvergleichlich!</p></div>
<div id="attachment_3369" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/rumaenien-einfaches-Leben.jpg"><img class=" wp-image-3369   colorbox-3356" title="rumaenien-einfaches-Leben" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/rumaenien-einfaches-Leben-300x200.jpg" alt="" width="270" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Der Hof: unser Waschplatz, Brunnen, dahinter der Frühstückstisch</p></div>
<p>Bei unserem 2. Besuch 2004 gab es keine Eier und daher leider auch keinen Kuchen zur Begrüßung. Denn der Fuchs hatte einen Großteil der Hühner im Dorf geholt und die nächste Stadt mit Supermarkt war für unsere älteren Gastgeber 20km zu weit entfernt. Ein Auto hatte fast niemand im Dorf – die Leute leben von den Tieren, die sie halten und dem Obst und Gemüse, das sie anbauen. Noch heute sind 30% der Rumänen in der Landwirtschaft tätig und es gibt viele private Bauern. Gerade auf dem Land sind die Menschen sehr arm, aber herzlich und glücklich. Für Hans &amp; Honni wäre ein Auto undenkbar mit <strong>40 Euro Rente im Monat pro Person</strong>. Nicht selten sahen wir Pferdewagen als Transportmittel &#8211; es gibt dafür sogar spezielle Straßen-Warnschilder.</p>
<p>Beide Urlaube waren wie Zeitreisen, weil die Menschen auf dem Land leben wie unsere Vorfahren vor 100 Jahren. Ich fand es herrlich mal Abstand zu haben vom Komfort, von den Selbstverständlichkeiten unserer modernen Gesellschaft und so manchen Luxusproblemen.</p>
<div id="attachment_3365" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/rumaenien-wohnung.jpg"><img class=" wp-image-3365     colorbox-3356" title="rumänien-wohnung" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/rumaenien-wohnung-300x200.jpg" alt="" width="270" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Wohnen wie anno dazumal</p></div>
<div id="attachment_3368" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Hans.jpg"><img class=" wp-image-3368 colorbox-3356" title="Hans" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Hans-300x200.jpg" alt="" width="270" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Hans und sein Lieblingsschwein</p></div>
<p>2002 hatten mir meine Freundinnen ein <strong>„Anti-Dracula-Paket“ für die Reise</strong> zusammen gepackt. Es bestand aus Holzpfahl, Knoblauch-Knolle und einem Kreuz als Kettenhänger. Entsprechend passierte mir nichts, aber <strong>leider hielt das auch komplett alle Vampire fern</strong>. Und obwohl ich oft Fledermäuse in der Dämmerung flattern sah und sie belauschen konnte – in einen glutäugigen Vampir verwandelten sie sich nie. Vielleicht besser so, denn statt des Holzpflocks nahm ich nachts lieber die Taschenlampe mit zum Klo <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-3356' /> . Waren das eigentlich Wölfe, die da in der Dunkelheit heulten oder nur die Dorfhunde?</p>
<h3><strong>Dracula und das Schloss Bran </strong></h3>
<p>Das Dracula-Schloss liegt im kleinen Örtchen Bran, zu deutsch Törzburg, am Rande von Transsilvanien. Der Ort schmiegt sich an die Karpatenberge an. Fährt man hinein, weisen einem Vampire aus Pappmaché den Weg zum Schloss Dracula und zu den Parkplätzen. Schloss Bran (also die Törzburg) thront hoch auf einem Felsen und wurde 1377 als Zollburg erbaut, denn in Törzburg befindet sich der Grenzpass zwischen Transsilvanien und der Walachei.</p>
<p><div class="wp-caption alignnone" style="width: 522px"><a title="von Elena oleynik (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], durch Wikimedia Commons" href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/78/Rumania_.Castillo_de_Bran.jpg/512px-Rumania_.Castillo_de_Bran.jpg"><img class="   colorbox-3356" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/78/Rumania_.Castillo_de_Bran.jpg/512px-Rumania_.Castillo_de_Bran.jpg" alt="Rumania .Castillo de Bran" width="512" height="341" /></a><p class="wp-caption-text">Schloss Bran (Foto: Elena Oleynik, Eigenes Werk, via Wikimedia Commons)</p></div>&nbsp;</p>
<p>Schloss Bran kam mir ein bisschen vor wie das <strong>„Neuschwanstein von Rumänien“</strong>. Auch von der Touristenzahl her gesehen. Die Legende vom Stammsitz der Vampire zieht Besucher aus aller Welt nach Törzburg und viele glauben, was man ihnen erzählt: auf dieser Burg lebte der grausame Fürst Vlad Tepes. Er soll Bram Stoker als menschliche Vorlage für seine literarische Figur Dracula gedient haben.</p>
<div id="attachment_3390" class="wp-caption alignright" style="width: 308px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/vlad-tepes-dracula-pfaehlung.jpg"><img class=" wp-image-3390       colorbox-3356" title="vlad-tepes-dracula-pfählung" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/vlad-tepes-dracula-pfaehlung-298x300.jpg" alt="" width="298" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Vlad Tepes wohnt speisend einer Massen-Pfählung bei.</p></div>
<p>Im Volksmund wurde Fürst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_III._Dr%C4%83culea" target="_blank">Vlad III. Tepes Draculea</a> auch „der Pfähler“ genannt und er war für seine Grausamkeit besonders den Osmanen gegenüber bekannt, die er ebenso bekämpfte wie sein Vater <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_II._Dracul" target="_blank">Vlad II. Dracul</a> (<em>der Drachen</em>) und die immer tiefer über die Walachei nach Transsylvanien und Österreich-Ungarn vordrangen. Auf seinen Kriegszügen pflegte er zur Abschreckung seine Opfer zu pfählen (das hatte er von den Osmanen gelernt) oder er halbierte sie und beschmierte mit dem frischen Blut aus ihren Rümpfen die Häuserwände. Mehr zu <a href="http://www.otranto-archive.de/?s=Vlad+tepes" target="_blank">Vlad Draculeas gesammelten Scheußlichkeiten</a> erfahrt ihr bei einem meiner Lieblingsblogger, dem Herrn von Karnstein.</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/schloss-bran-castle.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3391 colorbox-3356" title="schloss-bran-castle" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/schloss-bran-castle-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Die Törzburg könnte tatsächlich von der Lage und äußeren Erscheinung ein gutes Vampir-Schloss abgeben. Jedoch wurde ihr die <strong>Vampirgeschichte erst in den 70er Jahren von Ceauscescu’s Regime übergestülpt</strong>. Rumänien brauchte Devisen und somit Touristen, die man mit etwas Biss locken konnte.</p>
<p><em>„In Wirklichkeit hat <a href="http://www.gruft-der-vampire.de/dracula.htm" target="_blank">Vlad &#8220;Tepes&#8221; Draculea</a> (&#8230;) auf der Burg jedoch nie gelebt und sie war auch nachweislich nie in seinem Besitz. Ebenso die Behauptung, Draculea sei auf Bran eine Nacht gefangen gehalten worden, ist historisch nicht belegt. Es ist lediglich wahrscheinlich, dass Draculea den unterhalb der Burg verlaufenden Pass ein- oder mehrfach genutzt hat.<br />
(&#8230;)<br />
Und noch ein weiteres Gerücht entspricht nicht den Tatsachen: In manchen Quellen ist zu lesen, dass auf Schloss Bran 1967 Teile von Roman Polanski&#8217;s Film &#8220;Tanz der Vampire&#8221; gedreht worden seien. Dies stimmt jedoch nicht (die Außenaufnahmen von &#8220;Tanz der Vampire&#8221; entstanden im Grödental / Südtirol und das Filmschloss wurde komplett im Studio aufgebaut).“</em><span style="font-size: small;"><br />
(Quelle: <a href="http://www.rumaenienburgen.com/transilvania/bran-info.htm" target="_blank">rumaenienburgen.com</a> von Andi Winkler, auch ein Reise-Grufti und Urbexer, der mittlerweile schon zum 10. Mal in Rumänien war und dazu entsprechend recherchiert hat)</span></p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/bran-toerzburg-dracula-schloss-rumaenien.jpg"><img class="alignnone  wp-image-3392 colorbox-3356" title="bran-törzburg-dracula-schloss-rumänien" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/bran-toerzburg-dracula-schloss-rumaenien-1024x682.jpg" alt="" width="614" height="409" /></a></p>
<div id="attachment_3393" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/schloss-dracula-castle.jpg"><img class="size-medium wp-image-3393 colorbox-3356" title="schloss-dracula-castle" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/schloss-dracula-castle-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Eingangstreppe zu Graf Dracula&#39;s Schloss</p></div>
<p>Trotzdem ist „Schloss Dracula“ echt sehenswert (<a href="http://www.vrbrasov.ro/turism/turismromania/bran_castelulbran/" target="_blank">der virtuelle 360° Hammer &#8211; noch dazu im Winter mit Schnee!</a>). Von außen wirkt es groß und wuchtig. Innen ist Schloss Bran schon fast zu hübsch hergerichtet für ein Vampirschloss, das ich mir eher rotten und dunkel vorgestellt hatte. Aber das liegt daran, dass es nach 1920 von der rumänischen Königin Maria renoviert wurde, nachdem sie es von der nahegelegenen Stadt Brasov (dt.: Kronstadt) geschenkt bekam. Bran hat kleine und verwinkelte Räume mit weiß-verputzten Wänden und viel altem dunklen Holz. Das Interieur stammt von den Habsburgern: Felle und Teppiche, Ritterrüstungen und alte Möbel mit netten Fratzen-Details. Angeblich befindet sich auch das Herz der Königin Maria hier auf Bran, aber ob es &#8220;ausgestellt&#8221; wird für Normalsterbliche? Bran ist jedenfalls kein Gruselschloss, dafür war es wohl zu lange der Hauptwohnsitz einer Königin. Das einzige ist ein ca. 10m langer Treppenaufgang, der dann auch gleich als &#8220;spooky&#8221; vermarktet wird.</p>
<p>Apropos vermarktet: Am Fuße der Burg gibt es einen „Dracula-Markt“, auf dem man sämtliche Ausgeburten von Vampir-Souvenirs findet, die man sich vorstellen kann. Mein Bekannter aus Leipzig meinte zu mir: <em>„Hättest einfach einen solchen Stand samt Omi einpacken und zum nächsten WGT aufbauen sollen. Wärest sicher alles restlos losgeworden!“</em></p>
<div id="attachment_3405" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/haunted-castle-bran-romania.jpg"><img class="size-medium wp-image-3405 colorbox-3356" title="haunted-castle-bran-romania" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/haunted-castle-bran-romania-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Haunted Süßwaren - Bildrechte: tobikult</p></div>
<div id="attachment_3406" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/romania-bran-cup-of-dracula.jpg"><img class="size-medium wp-image-3406 colorbox-3356" title="romania-bran-cup-of-dracula" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/romania-bran-cup-of-dracula-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Dracula-Ausgeburten der Souvenirhölle - Bildrechte: Danke an tobikult - http://werturteilsfrei.wordpress.com/</p></div>
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<p>Seit 2006 gehört Schloss Bran wieder Dominik von Habsburg – einem Architekten aus den USA und Enkel der ehemaligen Königin Maria. Unter ihm und seinen Habsburger Miterben sind einige Veränderungen geplant – wie 2010 dieser <a href="http://forumkronstadt.ro/karpatenrundschau-artikel/browse/18/article/umstellungen-beim-toerzburger-schloss/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=36&amp;cHash=be8f429443" target="_blank">Artikel in der „Karpaten-Rundschau“</a> berichtet. Demnach soll sich künftig nicht mehr alles um Dracula drehen: <em>„Törzburg/Bran will das bieten, was es einmalig macht: das Schloss, die Landschaft, die Königin Maria, die lokale Volkskunst.“</em> Außerdem will man der Flut an Touristen mit Handytickets Herr werden.</p>
<h3><strong>Wie Vlad Tepes vom Fürsten zum Vampir wurde</strong></h3>
<p>Der irische Schriftsteller und Theater-Agent Bram Stoker schrieb viele Erzählungen und Romane, aber durch „Dracula“ wurde er berühmt. Dieser Roman war so erfolgreich, dass <strong>bis heute nur die Bibel (als einzelnes Buch) weltweit noch häufiger verkauft wurde</strong>.</p>
<p>Stoker war nie selbst in Transsylvanien und daher für seinen Roman auf Informationen aus zweiter Hand angewiesen, also auf Berichte und Notizen von tapferen Reisenden, die sich damals bis an den Rand der Zivilisation wagten.</p>
<p>Ursprünglich sollte die Romanfigur Dracula aus der Steiermark stammen. Aber nachdem Stoker den Artikel <em>„Transylvanian Superstitions“</em> (1885) von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Emily_Gerard" target="_blank">Emily Gerard</a> und ihr späteres Buch <strong>„</strong><strong><em>The Land Beyond the Forest: Facts, Figures, and Fancies from Transylvania“ </em></strong>gelesen hatte, verlagerte er das komplette Setting seines Buches nach Transsilvanien. Denn bereits der Name des Landstrichs klang schon vielversprechend gruselig und im Karpatenland gab es die Legenden gleich mit dazu. Emily Gerard berichtete, dass jeder Bauer in Rumänien an Wiedergänger glaube, sogenannte <em>strigoi</em> &#8211; ausschließlich menschliche und nicht dämonische Seelen, die von den Toten zurückgekehrt sind.</p>
<p>Bram Stoker entdeckte Fürst Vlad Tepes pikanterweise in Whitby. In der englischen Küstenstadt recherchierte Stoker in einer Bibliothek am Hafen für seinen Roman und hier trifft auch Graf Dracula das erste Mal auf Lucy und Mina. Dort fand Stoker ein Buch namens „An account of the Principality of Wallachia and Moldavia“ von William Wilkinson. Darin las Stoker erstmalig über den grausamen Herrscher in den Karpaten, Vlad Dracul genannt. Bis dato sollte sein Graf „Count Wampyr“ heißen, jetzt wurde er zu „Dracula“.</p>
<p><object width="480" height="360" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/h90kiBWVgp4?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="360" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/h90kiBWVgp4?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Diese Informationen habe ich aus einer englischen Doku mit dem Titel <a href="http://www.draculadocumentary.com/thefilm.html" target="_blank">&#8220;Dracula &#8211; The Vampyre &amp; The Voivode&#8221;</a>, die kürzlich erschienen ist (siehe Video). Ich wurde auf sie durch den interessanten Blog <a href="http://magiaposthuma.blogspot.com/2011/08/vampire-voivode.html" target="_blank">Magia Posthuma</a> aufmerksam. In der Doku werden beide Charaktere – Bram Stoker und Vlad Tepes – analysiert und Fakten von Fiktion unterschieden.</p>
<h3><strong>Sighisoara / Schäßburg: Vlad’s Geburtsstadt  </strong></h3>
<h3><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/sighisoara-antikes-schaessburg.jpg"><img class="alignnone  wp-image-3412 colorbox-3356" title="sighisoara-antikes-schässburg" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/sighisoara-antikes-schaessburg-1024x682.jpg" alt="" width="614" height="409" /></a></h3>
<p>Wer weiter auf den Spuren Draculas reisen will, sollte unbedingt das Städtchen Sighisoara (auf siebenbürgisch: Schäßburg) besuchen. <strong>Schäßburg hat so viel Charme, dass es kaum auszuhalten ist: alte Häuser, verwinkelte Gassen und der gewisse Hauch abgeschabte Gemütlichkeit.</strong> Es wartet mit einem <em>sehenswerten, alten deutschen Friedhof</em> auf dem sogenannten <em>Schulberg</em> auf, der sich hinter der <em>Bergkirche</em> befindet. Auf den Berg geht es über eine beeindruckend überdachte <em>Schülertreppe</em> (dort oben ist ein Gymnasium der deutschen Minderheit). Herausragend ist auch das Wahrzeichen von Sighisoara: der <em>Stundturm</em>.</p>
<div id="attachment_3414" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/sighisoara-stundturm.jpg"><img class="size-medium wp-image-3414 colorbox-3356" title="LEAD Technologies Inc. V1.01" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/sighisoara-stundturm-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Der Stundturm von Sighisoara</p></div>
<div id="attachment_3413" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Sighisoara-Schaessburg-deutscher-Friedhof.jpg"><img class=" wp-image-3413   colorbox-3356" title="Sighisoara-Schäßburg-deutscher-Friedhof" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Sighisoara-Schaessburg-deutscher-Friedhof-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Der alte, deutsche Friedhof auf dem Schässburger Schulberg</p></div>
<p>Vermutlich wurde Fürst Vlad „Dracula“ Tepes in Sighisoara geboren, während sein Vater Vlad II. Dracul nach der Vertreibung aus der Walachei von 1431-1435 im Schäßburger Exil weilte. Aber dafür gibt es keine Belege. Das mit einer Steintafel gekennzeichnete <em>Geburtshaus Draculas / Vlad Tepes’</em> wurde aber erst 1676 erbaut – 240 Jahre später. Auch das ist also ein Touristen-Schwindel. Trotzdem: ein Besuch in Schäßburg lohnt sich. Es gibt sogar eine Dracula-Büste (aus Granit oder sowas in der Art), vor der man posieren kann <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':-P' class='wp-smiley colorbox-3356' /> </p>
<h3><strong>Und der Borgo-Pass?</strong></h3>
<p>Der Borgo-Pass ist der Übergang von Transsylvanien in die Region Bukowina nahe der Stadt Bistritz. Hier holte im Roman der untote Graf &#8211; verkleidet als Kutscher &#8211; seinen Gast Jonathan Harker höchstselbst mit einer Kutsche ab und brachte ihn zum Schloss.</p>
<p>Den Borgo-Pass gibt es tatsächlich, aber kein Schloss weit und breit. Nur Hügel, sanfte Wiesen, Zäune mit Schafen darin, ein paar Bäume. Ich war enttäuscht. Schaurig ist er ganz und gar nicht. Aber auch hier hatten die Kulturfunktionäre von Ceaucescu ein Einsehen mit den touristischen Vampirjägern und klotzten dort in den frühen 80ern das „Castle Dracula Hotel“ hin. Dazu hülle ich mich jetzt in Schweigen. Manchmal tut es einfach weh, wenn einem Illusionen genommen werden.</p>
<h3><strong>Fazit auf rumänisch</strong></h3>
<p>Die Wahrheit ist manchmal nicht so gruselig und mystisch, wie man es als Gothic gern hätte. Und nicht nur als Gothic&#8230; denn über 500.000 Besucher jährlich im Schloss Bran, das können nicht nur &#8216;wir&#8217; sein. <strong>Graf Dracula ist der rumänische Magnet für die Welt.</strong> Alle folgen ihm &#8211; ich ja auch! Übrigens: Über Vater, Mutter, die Geburt und Entwicklung des Vampir-Grafen gibt es einen faszinierenden <a href="http://der-schwarze-planet.de/vampir-rezept-cesky-krumlov/">Gastartikel von Josh Wittmann</a>.</p>
<div id="attachment_3411" class="wp-caption alignleft" style="width: 624px"><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/kinder-der-nacht.jpg"><img class=" wp-image-3411  colorbox-3356" title="kinder-der-nacht" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/kinder-der-nacht-1024x688.jpg" alt="" width="614" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Dieses &quot;Kind der Nacht&quot; begegnete uns in den Karpaten: ein Pappelschwärmer mit 9 cm Flügelspannweite. Da fällt mir ein, dass Vampire ja verschiedene Gestalten annehmen können...</p></div>
<p>Auch wenn die skurrilen Reiseziele in Transsilvanien oft &#8211; ich nenne es mal &#8211; eine &#8216;touristische Dehnung der historischen Wahrheiten&#8217; erfahren haben&#8230; sehenswert sind sie auf jeden Fall. Anders gesagt: ich bereue nichts! Und ich war da. <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley colorbox-3356' /> </p>
<p><strong>Doch eines ist keine Illusion und absolut einen Urlaub wert: Rumänien.</strong> Es ist in weiten Teilen noch unberührt (Bären, Wölfe &amp; Pappelschwärmer <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley colorbox-3356' /> ) und nicht durchzivilisiert. Es besitzt Wildnis, Mystik und jede Menge Lost Places. Daher ist und bleibt Rumänien in meinen Augen <strong>das Sehnsuchtsland aller dunkelmystischen Seelen</strong>.</p>
<p>&#8216;Dute dracului!&#8217; &#8211; rumänisch: <em>Geh zum Teufel!</em> Wir sehen uns in den Karpaten. <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_twisted.gif' alt=':twisted:' class='wp-smiley colorbox-3356' /> </p>
<h4> Route planen zum Schloss Dracula</h4>
<div id='stb-box-3983' class='stb-grey_box' style="border-top-color: #4d673c; border-left-color: #4d673c; border-right-color: #4d673c; border-bottom-color: #4d673c; "><strong>GOTHIC GUIDE RUMÄNIEN SCHLOSS DRACULA</strong> &#8211; Eine Seite mit den wichtigsten Infos zum Mitnehmen auf Reisen: <strong><a href="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Gothic Guide-Dracula-Schloss-Bran-Romania-Transsilvanien.pdf">Gratis-Download Gothic Guide Schloss Dracula</a></strong></div>
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		<title>Ghul &#8211; Monster im Portrait</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 18:23:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shan Dark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Monster im Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Dämonen]]></category>
		<category><![CDATA[Horrorfilme]]></category>
		<category><![CDATA[Vampire]]></category>

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		<description><![CDATA[Ghule sind altorientalische Nachtgestalten und in der gesamten moslemischen Welt bekannt. Wir in Europa kennen eher ihre berühmten Verwandten, die Zombies und Vampire. Gern werden Ghul, Zombie und Vampir in einen Topf geworfen – aber es gibt doch feinmonströse Unterschiede.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img class="colorbox-3315"  src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/ghul-ghoul-ghouls.jpg" width="240" />
		</p><p>Also, der Dezember ging ja rum wie nüscht! Das diesmonatige Monster hatte ich ja schon länger ausgesucht – aber an einen Blogbeitrag war vor Weihnachten einfach nicht zu denken. Sorry für die vorweihnachtliche Stille hier auf dem schwarzen Planeten. An Themen, Reisezielen oder Monstern <img src='http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley colorbox-3315' />  mangelt es mir wirklich nicht, aber an Zeit. Meine Hoffnung für 2012 ist, dass mich der Job wieder öfter zum Bloggen kommen lässt und ich es schaffe, mir alles bisschen besser zu organisieren.</p>
<p><strong>Gleichzeitig wünsche ich euch für 2012 alles Gute, Gesundheit, viele schwarzromantische Stunden und interessante, skurrile Entdeckungen und Abenteuer. Kommt gut rüber ins neue Jahr, feiert schön und habt einen guten Start!</strong></p>
<p>Jetzt aber zum Dezember-Monster im Portrait: Ghule sind altorientalische Nachtgestalten und in der gesamten moslemischen Welt bekannt. Wir in Europa kennen eher ihre berühmten Verwandten, die Zombies und Vampire. Gern werden Ghul, Zombie und Vampir in einen Topf geworfen – aber es gibt doch feinmonströse Unterschiede.</p>
<h2><strong>STECKBRIEF – Ghul / Ghoul</strong></h2>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Spitzname(n):</strong></span> Leichenfresser, seltener: Menschenfresser</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Gehört zur Monster-Sub-Spezies der: </strong></span>(Friedhofs-)<strong>Dämonen</strong> in Altpersien und Arabien<strong></strong>; in späteren Mythen und Märchen werden Ghule oft als Bewohner eines Zwischenreiches von Leben und Tod dargestellt – den <strong>Vampiren ähnlich</strong>.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Stammt aus:</strong></span> Tausendundeine Nacht, Arabien</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Aussehen:</strong></span></p>
<div id="attachment_3321" class="wp-caption alignright" style="width: 217px"><a href="http://www.thedevilsdemons.com/wp-content/uploads/2011/02/ghoul.jpg"><img class="size-medium wp-image-3321 colorbox-3315" title="ghul-ghoul" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/ghul-ghoul-207x300.jpg" alt="ghul-ghoul" width="207" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bildrechte: ©TheDevilsDemons.com</p></div>
<p>Als Dämonen haben auch die Ghule einen menschlichen Körper.</p>
<p>Sie besitzen ein abscheuliches Gesicht mit gelben, hervorquellenden Augen und spitzen Reißzähnen.</p>
<p>Wird der Ghul als Dämon verstanden, so hat er keinen festen Körper, d.h. man kann durch einen Ghul hindurchgehen und dieser kann verschiedene Gestalten annehmen.</p>
<p>In den alten arabischen Mythen gehörten die Ghule zu einer diabolischen Klasse von Dschinns (Geister) und von ihnen wurde behauptet, sie seien die Nachkommen von Iblis, des muslimischen Prinzen der Dunkelheit. Sie waren in der Lage, ihre Form jederzeit zu ändern, aber ihre Präsenz war durch ihr unveränderliches Merkmal stets erkennbar: Eselshufe. (Quelle: <a href="http://www.xemaris.de/Begriffe/Begriffe.html#Ghoul" target="_blank">Xemaris.de</a>)</p>
<p>In späteren Ghoul-Darstellungen kam man von Eselshufen und Bocksbeinen ab &#8211; die teuflische Reminiszenz wurde ihnen also genommen. Stattdessen werden Ghule raubtierartig mit klauenhaften Händen und teilweise auch Füßen dargestellt.</p>
<p>Ghule sind häufig nackt oder nur mit Lumpen bekleidet.</p>
<p>In manchen moslemischen Kulturen wird auch von weiblichen Ghula berichtet. Sie werden häufig als Wiedergänger– also Untote/wiederbelebte Tote &#8211; beschrieben und sind somit den Vampiren ähnlicher. Ghulas haben einen echten, also nicht-schemenhaften und meist sinnlichen Körper, mit dem sie Männer in den Tod locken. Bevorzugt lauern sie in der Wüste Wanderern auf. In einer Erzählung von Tausendundeine Nacht heiratet eine Ghula einen arglosen Mann. Diesen packte das nackte Grauen, als er sie nachts bis auf den Friedhof verfolgt und sieht, wovon sich seine Frau ernährt &#8211; die tagsüber kaum eine Speise anrührte. (Quelle: Lexikon der Monster, Geister und Dämonen – Norbert Borrmann)</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Lieblingselement: </strong></span>Nacht</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Magische Charakteristika:</strong></span></p>
<p>Ghoule sind teuflisch-dämonische Fabelwesen, die dem Menschen gegenüber stets bösartig und gefährlich veranlagt sind.</p>
<p>Ghule bevölkern in Gemeinschaft mit anderen Leichenfressern Friedhöfe, Gruften und Gräber.</p>
<p><em>„Konsequenterweise hält er sich am liebsten an Orten auf, die der Beerdigung dienen, wobei er eine besondere Vorliebe für Kinderleichen entwickelt.“</em> (Quelle: Lexikon der Monster, Geister und Dämonen – Norbert Borrmann)</p>
<p>Ghule ernähren sich jedoch nur von Toten, nicht wie Vampire von Lebenden. Und im Gegensatz zu diesen geben sie sich mit Blut nicht zufrieden &#8211; sie wollen ordentlich Fleisch zu beißen haben.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Wo begegnet man heute einem Ghul?</strong></span></p>
<div id="attachment_3322" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.bloodylexicon.com/tag/nadilla/"><img class="size-full wp-image-3322 colorbox-3315" title="ghoul" src="http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/ghoul.jpg" alt="ghoul" width="250" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Bildrechte: ©BloodyLexicon.com</p></div>
<p>Ghouls gaben als wiederbelebte Tote sozusagen die Vorlage für Zombies in Horrorfilmen. Man kann sich fast sicher sein, dass die frühen Zombiefilme wie The Last Man on Earth (1964, mit <a href="../../100-jahre-vincent-price/">Vincent Price</a>) eher Ghule statt Zombies meinen, wenn sie von The Undead sprechen. Auch in George Romero&#8217;s 1968er Horror-Klassiker <em>Night of the Living Dead</em> sind es wohl eher Ghule statt Zombies. Ghule sind allgemein in der Gemeinschaft etwas organisierter und bewegen sich auch schneller als Zombies. Außerdem sind sie nicht wählerisch, in welchen Teil des menschlichen Körpers sie ihre Zähne schlagen. Ihr Fokus liegt nicht auf Hiiiirrrrrn!</p>
<p>Ab und zu kann man den Begriff Ghoul noch bei vertrashten (Horror-)Punks und Batcavern aufschnappen. Sie benennen ihre Bands oder einzelne Titel mit Ghouls (siehe Punkt 3 + 4) bzw. kokettieren allgemein gern mit dem Begriff Ghoul &#8211; sehr gut passend zum zerfetzt-löchrigen Klamottenstil, zum ‚rotten’ Batcave-Horrorpunk-Look eben.</p>
<p>Die Ghul-Spezies ist ansonsten vermutlich nur noch allen Spielefreaks bekannt, denn oft treten Ghule/Ghouls als missmutige Gegner in Computerspielen auf.</p>
<ol>
<li>Recht häufig in den Erzählungen von H.P. Lovecraft, z.B. in <a href="http://www.amazon.de/gp/product/378574529X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=wwwderschwarz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=378574529X">Pickmans Modell</a><img class="colorbox-3315"  style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=wwwderschwarz-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=378574529X" alt="" width="1" height="1" border="0" />.<em><br />
„In Lovecrafts Werken haben Ghule hundeähnliche Gesichtszüge und leben unterirdisch in der Nähe von Friedhöfen gemeinschaftlich zusammen.“</em> (Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghul" target="_blank">Wikipedia</a>)</li>
<li>Ghule sind häufig Gegner in Computer- und Online-Games und Fantasy-RPGs, z.B. World Of Warcraft, The Witcher, Fallout 3 oder in <a href="http://risen.deepsilver.com/blog/pages/posts/ghule221.php" target="_blank">Risen</a>.</li>
<li>Ed Wood – der angeblich schlechteste Regisseur aller Zeiten &#8211; drehte einen Film namens „Night Of The Ghouls“ und die Misfits machten einen schönen horrorpunkigen Song dazu namens „Ghouls night out“, den Glenn Danzig geschrieben hatte (Song ab 1:14min)<br />
<object width="480" height="360" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Jid4oWZikTA?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="360" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/Jid4oWZikTA?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></li>
<li>Apropos: <a href="http://www.ghoulsnightout.com/" target="_blank">Ghouls Night Out</a> ist auch der Name einer Rockabilly-Horrorpunk-Girl-Band: <em>„combines the trashy garage sound of the ‘60s with the horror punk sensibility of The Misfits&#8230;all in all a necrophiliac’s dream band!“</em> Aha.</li>
<li>In einem s/w-Horrorfilm von 1933 mit Boris Karloff namens <a href="http://www.die-besten-horrorfilme.de/horror/film927-Der-Ghul.csp" target="_blank">„The Ghoul“</a></li>
<li><a href="http://www.radioghoulschool.com/" target="_blank">Radio Ghoul School</a> ist eines meiner favorisierten Internet-Radios – spielen viel Horrorpunk, Goth Rock, Batcave, Underground-80s und Minimal-Sachen.</li>
<li>In Joanne K. Rowlings <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Potter" target="_blank">Harry Potter</a>-Romanen kommt auch ein Ghul vor, der in der Dachkammer der Familie Weasley haust. Hier ist der Ghul allerdings ziemlich harmlos dargestellt und ernährt sich von Motten und Spinnen. Pah!</li>
<li>Die vierteilige Spielfilm-Serie &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ghoulies_%28film_series%29" target="_blank">Ghoulies I-IV</a>&#8221; (USA 1983–1994) zeigt puppenartige Ghouls, die etwas den Critters ähnlich sehen. Aber vielleicht ist ja die Handlung wenigstens gruselig?</li>
<li>Sehr amüsant fand ich auch diesen 1,20m großen Ghul als Halloween Party Dekoration **hahahaarrrr**<br />
<object width="480" height="360" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/rywTse4CDFc?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="360" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/rywTse4CDFc?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></li>
</ol>
<p>Wenn ihr jetzt noch wissen wollt, ob ihr auch ein Ghul seid und wenn ja, welcher, dann einfach mal dieses Quiz machen:<a href="http://quizilla.teennick.com/quizzes/1379567/what-type-of-ghoul-are-you"> What kind of ghoul are you?</a></p>
<p>Also ich bin ein Gloomy Ghoul. Was auch immer das bedeuten mag&#8230; und ihr??</p>
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