Allerheiligen und Allerseelen

Gestern spukte Halloween durch Deutschland und heute schauen wir schon neidisch nach Mexiko zum bunten Tag der Toten. Doch auch in unserer Kultur gibt es am 1. und 2. November christliche Totenbräuche, die leider in Vergessenheit geraten sind. Hauptsächlich in Bayern sowie in Österreich begeht man Allerheiligen am 1. November und Allerseelen am 2. November noch traditionell mit Totentrauer und Gebet, Friedhofsbesuchen und speziellem Gebäck.

Aber wir brauchen uns mit unseren Trauertraditionen auch nicht verstecken. Viele Bräuche an diesen beiden Tagen gehen bis in die Antike zurück. Ich möchte mit diesem Artikel daran erinnern. Denn gerade Erinnerung an liebe Verstorbene spielt an diesen Tagen die wichtigste Rolle. Sie tut uns im modernen Sprint der heutigen Zeit auch mal gut. Der 1. und 2. November sind stille Tage zum Innehalten. Das dürfte zum Dia de los Muertos in Mexiko wohl der größte Unterschied sein – hierzulande feiert man nicht, man gedenkt und trauert im Gebet. In den Bundesländern, die Allerheiligen einen Feiertag haben, dürfen auch keine Tanzveranstaltungen stattfinden oder laute Musik und Konzerte. Ich finde das nicht allzu schlimm. Traditionen bleiben nur dann, wenn sie auch gelebt werden und man weiß, was dahinter steckt.

Warum gibt es Allerheiligen und Allerseelen?

Der Vorläufer von Allerheiligen / Allerseelen findet sich bereits in der römischen Antike in den „Parentalia“, die vom 13. – 21. Februar begangen wurden.

„An diesen Tagen galt es in liebevollem Gedanken den Pflichten gegenüber den wohl gesonnenen Toten nachzukommen, um wechselseitiges Wohlergehen zu gewährleisten. Dabei ging es vor allem um die Besänftigung und Verehrung der Manen (Geister der Toten, Anm.d.Autors), insbesondere der verstorbenen Eltern und Verwandten. (…) Kleine, schlichte Opfergaben wurden den Toten zwecks Ehrerbietung und Versöhnung an das Grab und auf die Wege gestellt, denn man dachte die Manen schwebten am Boden umher und labten sich dort ungeniert.“ (Quelle: Radiobeitrag Stephanie Hütter/Andreas Kaserbacher)

Allerheiligen ist ein christliches Hochfest, d.h. von höchstem liturgischem Rang, zu dem aller Heiligen gedacht wird – auch solcher, die nicht heiliggesprochen wurden − sowie der vielen Heiligen, um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott. Das waren ganz schön viele und die göttliche Dunkelziffer ist sicher auch recht hoch ;).

grablichterDie (orthodoxe) Ostkirche gedenkt ihrer Heiligen immer am 1. Sonntag nach Pfingsten, während die Westkirche ursprünglich Allerheiligen am 13. Mai feierte. Jedoch weihte Papst Gregor III. im Petersdom im 8. Jhd. eine Kapelle für alle Heiligen und verlegte für die Stadt Rom den Tag des Gedenkens auf den 1. November. Als Papst konnte man damals noch ordentlich was mitgestalten und nicht nur verwalten.

Der 1. November breitete sich von Rom als Gedenktag auch über andere Länder aus. Doch erst weitere 100 Jahre später bestimmte Papst Gregor IV. den 1. November offiziell für die gesamte Westkirche als Termin für das Hochfest Allerheiligen. Das war 835. Vielleicht hatten auch die Iren etwas ’schuld‘, denn sie feierten nach heidnischen Gebräuchen, aber doch schon christlich durch Rom missioniert immer am Abend vor Allerheiligen „All Hallows‘ Evening“. Mit Feuer und Masken versuchten sie die Geister der Toten von der Rückkehr auf die Erde abzuhalten. Mit Allerheiligen stülpte Papst Gregor IV. dem heidnischen Treiben den christlichen Sinn als Verstorbenen-Gedenken über.

Mainzer Newwelinge - der Name bedeutet "Nebelringe" oder "Nebellicht" - im Novembernebel (Foto: Judith Pense)

Mainzer Newwelinge – der Name bedeutet „Nebelringe“ oder „Nebellicht“ – im Novembernebel (Foto: Judith Pense)

Allerseelen am 2. November ist ein Gedenktag für alle Verstorbenen, nicht nur für die hohen Heiligen. Die Lebenden beten für die Seelen der Toten, um ihnen fernab des Fegefeuers eine ruhige Existenz in der Ewigkeit zu ermöglichen. Zum Zeichen dafür, dass sie die Toten nicht vergessen haben, versammeln sich die Hinterbliebenen (manchmal mit und manchmal ohne die Geistlichen) an den Gräbern. Die Gräber sind mit Blumen und Kränzen geschmückt und mit Grablichtern oder Kerzen als Symbol des Ewigen Lichtes erhellt. Eine Besonderheit stellt dabei auf den Mainzer Friedhöfen die traditionelle Mainzer Kerze, der Newweling, dar. Ich habe diese Kerzen schon gesehen, aber noch keine daheim. Wird mal Zeit… Definitiv sehe ich aber überall Friedhofsspaziergänge, die von den Friedhofsbetreibern an Allerheiligen angeboten werden. Auf dem Zentralfriedhof in Wien ist despektierlich gesagt ‚die Hölle‘ los – er wird regelrecht überrannt an dem Tag. Ich bin noch unschlüssig, ob ich das wirklich mal erleben will oder ob es mir nicht doch zu viel Trubel von Normalbürgern ist.

unserer-lieben-mutterHeute sind Allerheiligen und Allerseelen nicht mehr getrennt, sondern zu einer kirchlichen Gedenkfeier an die Heiligen und Toten verbunden. Beide Tage erinnern mit ihrer Symbolik an die Vergänglichkeit und Allgegenwärtigkeit des Todes.

Die evangelische Kirche kennt keine Heiligenverehrung, sie ist von jeher schon etwas praktischer ausgerichtet. Sie feiert dann vor allem den Totensonntag am letzte Sonntag vor dem ersten Adventssonntag – besonders in Deutschland und der Schweiz ein Gedenkttag für die Toten. Auch an diesem Tag dürfen keine Tanzveranstaltungen stattfinden.

Trauergebäck – von Allerheiligenstriezel bis Seelenwecken

Wer dachte, dass es nur in Mexiko das Totenbrot und Zuckerkram am Tag der Toten gibt, dem ging es wie mir. 😉 Doch auch „in unseren Breiten war es Brauch, zu Allerseelen Wein und Brot auf den Wiesen und Feldern zu verteilen oder an festgelegten Orten in steinerne Gefäße zu füllen. Dies dürfte wohl auf eine symbolische Form der Seelenspeisung, wie wir es aus dem antiken Rom kennen, zurückgehen. (Quelle: s.o. Radiobeitrag Hütter/Kaserbacher)

Allerheiligenzopf-Allerheiligenstriezel

Der Allerheiligenstriezel in Form eines Trauerzopfes (Foto: Smerdis)

In Österreich und Bayern findet man deshalb auch heute noch den Allerheiligenstriezel oder Allerheiligenzopf – ein in Zopfform geflochtenes Hefegebäck. Die Form geht zurück auf antike Trauerkulte, an denen man sich die Haare abschnitt zum Zeichen der Trauer.

Der Allerheiligenstriezel wurde „stellvertretend für die Verstorbenen an Arme und besonders Patenkinder verschenkt mit dem Auftrag für die Toten zu beten. In manchen Gegenden sind diese Allerheiligenstriezel auch auf die Gräber gelegt worden, damit die Verstorbenen, wenn sie in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen in unsere Welt zurückkehren, Nahrung zu sich nehmen können. Damit sich die armen Seelen bei ihrem Ausflug an die Stätten ihres irdischen Wirkens nicht verletzen konnten, mussten einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden: So durften keine Türen unsanft zugeschlagen werden und alle Messer im Hause mussten mit dem Rücken und alle Rechen mit den Zähnen nach unten abgelegt werden.“ (Quelle: s.o. Radiobeitrag Hütter/Kasenbacher)

Früher waren auch zu Allerheiligen viele Türen unverschlossen. Man ließ sie offen für die armen Seelen – entweder lebendige Arme oder die Seelen der Toten, mit denen man Brot, Allerheiligenstriezel und Milch teilte. Alles in Vergessenheit geraten…

Seelenwecken (Foto: Stich)

Seelenwecken (Foto: Stich)

In manchen Gegenden Bayerns gab es speziell zu Allerseelen auch noch die Seelenwecken. Seelenwecken sehen regional unterschiedlich aus. Entweder so wie die Allerheiligenstriezel in Zopfform aus Hefe oder es sind wie im Bild rechts spitzförmige Torten, meistens mit Schokolade, Creme oder Marmelade gefüllt. Warum die Torten so aussehen und diese Form haben, konnte ich leider nirgends finden, aber vielleicht befinden sich ja auch Konditoren unter meinen Lesern – vorzugsweise aus Bayern oder Österreich…dann wäre ein Tipp dazu klasse.

Mit den Seelenwecken ist ein uralter bayrischer Brauch verbunden: Sie wurden den Kindern von ihren Taufpaten geschenkt. Die Taufpaten backten diese Torte selbst oder bestellten sie beim Dorfbäcker und brachten sie entweder am Tag vor Allerheiligen oder an Allerseelen zu ihrem Patenkind. Bis es 14 oder 15 Jahre alt oder aus der Schule war bzw. eine Lehre anfing, bekam es diese Leckerei. Warum nun gerade an Allerseelen? Das weiß ich auch nicht so genau, es könnte aber daran liegen, dass es ein kirchlicher Feiertag war, man der Familien’bande‘ gedachte und so die Kinder etwas hatten, worauf sie sich freuen konnten. Es war ein gelebter Brauch bis in die 70er. Mittlerweile bestellen nur noch wenige beim Bäcker Seelenwecken für ihre Patenkinder.
Der Seelenwecken stirbt also aus – genau wie die Bräuche und Traditionen! In unseren überflüssigen Zeiten gibt es statt Torte Geld für die Patenkinder. Es sei denn, man hat am 2. November Geburtstag… 😉 Ach, es wird Zeit, dass wir die alte Seelenwecken-Tradition wieder aufleben lassen – mehr Torte! :mrgreen:

Was meint ihr zu diesen alten Allerheiligen/Allerseelen-Traditionen? Friedhöfe besuchen, durch den Novembernebel laufen, in Stille gedenken, Grablichter und Newwellings entzünden… man muss sich dieser Tage einfach wieder bewusster werden. Auch wenn etwas kirchlich-christliches dahinter steckt und ich Atheist bin – für mich haben diese Bräuche durchaus etwas Lebendiges und Anziehendes. Den kirchlichen Kram lasse ich einfach weg und konzentriere mit auf das Memento Mori, der diesen ersten zwei Tagen im November innewohnt.

Richte dein Streben dahin, daß der Name des Todes seinen Schrecken für dich verliert. Mach ihn dir durch häufiges Nachdenken vertraut, damit du, wenn es die Umstände fordern, ihm sogar entgegensehen kannst.

Lucius Annaeus Seneca 

Quellen: Stille Tage + Seelenwecken Zopf Wikipedia + Wiki-Allerheiligenstriezel

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4 Responses to Allerheiligen und Allerseelen

  1. GhostSnail 2. November 2013 zu 16:13 #

    Traditionen sind schon etwas Feines, sie bieten einem ein Gerüst, um mit den wesentlichen Dinge des Lebens im Kontakt zu bleiben, die im Aktivitätenrausch des Alltags beiseite geschoben werden. Damit meine ich nicht nur die Trauer oder das Gedenken an Verstorbene. Aber wie beim Weihnachtsfest, das auch einen tieferen Sinn hatte, wird gerne ein kommerzielles Interesse Interesse umgesetzt. Die Hallowenfeiern gehören für mich dazu; was mich nicht daran gehindert hat, mitzufeiern. Feiern ist gut. 😉 Über diesen Artikel habe ich mich in diesem Jahr am ausführlichsten mit dem wirklichen Inhalt dieser Tage beschäftigt, der Text dürfte sein Ziel erreicht haben, wenn er vor allem das Fortbestehen von Traditionen bezweckt.

  2. Shan Dark 3. November 2013 zu 16:44 #

    Das mit den Traditionen hast Du gut in Worte gepackt – danke Dir dafür! Ich finde es schade, dass die Deutschen viel zu oft in andere Länder schielen und darüber ihr eigenes Kulturgut vergessen. Dabei habe ich nichts dagegen, sich von Anderen Dinge anzunehmen.

  3. Schatten 6. November 2013 zu 20:59 #

    Über eine ernst gemeinte Allerseelenfeier in schöner gothic-Manier würde ich mich außerordentlich freuen. Ich versuchte bisher nie so was (im Wald oder auf dem Friedhof) selber zu organisieren weil meine Freunde und Bekannten sehr verstreut wohnen und es sowieso schwierig ist mit mehr als zweien zugleich einen Verabredungstermin zu vereinbaren. Bevor wir tot sind haben wir eben alle zuwenig Zeit – danach ist das mit dem Treffen auf dem Friedhof ganz unproblematisch.

    Immerhin gelingen mir gerade hier in Marburg, wo die Friedhöfe nie abgeschlossen werden, übers Jahr ziemlich viele dortige Verabredungen: Wein, Grablicht und Gespräch.
    Ein schöner Kontrast ist es, wenn direkt neben dem alten St. Jost – Friedhof ab und an ein Zug vorbeidröhnt. Es kommt mir immer vor wie ein ‚Draußen’, also dort wo der Zug fährt.

    Am 1. November war ich zu einer Halloweenparty in Marburg im Clou. Die war sehr schön weil richtig umfassend und sorgfältig dekoriert und auch die meisten Leute hatten sich passend gekleidet. Wenn man sich extra in Schale geworfen hatte war der Eintritt frei. Darum bestand ich darauf meinen Eintritt zu bezahlen, denn ich sei auf keinen Fall verkleidet sondern laufe oft so rum.
    Die rote Blutbowle war lecker ! Tatsächlich gab es an diesem langen Abend eine extra-Getränkekarte mit allem was rot war oder nach Blut klang (Bloody Mary).
    Könnte sich da eine neue Tradition anbahnen ?

    Das Zitat von Seneca gefiel mir und ich fügte es zu meiner bisherigen Sammlung von Aphorismen zum Thema Tod.
    Was ich bisher schon sammelte:

    Die Beschäftigung mit dem Tode
    ist die Wurzel der Kultur
    Friedrich Dürrenmatt

    Wer den Tod fürchtet, hat das Leben verloren.
    Johann Gottfried Seume

    Verachte nicht den Tod, sondern befreunde dich mit ihm,
    da auch er eines von den Dingen ist, die die Natur will.
    Mark Aurel, Selbstbetrachtungen

    Wenn Du das Leben aushalten willst,
    richte Dich auf den Tod ein.
    Sigmund Freud

    Wie gutes Tagwerk frommen Schlummer bringt,
    so rechtes Leben einen fröhlichen Tod.
    Leonardo da Vinci

    Der Wunsch, einen eigenen Tod zu haben wird immer seltener.
    Eine Weile noch, und er wird ebenso selten sein wie ein eigenes Leben.
    Rainer Maria Rilke

    Vor dem Tode erschrickst du?
    Du wünschest unsterblich zu leben?
    Lebe im Ganzen!
    Wenn du lange dahin bist, es bleibt.

    Ein guter Abgang ziert die Übung.
    Friedrich v. Schiller

    Wir sterben viele Tode, solang wir leben,
    der letzte ist nicht der bitterste.
    Karl Heinrich Waggerl, Erzähler (1897-1973)

    Zur Vollendung des Menschen gehört auch der Tod; denn auch er gehört zur Bestimmung, das heißt zur Natur des Menschen. Darum heißt der Tote mit Recht der Vollendete. Menschlich zu sterben, zu sterben mit dem Bewußtsein, daß du im Tode deine letzte Bestimmung erfüllst, zu sterben also im Frieden mit dem Tode – das sei dein letzter Wunsch, dein letztes Ziel. Dann triumphierst du auch noch im Tode über den üppigen Traum der christlichen Unsterblichkeit; dann hast du unendlich mehr erreicht, als du im Jenseits erreichen willst und doch nimmermehr erreichst.
    Ludwig Feuerbach, Philosoph (1804-1872)

    Jeder Augenblick des Lebens ist ein Schritt dem Tode entgegen.
    Corneille, Pierre

    Arm ist, wer den Tod wünscht, ärmer, wer ihn fürchtet.
    Unbekannt

    Der Tod ist nichts Schreckliches.
    Nur die fürchterliche Vorstellung vom Tode macht ihn furchtbar.
    Epiktetos

    Der Tod bedeutet die Tilgung jeglichen Schmerzes, und er ist die Grenze,
    über die unsere Leiden nicht hinausgelangen; er gibt uns wieder jenen
    Zustand der Ruhe zurück, dem wir vor unserer Geburt angehörten.
    Seneca

    Man muß die Menschen bei ihrer Geburt beweinen, nicht bei ihrem Tode.
    Charles Montesquieu, Schriftsteller (1689-1755) in ‚Persische Briefe‘

    Alle Kunst entsteht aus Angst vor dem Tod.
    Hermann Hesse

    Übe dich im Sterben.
    Epikur

    Bis zum ersten Kuß und zum zweiten Glas Wein sind wir alle sterblich.
    (von wem ?)

  4. Shan Dark 7. November 2013 zu 00:34 #

    Lieber Schatten,
    ich kann Deinen Verlockungen ja kaum noch widerstehen: Allerseelen-Feier im gelobten Land der Marburger Friedhöfe!! Was für ein Totenfest.
    Auch schön, dass ihr so ein tolles Halloween hattet und Chapeau (!), dass Du nicht umsonst reingegangen bist. Jawoll, die sollen auch wissen, dass es keine „Verkleidung“ ist. Das ist etwas, was ich an Halloween eben auch überhaupt nicht mag – mich verkleiden. Entweder es passt so wie ich bin oder alles andere ist Karneval, wenn auch schöner anzusehen als im Februar. Aber das gilt nur für mich persönlich. Ich kenne und mag die Vielen, die wirklich Spaß an Horror, Kunstblut, Augenbowle und allem haben. Und ganz der Faszination kann und werde und möchte ich mich auch nicht entziehen.

    1.000 Dank für die Todessprüche! Da sind ganz wunderbare dabei. Der letzte könnte vom Schatten sein?! Mir gefallen besonders die von Hermann Hesse (mal wieder) und Rainer Maria Rilke. Und Epikur ist ja ganz abgebrüht. Wusstest Du, dass ich mal eine Hausarbeit über Seneca schreiben musste? Ich wollte das sogar. Nur igendwann war es anstrengend, da sich mein Vorhaben über 3 Semester hinzog. Dennoch schaffte es Seneca, mich über diese lange Zeit fasziniert in seinem Bann zu halten. Er war schon ein ganz besonderer Stoiker und mir gefiel und gefällt, dass er bemerkte, dass nach dem Tode alle gleich sind – und das auch zu einem zentralen Element seiner Philosophie erhob. Er hat sich ja auch zur Genüge mit dem Tod auseinandergesetzt, bis zur befohlenen Selbsttötung durch Kaiser Nero, dessen ‚Erzieher‘ er war.

    Hier noch was von Nietzsche – weniger zum Tod, mehr zu den Tagen der Stille:
    „Die größten Ereignisse sind unsere stillsten Stunden.“

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