David Bowie in Berlin

R.I.P. – David Bowie ist am 10. Januar 2016 nach 18 Monaten Kampf gegen den Krebs verstorben. Ich bin sehr traurig und widme ihm diesen Artikel als „Nachruf“ über sein kulturelles Vermächtnis! Er wird als heller Stern im Musik-Universum weiter leuchten – auf der Erde heißt es wohl „Ashes to Ashes“. 😥

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David Bowie ist nicht nur der Mann, der vom Himmel fiel, sondern auch der Mann, der sich zu Lebzeiten bereits eine Retrospektive über sich ansehen konnte. Das hat er dann auch getan – und besuchte die im März 2013 für fünf Monate eröffnete Ausstellung „David Bowie is…“ im Victoria and Albert Museum London. Mit insgesamt 312.000 Besuchern ist sie die bis heute erfolgreichste Ausstellung des V&A Museums. Zuvor ließ David Bowie die beiden Kuratoren Geoffrey Marsh und Victoria Broackes in sein Archiv, das sich in New York an einem geheimen Ort befindet und sagenhafte 75.000 Bowie-Objekte umfasst. Hier sammelt David alles über sich selbst.[1]

Und das ist jede Menge. Welch umfassendes Werk David Bowie ist geht mir erst in der Ausstellung so richtig auf. Zugegeben: ich bin nicht der größte Bowie-Kenner und Fan. Aber ich schätze ihn sehr – als Musiker natürlich und mindestens genauso sehr als Schauspieler.

Berlin Trilogy – Die Berliner Etappe

Für mich ist die Berliner Etappe ein wunderbarer Auftakt zum diesjährigen Sommerurlaub in Polen. Gelegenheit, Freunde wiederzusehen und natürlich um mich in dieser Ausstellung über His Avantgarde Majesty weiterzubilden. Bei einem Mann mit so vielen Facetten wie David Bowie ist das sicher spannend.

Das einzige komplett in Berlin entstandene Album "Heroes" - aufgenommen in den Hansa-Studios 'by the wall'

Das einzige komplett in Berlin entstandene Album „Heroes“ – aufgenommen in den Hansa-Studios ‚by the wall‘

Für die Werkschau ist die Berliner Etappe aufgrund der engen Verbundenheit Bowies mit der damals noch geteilten Stadt ein Höhepunkt der internationalen Ausstellungstournee (geplant sind u.a. noch Chicago und Paris). Von 1976 bis 1978 lebte David Bowie – damals schon sehr berühmt – zusammen mit Iggy Pop in einer Siebenzimmer-Altbauwohnung in der Hauptstraße 155, Berlin Schöneberg. Kuratorin Victoria Broackes bezeichnet diese Zeit als seine glücklichste und produktivste Phase, in der die drei Alben der so genannten Berlin Trilogy entstanden: Low, Heroes und Lodger. Im vergleichsweise beschaulichen Berlin kam er runter, weg vom Kokain und nahm sein etwas vergessenes Talent des Malens wieder auf. Er besuchte viele Museen. Vor allem der Expressionismus faszinierte David Bowie und somit das Brücke-Museum in Berlin Dahlem, das Werke der expressionistischen Künstlergruppe „Brücke“ zeigt (Vertreter u.a. Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Emil Nolde). Für die Pose auf dem Cover von „Heroes“ inspirierte ihn das Erich-Heckel-Bild „Roquairol“, das Iggy Pop im selben Jahr als Vorlage für sein Album-Cover von „The Idiot“ verwendete. Bis zur Ausstellung wußte ich nicht um Bowie’s malerische Ambitionen, aber es sind mehrere Gemälde von ihm zu sehen: bizarr, expressionistisch, düster. Not my cup of tea, aber das geht mir insgesamt mit dem Expressionismus so, ausgenommen die Filme.

Woran denkt Ihr bei David Bowie und Berlin? Bei mir ist Bowie im Kopf eng verknüpft mit dem Film „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“. Unvergesslich, wie sich die Clique um Christiane F. nachts zu „Heroes“ durch die Ladenpassage kugelt.

 

Station to Station – Audiovisuelle Überdosis 

Aber ich fange am besten mal vorn an – nämlich am Eingang des Martin-Gropius-Baus (italienische Renaissance – wunderschön!). Es ist Sonntag und normalerweise sollten die Berliner bei 33°C etwas Besseres zu tun haben als ins Museum zu gehen. Aber draußen warten doch einige Menschen, denn die Zeit läuft, es gibt nicht mehr allzu viele Sonntage mit David Bowie in der Stadt. Auch wenn die Retrospektive um zwei Wochen (!) bis 24. August 2014 verlängert wurde.

Wir ziehen erleichtert links an der Schlange vorbei, denn dank Thorleif haben wir Online Tickets. Wenig später, der Audioguide sitzt auf den Lauschern und ich habe es mir gerade im ersten Ausstellungsraum gemütlich gemacht, ist es vorbei mit der genüsslichen Hingabe an David Bowie. Die Menschenmenge von draußen schwallt hinter uns herein. Manche Ausstellungsräume und -objekte sind leider zu klein für so viele Besucher. Also warten. Aber Geduld habe ich eingepackt, ebenso meinen Überlebensfächer. 😉 Denn innen ist es ziemlich stickig und warm – die Klimaanlage ist entweder defekt oder erreicht uns nicht. Leider habe ich auch kein Wasser dabei und so bin ich nach ca. 2,5 h, die wir letztendlich für die umfangreiche Ausstellung brauchen, erfolgreich dehydriert. Aber auch glücklich! 😉

Mein Glück liegt nicht am Audioguide. Der ist sicher für englischsprachige Besucher ein MUSS – ich empfand ihn anfangs eher als nervig. Das Audiogeflüster ist komplett in Englisch mit dem Original-O-Ton von David Bowie & anderen, die in Dokumentationen und Interviews zu Wort kommen. Wenn keiner spricht, dann kommt ein Bowie-Song. Aber nicht irgendeiner, sondern die Intelligenzbestie von Kopfhörer merkt anhand von Sensorpunkten auf dem Fußboden in den einzelnen Räumen, vor welchem Fernseher oder Ausstellungsstück ich mich gerade befinde. Dann startet synchron zur Stelle z.B. in einem Interview, an der ich den TV-Bildschirm erreiche die Stimme im Ohr. Die Synchronität ist das wirklich Faszinierende! Doch ich musste die Dinger anfangs absetzen. Alles ist deutsch untertitelt und gleichzeitig lesen, verstehen und dazu dasselbe in englisch hören… das war zu viel für Super Shan Dark. 😉

Synthesizer David Bowies in Berlin (ein Geschenk)

The Sound of Berlin: dieser Synthesizer wurde David Bowie geschenkt (von wem weiß ich leider nicht mehr) und damit sind seine Berlin-Alben entstanden.

 

Diamond Dogs, Scary Monsters (and Super Creeps)

Die Ausstellung fokussiert ausschließlich auf den Künstler David Bowie in all seinen Facetten und beleuchtet die Ursprünge, Hintergründe für seine Laufbahn und sein Werk. Es geht weniger bis kaum um den Menschen David Bowie, nicht darum ihn psychologisch zu ergründen. In manchen Kritiken zur Ausstellung hatte ich den Eindruck, dass einige das erwartet haben. Natürlich kommt er selbst oft zu Wort.

Aber alle Objekte stehen immer im Zusammenhang mit seinem Schaffen. Sicher hat man auch den Menschen etwas besser kennen gelernt, aber Privates oder sehr Persönliches fand ich in der Ausstellung kaum. Keine Imam, nichts über seinen Sohn, wenig über seine sexuelle Ausrichtung (weil man darüber aber auch nichts genaues weiß, sondern nur munkelt), auch nicht viel über seine Drogen- und Alkoholexzesse. Ich habe das alles auch nicht vermisst. Ab und zu blitzte mal ein wenig Privates durch in Kindheits- und Teenagererinnerungen. Zum Beispiel die Geschichte zu seinen zwei unterschiedlichen Pupillen (oben auf dem Heroes-Cover ganz gut zu erkennen). Die starre, erweiterte Pupille in seinem linken Auge ist nämlich das Überbleibsel einer Rauferei mit seinem Freund als 15-jähriger um ein Mädchen.

„Ich verändere mich einfach ständig und überall.“

David Bowie hat viele künstlerische Facetten und Rollen – der Mann ist das Paradebeispiel für Selbstinszenierung im gehobenen Stil. Für mich ist er trotzdem immer ein Gentleman, das liegt vielleicht auch an dem Engländer, der er ist. Der Gentleman steckt in all seinen Bewegungen und Gesten. Selbst als Außerirdischer in „Der Mann, der vom Himmel fiel“ kommt er für mich gut situiert rüber. Bowie ist kein Rebell wie später ein Billy Idol, sondern eben gehobene Avantgarde. Bowie war ganz anders in seiner Radikalität gegen ästhetische und gesellschaftliche Konventionen. Nicht rockig-rotzig (wie Idol), sondern eher schräg-intellektuell-theatralisch. Seine schrille Andersartigkeit zeigte sich in der Musik, der Mode, im Schauspiel. Ob auch in seinem Leben, das lässt sich nur mutmaßen.

„Ich glaube, wenn jemand eine bestimmte Haltung zu den Dingen hat, dann zeigt sich diese Haltung in allem was er tut. Die ganze Zeit über. Sie wird dann zu seinem eigenen Stil.“

„Ich verstand, dass ich all diese Dinge tat, um bekannt zu werden. Ich wollte Impulsgeber sein. Wollte den Blick auf Dinge lenken und ihnen neue Perspektiven eröffnen.“

Und er war Impulsgeber! Der Underground liebte und liebt ihn – sich für eine ‚Szene‘ zu entscheiden, das hätte ihn begrenzt. Er war Wanderer zwischen den Welten (galaxienübergreifend 😉 ), nahm sich, was zu seinem Stil passte und entwickelte es weiter. Jede Maske, jeder Charakter – von Major Tom über Ziggy Stardust bis zum Thin White Duke – war geplant. Immer gegen den vorherrschenden Trend, den Massengeschmack und soziale Regeln, doch oft als Vorreiter kulturell prägend. Ein faszinierendes Genie! In diesem Video, was ich erst in der Ausstellung mögen und kennenlernte, geht er die Geschlechterrollen an – selbst Ende der 70er nicht unbedingt ein kaltes Eisen.

Ganz früher packte sich Bowie hohe Literatur von Philosophen wie Kant & Co. in die Tasche und ließ diese in der U-Bahn aus der Tasche blitzen. Er sagt, oft verstand er kaum den Zusammenhang von dem, was er da las, aber er konnte damit gut die Leute beeindrucken. Siouxsie Sioux zum Beispiel 😉 – sie sagte einmal über ihn „Er ist ein sehr ungewöhnlicher Popstar. Er liest Bücher.“ Bis heute ist Bowie einer der belesensten Künstler da draußen und äußerst weltgewandt.

Ein interessanter Part der Ausstellung für mich ist, wie Bowie die Dinge erschuf, welche Methoden, Techniken und Antriebe dahinter steckten. „Denn Bowie bleibt nicht stehen, sondern er geht immer weiter,“ sagt die Kuratorin Victoria Broackes über den Künstler. Und tatsächlich: seine Unstetigkeit – es wird ihm schnell langweilig – nutzt er kreativ und machte ihn zum avantgardistischen Vorreiter.

Bowie ist ein glamouröser Pionier erfundener Identitäten, der soziale Rollen ebenso in Frage stellt wie die Rollen der Geschlechter. Er ist – wie es der Autor J.G. Ballard es nennt – einer der ‚Astronauten des inneren Raumes‘, ein Erforscher psychischer Regionen. (von einer Ausstellungstafel)

Als „Kosmonaut des inneren Raumes“ wurde auch William S. Burroughs bezeichnet, mit dem Bowie u.a. die Cut-up Technik gemein hat, die er zur Erschaffung seiner Songs nutzte. Sie basiert auf dem tatsächlichen Zerschneiden von Texten und Medien mit dem Ziel, alltägliche Wahrnehmungs-, Kommunikations- und Verstehensweisen zu erweitern, zu erschüttern bzw. zu dekontextualisieren. Solche Textfetzen und Wortgruppen kann man in der Ausstellung sehen – als Papierschnipsel in einer Vitrine oder eingebaut in Videomontagen. Bowie besaß eine außerordentliche Faszination für den Zufall. Er sah ihn als Katalysator der Kreativität. In den 90er Jahren entwickelte er gar einen eigenen Zufallsgenerator für Wörter.

Der Latexanzug von David Bowie "Aladdin Sane Tour", 1973.

Der Latexanzug von David Bowie’s „Aladdin Sane Tour“, 1973.

Folgene Fragen und Impulse haben ihn bei seinem kreativen Schaffen unterstützt, Texte und Ideen zu entwickeln. Sie wurden im überwiegend schwarz gehaltenen „Berlin-Raum“ gezeigt und ich fand sie sehr inspirierend:

  • Give way to your worst impulse.
  • Keine Angst vor der Musik.
  • Du bist ein Ingenieur.
  • Was an dieser Situation ist real?
  • Hör der leisen Stimme zu.
  • Achte auf die Reihenfolge in der Du Dinge tust.

Bowie möchte, dass Musik so aussieht, wie sie klingt.

David Bowie hat es in seiner Karriere auf 26 Solo-Alben und über 1.000 Konzerte zwischen 1972 und 2004 gebracht. Eine fast zehnjährige Pause wurde durch einen Herzinfarkt verursacht, den er 2004 auf dem Hurricane-Festival nach seinem letzten Song Ziggy Stardust erlitt. Jetzt ist er wieder da – mit 66 Jahren und seinem neuen Album „The Next Day“. Passend zur Ausstellung ist das Cover von „Heroes“ – nur verändert: Über David Bowies neues Album „The Next Day“ & das Cover

„All art is unstable. Its meaning is not necessarily that implied by the author. There is no authoritative voice. There are only multiple readings.“ (David Bowie, 1995)

Wie hat Euch die Ausstellung gefallen? Was bedeutet Euch David Bowie?

Ihre ganz persönlichen, begeisterten Eindrücke hat die elektrische amsel in ihrem Blogbeitrag „Loving The Alien“ verarbeitet. Lesetipp!

 

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  1. [1]Quelle: Tagesspiegel.de

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7 Responses to David Bowie in Berlin

  1. solitary_core 19. August 2014 zu 19:47 #

    eigentlich traurig das ich Ihn nur als Jareth kenne, den Kobold-König in Die Reise ins Labyrinth …

    https://www.youtube.com/watch?v=ufrCIwNk1zc 😀

    aber seine Musik trifft leider nich mein Nerv auch wenn ich hier und da Genialität erkenne, von daher versteh Escher’s Relativity als Motiv für die Szene.

  2. Shan Dark 20. August 2014 zu 08:46 #

    Sicher kennst Du auch seine bekannteren Pop-Songs aus dem Radio wie „Let’s Dance“, „Ashes to Ashes“ oder „Absolute Beginners“?

    Über seine Filme gab es leider nur einen Raum, die AUsstellung fokussierte doch mehr auf seine Musik, was ich bisschen schade fand. Das war das einzige verbesserungswürdige an der Ausstellung. In diesem Raum hat man dann einen Stock/Stab von Jareth gesehen und die Perücke. Leider völlig unerwähnt von der Retrospektive blieb David Bowie’s Rolle in „The Hunger“ (dt.: Begierde), einem sehr guten, avantgardistischen Vampirfilm: http://www.youtube.com/watch?v=hrRM5br7_wg (mit Gruftie-Musik u.a. von Bauhaus).

  3. solitary_core 27. August 2014 zu 12:50 #

    Sicher hab ich den einen oder andren Song schon gehört, was ich sagen wollte ist eben das mich seine Musik eben nicht derart beeindruckt das ich all seine Platten und so haben muss 😀

    Von diesen Standpunkt aus kenn ich eben nur Bruchstücke von seinen Schaffen, erkenne wie gesagt seine Kreativ aber mir fehlt eben der persöhnliche Bezug zu, in Ermangelung eine andren Beschreibung eben diese Beschreibung.
    Wann immer ich ne HardcoreTechno Nummer höre schwingt meine Seele im Gleichklang mit, Drum’n’Bass oder TechStep wie es heute heist fühlt sich an als ob meine Seele sich wie eine kristalline Schneeflocke ausdehnt, sowas fehlt mir eben bei Bowie.

  4. elektrische amsel 30. August 2014 zu 21:50 #

    Ich hab mir die Ausstellung auch angesehen (natürlich am letzten Tag und ohne Onlineticket ;-))und es war für mich eine der seltenen Momente, bei denen ich hohe Erwartungen hatte und diese noch übertroffen wurden. Wahrscheinlich, weil ich nicht annähernd so viel über Bowie wusste und mich die Fülle an Einflüssen und Kreativität total überrollt hat. Überhaupt war das wahrscheinlich mein längster Museumsbesuch denn je. Ich fand besonders die Space-Thematik mit dem „Earthrise“-Photo beeindruckend und auch schön inszeniert. Gut, dass du noch mal über den Berlinraum geschrieben hast, den hab ich nämlich nicht mehr richtig geschafft, leider. Den „Boys Keep Swingin'“-Song (und Video) kannte ich vorher auch noch nicht und hab ihn sofort ins Herz geschlossen. Ich lern Bowie irgendwie sehr langsam kennen. Ich hör immer mal ein Lied, das ich noch nicht kannte und bin eigentlich jedes Mal davon überrascht, dann hör ich das Album dazu und so dichtet sich das langsam. Mit vielen Sachen konnte ich auch erst nichts anfangen, und irgendwann ist es wie eine Offenbarung. (Beauty and the Beast kam zum Beispiel mal in einer Disko (heutzutage :-))) Ich habe auch versucht die Ausstellung in einen Beitrag zu fassen und mir stand meine Begeisterung sehr im Weg. Ich fand es bei der Fülle schwierig, zusammenzufassen und nicht ständig in spontane Begeisterungsstürme zu verfallen. Und ich möchte mich dem Kritikpunkt anschließen: The Hunger hat mir eindeutig auch gefehlt!

    PS: übrigens lese ich deinen Blog nicht nur regelmäßig, sondern auch sehr gerne 🙂

  5. Shan Dark 2. September 2014 zu 06:12 #

    @solitary_core: Ich verstehe Dich, und gut beschrieben mit der Schneeflocke. 😉 Bowie erreicht und ergreift dich eben musikalisch nicht und das geht mir mit einigen anderen Musikern auch so. Wobei ich wie gesagt auch nicht der größte Bowie-Fan aller Zeiten bin, aber seine Musik bewegt schon was in mir, das ist so.

    @elektrische amsel: Oha, vier Stunden angestanden!! Soll ich Dir jetzt eher Bewunderung oder Beileid aussprechen? Aber wenn man was wirklich will und außerdem dafür extra nach Berlin gefahren ist, dann hätte ich da auch gewartet. Ich hab Deinen Beitrag gelesen – ich werde ihn mal hier vom Artikel aus noch verlinken. Mir gefällt er sehr gut, wobei ich das kenne, wenn man gar nicht weiß, wo man anfangen und das Ganze strukturieren soll. Oft ist es aber auch einfach nicht nötig und gut, wenn man die Begeisterung aus den Zeilen herauslesen kann. Das ist Dir gelungen!
    Was mich auch bei Bowie fasziniert sind die vielen Querverbindungen, zu anderen Berühmtheiten und Undergroundmusikern. In seinen Werken und seinem Leben. Es kam mir oft vor, als sauge er alles auf, reichert es mit Qualität an und verteilt es dann in einer Art Spinnennetz, in dem er sich wieder Neues einfängt. Ich wusste z.B. nicht, dass Klaus Nomi von ihm ‚abgekupfert‘ hat. Jedenfalls bin ich auch gespannt, wo und in welchen kulturellen Gegenden mir Herr Bowie künftig noch begegnen wird. Die Ausstellung war vielleicht nur ein bisschen mehr als die Spitze des Eisbergs.

    Danke Dir auch sehr für die lieben Blog-Worte *freu*

  6. elektrische amsel 4. September 2014 zu 09:02 #

    Das Anstehen hab ich gar nicht so schlimm gefunden, wäre wahrscheinlich anders gewesen, wenn man da alleine gestanden hätte 😉
    Mit den Bowie-Querverbindungen geht es mir genauso, ich hab das Gefühl, dass ich noch in zehn Jahren Sachen entdecken werde, die zu auf irgendeine Art und Weise etwas mit ihm zu tun haben. Das ist toll. Und ich mag es auch bei Musikern und Künstlern, deren eigene Idole und Inspirationen zu entdecken. Da passt die ‚Spitze des Eisberges‘ schon ziemlich gut.
    Und vielen Dank für das Verlinken!

  7. Noire Mari 17. Januar 2016 zu 18:04 #

    Ich war zwar nie großer David Bowie Fan, aber als ich hörte, dass er verstorben ist, dachte ich als erstes nur: What the fuck …

    Auf jeden Fall natürlich R.I.P. , lieber David und ich werde mal in ein paar Lieder von dir reinhören …

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