5 kreative Gruftie-Geschenke

Nur noch wenige Tage bis Weihnachten. In den vergangenen drei Bloggerjahren habe ich mich auf der Suche nach skurrilen Geschenken für euch durchs Netz gewühlt, doch dieses Jahr bin ich zu spät dran für Dawanda, Etsy oder eBay. Jetzt hilft nur selbst kreativ zu werden! Ich habe fünf Weihnachtsgeschenke-Tipps für euch: alle sind selbst erprobt, jetzt noch machbar vor Weihnachten, kommen von (schwarzem) Herzen und kosten auch nix. Naja fast. Etwas Zeit und manchmal auch kleines Geld müsst ihr schon investieren. Aber Zeit statt Zeug ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Seele. Außerdem sind die Meisten von uns ja sowieso keine Konsumkinder. Ich würde mich über jedes dieser Geschenke hier mehr freuen als über ein teures Etwas.

1. Foto im Rahmen

geeignet für: alle, besonders für Eltern & Großeltern

Wir machen übers Jahr tausende Fotos von uns, aber als Geschenk? Doch, unbedingt! Bilder kommen immer gut an, so ist zumindest meine Erfahrung. Besonders bei Mama & Papa oder Oma & Opa, die sich gern ein Bild von Kind oder Enkeln aufs Regal oder in die Schrankwand stellen. Selbstverschenkte Bilder haben noch dazu den besonderen Charme, dass sie durch die eigene Abnahme und vielleicht vorher noch durch Photoshop gegangen sind. Den Nicht-Photoshoppern, wie ich eine bin, empfehle ich zur Bildbearbeitung das wunderbare, kostenfreie Online-Tool Pixlr Editor oder Express mit zig Effekten und Gestaltungsmöglichkeiten. Collagen könnt ihr gratis online mit ipiccy oder Photovisi erstellen. Dann ab damit in einen schönen Fotorahmen oder ihr befüllt einen dieser günstigen Multi-Fotorahmen (von Nanu Nana & Co.) mit mehreren Bildern.

2. Fotoalbum

geeignet für: den Partner oder Freunde

fotoalbum-geschenk Die Extended Version des gerahmten Bildes ist ein handmade Fotoalbum, denn für gedruckte Fotobücher wird die Zeit jetzt zu knapp. Geht zum dm oder einem anderen Foto-Druck-Shop eurer Wahl, druckt die best-of-Fotos vom letzten Urlaub, WGT oder Städtetrip aus und klebt sie mit eurer individuellen Note ein. Ich habe das schon ein paar Mal gemacht für meinen Freund und auch selbst schon einige Mini-Fotoalben von Freundinnen geschenkt bekommen… persönlicher und schöner kann ein Geschenk kaum sein! Es sind immer kleine Kunstwerke und Erinnerungsstücke in Bildern, die dem Beschenkten auch noch Zeit sparen, die er/sie sich zum Einkleben meist nicht nimmt.

3. Gutschein für einen Horror-/Grusel-Abend

geeignet für: den Partner oder Freunde

Gemeinsame Horror-Zeiten sind gute Zeiten und zusammen gruselt es sich schöner. Der Gutschein für einen Horror- oder schwarzromantischen Grusel-Abend im Blut-Spinnweben-Fledermaus-Layout lädt den Beschenkten ein zum gemeinsamen Horror- oder Gruselfilm gucken (Film kann angekündigt werden oder eine Überraschung sein), dazu wird Augenbowle und Horror-Fingerfood gereicht und passend dazu die Wohnung etwas verrottet. Vielleicht gibt es nach dem Horrorfilm noch eine Nachtwanderung durch den nahegelegenen Wald? Was immer euch beliebt und der/die Beschenkte auch verträgt, könnt ihr in diesen Gutschein packen. Am besten auch gleich einen Termin oder mehrere angeben – das beschleunigt das Einlösen.

4. Friedhofsbesuch – Gutschein

geeignet für: den Partner oder Freunde

Geschenkgutschein Nr. 2 fällt in die Kategorie: was Grufties am Wochenende halt so machen. Und zwar gern! Das kann ein Gutschein sein für einen Friedhofsspaziergang im Schnee, die Fahrt in eine andere Stadt um mal einen neuen Friedhof kennenzulernen, für eine offizielle Friedhofsführung oder ein gegenseitiges Fotoshooting auf dem Friedhof – über „was mit Friedhöfen“ freuen sich die meisten Grufties.

5. Music-in-the-mix auf Tonträgern

geeignet für: den Partner oder Freunde

tolles Musik-CD-Geschenk von meinem Freund

tolles Musik-CD-Geschenk von meinem Freund

dazu gab es noch ein Konzertticket ;)

dazu gab es noch ein Konzertticket 😉

Ein Klassiker und doch taucht er heute nicht mehr so oft im Geschenkeleben auf: die eigenen Lieblingsstücke – entweder von einer Band, einem Genre oder zu einem bestimmten Thema – auf einem persönlich gestalteten Tonträger eurer Wahl, idealerweise einem, den der/die Beschenkte auch abspielen kann. 😉 Kassettenspieler für romantische Mixtapes hat leider nicht mehr jeder daheim! Aber gerade in Zeiten, in denen wir mit Musik nur so zugeflutet werden, kommt eine handverlesene Selektion mit individueller Gestaltung garantiert gut an. Ihr habt so die Chance, den Anderen vom eigenen guten Musikgeschmack zu überzeugen. Ungefähr 60% meiner Musik im Auto setzt sich aus Musikgeschenken zusammen – und ich bin jedesmal totaaaal happy darüber.

 

Habt ihr noch kurzfristig lösbare Geschenke-Tipps für schwarze oder schräge Seelen? Was zum Selbermachen? Dann her damit in den Kommentaren!

 

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11 Responses to 5 kreative Gruftie-Geschenke

  1. Ian von Nierenstein 19. Dezember 2013 zu 08:27 #

    Hey, die „Einstürzende Neubauten“-CD sieht ja mal echt genial aus 🙂 Sowas finde ich immer wieder toll. Ich habe aus Platzmangel irgendwann mal leider alle Hüllen meiner Alben weggeworfen und nun vegetieren sie zu Hunderten in trauriger Verfassung in diesen CD-Aufbewahrungstaschen vor sich hin. Meine Idee ist, irgendwann mal ein „schwarzes Buch“ zu basteln, in dem ich die Alben lexikonartig und in chronologischer Reihenfolge da hineinstecke. Allerdings wird das gute Stück dann bestimmt einige Quadratmeter in Anspruch nehmen 😀

  2. nadja79 19. Dezember 2013 zu 12:37 #

    Tolle Ideen! Besonders habe ich mich über die Links zu den Bildbearbeitungsprogrammen gefreut.
    Ich verschenke auch gern mal was Selbstgemachtes. Allerdings finde ich nicht unbedingt, dass das was für Last minute ist. Bei mir braucht Kreativität Zeit (und auch Nerven) und eventuell noch mehr Zeit, wenn ich mit dem ersten Bastelergebnis nicht zufrieden bin und ich noch einen Anlauf starte. Aber die Liebe und persönliche Note, die man ins Geschenk steckt, werden doch mit strahlenden Beschenktenaugen belohnt.
    Einen Weihnachtsverschenkeklassiker finde ich auch selbstgebackene Plätzchen. Dafür braucht man Zeit, Backzutaten, einen Ofen, eine schöne Dose als Verpackung und Gaffa Tape, um die Dose zu schließen und das Geschek vorm „Selberaufessen“ zu schützen.

  3. Andreas 19. Dezember 2013 zu 13:11 #

    „über ‚was mit Friedhöfen‘ freuen sich die meisten Grufties“

    LOL Das werde ich mir merken! 😉

  4. Eulchen 19. Dezember 2013 zu 22:08 #

    Kreativ, muss man sagen…….wäre nie auf die Idee gekommen einen Gutschein für einen Friedhofsbesuch zu verschenken……aber coole Idee 🙂 🙂

    Uns bleibt der Geschenkewahnsinn erspart, fällt auf meinen Wunsch hin aus. 🙂

  5. Pooly 20. Dezember 2013 zu 06:48 #

    Was Fotobearbeitung angeht. Es ist jetzt vielleicht nicht die allerbeste Lösung für den Fotofachmann, aber man kann bei einem großen Fotodruck-Service seine Bilder auf „alt“ trimmen lassen oder gleich seine Instagram-Facebook-Bilder importieren: http://retrodesigner.fotoparadies.de

    Also kostenlosen Fotoeditor für den Mac kann ich noch FotoR empfehlen: http://www.fotor.com/mac/index.html

    Ansonsten schon einmal eine gruftiges Fest 😉

  6. Anna Noctis 20. Dezember 2013 zu 14:13 #

    Ian, bastelst du mir auch so ein schwarzes CD-Buch? 😀 😀

  7. Shan Dark 21. Dezember 2013 zu 17:16 #

    @Ian: Klingt tatsächlich bisschen nach traurigem Dasein, die CD so ganz ohne Hüllen. Aber das „schwarze CD-Buch“ würde ich auch gern sehen, wenn es fertig ist… 😉

    @Nadja: Merci für die Ergänzung – stimmt, selbstgemachte Leckereien kommen auch immer gut an. Generell finde ich etwas Kreatives als Geschenk auch immer schöner und ja, auch das braucht Zeit und ist je nachdem nicht unbedingt was für die letzte Minute. Ich fange aber z.B. heute mit meinen Basteleien erst an.

    @Pooly: Danke Dir für die Tipps, den Fotoeditor für Mac habe ich mir gerade angesehen – cool!

  8. Madame Bathory 24. Dezember 2013 zu 22:56 #

    Ein Freund von mir hat mir dieses Jahr ein ca. 5 Kilo schweres, gusseisernes Kreuz geschenkt, das er bei einem Rundgang über einen seit längerer Zeit verlassenen, sehr abgelegenen Bauernhof gefunden hat. Seltsamerweise lag das Kreuz im Wohntrakt, in einem sonst leeren Zimmer mitten auf dem Fußboden… Somit kam das Teil sowohl meiner Vorliebe für alte Dinge als auch der für merkwürdige Geschichten entgegen. Und gekostet hat es nix 😉

    Die Idee zum „Music-in-the-Mix“ ist echt cool. Ich überlege gerade, ob man das nicht auch mit Ians CD-Buch kombinieren kann.

    Ich wünsche allen hier noch schöne Feiertage und ein gutes neues Jahr!

  9. solitary_core 27. Dezember 2013 zu 23:08 #

    hm … gibt sicher das eine oder andre Origami oder Papercraft, das man hier noch mit einbauen könnte , je nach Zeitplan und Materialien 😀

    Mixtapes zum verschenken is immer gut, oft bekommt man dadurch auch neue Impulse und oder Stile zu höhren die man sonst ausser Acht lassen würde, einen solchen Tape verdanke ich zb die Bekanntschaft mit EBM, als Techno-Jünger hatt man damit ja weniger zu tuen ohne ‚Einführung‘ =P

    hm wenn man gerade in Fahrt is kann man auch zb ne Kerze selber gießen und individuell verfeinern, die SandKerze zb könnte man zb sehr schön mit dem letzten Strandsand realisieren.

    http://www.kerzen-giessen.ankesatelier.de/

    wenn dann etwas mehr Zeit hast könnteste auch Seifen selber machen, allerdings is hier etwas mehr Vorbereitung von Nöten und Fett einkochn und Natronlauge mache is sicher nich jederman’s Sache =P

    http://www.naturseife.com/naturseife_-_site_map.htm

    Wenn du selber geübt im Kerzengießen oder Seife machen bist kannst ja auch nen eigenen Einführungskurs via Gutschein zu Hause veranstalten, auch hier proftierst du und der Beschenkte, da ihr mit Sicherheit neue Eindrücke gewinnt, spannende Ideen und vielleicht sogar eigne Geheimrezepte entwickelt 😀

    (kann mir nich helfen hab grad nen Déjà-vu o.O )

  10. Shan Dark 28. Dezember 2013 zu 16:04 #

    @solitary_core: Coole Tipps, danke! Auch den gemeinsamen Kurs daheim mit Geheimrezepte schmieden… super und diese Sandkerze finde ich klasse. Sehr gute Anleitungen auf der Seite.

    Seife selbermachen wäre mir als Chemie-Depp zu schwierig. Ich würde mich mit der Zusammensetzung gewiss vertun und dann ätzt es mir die Haut weg, wenn ich mich damit einseife. Außerdem muss ich bei Seife machen immer an „Fight Club“ denken… 😉

  11. Luna84 1. Februar 2014 zu 19:25 #

    Ja, also ich bin für das Fotoalbum! Das habe ich meinem Freund vorletztes Jahr zu Weihnachten geschenkt. Da hat er sich riesig gefreut. Noch mehr hat er sich dann aber letzte Weihnachten über den selbstgemachten Kalender von mir gefreut 🙂

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