Proud to be a Goth

10 Gründe Gothic zu sein

Schön hier, in der schwarzen Szene! Aber warum eigentlich? Ich habe heute mal meine 10 ganz persönlichen Gründe aufgeschrieben, warum ich mich schon seit vielen Jahren in der schwarzen Szene so wohl fühle.

1. Anderssein können: Das bin ich von innen heraus, in meinem Geschmack, oft im morbiden Humor, auch im Denken und mit meinen Ansichten. Vom Äußeren her manchmal mehr, manchmal weniger deutlich. Ich schätze es, sehr individuell sein zu können und trotzdem ein Zusammengehörigkeitsgefühl mit Gleichgesinnten zu spüren.

2. Die Farbe Schwarz: Meine Garderobe ist zu 90% schwarz – ich mag keine andere Farbe an mir lieber. Zudem macht schwarz schlank ;-), ist mit allen anderen Farben kombinierbar (wenn ich es denn wöllte), für Business und Freizeit gleichermaßen geeignet und hat nur in zwei Situationen Nachteile: bei 40°C im Sommer und bei Katzenhaaren!

meine-schwarze-Garderobe

Mein offener Kleiderschrank ist leicht monofarblich 😉

3. Geld spielt keine Rolle: Wenn die Welt voller Gothics wäre, würde vermutlich die Weltwirtschaft zum Erliegen kommen. Klar brauche ich auch mal was Neues zum Anziehen, einen fahrbaren Untersatz und (teures) Make-up für den blassen Teint. Ich kann mich dem Konsum leider nicht verschließen. Aber Marken(produkte) und Statussymbole wie ‚tolle-teure‘ Autos oder Diamantschmuck sind mir total schnuppe. Die neuesten Manolo Blahniks oder ein BMW-Cabrio würden in unserer Szene gar nicht gewürdigt werden, so wie man andere Menschen auch nicht mit einer handgeschmiedeten Grablaterne oder durch das Vorfahren im Leichenwagen begeistern kann. Geld spielt insofern also keine Rolle, als dass es mir bei anderen egal ist, wie viel sie für ihr neues Auto ausgegeben haben oder ob sie daheim auf einer teuren Kloschüssel von Villeroy & Boch sitzen. Es beeindruckt und beeinflusst mich nicht in meiner Einstellung zu ihnen. Wie alle anderen Gothics, die ich kenne, beurteile ich Menschen nicht nach Habitus, Verdienst oder Status – sondern danach, wie sie sind.

4. Stil jenseits von Trends: Die Laufstege sind mir egal, Dolce & Gabbana auch. Ob die halbe Welt plötzlich Tunikas und wieder Stiefel im Sommer trägt – ich kümmere mich nicht drum. Ich hab meinen eigenen Stil entwickelt und der Mode hinterher zu hecheln kann ich nur belächeln. Wie will man da seinen eigenen Stil finden oder bewahren?

5. Keep out! Fussball, BILD, Hitparade, TV-Programm, Mein-Haus-mein-Auto-mein-Boot, Stars & Sternchen, Skiurlaub, Golf, Aktiengeschäfte, Männer-Frauen-Stereotypen, Robinson Clubs… damit muss ich mich als Gothic nicht beschäftigen. Das sind einfach keine Themen bei uns – wie herrlich!

me-20146. Unendliches, düsteres Universum: Gothic als Genre und alles was „darin“ steckt ist extrem facettenreich und kommt mir vor wie ein unendliches Universum. Ganz oft entdecke ich etwas interessantes Neues oder bis dato völlig Unbekanntes oder miteinander Verzahntes, egal ob in der Gothic Literatur, Musik, Mode, Geschichte, in Filmen oder an skurrilen Orten. Auch wenn es vielleicht so scheint, als würden wir uns nur mit toten Dingen beschäftigen – es ist und hält mich ganz schön lebendig!

7. Abschreckungsfaktor: Meistens bin ich ein ziemlich netter Mensch. Aber es gibt da draußen auch Leute, die einem gepflegt auf den Geist gehen können, einen ungefragt zutexten oder den „Wachturm“ in die Hand drücken wollen. Sieht man aber anders oder schräg aus, ist die Hemmschwelle zum Ansprechen schon mal größer und die Nervrate geringer.

8. Party bis ins Grab: Grufties bleiben länger jung 😉 – sounds funny, aber ist die Wahrheit. Als „Beweis“ bitte folgende Frage beantworten: Welcher „Normalo“ geht mit 35+ noch in die Disco (wohlgemerkt: wir reden nicht von Tanzabenden, Ü30-Parties oder Oldie-Nights)? Ältere Gothics können auf Dark Parties gehen ohne dabei peinlich zu wirken. Ohne dass mir die Jüngeren den ganzen Abend einen bedauernswerten Gammelfleisch-Blick zuwerfen. In dieser Szene kann ich alt werden und gleichzeitig jung bleiben.

9. No drugs: Party ja, Drogen nein. Mit Drogen meine ich nicht Alkohol und Zigaretten, sondern die wirklich heftigen Sachen wie Heroin, Kokain, Crack, Crystal, LSD… Für mich sind Drogen mit das Schlimmste, was die menschliche Zivilisation hervorgebracht hat, deshalb reagiere ich an der Stelle auch sehr radikal. Denn Drogen lassen Menschen zu Müll und Abfall mutieren – bei lebendigem Leibe und Geiste verrotten. In der Gothic-Szene und meinem Umfeld kannte und kenne ich niemanden, der „sich mal was einwirft“ oder „drückt“. Eine weitestgehend drogenfreie Szene (mal abgesehen von einigen Musikern früher) und der rationale Hauptoberlieblingsgrund, warum ich mich in ihr so wohl fühle.

10. Werte und Miteinander: Ich schätze das rücksichtsvolle, friedliche und doch recht höfliche Miteinander der Gothics untereinander. Man wird nicht angepöbelt, nicht runtergeputzt, nicht geschubst beim Tanzen und fällt einer mal beim Pogen oder Moshen aufs Parkett, dann wird ihm aufgeholfen. Rumgröhlen, Saufgelage oder Randale gibt es bei uns nicht oder nur sehr selten. Wir haben Stil und können uns „benehmen“ – das unterscheidet die schwarze Szene von vielen anderen und macht sie so angenehm.

Jetzt will ich natürlich wissen: Wie ist das bei euch? Ähnlich oder habt ihr ganz andere Erfahrungen und Beweggründe? Weshalb seid ihr gern in der schwarzen Szene?

4.32 avg. rating (86% score) - 19 votes

Einfach Dranbleiben!

Skurriles, Düsteres, Morbides im Abo! Vernetze Dich mit dem schwarzen Planeten & Shan Dark:

,

139 Responses to Proud to be a Goth

  1. Neo Vg 24. Oktober 2014 zu 15:48 #

    @ -jl- Heya! Der -jl-, mit dem ich schon öfter (Köln, WGT, München) die Party teilen durfte, mit dem ich eine gemeinsame Freundschaft im schönen Österreich habe und der, wie ich weiß, auch mit deutlich mehr Durchblick gesegnet ist als die meisten? 🙂
    Wenn ja, dann auch schon, mal wieder was von dir zu hören und vielen Dank für das positive Feedback! 😀

  2. Neo Vg 24. Oktober 2014 zu 15:51 #

    @ Markus: Du hast meinen Beitrag leider nicht verstanden. Aber sowas von nicht. Ich unterstelle nicht Shan Dark Lügen, sondern der ganzen Szene einen andauernden Selbstbetrug, der sich teilweise nur noch schlicht und einfach als Lüge bezeichnen lässt. Wer meine Erfahrungen nicht gemacht hat, ist entweder noch nicht lang dabei, hat sich nur in einem sehr kleinen Umfeld bewegt, die letzten Jahre unter einem Stein gelebt oder ganz einfach weggesehen.

    Du hast noch keinen einzigen Grufti kennengelernt, der Heroin oder ähnliche von mir genannte Drogen nimmt? Wie kommst du zu dieser Aussage? Meinst du, in einer nach außen hin so drogenfeindlichen Szene haben das die Leute auf die Stirn geschrieben? Ich habe selbst zuerst nur durch meine Kontakte zu Bands davon erfahren und so richtig schlussendlich erst, als die Leute gesehen haben, dass ich Ahnung von dem Thema habe, dem neutral bis positiv gegenüberstehe und siehe da: Plötzlich kamen die „Geständnisse“ von allen Ecken und Enden. Und nein, Konsument A weiß in der Szene meist auch nichts von Konsument B.

    Deshalb habe ich mich hier mitgeteilt, weil ich sehe, wie solcher Selbstbetrug der Szene schadet und je mehr Leute das Maul aufmachen, desto eher werden auch Leute wie du ihre Scheuklappen fallenlassen, sich etwas genauer ansehen, was mancherorts so abläuft und einen sinnvollen Umgang mit solchen Themen beginnen, der nicht mehr auf Geheimnisse und Stigmatisierung hinausläuft, sondern auf kritische Auseinandersetzung und gegenseitige Hilfe.

    Und natürlich definieren Menschen die Szene unterschiedlich. Teilweise definieren sie sie halt so, wie sie einfach nicht ist und das ist ein generelles Problem. Teilweise definieren sie sie auch so, wie es früher nicht der Fall war und halt meiner Meinung nach ein Problem ist.

    PS: Es ist sooooooooo gut, jetzt in einer Szene zu sein, die Alkohol zu großen Teilen ablehnt und einen sinnvollen und offenen Umgang mit bewusstseinserweiternden Substanzen betreibt. So friedlich und familiär, eine internationale Gemeinschaft, wie ich sie mir zuvor gar nicht vorstellen konnte. <3

  3. Vivi 24. Oktober 2014 zu 15:57 #

    Also, komplett „drogenfrei“ ist die Gothicszene sicher nicht…

    Leute, die Alkoholprobleme haben, habe ich des öfteren angetroffen, und auch den ein oder anderen, der mit Kokain oder Ähnlichem zu tun hat oder zumindest hatte.

  4. Robert 24. Oktober 2014 zu 19:19 #

    @Neo VG: Was ich nicht so sehr mag, sind Verallgemeinerungen. So wie du der Szene Selbstbetrug vorwirfst, warst du selber eine lange Zeit ein Teil von derselben ohne die heutige Einschätzung zu teilen. Vermute ich jedenfalls. Vielleicht kann man sogar Dir Selbstbetrug vorwerfen, denn offensichtlich hast du schlechte Erfahrungen gemacht, die Dich zu einem Statement bewegt haben um den „anderen“ die Augen zu öffnen. Aufgrund dieser Erfahrung wirfst du Grufties, die Du gar nicht kennst, Selbstbetrug vor.

    Ich möchte aber ein paar Punkte von Dir aufgreifen:
    Im letzen Kommentar schreibst du „einen sinnvollen Umgang mit solchen Themen beginnen, der nicht mehr auf Geheimnisse und Stigmatisierung hinausläuft, sondern auf kritische Auseinandersetzung und gegenseitige Hilfe.
    Nicht nur Shan_Dark, auch andere Schreiberlinge der düsteren Fraktion setzen sich kritisch mit Inhalten und Verhalten der Szene auseinander. Marcus ist beispielsweise Verleger des „Pfingstgeflüsters“ das sich durchaus auch kritisch mit Szene-Inhalten auseinandersetzt.

    Zu 1.:) Gothics, so meine Erfahrung, sind Querschwimmer. Aussteiger-Mentalitäten trifft man seltener in der Szene eher eine Form von Klein-Rebellion, die aber durchaus und sehr häufig mit Aktivismus verbunden ist. Letztendlich bleibt doch die fast schon philosophische Frage im Raum: Was ist Andersartigkeit? Ich denke, dass definiert jeder nach seine Maßstäben. Was du meinst erscheint mir eher nach „dagegen sein“. Und natürlich gibt es in jeder größeren Szene auch einen Mainstream der einfach dadurch entsteht, dass viele Menschen das Gleiche machen und dadurch das Gefühl der Andersartigkeit verloren geht. Irgendwie.

    Zu 3.:) Ich stimme Dir in soweit zu, dass die Kommerzialisierung der Szene zugenommen hat. Immer mehr Händler bedienen eine immer größere Nachfrage oder erzeugen eine solche. Gerne auch mit Hilfe von Künstlern und anderen Zugpferden. Doch ich denke nicht, das Shan Dark das gemeint hat. Sie spielt eher darauf an, dass es weniger Profilneurotiker gibt, die sich selbst über Statussymbole profilieren. Und ja, diesen Eindruck habe ich bei dem Teil der Szene, mit der ich mich umgebe, auch. Und ja, eine große breite Masse der schwarzen Einigkeit definiert sich genau darüber. Oder über einen ausgefallenen Musikgeschmack, über die eigenen Nähkünste, die wenigsten Klamotten, den höchsten Turm, die aufwendigsten Schminke. Aber das ist Shan Dark (und mir übrigens auch) im Grunde egal.

    Zu 4. Und 5.) Ich verstehe Deine Kritik nicht ganz. Unterwerfen wir uns nicht alle irgendwelchen Trends? Etwas zu machen weil es ein anderer macht und der es macht weil es ein anderer vor ihm gemacht hat ist doch schon ein Trend. Etwas auf Teufel komm raus nicht zu machen, weil es andere machen, ist sinnlose Rebellion. Die Gothic-Szene ist eine Szene, die sich auch über das Äußere definiert. Von wegen Schwarz und so. War immer schon so, bleibt auch so. Man kann nicht eine Begebenheit kritisieren, die zur Szene dazugehört. Du bist „raus“ weil das nicht mehr „deins“ ist. Okay. Aber jetzt darüber zu meckern, das es so ist (oder war), erinnerte mich an militante Nichtraucher oder an die, die an eine belebte Straße ziehen und sich dann darüber beschweren, wie laut sie ist. Ergo: Natürlich folgt man auch Trends, wenn man äußerlich in die Szene eintaucht, man lässt lediglich die Trends einer noch breiteren Masse hinter sich, die Trends, die vielleicht als „laut und bunt“ definiert werden könnten.

    Zu 6.) “Immer öfter hatte ich den Eindruck, dass es viel mehr um den Schein geht, jedoch der Mut fehlt, einen Schritt weiterzugehen.“ Ganz meine Meinung. Mehr Tiefe, weniger Oberflächlichkeit. Eine schwere Angelegenheit, aber durchaus möglich. Mir fällt innerhalb der Szene eines positiv auf: Die Bereitschaft genau das zu tun und das „Verstehen“ genau dieses Wunsches. Das finde ich außerhalb eher nicht.

    Zu 7.:) Die Geister, die wir riefen. Stimmt, wir buhlen um Anerkennung und Verständnis und wenn es dann da ist, fühlen wir uns nicht mehr wohl. Noch gibt es aber einen Abschreckungsfaktor und tatsächlich bekomme ich im Supermarkt nie Pröbchen angedreht. Es ist an uns diesen zu retten. Auch ich habe dazugelernt und spiele nicht mehr den Erklärbär und relativiere unser „Dasein“.

    Zu 9.): Sehe ich wie Shan Dark. Ich erkenne innerhalb der Szene keine erhöhte Bereitschaft Drogen zu nehmen, habe noch nie in einem schwarzen Tempel oder auf einem Festival etwas „angeboten bekommen“ und Alkohol wird entweder gar nicht oder in kleineren Mengen konsumiert. Da mag es regionale Unterschiede geben (vor allem in Ballungszentren oder Großstädten), aber für mich zeigt der Trend eher deutlich gegen Drogen, auch wenn das Kiffen in den letzten Jahren ein wenig zugenommen hat (meinem Gefühl nach). Hier auch wieder: Vielleicht betrügst du dich mit Deiner Wahrnehmung?

    Zu 10.): Ich habe unzählige male Nazi-Ästhetik, Uniformen und ähnliche grenzwertige Dinge offen und öffentlich kritisiert. Ich kenne da übrigens eine ganze Menge Leute die das genauso handhaben. Ich könnte sagen: Ein glatte Lüge. Mach ich aber nicht, weil das einen negativen und persönlichen Beigeschmack hat.
    “es sich aber nicht trauen zu sagen, da die Szene für sie die einzige Familie und das einzige Zuhause ist, das sie haben und sie schlichtweg Angst haben, ausgestoßen zu werden.
    Komisch, ich habe genau den gegenteiligen Eindruck. Wenn ich mit jemandem offen über etwas reden kann, dann eher mit Szenemitgliedern als mit „Außenstehenden“ – ich habe eher im Alltag den Eindruck mit meinem Ansicht ausgestoßen zu werden. Wie bereits erwähnt – alles ein Frage der Sichtweise. Nicht, dass ein falschen Eindruck entsteht: Trotzdem finde ich Deinen Kommentar super, endlich mal wieder anständig diskutieren. 🙂

  5. Neo Vg 24. Oktober 2014 zu 23:00 #

    @ Robert: Genau das will ich damit, Diskussionen anregen und dazu muss man sich auch mal ein bisschen der Polemik bedienen. 😉

    Natürlich habe ich bei den von mir angesprochenen Kritikpunkten auch selbst mitgemacht und natürlich gehört mein Umgang mit den Themen auch zu meiner eigenen Verarbeitungsstrategie. Trotzdem möchte ich vor allem eben Dinge aussprechen, die ich jahrelang immer wieder unter vorgehaltener Hand gehört habe, sowohl von Leuten innerhalb der Szene als auch außerhalb, also quasi Ehemaligen.

    Auch das sprach ich mit meiner Kritik an Punkt 10 an: Ich habe zu oft beobachtet, wie das Miteinander nur Schein war und die Leute das auch wussten, aber dennoch nach außen hin die Illusion aufrechterhalten wollten. Ein bisschen wie bei einer Sekte (Subkulturen und Sekten haben durchaus Parallelen, vor allem dass sie Menschen ein Zuhause bieten): Man weiß durchaus, dass vieles nicht passt, will aber trotzdem ein positives Bild aufrecht erhalten, was dann unter anderem zu – meiner Meinung nach eben unreflektierten – Texten wie dem obigen führt. Das erweckt halt auch in Neulingen einen falschen Eindruck: Die Außenseiter, die mit denen niemand in der Klasse etwas zu tun haben will, die nie cool waren, kommen voller Hoffnung in die Szene, erfahren aber dort die gleiche Ablehnung wie außerhalb auch, werden genau so oder vielleicht sogar noch schlimmer Opfer von Geläster.

    (Selbiges passiert übrigens auch dort, wo ich jetzt bin: Festival-Aftervideos zeigen meist eine bunte heile Hippiewelt voller Kultur, jedoch nie die tagelangen Drogenexzesse und die gefallenen Seelen, gegen die eben sogar ein Goth nur das Abziehbild der Düsternis ist. Ich bin also durchaus nicht der frisch gebackene Nichtraucher, sondern beobachte meine Umgebung sehr genau, sowohl die frühere als auch die jetzige.)

    Also wie gesagt, das ist mir ganz wichtig zu Punkt 10: Ja, es gibt natürlich offene Kritik und ja, ich habe verallgemeinert, aber ebenfalls ja, ich habe bisher auf jeden meiner Rants auch Dank und Zuspruch in Form privater Nachrichten erhalten und dabei wurde eben immer wieder erwähnt, dass die Szene für diese Leute ein Zuhause ist und oft eben das einzige, das sie haben. :-/

    Noch zu den restlichen Punkten:

    1. Mir ist es eigentlich egal, dass es einen szeneinternen Mainstream gibt und auch, dass einige immer dagegen sind, egal um was es geht. Mir geht es einzig und allein um darum, dass immer so darauf herumgeritten wird und das quasi als Argument für eine Überlegenheit gegenüber dem Mainstream benutzt wird. Gut, nicht immer, manche nehmen es auch mit Humor: „Ach schau, 20.000 Individualisten, die alle gleich aussehen“. 😉

    3. Es kann sein, dass die Profilneurotiker auch nur besonders deutlich auffallen, weil eben so viel mit Äußerlichkeiten gearbeitet wird. Ich denke, nirgends sonst gibt es mehr „Models“ und „Fotografen“. 😉

    4. & 5. Siehe oben.

    6. Hmja, da spreche ich jetzt halt aus der Sicht, dass ich inzwischen ganz andere Erfahrungen, also weiter- und tiefergehende gemacht habe. Das bleibt halt vom „unendlichen, düsteren Universum“ nur ein „naja, ganz nett“ übrig. Das wäre an sich kein Problem, wenn halt nicht wieder dieses Dinge mit der damit argumentierten Überlegenheit wäre: „Das finde ich außerhalb eher nicht.“ Ok, da ist ein „eher“ drin, aber ansonsten zeugt es eher (;)) von einem eingeschränkten Horizont. Ich dachte das ja auch oder habe es mir eingeredet (Ok, als Bruno Kramm vor Jahren in der Halle des unendlichen Kommerz am WGT ein TV-Interview gab und über „die viele Literatur“ sprach war das schon eher lächerlich), sah mich später um und fand ein Musik-Subgenre, das den Anspruch hat, „die Atmosphäre eines verwunschenen Walds bei Nacht, voll mit Geistern, Kobolden und Irrlichtern“ zu erzeugen, passenderweise „Forest“ heisst und sackzement, einen so viel krasser mit dem ganzen Bewusstsein in diese Welt verschickt als das ganze unendliche, düstere Universum zuvor. O_o

    7. Das war auch eher so minor critic. 😉 Ist halt ein bisschen doof, einerseits zu provozieren, andererseits zu whinen, dass man nicht gemocht wird.

    9. Ich sprach definitiv nicht von „erhöhter Bereitschaft“. Die ist tatsächlich IMO vergleichsweise gering, aber halt weit entfernt von „no drugs“. Es läuft halt unter dem Radar. Man bekommt nichts angeboten, aber das ist anderswo genau so. Aber die Leute fragen durchaus nach, wie ich eben auch erst in den letzten zwei Jahren so richtig realisiert habe. Äh und nein – meine Wahrnehmung ist da ziemlich objektiv, wenn es darum geht, dass ich aktiv angesprochen werde. 😉

  6. Vivi 25. Oktober 2014 zu 16:18 #

    Ich greife jetzt mal das Zitat einer Freundin auf: „Letztlich ist jeder nur er selbst.“

    Meine „aktiven Zeiten“ sind allmählich vorbei, auf Parties gehe ich kaum noch, und auch ansonsten hat Gothic bei mir nicht mehr den Stellenwert, den es mal hatte.

    Dennoch mache ich die Erfahrung, dass von den Zeiten, die ich in der Szene verbracht habe, etwas „hängengeblieben“ ist – solche Dinge wie „zu sich selbst zu finden“ und das dann auch nach außen zu zeigen, egal was andere Leute darüber denken. Dinge kritisch zu hinterfragen und nicht alles einfach ungefragt zu übernehmen.

    Was das Thema „Freundschaft“ angeht bin ich in der Szene leider nicht so „fündig“ geworden. Meine Erfahrung war, dass doch jeder eher mit sich selbst beschäftigt war und daher kein wirklicher Austausch zustande kam. Nette Gespräche, nette Begegnungen – ja. Tiefe Freundschaften – eher die Ausnahme.

  7. Ph.Schaab 28. Dezember 2014 zu 14:28 #

    Ein schönes statement. Bin selber stark von der schwarzen Szene geprägt worden und fühle mich der Musik und der Lebenseinstellung nach wie vor verbunden. Mein Eindruck von der „Szene“ aber ist zwiespältiger. Für mich sind die Goten auch nur Menschen, nicht besser oder schlechter und auch nicht zwingend interessanter als andere zweibeinige Kreaturen. Dieses „Szenegefühl“ empfinde ich daher nicht, auch wenn ich nach wie vor mit vielen Menschen aus dem Umfeld der Szene freundschaftlich verbunden bin, mich schwarz kleide etc. Ich kann manches bestätigen, was du schreibst, aber was ich auch beobachtet habe sind Phänomene wie: Arroganz und Elitismus, Einbildung statt Bildung, oberflächlicher Gothic-Lifestyle mit vieeel Lack, Leder, Totenschädeln und Kajal, der aber letztlich nicht weniger kosumistisch ausfällt, als bei den Stinos und sich im Klischee erschöpft. Leider sehe ich auch eine gewisse Verflachung des musikalischen Niveaus: Bands, die mit 0815-EBM Beats, billigen NDH-Rammstein-Immitationen und stereotypem Gothic-Metal abgefeiert werden.

    Die Szene spielt daher für mich keine so große Rolle mehr, aber ich merke natürlich immer wieder, dass ich mit Menschen, die aus dieser oder der Metal-Szene kommen, etwas schneller und besser ins Gespräch komme, als mit anderen. Es gibt doch ein paar Erfahrungen, Empfindungen und Neigungen, die uns verbinden und das immer wieder neu zu entdecken, ist was schönes.

  8. Shan Dark 29. Dezember 2014 zu 17:57 #

    @Ph.Schaab: Auch ich habe nicht nur positive Eindrücke von der schwarzen Szene und die geschilderten 10 Punkte sind auch schon 3 Jahre alt. Dennoch findet man überall genügend Gemecker über und in der Szene, jede Menge Blogartikel und Foreneinträge über alles was Sch… an der Gothic-Szene, warum es heute schlechter ist als früher etc. Das hat mich irgendwann so genervt, dass ich die positiven Seiten als Gegendarstellung dazu aufschreiben wollte. Irgendetwas muss es ja sein, dass die Leute in der Szene hält oder sich in ihr herumtreiben lässt. Egal, wie intensiv man „drin“ ist oder nicht, ob man sie „lebt“ oder sich nur von dem bedient, was einem zusagt oder am nächsten kommt. So schlecht kann es also nicht sein. Auch wenn es die von Dir angesprochenen Kritikpunkte durchaus gibt. Sehe ich genauso. Bis auf die Arroganz, die aus meiner Sicht ein Stück weit zum Gotensein dazugehört (für mich zumindest ;)). Wie gesagt, es kam mir darauf an, mal das Anziehende, Schöne an der Szene hervorzuholen und aus meinem persönlichen Blickwinkel zu betrachten. Mir gefällt Dein Punkt, dass man mit Grufties und Metallern einfacher ins Gespräch kommt, weil es mehr Berührungspunkte und gemeinsame Themen gibt. Den habe ich noch vergessen. Alle 10 Punkte sehe ich noch genauso, hätte sie aber heute etwas anders formuliert/erklärt. Und es sind eben leider auch drei Jahre ‚zunehmender Verflachung‘ in der Szene vergangen, die ich selbst auch sehr bedauere. Doch das ist ein subjektiver Eindruck, den man gewinnt, wenn man lange dabei ist und der einen nur stört, wenn man selbst etwas mehr Tiefe erwartet. Verflachung kommt auch durch die Masse und die Masse kommt durch die leichte Zugänglichkeit mit der man heutzutage schnell mal „auf dark gehen“ kann.

    Wichtig ist für die Szene aus meiner Sicht, sie wieder stärker mit Inhalten aufzuladen, sich auszutauschen und gegenseitig düstere Entdeckungen, Skurrilitäten, Musik, Geschichte, Literatur näher zu bringen. Kritik durch Taten sozusagen.

  9. Eine trauriger Seele 29. Dezember 2014 zu 21:03 #

    hallo zusammen

    irgendwie macht mir das angst. ich wollte mit 37 jahren die gothic Szene anschauen. aber wenn ich das hier so lese und auch in anderen foren, sollte ich das wohl lassen. ich habe eine gothic kennen gelernt im Internet und nach sehr langen Gesprächen usw. sagte sie nur das ich in der gothic Szene gut aufgehoben wäre. Sie ist nach Frankreich gezogen und somit wird es schwer mich mit ihr zu treffen 🙂 nu bin ich gerade am zweifeln. also ich trage schwartz ja aber net so wie die gothics usw. ist halt ein einfacher stil den ich trage. ich mag aber den stil von den gothics.ob ich jemals so rum laufen werde, keine Ahnung. vor allem weil das auch nicht recht billig ist. ich kann nicht schneidern und ich kenne auch niemanden. naja kann ja noch kommen. das was ich hinkriege sind knöpfe anbringen das wars 🙂 ich habe lange haare und habe so einige Szenen durch. die letzte wo ich war, war die goa und Neuzeit hipi Szene. ich bin nur zu dunkel für die Szene 🙂 war auch mal punk, Metaller usw. auf jeden fall sind die mir alle zu oberflächlich die Szenen oder zu politisch usw. obwohl ich von den ganzen Szenen wo ich drin war die musik immer mochte. alles andere war mir schon immer egal wie wer aussieht usw. das herz sollte am richtigen fleck sein und man sollte sich auch austauschen können. da mich fast alles irgendwo interessiert, hat man mit mir viel zu reden, bzw philosophieren 🙂 nu frage ich euch hier mal im ernst, wo trifft man richtige gothics, den es egal ist wie wer aussieht, Hauptsache schwarze Klamotten an hat und halt sein herz am richtigen fleck. So wie die 10 punkte sind, die du so schön beschrieben hast. Den so ne menschen suche ich. ich könnte noch so viel mehr über mich schreiben, aber das werde ich machen, wenn mich jemand wirklich kennen lernen will. weil das bin ich zur zeit. eine sensible, traurige, einsame seele. die nach frieden sucht. Und daher sehr vorsichtig ist. wahrscheinlich zu vorsichtig 🙂

    MFG Eine traurige Seele

    Rechtschreibfehler sind so einige drin und groß, Kleinschreibung habe ich auch nicht drauf. dabei lese ich echt viel 🙂

  10. Vivi 30. Dezember 2014 zu 15:07 #

    @traurige Seele: Ich glaube nicht dass es bei den Gothics großartig „gefährlicher“ ist als im restlichen Leben auch…

    Guck´s Dir an, bild´ Dir Deine Meinung, und dann entscheide, ob es für Dich etwas ist oder nicht…

    Was mich nur damals ziemlich enttäuscht hat: Die „Szene“ nahm für sich einen gewissen „Tiefgang“ in Anspruch, und ich habe dann letztendlich doch recht viel Oberflächlichkeit kennengelernt.

    Aber das „Paradies auf Erden“ gibt es nunmal nicht ;-).

  11. Eine traurige Seele 30. Dezember 2014 zu 19:03 #

    hallo vivi

    das glaube ich auch nicht, das es bei der schwarzen Szene, gothic Szene gefärhlicher ist als anders wo. ich dachte halt von den Geschichten her (von der oben genannten Person und der musik her, alleine die texte) das die gothic Szene vom inneren her nicht so oberflächlich ist. ich werde mir auf jedenfall meine Meinung bilden, sonst wäre ich ja ein normalo 🙂 aber unter normalos gibt es tolle menschen, die sehr tollerant sind. eigentlich in jeder Szene oder Kultur. die auch ähnlich denken und fühlen. leider findet man die nicht so schnell oder sie wohnen am … der welt 😉 aber egal. einfach nicht aufgeben und alles wird gut oder auch nicht 🙂
    ich freue mich schon auf die dunkle Szene , gothic Szene. bin mal gespannt wie sie mit einem schüchternen, traurigen , einsamen und fast normal gekleideten alten Herrn umgehen 🙂

    ein guten rutsch wünsch ich euch allen hier

    mfg eine traurige seele

  12. Vivi 30. Dezember 2014 zu 21:50 #

    Man kann überall Idioten treffen – und auch nette Menschen ;-).
    Ich wünsch‘ Dir viel Glück und viele nette Begegnungen!

  13. Ph.Schaab 30. Dezember 2014 zu 22:21 #

    @Shan Dark: Danke für die schnelle Reaktion! 🙂 Ich denke halt, dass die Szene inzwischen so in die Breite gewachsen und mit anderen Subkulturen überlappt ist, dass sich kaum noch echte Gemeinsamkeiten formulieren lassen. Ich habe mich nie als „Goth“ oder „Grufti“ angesehen, das war mir nicht wichtig, obwohl mich außenstehende sehr wahrscheinlich so eingeordnet haben und ich auch immer noch tendenziell so aussehe. Und das einzige, was wirklich alle Akteure der schwarzen Szene heute noch verbindet, ist die Vorliebe für die Farbe schwarz, aber damit hört es auch schon auf (und viel ist das auch nicht)…

    Meine Faszination für alles düstere und morbide ist nach wie vor vorhanden, aber ich habe es immer abgelehnt, dass zu sehr mit Szene-Codes zu verknüpfen, weil ich diese als einschränkend empfunden habe. Ich fühlte und fühle mich schon irgendwo noch der schwarzen Szene zugehörig, aber letzten Endes wollte ich mich da nie vollständig integrieren, auch wegen der Erfahrungen, die oben bereits beschrieben habe. Ich tue mich generell schwer mit Gruppenidentifikationen weil ich die milieuspezifische Abgrenzung nach außen als einschränkend empfinde (natürlich nicht nur bei den Goten), ich überschreite da einfach gerne Grenzen.

    Sicherlich hat meine Haltung zur Szene einfach damit zu tun, dass die Zeit, als ich noch Teil einer größeren „schwarzen“ Clique war, viele Jahre zurück liegt und selbst dort nicht so großes Szenegefühl vorhanden war. Wenn man über Jahre und über ein einigermaßen stabiles Netzwerk von Leuten innerhalb der Szene verfügt, dann ist das natürlich wieder etwas völlig anderes, eine andere Erfahrung.

    Was die Verflachung betrifft, da ist meine erste Gegenmaßnahme die Veröffentlichung meines Gedichtbandes („Gewitterdämmerung. Gedichte über Welt- und Sonnenuntergänge“, bitte merken ;-)) im Februar, den werd ich versuchen, auch der schwarzen Szene anzudrehen, vielleicht die Gedichte aus der Szene dann wenigstens wieder besser…
    Ich glaube halt nicht, dass sich Vermassung und Kommerzialisierung der Szene noch irgendwie stoppen lassen, dazu tragen die szeneinternen Produktanbieter selber bei. Mit den Klischees läßt sich halt Geld verdienen und die Musiker schaffen’s höher in die Charts. Der Gothic-Begriff ist heute für mich kaum mehr als ein Marketing-Label, so echt und eindrucksvoll wie die Plastik-Vampirzähne von XtraX und um sich ein stylisches Gothic-Outfit zu besorgen, brauchts heute nur ein paar hundert Euro, und schon ist man Elfe oder Fürst der Nacht. Viele Gothics wirken auf mich mittlerweile so Underground wie die kostümierten Mitglieder eines Karnevalvereins. Das nennt man dann wohl Verbürgerlichung, die Szene wird erwachsen.;-)

    Aber ich will hier niemandem was madig machen, gar nicht. Nach wie vor sind spannende Leute in der Szene und nach wie vor findet man dort interessante Musik, aber ein“Goth“ werd‘ ich in diesem Leben nicht mehr. 😉

  14. Ph.Schaab 30. Dezember 2014 zu 22:36 #

    PS: Und jetzt hör ich mir die neue Lakaien-Pladde an…

  15. Shan Dark 5. Januar 2015 zu 21:49 #

    @Ph. Schaab: Ich gebe Dir völlig recht in ziemlich allen Punkten! Vermassung lässt sich nicht mehr stoppen, schon deshalb nicht, weil es keine „Grenzen“ mehr gibt, die die Szene ‚verteidigt‘, falls Du weißt, was ich meine. Vermassung schafft auch Verwässerung. Aber das ist eben nicht bei allen so. Da in der schwarzen Masse gibt es auch noch einige Menschen mit Untiefen, morbiden und düsteren Vorlieben, die nicht auf Karneval machen. Ich kenne Vertreter beider Sorten, aber persönlich noch mehr diejenigen, bei denen es tiefer geht.

    Und auch ich hab mich nie von der schwarzen Szene derart vereinnahmen lassen, dass ich sie „lebe“. Da bin ich auch nicht der Typ für – ähnlich wie Du. Das würde mir zu eng und da ich der Meinung bin, man sollte immer neugierig bleiben, habe ich auch schon jenseits des schwarzen Tellerrands interessante Entdeckungen und Erfahrungen gemacht. Aber tief in mir bevorzuge ich das Vergängliche und Morbide, die Auseinandersetzung mit dem Tod und die Ruhe. Das alles kann man auch finden ohne in der schwarzen Szene zu sein, aber dort findet man am ehesten andere, mit denen man sich austauschen kann, weil man einfach ähnliche Interessen, Vorlieben und oft eine gleiche Grundstimmung hat. Natürlich muss man auch hier etwas nach den ‚passenden Leuten‘ suchen, aber so ist es überall.

    PS: Habe mir Deine Website plus Gedichte angesehen. Finde ich sehr gut und ansprechend. Vielleicht schaffe ich es mal auf eine Deiner nächsten Lesungen.

  16. Vivi 8. Januar 2015 zu 08:54 #

    Ein gutes neues Jahr allerseits ;-)!

    @traurige Seele: Wo wohnst Du eigentlich :-)?

  17. Eine Traurige Seele 8. Januar 2015 zu 17:13 #

    frohes neues und alles gute usw

    @vivi ich wohne in Hamburg und du?

  18. Vivi 8. Januar 2015 zu 19:22 #

    @traurige Seele:
    Köln :-)…
    – Eine Freundin von mir wohnt in Hamburg…
    Vielleicht laufen wir uns ja mal über den Weg, Du und ich ;-).

  19. Eine Traurige Seele 8. Januar 2015 zu 20:20 #

    @vivi

    das würde mich freuen. hier mal meine email Adresse seelentot@msn.com.
    wenn du dann in Hamburg bist kannst de mich ja mal anschreiben. dann können wir ja mal was machen. bring deine Freundin gleich mit und von mir aus noch ein paar mehr leute. kannst mich auch so mal anschreiben wenn de lust hast. jetzt sollten wir hier aber nicht kontakt Daten austauschen. da es hier ja um die 10 gründe geht 🙂
    mich können auch andere anschreiben über die email wenn sie lust dazu haben

    mfg eine traurige seele

  20. doomed forever 17. Januar 2015 zu 23:12 #

    Seit dem großen Scene-Splut anno 93-95, ist nichts mehr wie vorher…nein, in FFM wurde man als schwarze Seele belästigt, vorallen von Türken, stupide angemacht, provoziert, ja regelrecht durch die Viertel gejagt, weil man(n) anders ist – anders aussieht…und deswegen ja gleich „Satanist“ oder dergleichen ist, so der Gedankengang dieser Toastbrot IQ Fraktion…erbärmlich. Ferner, manchmal muss ich mich wirklich fremdschämen, wenn ich sehe, welches Volk hier in die Matrix läuft…einfach nur (noch) peinlich…sorry, mit „Gothic“ im Sinn des Wortes hat es absolut nichts mehr gemeinsam…genauso wenig wie Hardcore EBM, oder sagen wir besser: Techno, Rave…der Gasmasken Trend, sowie die ganzen Knicklichter, auch Cyber genannt – sorry Leute, das ist KEIN Gothic mehr ! Und, früher hatte man sich seine Sachen selbst zusammen geflickt, in Second Hand Shops gesucht, etc…es gab keine X-Tra-X Scheisse (pardon) gibt es zum Glück anno 2015 auch nicht mehr, EMP hat das Zeug gekauft – und es ist schon mehr als eine stupide Anmaßung, wenn man gedisst wird, nach dem Motto: Aeh…der Fummel den Du heute trägst, ist aber kein Aderlass oder Lip Service….solche Markenposer….habe zwar auch Klamotten davon, aber laufe nicht 24h damit herum…dafür sind mir die Sachen zuschade…bleibt noch anzumerken, das anno 2015 nichts mehr ist…wie es scheint…oder einmal war…mir zumindest kommt die schwarze Scene hierzulande nur noch wie ein einiger Poppclub e.V.
    vor, schaut man sich mal die Gestalten an, die zur Trixxe pilgern…peinlich, widerlich…nein, früher war einiges anders, manches wirklich -ernsthaft- besser…als heutzutage…zum Glück bin ich schon lange keine 25, 35 mehr….

    Carpe Noctem
    ~dF~

  21. Seele 18. Januar 2015 zu 00:28 #

    hallo zusammen

    noch ein Kommentar wo ich denke, das di Szene nix für mich ist…..
    habe auch nu ein paar kennen gelernt via Internet. leider noch nicht live und in farbe.
    aber wenn ich mir diese ganzen komentare so an höre und lese, kommt immer wieder dieser nette spruch: es ist ein höfliches des intresse.
    dann der spruch: über tot kann man sich ja unterhalten. aber wird er konkret, laufen alle weg.
    so viel ich weiß, soll es mal anders gewesen sein. leider verkommt jede Szene. ist traurig aber war. umso größer eine Szene wird, umso dümmer wird sie. vor allem wenn die von den medien auch noch gepuscht werden.
    aber zum glück habe ich schon mal 2 Personen getroffen im netzt die wirklich das leben was sie sind. eine davon erfrischt mein leben. die andere ist leider verschwunden. aber das sagte sie von anfang an zu mir. daher kann ich damit leben.
    aber ich denke das macht auch das alter. die ganzen kiddies wissen doch gar net mehr was gothic ist bzw. mal war. aber wie auch wenn keine von den erwachsenen sich mühe gibt und die richtigen werte vermittelt. so kann eine Szene nur verkommen. aber gut. so ist das halt. zum glück gibt es menschen da draußen mit den ich mich austauschen kann. mal schauen wie viele es werden. zum glück bin auch aus dem alter raus, wo ich mich einer Szene zu gehörig fühlen muss. mir sind die menschen wichtig und nicht eine Szene und in jeder Szene sind tolle menschen. man muss sie nur finden.

    mfg seele

  22. Vivi 18. Januar 2015 zu 13:09 #

    @Seele: Die, die das Leben erfrischt, bin wohl ich, wa ;-)?

    @doomed forever: Ich kann verstehen, dass Du gefrustet bist, wie viele andere auch. Aber macht´s das besser? – Es gibt so ´nen schönen Spruch: „Besser eine Kerze anzünden, als über die Dunkelheit zu klagen.“ 😉

    – Man kann auch „Goth“ sein, wenn man sich außerhalb der Szene bewegt. Wenn einen die Szene dermaßen „ankotzt“ – es zwingt einen keiner hinzugehen ;-).

  23. Seele 18. Januar 2015 zu 13:14 #

    @ vivi
    ja das bist du 🙂 die mich erfrischt.
    wollte es nur net so breit treten 🙂

    mfg seele

  24. Vivi 18. Januar 2015 zu 16:56 #

    @Seele: Kann ruhig jeder wissen ;-).

    @all:

    Ist doch wahr – die Entwicklung hat stattgefunden und lässt sich nicht mehr rückgängig machen.

    Deshalb bleiben aus meiner Sicht nur zwei Optionen: Entweder man bleibt in der Szene, sucht sich seine Leute zusammen und sch… auf den Rest, oder es kotzt einen alles dermaßen an, dass man sich komplett von der Szene lossagt und fortan nur noch sein eigenes Ding macht. So sehe ich das.

  25. Seele 18. Januar 2015 zu 17:05 #

    @vivi

    ok alles klar 🙂

    und zu dem rest gebe ich dir vollkommen recht.

    mfg seele

  26. Noire.Mari 18. Februar 2015 zu 18:13 #

    Diesen schönen Text kann ich nur 1:1 unterschreiben! SUPER GEIL! DANKE FÜR DEINE MÜHE UND TOLLEN ZEILEN!!!!

  27. doomed forever 24. Februar 2015 zu 01:10 #

    Für mich existiert die Scene nicht mehr wirklich, nach dem Split zwischen ca. 93-95….früher hatte man sich seine Klamotten noch selbst genäht, gebastelt sozusagen…sich auf der Straße gegrüßt, und nicht herablassend betrachtet von oben herab, wenn man mal einen anderen „Schwarzen“ oder Gothic Girl sah…auch von wegen „Schockfaktor“ da ist nichts mehr geblieben, heutzutage rennen doch fast alle, oder sagen wir extrem viele Randgruppen in schwarz herum, d.h. normalen Alltagschwarz, und selbst typische Sceneklamotten fallen unter diesem gar nicht mehr wirklich auf…und dann gibt es da solche abgehobenen, total arroganten, introvertierten Personen, die meinen etwas total besseres als alle anderen zu sein, die nicht laufen, sondern durch die Gassen & Straßen „schweben“, extremst aufgetakelt sind, und dann so erhaben tun & sich geben, als hätten sie das Wissen der kompletten Wikipedia und noch bis 4000 v.Chr. intus…sorry, solche
    Figuren kann ich nicht ab…peinlich einfach nur….nunja, andererseits bin ich froh, so „alt“ zu sein wie ich bin…denn das was z.B. hier zu einer bekannten Disse oftmals wandert, da kann ich mich oftmals nur fremdschämen…mit „Gothic“ hat das ungefähr soviel zu tun wie
    Elvis Presley mit melodic Doom-Death Metal…sad, but true…

    dF

  28. doomed forever 24. Februar 2015 zu 01:13 #

    @Vivi

    Wo Du Recht hast…. 😉 Naja, ich bin sowieso kein Herdentier, und mag keinen Gruppenzwang…ergo mache ich das, was mir am Besten gefällt…und das am Liebsten alleine.

    dF

  29. Vivi 25. Februar 2015 zu 06:03 #

    @doomed forever:
    Jeder so, wie er mag ;-).

  30. torben.wiencke 21. Mai 2015 zu 22:44 #

    Also ich finde die gothic so geil, man ist anders, es gibt oberhammer klamotten. und die musik ist das beste Gothic4ever

  31. Charly 26. Mai 2016 zu 12:39 #

    Ich stimme dir in vielen Punkten zu und finde es gerade unglaublich toll, den Blog hier gefunden Zu haben.
    Nur am letzten Punkt muss ich sagen dass ich leider auch sehr negative und unfreundliche Erfahrungen mit Goths gemacht habe. Ich bin nicht stark „in der Szene“ verankert, kenne recht wenige Gothics und bin mit meinem Sein eher ein bisschen für mich selbst. Das liegt weniger daran, dass ich keine Lust hätte sonder mehr, dass in meiner Gegend es einfach enorm wenig gleichgesinnte gibt. Und genau diese legen ein wenig höfliches miteinander an den Tag und sind dazu enorm oberflächlich. Ich kann mir keine Aufwändigen Klamotten leisten und zum nähen fehlt mir das Geschick, was heißt dass ich meistens gedeckt aber eben mit H&M ect. Klamotten rumlaufe. Dazu erdreiste ich mich tatsächlich manchmal, bunte Klamotten zu tragen und sogar offen zu sagen, dass das meine Lieblingsweste ist. Deshalb wurde ich von den örtlichen Gothics als „Poser“ und „Möchtegern“ beschimpft und „soll mich doch möglichst fern halten“.
    Klar ist mir bewusst, dass das nicht representativ für die gesammte Szene ist, aber leider gibt es eben auch solche Menschen. Solche Menschen machen es als außenstehenden leider echt schwer, gleichgesinnte zu finden…wobei ich inzwischen zu dem Schluss gekommen bin dass diese sowieso keine Gleichgesinnten sind.

    Aber genug Kritik: Der Text ist klasse und ich kann das von den wenigen größeren events wo ich war ( okay…dem einen größeren Event) und den paar Konzerten genau so unterschreiben.

  32. Vivi 28. Mai 2016 zu 10:32 #

    @Charly: Wo kommst’n Du her?

    – Für mich hat „Goth sein“ immer noch etwas damit zu tun in sich hineinzuhören, was da wirklich ist, und das dann auch nach außen zu tragen – egal, was andere darüber denken oder sagen. Eine gewisse innere Unabhängigkeit. – Andererseits ist der Mensch von seiner Natur her aber auch ein soziales Wesen und doch nicht so unabhängig von der Meinung anderer, wie er es sich vielleicht manchmal wünscht… Schwierig da für sich einen guten Mittelweg zu finden…

    Laß´ Dich nicht unterkriegen ;-).

    Lieben Gruß,
    die Vivi

  33. Shan Dark 29. Mai 2016 zu 13:01 #

    @Charly: Danke für Deinen Kommentar – freut mich! Ich betrachte das auch nicht als Kritik, sondern Du hast es eben in Deiner Umgebung anders erfahren als ich in meiner, meine Beobachtungen stützen sich auf die Mehrheit der Situationen, die ich erlebt habe. Sicher hatte ich auch schon unhöfliche Erlebnisse mit Gothics, aber die könnte ich an einer Hand abzählen. Und da stellt sich mir dann immer die Frage: Waren das überhaupt welche? Oder ist hier mehr Schein als Sein. Es gibt den ollen Spruch: „True Goth is from the inside“, den ich sehr mag. Vivi hat das in ihrem Kommentar noch einmal anders auch gut ausgedrückt. Sich zu verbiegen haben diese Menschen, die wie Du schon erkannt hast wohl auch keine Gleichgesinnten sind, dann auch nicht verdient. Wer nur nach dem Äußeren geht… oberflächliche Menschen sind mir zuwider. Mach dein eigenes Ding und ganz sicher wirst du auch irgendwann deinen Leute finden, die dich verstehen. Und wenn es dann nicht unbedingt Gruftis sind, nun ja, auch nicht schlimm. Hauptsache man ist sich gegenseitig eine Bereicherung. Für den gothikalen Austausch gibt es ja das Internet. 😉

    Liebe Grusels
    Shan Dark

  34. Orient 4. Januar 2017 zu 06:44 #

    Hallo zusammen,

    ich hab grade die 10 Gründe durchgelesen und mir sind da ein paar Fragen in den Sinn gekommen.

    In den Punkten 4 & 5 wird quasi alles verteufelt was nicht zur schwarzen Szene gehört und ich frage mich-Warum? Ich kenne Gruftis die sich für Fussball intressieren und auch Fernsehen gucken, wieso wird schlecht geredet? Ist Gothic nicht auch Mode?

    In Punkt 10 steht das man respektvoll miteinander umgeht. Gilt das auch für Leute die nicht deutscher Herkunft sind? Ich bin kein Türke, komme aus dem Orient und muss feststellen, dass viele Leute aus der schwarzen Szene eine Rechte Neigung haben-Wieso?

    Mfg Orient

  35. jl 4. Januar 2017 zu 14:37 #

    Hey Orient,

    Deine Frage nach dem wieso“ ist angebracht und Deine Einschätzung ist vor allem im Kontext Deutschland sehr richtig: Die Rechte Neigung ist sehr real und sie hängt auch konkret mit Deiner Beobachtung zu Punkt 4/5 zusammen.

    Gothic als Underground Kultur bietet ihren Anhängern eine Umgebung die unveränderlich ist. Das bedeutet: Die Playlists die DJ ändern sich kaum oder sehr langsam, die Fan Loyalität ist sehr hoch und man steht Veränderungen meistens ablehnend gegenüber. Viele Szenegänger sind bereits sehr lange mit dem Phänomen verbunden und haben eine konkrete Vorstellung davon wie ein Event, wie die Kleidung, das Verhalten auszusehen hat und grenzen sich auch im “inneren” der Szene gerne gegen andere Einflüsse ab. Das hat eine konkrete Funktion: Gothic bietet in einer sich schnell verändernden Welt Sicherheit und Unveränderlichkeit. Eine mystifizierte Vergangenheit mit romantisierten Mittelalter Einflüssen spielt da ebenso mit rein wie eine Melancholie, eine gefühlte Erinnerung an alte, “besseren” Zeiten die es nie gab.

    Gothic ist also ein konservativer Underground. Er bietet keinen brodelnden Abenteuerspielplatz für neue Ideen, sondern eher eine Festung für Menschen, denen das Leben selbst zu abenteuerlich geworden ist. Ein sicherer Hafen, Schutz, Heimat. Und das ist erstmal eine Funktion die völlig OK ist, aber das hat Schattenseiten.
    Veränderung wird schnell als Bedrohung begriffen wenn man Sicherheit sucht, Menschen beginnen Stolz zu empfinden auf das Kartenhaus das sie nicht selbst errichtet haben und sie beginnen Ablehnung gegen Menschen zu entwickeln die sie nicht kennen.

    Daraus leiten sich Gemeinsamkeiten mit rechtskonservativen Gemeinschaften ab: Es gibt ein “Die” und ein “Wir” und es gibt Traditionen und Verhaltenscodes die das “innen” und “aussen” so klar umreissen dass die Szene schon vor Jahrzehnten begann sich innerlich in kleinere Untereinheiten zu zerlegen.
    Einer der tragischen Höhepunkte dessen war die Welle der T-Shirts die mit Statements wie “Halte deine Szene sauber” einen inneren Prozess der “Reinigung” dokumentierten, die Ü30 Goth Parties um junge Menschen raus zu halten etc..
    Eine seit Jahrzehnten existierende rechte Durchdringung der Szene wie zum Beispiel beim WGT mit dem Geschichtsrevisionistischen Verlag VAWS wurde dabei immer wieder ignoriert. – Auch dann wenn die Veranstalter immer wieder in Symbolen, Sprache und Gesten ihre Nähe zum rechten Spektrum andeuteten. – Bei einem so multinationalen Festival kann eben nicht sein was nichts sein darf.

    Der Umkehrschluss daraus, also Goth = Rechts, ist dabei nicht zulässig. Die große Mehrheit ist harmlos und friedliebend und in der Tat häufig sehr aufgeschlossen.

    Leider ist harmlos und friedliebend meistens so ausgeprägt, dass niemand Fragen stellt wenn plötzlich im Artwork einer Band Autonome von Uniformierten mit Kopfschüssen hingerichtet werden.

    jl

  36. Shan Dark 4. Januar 2017 zu 20:03 #

    Hallo Orient,

    Danke für deinen Kommentar und auch Fragen kann man haben. Allerdings finde ich deine schon etwas eigenartig: Du behauptest und unterstellst in deinen Fragen etwas und fragst dann warum? Es sind keine offenen, interessierten Fragen, sondern welche mit Vorurteilen ohne diese zu begründen. Das finde ich unpassend. Woher hast du dein „Wissen“? Bist du Gothic oder warst schon öfter in der schwarzen Szene unterwegs?

    Ich möchte mir daher auch nicht so viel Zeit nehmen und nur kurz antworten.
    Zu den Punkten 4+5: ich habe sie mir noch mal durchgelesen, weil ich den Artikel vor längerer Zeit geschrieben habe. Ein „Verteufeln“ lese ich da nicht. Ich sage lediglich, dass mich und viele andere in der Szene diese Themen wie Fußball, die neuesten Fernsehserien, Modetrends, Skiurlaub, Marken & Statussymbole nach außen zeigen etc. nicht interessieren. Deshalb sind es keine Themen bei uns. Wir unterhalten uns lieber über etwas anderes, z.B. Musik, skurrile Reiseziele, ModeRTrends (das hatte ich gerade als Vertipper 😂), das nächste anstehende Konzert, Literatur, Filme, Natur etc. Ich empfinde das im Gegensatz zu den anderen von mir in 4+5 genannten Punkten als bereichernd und mit mehr Substanz. Und das ist auch das, was uns in unserer Subkultur von anderen unterscheidet/abgrenzt.

    Zu Pkt. 10: Hast du schon Rücksichtslosigkeit aufgrund Deiner Herkunft in der schwarzen Szene erlebt? Falls ja, dann tut mir das leid. Ich bin seit mehr als 15 Jahren in der schwarzen Szene, ich habe das nie feststellen können oder davon gehört, dass andere Gothics aufgrund ihrer Herkunft oder eines Migrationshintergrundes schlecht behandelt wurden. Im Gegenteil, ich kenne auch einige, die sich bei uns sehr wohl fühlen. Es hat natürlich auch immer etwas damit zu tun, ob man selbst respektvoll und ohne Vorurteile anderen in der Szene gegenübertritt.

  37. sgsdgsg 11. Februar 2017 zu 03:12 #

    @orient:

    danke für einen kommentar, ich habe mir darüber als ich jünger war, ich oft nen kopp gemacht ( habe selber südosteuropäischen migrantionshintergrund). mein bedürfnis nach zugehörigkeit war als jugendliche/junge erwachsene eben größer und gothic war immer etwas, was ich mir im gegensatz zu meinen wurzeln selbst ausgesucht hat, bzw, was sich MICH ausgesucht hat, wie ich es gern sage. man denkt in dem alter wohl auch oft etwas dramatischer.
    wenn mal was dummes kam, hab ich mir immer nur gedacht: die sind ja nur neidisch auf deine haare, weil du die nicht färben brauchst und dir die klamotten besser stehen und habs eben mit humor genommen. mittlerweile – auch dank internet und natürlich lebenserfahrung- habe ich meinen horizont erweitern können diesbezüglich und sehe es nicht mehr als etwas, „was den deutschen gehört und worauf ich kein anrecht habe oder so“.

    aber so krasse sachen, wie du beschreibst, habe ich nie erleben oder assoziieren können.

  38. sgsdgsg 12. Februar 2017 zu 13:21 #

    falls jemand verständnisschwierigkeiten hat, und wegen der vielen fehler….ich schrieb dies um 3 uhr nachts 🙂

Schreibe einen Kommentar