Die Kraft des Minimalismus

Seit dem DAF-Konzert beim BIMFEST 2010 geht mir ein Lied nicht mehr aus dem Kopf: Algorithmus oder „Zahlenlied“ genannt. Immer wenn ich einen Motivationsschub brauche, rufe ich es aus meinem Hirn ab. Mir gibt dieses spezielle Lied gleichermaßen Kraft wie Spaß. Der Songtext von „Algorithmus“ ist einfach – eben minimalistisch – und geht so:


Als kleiner Junge

War mir schon klar

Mein Leben wird ganz wunderbar.

Ich mache einfach immer nur

Was ich will. Was mir gefällt.


Mach doch was dir gefällt

Und was du willst.


Als kleiner Junge,

Ich hab’s gewusst,

Mein Leben wird ganz wunderbar.

[Ich lebe einfach radikal

Nach Algorithmen meiner Wahl.] *


Ein Algorithmus ist ein Ball.

Da drin gefangen eine Zahl.

Befrei die Zahl, und spiel den Ball!

Spiel den Ball!


Ich brauche in Gedanken nur den „Jungen“ durch das „Mädchen“ zu ersetzen – und alles passt. Natürlich nehme ich den Text nicht wörtlich und mache gleich nur noch, was ich will oder was mir gefällt. Wer kann schon so radikal sein? Aber das Lied motiviert mich dazu, den Moment nicht zu ernst zu nehmen, sondern mit ihm zu spielen. Kindisch zu sein. Zu grinsen. Eine Grimasse zu ziehen. Wie ein Sittich mit dem Kopf zu zucken ;-). Die Anderen durch Verrücktheiten oder eine komische Geste zum Lachen oder ungläubigen Kopfschütteln zu bringen. Wie früher Murdoch – mein Liebling vom „A-Team“. Den anderen ein bisschen verrückt vorzukommen und sich selbst nicht so ernst zu nehmen. Und „sein Ding“ zu machen.

Wenn es DAF nicht gäbe, man müsste sie glatt erfinden…

* Ich mag lieber die ältere/Live-Version von dem Lied – daher habe ich dieses (etwas suboptimale) Video gewählt. Es gibt noch eine aktuellere Version auf dem Album „15 neue DAF-Lieder“, in der auch die Liedzeile in eckigen Klammern gesungen wird, die Gabi Delgado live meist weglässt.

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9 Responses to Die Kraft des Minimalismus

  1. Thorleif 20. Januar 2011 zu 23:57 #

    Da bin ich sehr gespannt, ob DAF das auch auf ihrem Konzert am 10.3.2011 in Berlin spielen werden. Habe mir ja nach Deinem BIMFEST Blogpost gleichmal eine Karte für das Konzert gesichert, wo ich DAF ja bei den letzten Festival leider immer versäumt habe 🙁

  2. morticia 21. Januar 2011 zu 10:31 #

    jaaa das lied hab ich sogar noch auf tape^^ ach d.a.f. sind schon toll!!:-)

  3. shan dark 21. Januar 2011 zu 10:42 #

    Und ich dachte immer, für Tapes bist Du zu jung 😉

  4. orphi 21. Januar 2011 zu 12:53 #

    Ich finde ja DAF nicht so toll, aber der Text ist wirklich erfrischend. Nicht mit Schuhen werfen, ich kann ja nix dafür, dass ich die Musik doof finde….

    Den Murdoch fand ich auch immer genial. Das war der einzige vom ganzen A-Team, der normal war. 🙂

  5. shan dark 21. Januar 2011 zu 13:46 #

    @Orphi: Naja, musikgeschmacklich haben wir zwei nur wenige Gemeinsamkeiten, aber ich mag dich „trotzdem“. 🙂 Und bei Murdoch sind wir ja wieder auf einer Wellenlänge.

  6. orphi 21. Januar 2011 zu 13:50 #

    Ick dich auch, du alte Metal-Braut. 🙂 Wenn wir uns treffen, können wir ja Filme gucken…oder arbeiten oder so 😉

  7. shan dark 21. Januar 2011 zu 13:53 #

    Das „alt“ nimmst Du zurück!! haha…
    Genau – uns zwei Kreativ-Geistern fällt schon was ein 😉

  8. orphi 21. Januar 2011 zu 14:10 #

    Wir könnten auch Schmuck basteln. Ich hab da noch son paar Fledermäuse… 🙂 Von mir aus kannst du auch Laibach anmachen. Oder Type O Negative, aber nicht so lange…

  9. Robert 21. Januar 2011 zu 18:13 #

    Yeah. War auch immer ganz überrascht wenn DAF dieses Stück als Zugabe zu seinen Konzerten zum Besten gegeben hat. Mir gefällt die typische treibende Kraft des minimalismus die in diesem Song wohnt. Das Stück auf der „neuen“ CD von DAF zu finden nimmt ihm ein klein wenig den „Zauber“, irgendwie 🙂

    Trotzdem Danke ich Dir aufrichtig für’s Posten, ein Klick und ich höre es mir nochmal an. Wer weiß, vielleicht macht dich das von der „alten“ Metal-Braut zur eingefleischten Wave-Minimalistin, die Orphi und Mich einst ins Zwischenfall begleitet 😉

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