Proud to be a Goth

10 Gründe Gothic zu sein

Schön hier, in der schwarzen Szene! Aber warum eigentlich? Ich habe heute mal meine 10 ganz persönlichen Gründe aufgeschrieben, warum ich mich schon seit vielen Jahren in der schwarzen Szene so wohl fühle.

1. Anderssein können: Das bin ich von innen heraus, in meinem Geschmack, oft im morbiden Humor, auch im Denken und mit meinen Ansichten. Vom Äußeren her manchmal mehr, manchmal weniger deutlich. Ich schätze es, sehr individuell sein zu können und trotzdem ein Zusammengehörigkeitsgefühl mit Gleichgesinnten zu spüren.

2. Die Farbe Schwarz: Meine Garderobe ist zu 90% schwarz – ich mag keine andere Farbe an mir lieber. Zudem macht schwarz schlank ;-), ist mit allen anderen Farben kombinierbar (wenn ich es denn wöllte), für Business und Freizeit gleichermaßen geeignet und hat nur in zwei Situationen Nachteile: bei 40°C im Sommer und bei Katzenhaaren!

meine-schwarze-Garderobe

Mein offener Kleiderschrank ist leicht monofarblich 😉

3. Geld spielt keine Rolle: Wenn die Welt voller Gothics wäre, würde vermutlich die Weltwirtschaft zum Erliegen kommen. Klar brauche ich auch mal was Neues zum Anziehen, einen fahrbaren Untersatz und (teures) Make-up für den blassen Teint. Ich kann mich dem Konsum leider nicht verschließen. Aber Marken(produkte) und Statussymbole wie ‚tolle-teure‘ Autos oder Diamantschmuck sind mir total schnuppe. Die neuesten Manolo Blahniks oder ein BMW-Cabrio würden in unserer Szene gar nicht gewürdigt werden, so wie man andere Menschen auch nicht mit einer handgeschmiedeten Grablaterne oder durch das Vorfahren im Leichenwagen begeistern kann. Geld spielt insofern also keine Rolle, als dass es mir bei anderen egal ist, wie viel sie für ihr neues Auto ausgegeben haben oder ob sie daheim auf einer teuren Kloschüssel von Villeroy & Boch sitzen. Es beeindruckt und beeinflusst mich nicht in meiner Einstellung zu ihnen. Wie alle anderen Gothics, die ich kenne, beurteile ich Menschen nicht nach Habitus, Verdienst oder Status – sondern danach, wie sie sind.

4. Stil jenseits von Trends: Die Laufstege sind mir egal, Dolce & Gabbana auch. Ob die halbe Welt plötzlich Tunikas und wieder Stiefel im Sommer trägt – ich kümmere mich nicht drum. Ich hab meinen eigenen Stil entwickelt und der Mode hinterher zu hecheln kann ich nur belächeln. Wie will man da seinen eigenen Stil finden oder bewahren?

5. Keep out! Fussball, BILD, Hitparade, TV-Programm, Mein-Haus-mein-Auto-mein-Boot, Stars & Sternchen, Skiurlaub, Golf, Aktiengeschäfte, Männer-Frauen-Stereotypen, Robinson Clubs… damit muss ich mich als Gothic nicht beschäftigen. Das sind einfach keine Themen bei uns – wie herrlich!

me-20146. Unendliches, düsteres Universum: Gothic als Genre und alles was „darin“ steckt ist extrem facettenreich und kommt mir vor wie ein unendliches Universum. Ganz oft entdecke ich etwas interessantes Neues oder bis dato völlig Unbekanntes oder miteinander Verzahntes, egal ob in der Gothic Literatur, Musik, Mode, Geschichte, in Filmen oder an skurrilen Orten. Auch wenn es vielleicht so scheint, als würden wir uns nur mit toten Dingen beschäftigen – es ist und hält mich ganz schön lebendig!

7. Abschreckungsfaktor: Meistens bin ich ein ziemlich netter Mensch. Aber es gibt da draußen auch Leute, die einem gepflegt auf den Geist gehen können, einen ungefragt zutexten oder den „Wachturm“ in die Hand drücken wollen. Sieht man aber anders oder schräg aus, ist die Hemmschwelle zum Ansprechen schon mal größer und die Nervrate geringer.

8. Party bis ins Grab: Grufties bleiben länger jung 😉 – sounds funny, aber ist die Wahrheit. Als „Beweis“ bitte folgende Frage beantworten: Welcher „Normalo“ geht mit 35+ noch in die Disco (wohlgemerkt: wir reden nicht von Tanzabenden, Ü30-Parties oder Oldie-Nights)? Ältere Gothics können auf Dark Parties gehen ohne dabei peinlich zu wirken. Ohne dass mir die Jüngeren den ganzen Abend einen bedauernswerten Gammelfleisch-Blick zuwerfen. In dieser Szene kann ich alt werden und gleichzeitig jung bleiben.

9. No drugs: Party ja, Drogen nein. Mit Drogen meine ich nicht Alkohol und Zigaretten, sondern die wirklich heftigen Sachen wie Heroin, Kokain, Crack, Crystal, LSD… Für mich sind Drogen mit das Schlimmste, was die menschliche Zivilisation hervorgebracht hat, deshalb reagiere ich an der Stelle auch sehr radikal. Denn Drogen lassen Menschen zu Müll und Abfall mutieren – bei lebendigem Leibe und Geiste verrotten. In der Gothic-Szene und meinem Umfeld kannte und kenne ich niemanden, der „sich mal was einwirft“ oder „drückt“. Eine weitestgehend drogenfreie Szene (mal abgesehen von einigen Musikern früher) und der rationale Hauptoberlieblingsgrund, warum ich mich in ihr so wohl fühle.

10. Werte und Miteinander: Ich schätze das rücksichtsvolle, friedliche und doch recht höfliche Miteinander der Gothics untereinander. Man wird nicht angepöbelt, nicht runtergeputzt, nicht geschubst beim Tanzen und fällt einer mal beim Pogen oder Moshen aufs Parkett, dann wird ihm aufgeholfen. Rumgröhlen, Saufgelage oder Randale gibt es bei uns nicht oder nur sehr selten. Wir haben Stil und können uns „benehmen“ – das unterscheidet die schwarze Szene von vielen anderen und macht sie so angenehm.

Jetzt will ich natürlich wissen: Wie ist das bei euch? Ähnlich oder habt ihr ganz andere Erfahrungen und Beweggründe? Weshalb seid ihr gern in der schwarzen Szene?

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141 Responses to Proud to be a Goth

  1. shan dark 17. März 2012 zu 20:01 #

    @Beetee: Stimmt, schwarz kaschiert auch das ein oder andere Kilo. Aber das ist z.B. auch was, was wieder für die schwarze Szene spricht: keiner stört sich dran, ob man eine Modelfigur hat oder eben etwas ‚moppelig‘ ist – letzteres kommt manchmal sogar viel besser an als zu dünne Personen. Diese Form der Toleranz mag ich sehr bei den Gothics.

  2. Joe 9. April 2012 zu 02:03 #

    Es freut mich doch sehr, dass ich in meiner Einstellung zum Leben nicht alleine da stehe.
    Hauptsache ist man fühlt sich in seiner Kleidung wohl (Zitat meines Chefs: Der läuft immer so rum……). Wehn es stört kann ja weg schauen :))

    Wenn es die Szene nicht geben würde, müsste man sie Erfinden, denn auch „Schwarze Seelen“ brauchen ein zu Hause.

  3. Kathi_Kadaver 22. April 2012 zu 16:51 #

    Oh man ich beneide euch Gothics voll 🙁
    Ihr macht einfach das was euch gefählt (styl,charakter usw.)^^
    Ich würd mich auch gerne eurem Styl anpassen weil ich den voll hammer finde 🙂 aber ich bin eher eine die sich von allem zurückhält und niemanden anspricht (sprich: ich bin sehr schüchtern -.-)
    Es gibt Gründe weshalb ich das nicht mache und ich hoffe ihr könnt mir da helfen es anders werden zu lassen:
    Erstens: Durch diesen wirklich hammer styl würde ich keinen arbeitsplatz (bin jetzt 15) bekommen weil das niemand akzeptieren würde 🙁
    Zweitens: weil ich diesen styl schon voll mag und mir nur noch solche musik anhöre wollen meine „freunde“ nichts mehr mit mir zutunhaben -.-‚ wo trifft man auf solche leute die der gleichen szene angehören und mit denen man sich dann anfreunden kann???
    Drittens: wie gesagt auch wegen meiner schüchternheit…!!!

  4. shan dark 22. April 2012 zu 23:18 #

    Hallo @Kathi_Kadaver: Danke für Deinen Kommentar und ich will mal versuchen, Deine Fragen aus meiner Sicht zu beantworten. So einfach „das machen, was uns gefällt“ ist es auch nicht immer. Jeder von uns muss irgendwie sein Geld verdienen und davon leben. Auf Arbeit laufe ich jetzt auch anders rum (zwar schon in schwarzen Klamotten, aber halt nicht gestyled und ohne Accessoires). Man muss ja nicht allen auf die Nase binden, was man ist und ich mag auch nicht ständig allen erklären, warum ich mich als Gothic fühle. Ich habe mir im Laufe der Zeit eine Egalhaltung zugelegt und je verrückter/schräger man den Leuten vorkommt umso besser ist es. Nur man sollte auch auf niemanden „herabschauen“ oder sich als etwas besseres fühlen, nur weil man anders oder Gothic ist. Ist jedenfalls mein Motto. Jeder ist letztendlich auf seine Art „anders“, das kam hier auch schon in einem Kommentar.

    Gib Dir einfach bisschen Zeit, denn keiner ist von heute auf gleich „Gothic“ – und wenn doch, dann ist das nur aufgesetzt. Es ist ein Entwicklungsprozess. Der lässt sich nicht dadurch beschleunigen, dass man einfach nur den „Styl“ übernimmt und schwarze Musik hört. Aber natürlich wird die Musik häufig der Anfang sein, KLamotties folgen dann meist oder gehen damit einher, aber erst durch den Austausch mit anderen und schlau machen, was war und ist in der Szene und deren Geschichte folgt dann auch der Rest. Es gibt auch Inhalte, nicht nur Oberfläche. Vielleicht ist es gar nicht „Dein Ding“ und „Deine Szene“, wenn Du mal tiefer reingeschnuppert hast, kann ja sein. Also gib Dir einfach Zeit, dort hinein zu wachsen, deine eigenen Standpunkte dazu zu finden und dadurch auch selbstbewusst zu werden. Gleichgesinnte gibt es eigentlich überall, in manchen Gegenden mehr, in anderen weniger. Aber die kommen immer nur nachts raus **hehehe Klischee**. Im Ernst: das heißt, man muss sich schon verabreden oder mal auf eine schwarze Veranstaltung gehen. Ich persönlich würde im Internet einfach mal nach schwarzen Parties oder Konzerten suchen in meiner Nähe (oder in der nächstgrößeren Stadt) und dann mal dorthin gehen. Gerade auf Konzerten lassen sich gut Leute kennenlernen, denn man hat ja schon ein gemeinsames Thema, über das man sich kennenlernen und reden kann: die Band, die da spielt. Zudem würde ich mich in Internetforen und Blogs mit Leuten austauschen. Alles, was Selbstvertrauen und die Zuversicht gibt, dass man nicht allein ist, ist am Anfang (also in deinem aktuellen Stadium) sicher gut.

    Auch noch wichtig: das Umfeld nicht überfordern. Du schreibst, dass Deine Freunde nichts mehr mit dir zu tun haben wollen? Warum denn? Weil Du eine andere Musik hörst? Du hast wenigstens Geschmack :D, die vielleicht keinen bzw. einen anderen. Eher solltet ihr mal drüber reden und euch musikalisch austauschen, vermute die sind bisschen überrascht und verwundert. Du bist doch immer noch die Selbe, auch wenn Dir jetzt paar andere Sachen gefallen. Wenn alle gleich wären und den selben Geschmack haben, kann auch nichts neues entstehen. Wenn sie aber nur wollen, dass du das machst, was sie machen – vergiß sie. Dann sei Du selbst und suche dir wirklich andere Freunde.

  5. Seraphina Immortalis 1. Mai 2012 zu 19:24 #

    Da stimme ich zu allen Punkten herzhaft hinzu 🙂

    Einen weiteren möchte ich aber noch erwähnen.

    Es gibt ziemlich viele Künstler unter uns, mit tiefgründigen Werken und Liebe zum Detail, ob nun im musischen, literarischen oder malerischen Bereich. Ich denke, wir sind eine freundliche, tiefgründige und kreative Kultur. Viele Leute haben ein schlechtes Bild von uns vor Augen, doch das trifft im Allgemeinen nicht zu. Hinter dem Namen ‚Gothic‘ verbirgt sich eine so tiefe, auch melancholische und schöne Welt, dass man sich nur in sie vertiefen und all die Vorurteile vergessen könnte.
    Dort, wo die Grenze zwischen Schönheit und Hässlichkeit, Licht und Dunkel, Wahrheit und Lüge liegt, dort beginnt unser Zauber.
    Kein Wunder also, dass vieles davon in jeweiliger Gothic-Kunst ausgedrückt wird.
    Gothic bedeutet schließlich soviel wie ‚düster‘ oder ’schaurig‘, und genau wie die Tiefe der Dunkelheit, ist auch diese Kultur voll von Faszination und Tiefe.
    Jedenfalls sind künstlerischen Werke unserer Mitglieder tiefgründig und ein wahrer Genuss.

    Dies ist zwar nur meine Meinung, ich hoffe ihr alle versteht, was ich meine.

    Viel Spaß noch!

  6. shan dark 2. Mai 2012 zu 20:27 #

    Hi Seraphina,
    eine wirklich gute Ergänzung – stimmt absolut. Ich hätte es nur nicht in solch passenden, schwarzpoetischen Worten ausdrücken können. Danke Dir!

  7. as666phyxia 14. Mai 2012 zu 20:31 #

    Erst mal Hallo. Hab das hier grade gelesen und muss echt zustimmen!!
    Mein Problem ist, dass ich erst 16 bin und, glaub ich, noch gar nicht in schwarze Clubs reinkomme. In meiner Gegend hab ich auch keinen Plan, wie ich andere Goths kennenlernen soll, oder obs überhaupt noch andere gibt… :-S Kennt ihr zufällig ein paar gute ’schwarze‘ Chatseiten??

  8. Spökenkieker 8. Juni 2012 zu 21:19 #

    @as66phyxia: Schwarze Chats gibt’s en masse, doch Goths sind meist regional organisiert (damit man sich auch real treffen kann). Such mal nach «Schwarzes ‹Dein Heimatort bzw. nächste Großstadt›». Dann findest Du schon was. ^^ Clubs öffnen (zumindest in manchen Bundesländern) erst ab 18 oder gar 21, doch lass Dich davon nicht abschrecken. Dein 18. Geburtstag kommt schneller, als Du denkst. ;-)))))

    @Kathi_Kadaver: Jaja, der Zwang zur Normalität, zum Dahinsiechen als anonymes Massenprodukt! Wer sich komplett schwarz anzieht und über Friedhöfe schlendert, gilt gleich als Satanist oder geisteskrank oder wenigstens als depressiv im fortgeschrittenen Stadium. Leider. 🙁

  9. Ian Luther 25. Juni 2012 zu 16:05 #

    Dein Beitrag spricht mir aus dem Herzen! Du schreibst genau das, was ich mit Gothic verbinde. Schade, dass es Leute gibt, die das so nicht verstehen wollen, wenn ich Ihnen die Stichpunkte erkläre. Ich freue mich so sehr, dass ich nicht der einzige bin, der genau diese Auffassung hat wie du 🙂

  10. Shan Dark 26. Juni 2012 zu 07:48 #

    Nein, Du bist nicht allein 🙂 – freut mich, dass es Dir genauso geht. Jeder kann sich ja aus der schwarzen Szene das ‚herausziehen‘, was zu einem passt oder gefällt, z.B. den Austausch mit Gleichgesinnten oder den rücksichtsvollen, unproligen Umgang miteinander. Es gibt auch einiges an der Szene, was mir nicht zusagt – aber das blende ich dann auch einfach aus. Es überwiegen immer noch die Vorteile und guten Punkte.

  11. _Hanna_ 7. Oktober 2012 zu 22:47 #

    Hey,
    bei mir ist es im Moment auch leider noch so wie Kathi es schreibt. Meine mom ist leider auch noch nicht ganz begeistert, aber sieht es so langsam ein. Ich finde es auch gut, dass es solche Seiten wie diese gibt, den sie können einen echt helfen. Leider kann ich auch noch nicht auf Konzerte.

  12. Löday 15. November 2012 zu 13:46 #

    Schöner Beitrag! Gefällt Mir sehr gut! 🙂
    Mir gefällt die Schwarze Szene sehr, weil ich viele Subkulturen mag.
    Aber am meisten mag ich Gothics.
    Gruß

  13. Angie 20. Februar 2013 zu 18:16 #

    Individuell? Eigener Stil? Passt irgendwie nicht zum Begriff Gothic, rennen hier doch alle gleich herum (und halten sich tatsächlich für ganz doll special und ‚anders‘) 😀

  14. Hellfire81 6. Mai 2013 zu 15:07 #

    Danke für diesen tollen Beitrag,
    der es ganz genau auf den Punkt bringt wieso ich mich in der Szene so wohl fühle!
    Gerade das friedliche Miteinander ist einfach klasse.
    Und vor allem „Party bis ins Grab“! *lach*
    Ich gehöre ja selbst langsam schon zum „alten Eisen“ mit meinen 31 Jahren und bin immer wieder erstaunt wieviele gleichaltrige und sogar noch ältere Menschen anzutreffen sind.

  15. Shan Dark 7. Mai 2013 zu 22:52 #

    @Hellfire81: Freu mich, dass Du Dich darin wiedergefunden hast. Aber glaube mir: zum alten Eisen gehörste mit 31 nicht! Ich würde sagen, Du bist gerade gut durch 😉 – so medium.

  16. Strangeplant 15. Mai 2013 zu 15:01 #

    haaach, hier fühl ich mich wohl 🙂 ja so in etwa sieht es in mir auch aus…

    Ich fühle mich lebendig, wenn diese Düsterromantik mich umgibt, kleidungstechnisch, beim Hören von Musik, in alten Gemäuern… eben ausgefüllt und vollständig.

    Und an den Grufti-Nachwuchs… anders zu sein, als die Masse ist immer auch bissel anstrengend, aber bringt auch eine Fülle an Mehrwert im Leben… geht Euren Weg und sucht Euch Kontakte, die geistig mit Euch auf einer Wellenlänge sind…

  17. Deathy 18. Mai 2013 zu 18:25 #

    Hach… ich würde auch gern ein Goth sein. Leider erlaubens mir meine Eltern nich (bin 13), weil ich ja noch ‚zu jung‘ und so bin. Zum Glück darf ich noch die Musik hören, die ich mag. In meiner Klasse mobben die mich deswegen auch öfters. Zum Glück versteht wenigstens mein Freund mich, allerdings gehen unsere Meinungen bei Musik immer wieder auseinander. Bin eigentlich eher schüchter (sehr schüchtern…). Hat jemand eine Idee, wie ich meinen Eltern überreden könnte, oder so…?

    Msfg Deathy

  18. Plastisch 21. Mai 2013 zu 20:18 #

    Nun so gern ich Dir auch recht gebe in einigen Punkten aber das Thema Drogen ist leider ein Thema.Sei es der entspannende Joint oder auch weiße Pulver zum Party machen,das sind alles Dinge die ich in fast 30 Jahren Szene gesehen habe und teilweise noch sehe.Zum Glück meines Wissens rückläufig was die Pulver und Patrypillen angeht,aber bei den Entspannungsdrogen Stagnation bis leichte Zunahme bei gleichzeitigem Verzicht auf Alkohol.Seltener werden die ganz harten Drogen genommen.Es wäre natürlich wünschenswert wenn gar keine Drogen genommen würden.
    Das andere ist der Partyfaktor.Einerseits hast Du viele Szeneleute die mitgehen,d.h. die das weitermachen was sie vor 20 Jahren auch gemacht haben, andere kehren uns den Rücken zu was die Kleidung angeht ,hören aber noch die Musik.Wiederum andere steigen aus dem Ganzen aus ,weil das ja nur ne Phase war.Dennoch werde ich teilweise auf Partys schon etwas schräg angesehen ,wenn ich tanzen gehe.3 vor und 3 zurück.Da kommt schon mal der Blick:Was will Opi denn auf der Tanzfläche.Da halt ich es aber mit „Fehlfarben“:Tanz mit dem Herzen oder tanz gar nicht.Als letzten Punkt möcht ich den Abschreckungsfaktor noch hinzuziehen,denn so leid es mir tut aber den muß ich gelegntlich auch sogenannten Szeneleuten angedeihen lassen.Ich habe mir eine etwas kühl arrogante Art zugelegt.Einerseits um die Normalos etwas auf Abstand zu halten andereseits um auch einigen Gothics unmissverständlich zu zeigen was ich von Ihnen halte.In erster Linie um auf der Tanzfläche den Platz zu haben den ich brauche.Und hier zitiere ich gerne die einzig wahren Worte aus „Dirty Dancing“ :Das ist mein Tanzbereich und das ist Deiner.Sollte das nicht helfen nutze ich stilistisch meinen Körper um mir diesen Platz zu verschaffen.Zum anderen setze ich diese Unterkühltheit auch dann ein wenn irgendwelche Jungspunde mich über Gothic aufklären wollen.Ich bin eher traditionell ausgerichtet.Schwarz,Pikes und eine gebaute Frisur,nebst diversem Schmuck.Ich liebe den androgynen,elitären Touch des Grufti daseins.Und ich bin als Mann auch eitel genug so rauszgehen um mich zu zeigen und das auch im Alltag.Meine Arbeitskollegen wissen das ich Grufti bin,nennen mich Fledermaus oder Blutsauger.(manche besonders muslimische denken ich wär schwul,weil ich nur rechts nen Ohrloch hab.Jeder hat so seinen Geburtsfehler denke ich da.)Aber ich kenne meinen eigenen Stellenwert.Darum bin ich nicht Everybodys darling.

  19. Shanti 23. Mai 2013 zu 20:33 #

    @Deathy : Du bist nicht allein mit solchen Schwierigkeiten. Ich bin auch 13 (und damit auch noch „zu klein für sowas „) und auch eher schweigsam&schüchtern .Mit meinen Eltern hab ich zwar keineProbleme , aber in meinem Umfeld interessiert sich keiner für Gothic. Als meine beste Freundin erfahren hat das ich mich für Gothic interessiere hat sie mich gefragt ob ich jetzt „auch ein Punker“ werde .

  20. Shan Dark 24. Mai 2013 zu 06:47 #

    @Plastisch: Danke für Deinen Kommentar und dass Du ein wenig Einblick gibst in Dein Selbst – hat mich gefreut! Über den Abschreckungsfaktor INNERHALB der Szene hab ich noch nicht nachgedacht und es ist eigentlich schade, dass es sowas braucht. Ich dachte, dass „wir“ wenigstens untereinander tolerant sein würden und dass uns gleichzeitig auch bei anderen Schwarzen nichts mehr schreckt. Aber Du nutzt es wahrscheinlich eher zur Abgrenzung statt Abschreckung und das kann ich verstehen. Es gibt sicher auch Junggoths, die die Szene nur als Phase begreifen und tatsächlich auch kein Benehmen haben, was man bei sonstigen Gothics, wo es auch von der Einstellung her tiefer geht, durchaus findet. Auch bei den Jüngeren, mit denen ich viel positive Erfahrungen gemacht habe. Wenn einen Jungspunde über Gothic aufklären wollen, darf man aber ruhig gern zeigen, was man davon hält ;).

    Was die Drogen angeht: Ich meinte tatsächlich harte Drogen. Eigentlich wollte ich nicht sagen, dass es die nicht gibt in der Szene, sondern dass sie – aus meiner Sicht – in der schwarzen Szene nicht sooo häufig sind wie in anderen Subkulturen und hier auch nicht ‚dazugehören‘, wie das z.B. sonst im Techno oder auch als cool im Metal gefeiert wird. Ich weiß, Drogenkonsum gibt es, aber es ist bei den Gothics zum Glück nicht dominant und genießt auch keinen STellenwert. Eher berauschen wir uns mal mit Alk, Zigaretten oder pflanzlichem Zeugs.

  21. Shan Dark 24. Mai 2013 zu 07:04 #

    @Deathy @Shanti:
    Ich habe da nur einen wirklich guten Tipp: Älterwerden! 😛
    Lasst Euch von den anderen nicht beirren, hochziehen oder ärgern. Ihr seid nicht allein, auch wenn es bei Euch im näheren Umfeld vllt. keine Gothics gibt oder nur Leute, die davon keine Ahnung haben („Punker“ :)). Es gibt viele, die sowohl die Musik mögen als auch schräg herumlaufen. Sich optisch abzugrenzen und dafür auch mal was einstecken zu müssen – sowohl von Klassenkameraden als auch Eltern & Älteren – gehört dazu. Das haben wir alle durch und naja, es macht einen nur noch stärker. Es kann ggüb. Gleichaltrigen helfen, wenig zu sagen und zu erklären (außer der besten Freundin) und sich eine etwas geheimnisvolle, aber auch abweisende (manchmal als arrogant wahrgenommene) Aura zuzulegen. Sollen die in der Schule, die Euch nicht wichtig sind, doch denken was sie wollen. Die gewöhnen sich auch irgendwann dran bzw. hat ja jeder so seinen Spleen. Andere rennen mit BlingBling-Kettchen rum wie ein Weihnachtsbaum oder komplett in Puschelrosa wie Lilifee. Auch nicht besser!
    Erklärt nur den Leuten was, bei denen es Euch wichtig ist, dass sie Euch verstehen.

    Eltern: Zeigt denen von mir aus mal diesen Post/Artikel – ich bin ja auch schon fast im Alter Eurer Eltern. Vielleicht sehen sie es dann nicht mehr so kritisch. Gothic hat durchaus auch was mit Intelligenz, Bildung und nicht nur mit Musik und Styling zu tun. Ich denke, ihr werdet auch noch andere ‚düstere Bereiche‘ haben, in die es Euch zieht, ob das nun Bücher, Games, Kunst oder sonstwas ist. Bringt das rüber und sprecht mit den Eltern, fragt, was sie für ein Problem damit haben. Bei manchen Sachen muss man vllt. Kompromisse machen – ich denke da an Geburtstagsfeiern im Familienkreis, bei denen ich mich dann früher auch eher normal gekleidet habe um die Eltern nicht zu blamieren. Bei anderen Sachen, die euch wichtig sind, einfach durchziehen. Wenn sie Euch wichtig sind, dann schafft ihr das auch!

  22. Lilly 14. September 2013 zu 21:47 #

    Deathy & Shanti:
    Ich bin auch erst 13 Jahre, aber bei mir ist das gute ich bin in einer Gothic-Familie, ich bin darüber sehr froh. Aber in der Klasse werde ich auch sehr oft gemobbt und keiner kommt damit klar, deswegen sind meine Freunde alle älter als ich, bei 15 Jahren beginnt es und bei 26 Jahren hört es auf, aber die kommen damit klar wie ich bin. Deswegen kleiner Tipp: Sucht euch Freunde die älter sind als ihr und am besten auch mit der Szene zu tun haben, die verstehen euch und stehen auch immer hinter euch (:

    Shan Dark:
    Ich finde die 10 Gründe passen perfekt (:

  23. Wolf fire 8. Februar 2014 zu 22:25 #

    hach es ist echt total cool Leute zu treffen die genauso sind …
    In der Schule werde ich immer doof und fast beleidigend angeschaut…
    Die meisten meinen weil ich erst 12 bin sollte ich von ,,sowas,, die Finger lassen

  24. Vivi 22. Februar 2014 zu 10:55 #

    Ein Irrtum dem ich lange „erlegen“ war ist die Sache mit der „Toleranz“. Die Szene rühmt sich ja gerne mal damit… Bis eine Freundin irgendwann mal ankam und meinte: „Toleranz? Ich hab´ letztens nen Spruch gehört, der es viel besser trifft: ‚Das ist keine Toleranz. Das ist freundliches Desinteresse.'“ – Dem kann ich nur zustimmen. Find´ ich aber nicht weiter tragisch und kann ich gut mit leben ;-).

  25. Vivi 22. Februar 2014 zu 11:52 #

    … was ich damit sagen will: Auch die Szene „kocht nur mit Wasser“, und auch die Szene hat ihre „Fallstricke“, vor denen man sich in Acht nehmen muss…

    Harte Drogen hab´ ich bislang auch noch nicht mitbekommen, aber dafür Leute mit schweren Depressionen und mit schwersten Alkoholproblemen…

    Es ist wie überall im Leben: Wo Licht ist, ist auch Schatten.

    Ich hab´ allerdings auch intelligente, sensible, rücksichtsvolle Menschen kennengelernt – das muss ich noch dazu sagen ;-).

    Greetz,
    die Vivi

  26. Wolf fire 22. Februar 2014 zu 12:41 #

    Naja der Spruch ist schon cool aber wie in dem Video waking the demons von bullet for my Valentine werde ich gemobbt und damit aufgezogen..:(

  27. Shan Dark 22. Februar 2014 zu 22:27 #

    @Vivi: Ging mir ähnlich mit der Toleranz, aber der Spruch Deiner Freundin trifft es besser. Ich bin heute nach vielen Jahren in der Szene und zuvor in der Metal-Szene auch der Meinung, dass man in der schwarzen Szene nicht alles tolerieren sollte. ‚Freundliches Desinteresse‘ ist Ignoranz, mit der man wehtun kann, denn Viele wollen einfach nur dazugehören obwohl nichts dahinter oder drinnen ist, was schwarz ist. Trotzdem bin ich an sich ein recht toleranter Mensch, weil ich ja auch will, dass man mir gegenüber tolerant ist. Vielleicht ist auch ‚offen‘ der bessere Ausdruck – offen Anderen gegenüber, bis man sie besser einschätzen kann. Viele lehnen ‚uns‘ ja schon ab oder haben Vorurteile, weil sie nur nach Äußerlichkeiten gehen. Ich gehe kaum nach dem Äußeren. Wenn ich aber feststelle, dass bei jemand einfach nichts dahinter ist, dann bin ich entweder freundlich desinteressiert oder ich ignoriere ihn so, dass er es merkt. 😉 Meine Form der Ablehnung dann. Ich muss nicht alle Menschen mögen und umgekehrt genauso.

    @Wolf fire: Ist es wirklich so schlimm wie in dem Video? Habs mir gerade mal angesehen, wäre ja schon krass. Eigentlich ist es doch so: Du hast sehr früh schon eine gute Richtung eingeschlagen, die andere erst später entdecken. Du bist eben schon sehr früh reif für das Düstere und Dunkle 😉 – faszinierend! Liegt es bei dir in der Familie oder wie hat sich das entwickelt? Suche Dir ein paar gute Freunde und schöpfe daraus Kraft. Auch wenn die Freunde oder Gleichgesinnten nicht an deiner Schule sind, kann dich der Austausch trotzdem stark machen. Versuche Dir Ärger und Angst nicht anmerken zu lassen, tu so, als würde dich das nicht kümmern. Egal, was sie sagen oder machen. Du bist besser als sie, insgeheim merken die das auch, weil Du nämlich was Eigenes hast – sie noch nicht. Und: ignoriere sie (wie als hättest Du wirklich einen Werwolf in Dir). Kommentiere höchstens mal mit „Ihr seid so laaaangweilig und gewöhnlich.“

  28. Wolf fire 24. Februar 2014 zu 21:14 #

    Ich versuchs….
    Nein es liegt nicht Familie
    Es hat sich entwickelt das ich mich dafür interessierte( und natürlich immer noch) auch meine Freundin ist goth also habe zum Glück jmd. Zum reden auch meine anderen freunde sind zwar nicht goth aber echt freundlich und vor allem tolerant!
    Das gibt schon Kraft aber die ganzen Rückschläge tun echt verdammt weh…das schöne ist es gibt noch mehr Leute die. Goth also weiss ich das ich nicht allein bin

  29. sgsdgsg 22. März 2014 zu 13:38 #

    du triffst den nagel mit allen 10 punkten auf den kopf!
    besser kann man es nicht ausdrücken!
    ich selbst haben immer mal phasen, in denen ich mir über mein verhältis zu schwarzsein nicht sicher bin und mich im kontext dieser szene hinterfrage.
    diese argumente jedoch sprechen schon allein vom objektiven, logischen standpunkt -insofern es den hierbei überhaupt gibt – dafür, dass gothic nur gute seiten zu haben scheint.

  30. Vivi 24. März 2014 zu 05:18 #

    „Schwarz“ ist automatisch „gut“? – Einspruch!
    Immer schön kritisch bleiben ;-).
    Greetz, die Vivi

  31. Wolf fire 24. März 2014 zu 14:03 #

    Ja meine meisten Klamotten sind auch schwarz aber meine Mutter,meint ich solle mehr Farbe tragen……und und und
    Manchmal zwingt sie mich sogar habt ihr Tipps für mich wie sich diese Situation bessern kann????? Danke im voraus;)

  32. Shan Dark 27. März 2014 zu 15:05 #

    Stimmt Vivi, obwohl die schwarze Szene viele gute Seiten hat (und für mich die Szene 1. Wahl ist), ist da leider nicht alles gut. Auch hier gibt es nervige Sachen und typisch ‚Zwischenmenschliches‘, was zu Problemen führen kann. Trotzdem sind diejenigen, die sich zugehörig fühlen und es auch leben, schon ein eigener, besonderer Menschenschlag mit bestimmten Werten und Geschmäckern, der mMn das Miteinander in der Szene ausmacht.

  33. Vivi 27. März 2014 zu 20:29 #

    @Shan Dark: Stimme Dir zu!

    – Das „Paradies auf Erden“ gibt es leider nicht, und die „Szene“ besteht auch „nur“ aus Menschen, und die sind nunmal nicht „perfekt“.

    Ich hab´ nur was gegen die Gleichung „Gothic = automatisch gut“, denn die stimmt so nicht. Einer der Werte der „Szene“ soll ja mal gewesen sein den Dingen gegenüber kritisch zu sein, und da sollte man nicht automatisch vor der eigenen Szene haltmachen.

    Szene ist auch für mich „1. Wahl“, aber trotzdem ist sie mit Vorsicht zu genießen. Ich habe durchaus schon Leute getroffen, die ernsthafte psychische Probleme und Drogenprobleme hatten, und da muss man halt Vorsicht walten lassen.

    Wie immer gilt: Trau – schau – wem.

    Liebe Grüße,
    Vivi

  34. Vivi 27. März 2014 zu 20:50 #

    … man sollte nicht AUSGERECHNET vor der eigenen Szene haltmachen, wollte ich sagen ;-)…

  35. Shan Dark 27. März 2014 zu 21:09 #

    Absolut richtig – einer der Werte war den Dingen gegenüber kritisch zu sein. Das verwässert leider im Zuge der lähmenden Toleranz immer mehr. Ich halte zwar Toleranz für wichtig, aber nicht gegenüber allem und um jeden Preis. Diese Toleranz hat uns dazu gebracht, dass wir mittlerweile so ein (bunter) Würfelhaufen sind und viele Leute dabei sind, die einfach nur mal „auf dark gehen“. Auch nicht meins!

  36. Vivi 27. März 2014 zu 21:24 #

    Es gibt halt Leute die nicht schnallen dass da „mehr dahintersteckt“ als nur Klamotten, Mucke, Parties… Leider!

  37. sgsdgsg 4. April 2014 zu 23:13 #

    natürlich ist kritik wichtig, dass steht außer frage, da bin ich echt der letzte mensch, der was dagegen hätte.
    was mir wichtig war zu sagen, ist, dass selbst die ( für mich wenigen) schlechten seiten der gothic-kultur ( wobei ja jeder im bestfall eh sein eigenes ding machen sollte) immer noch besser sind als die guten seiten des mainstream.
    außerdem habe ich nicht geschrieben „istgleich“, sondern „scheint“.
    und ich bezog mich ja auch auf die 10 punkte, weil man denen meiner meinung nach nur schwer widersprechen kann.

  38. Shan Dark 5. April 2014 zu 13:07 #

    Seh ich genauso, lieber Gothic mit allem drum und dran als Mainstream von seiner besten Seite. 😉 das wäre mir auch einfach zu langweilig. Und wie war das? Dort, wo es keine Höhen und Tiefen gibt ist der Tod.

  39. Vivi 5. April 2014 zu 17:57 #

    @Shan Dark: Daumen hoch ;-)!

  40. Chucksy 13. April 2014 zu 13:38 #

    Hey, ich bin w 15 höre rock und metal bin aber kein goth. Ich sehe (leider) ziemlich normal aus. Aber in der letzten zeit habe ich angefangen mich sehr für die szene zu interessieren und nein nicht mit dem wikipediaarktikel! ^^ und ich merke mir gefallen immer mehr die klamotten. Wenn ich an die zukunft denke bin ich der meinung es wird noch doller xD naja ma abwarten. Bis jetzt verbieten mir meine eltern nichts c: zum glück!! Für den fall das manche denken ich wäre eher ein emo… Nein!! Das sicherlich nicht, da habe ich einen ziemlichen hass drauf.

  41. Vivi 13. April 2014 zu 22:33 #

    Hey, Chucksy!

    Wenn Du Dich eingehender informieren möchtest geht das zum Beispiel hier:
    – Kirsten Wallraff/ Klaus Farin: „Die Gothics“
    http://www.jugendszenen.com/szenen/gothic/intro (zugegeben: Recht plakativ, aber das muss man wohl sein wenn man ein Phänomen beschreiben will…)

    Lieben Gruß,
    Vivi

  42. Oliver 16. April 2014 zu 19:00 #

    Hallo. Ich bin 16 jahre und männlich. Ich finde es sehr toll was du geschrieben hast und sehe eig fast alles gleich wie du. Ich bin seid ungefär 4 jahren in der Szene am Anfang war es nur die Musik die mich begeisterte. Drei Jahre später kam dann auch mein Aussehen zur Rolle. Ich finde es einfach toll anders als die anderen zu sein und nicht mit dem Trend zu gehen 😉 Am Anfang hatte ich mit der Band illuminate angefangen. Diese war eine meiner liebsten Bands (heute immmer noch) Ja später kam dann Lacrimosa und VNV Nation dazu. Von Styl bin ich ganz schlicht her 🙂 von der Musik gehe ich eig mehr in die Richtung Todeskunst. Ich stehe nicht so auf harte Musik 😀 ausnahmen sind zb Birthday Massacre oder Haus Arafna…Ja, sonnst höre ich ganz gerne mal EBM oder auch mal ganz gerne Dark-Wave aus den 80er bis 90er Jahre. Was mich stört sind die Menschen die gerne mal Goth mit Emo verwechseln…Dabei finde ich das Emos in gegensatz zu unserer Szene weichgespült aussehen 😉 Heute bin ich so weit das ich mir gar nicht mehr vorstellen kann normal rum zu laufen…Ich lieeebe es schwarz zu tragen und trage es auch so lange bis es was dunkleres gibt 😉 ich werde auch für den rest meines ganzen Lebens in der Szene bleiben. Ein Grund ist: ich sehe oft wie Hip Hop oder Rap andere Teenager verblödet…Sie macht einfach agressiv und übt ein schlechtes Verhalten auf sie aus!
    Anderer Grund ist das die Gothic Szene wie eine große Familie ist die zusammen hält!!!
    Mfg. Oliver 🙂

  43. Andreas 25. April 2014 zu 10:35 #

    Wo gibt es noch derart faszinierende Frauen wie Sie?

    Bei mir hat es über 40Jahre gedauert bis ich erkannte das materialistische Dinge nicht alles sein kann und darf. Seit ein paar Jahren finde ich im (Ur-)Buddhismus und der schwarzen Szene (speziell das was als Gothic bezeichnet wird) die wahren Lebensweisheiten – das was jeder verinnerlichen sollte. Sie haben richtig gute Gedanken – Gedanken mit denen auch ich mich identifizieren kann (..und hoffentlich die ganze Menschheit).

    Bevor man mich falsch versteht : Ich bin kein Pessimist. Ich bin Optimist und liebe etwas zu sehr den „schwarzen Humor“. Das schlimme ist leider das Menschen wie Sie nur nach dem Äußeren beurteilt werden : Schwarze Klamotten, blasse Haut, usw. = Schwarze Szene = Satanisten = …… naja, jeder kennt die weiteren Vorurteile. Leider schauen die wenigsten über den Tellerrand hinaus. Für die meisten ist es einfacher die vom BILD-Verlag vorgegebene Meinung ungefiltert zu verinnerlichen (..deshalb lese ich keine BILD-Zeitungen, sehe keine zwielichtigen Reportagen und Talkshows auf diversen privaten Fernsehsendern usw. die allesamt eh nur die reinsten Beleidigungen für meine Augen, Ohren und mein Gehirn sind).

  44. Vivi 26. April 2014 zu 11:26 #

    … aber genau da trennt sich für mich auch die Spreu vom Weizen…

    Wenn jemand sich durch diese reißerischen Geschichten „ins Bockshorn jagen läßt“ und das „für bare Münze nimmt“ habe ich mit ihm/ ihr eh´ keine Gesprächgrundlage…

    Wenn jemand eine gewissen Offenheit zeigt ist auch der Weg offen für Austausch – und dafür solche dummen Vorurteile aus dem Weg zu räumen…

    Lieben Gruß,
    Vivi

  45. Red Moon 26. April 2014 zu 23:43 #

    Hey Leute,

    Ich find den beitrag super
    Ich selber bin 13 jahre, männlich und goth. Ich trage nur schwarze sachen und hab auch schwarze haare (leider nur gefärbt :/). Ich bin zur szene gekommen, weil ich 7 jahre lang gemobbt wurde, wobei die letzten drei am ärgsten waren. Ich fing an schwarz zu tragen. Der tod (wortwörtlich gemeint) traf wie vom schicksal (entspricht der wahrheit) ein paar meiner bekannten. Ich hatte das gefühl, das mobbing wurde stärker und ich hatte das gefühl ich kann nicht mehr. Ich wollte nicht mehr. Ich habe mittlerweile eine feste freundin die in meine klasse geht, zwar nicht goth ist (ich hasse diese abkürzung für gothic) aber mir trotzdem hilft. Ich habe auch eine normale freundin die goth ist etwa gleichalt ist aber ich habe sehr wenig kontakt zu ihr. Ich würde gerne mehr leute in der schwarzen szene kennenlernen und vill. auch treffen. Ich würde mir gerne die haare nachfärben, doch meine eltern erlaubens ned (du bist noch zu jung un so).

    Ich würde mir gern noch dunklere Sachen kaufen, nur wenn ich das tue geht das mobbing wieder los.

    Keine sorge. Ich bin nicht einer von denen die sich nur so anziehen. Der tod und alles inspiriert mich, auch wenns in meiner beschreibung unglaubhaft klingt.

    Ich möchte mit jemanden reden mich austauschen, einfach jemanden der mic versteht kennenlernen.

    Falls ihr Interese haben solltet schreibt mich an: red.moon626@gmail.com

    Ich hoffe es meldet sich wer.

    Euer,
    Red Moon

  46. Black Raven 20. Juli 2014 zu 16:50 #

    Also ich bin schon seit 2 jahren Gothic und ich liebe die Szene sehr.Geile Klamotten und geile treffen wie das Wave Gotik Treffen in Leipzig
    Gothic4ever

  47. Neo Vg 20. Oktober 2014 zu 05:35 #

    Nachdem der obige Artikel nun schon länger in meinen Bookmarks herumliegt und ich inzwischen einen neutraleren Blick von jenseits des Tellerrands auf die Szene habe, möchte ich nun doch einmal meinen Senf dazu geben.

    Ich habe 13 (welch Zufall) Jahre lang praktisch in der Szene gelebt. Ich habe dort meinen ersten echten Freundeskreis aufgebaut (der nicht nur aus „denen aus der Schule, mit denen niemand sonst etwas zu tun haben wollte“ bestand), habe unendlich viel Freizeit in eine der ältesten noch bestehenden schwarzen Internet-Communities gesteckt, jahrelang Konzert-, Party- und Eventfotos für einen lokalen Veranstalter gemacht, so einige Mitglieder von Bands kennengelernt, einen Blick hinter die Kulissen bekommen und … naja, eben in der Szene gelebt und die Szene gelebt. Bis ich mich irgendwann immer mehr fehl am Platz gefühlt habe, immer mehr das Gefühl hatte, an einem großen Theaterspiel teilzunehmen. Die endgültige Erkenntnis war: Ich war zu alternativ geworden für die Schwarze Szene oder die Schwarze Szene zu spießig für mich. Vielleicht war es auch schon immer so und ich habe mir zuvor nur erfolgreich eingeredet, es wäre nicht so.

    Zu meinem größten Problem wurde aber der Selbstbetrug der Szene. Zeichen der Überlegenheit gegenüber dem ach so verdorbenen Mainstream, die mantraartig heruntergebetet wurden. Beim genaueren Blick aus einer neutraleren Position entlarvt sich sich vieles jedoch (leider!) als geschönt oder schlichtweg gelogen.

    Daher ein kritischer Blick auf die meisten der 10 Gründe:

    1. Anderssein können: Anders sein als wer? Anders als die Nicht-Goths? Ja. Anders sein als alle? Nein. Ich habe innerhalb der Szene eine manchmal geradezu ekelhafte Feindschaft gegenüber allen gesehen, die von den anerkannten Standards abgewichen sind. Unpassendes Styling oder gar als Neuling ohne entsprechend ausgestatteten Kleiderschrank zu einer Veranstaltung gehen? Ein No-Go und Quell unendlichen Gelästers. Die Szene hat ihren eigenen Mainstream aufgebaut und jeden bestraft, der sich geweigert hat, an diesem teilzunehmen. In manchen Gegenden mehr, in manchen weniger.

    3. Geld spielt keine Rolle: Eine glatte Lüge. Mittlerweile ist die Szene voll und ganz durchkommerzialisiert. Während im Mainstream Filialen großer Ketten mit immer günstigerer, aber trotzdem schicker Kleidung wie Pilze aus dem Boden schießen, wurde das Leben der Goths immer mehr von Statussymbolen geprägt. Boots bitte von New Rocks. An jedem WGT-Tag ein anderes Outfit, aber bitte keines, das du letztes Jahr schon einmal an hattest. Im verzweifelten Versuch, noch mehr Accessoires an einem Körper unterzubringen, kam man irgendwann bei Augenklappen (!) an. Aber auch abseits vom Szeneleben: Die Szene altert und mit dem Alter wurden genau die zuvor immer so kritisierten Dinge wichtiger: Das neue Auto, die schicke Wohnung, das Hotelzimmer beim Festival und die folgende Städtereise, natürlich alles festgehalten mit der möglichst großen Spiegelreflexkamera.

    4. Jenseits von Trends: Eine glatte Lüge. Die Szene kreiert ihre eigenen Trends, denen viele hinterher hecheln, als gäbe es nichts anderes im Leben. Während vor einigen Jahren braune Kleidung noch als Unding betrachtet wurde, gab es plötzlich „Steampunk“: Nichts anderes als ein Trend, erfunden von selbsternannten „Gothic-Models“ auf der Suche nach Aufmerksamkeit, aufgenommen von Kleidungslabels auf der Suche nach Umsatz, angereichert von Bands auf der Suche nach Bookings. Wie zuvor Cybergoth, Visual Kei und all den anderen Szene-Trends. Nichts dahinter. Kein Weltbild, keine Lebenseinstellung, am Anfang noch nicht einmal Musik.

    5. Keep out! Jain. Aus „damit muss ich mich als Gothic nicht beschäftigen“ sollte man eigentlich „damit _darf_ ich mich als Gothic nicht beschäftigen“ machen. Auch hier wurden eigene Standards aufgestellt, welche Themen wichtig zu sein haben. Festivalplanung, Urlaube in Skandinavien, Klamotten, Klamotten, Klamotten oh und das neue, stinklangweilige Album von Deine Lakaien.

    6. Unendliches, düsteres Universum: Naaaaaaja, also bitte. Eigentlich stürzten sich viele nur auf alles, was irgendwie passend erschien und ihre nach außen demonstrierte Lebensart irgendwie tiefgründig erscheinen ließ. „Gothic Literatur, Musik, Mode, Geschichte, in Filmen oder an skurrilen Orten“? Oberflächlichkeiten. Wo ist die Beschäftigung mit den Abgründen der Seele geblieben, mit der Melancholie und Düsternis tief in uns selbst? Immer öfter hatte ich den Eindruck, dass es viel mehr um den Schein geht, jedoch der Mut fehlt, einen Schritt weiterzugehen.

    7. Ja, durchaus richtig. Aber auch hier kann man wieder einen Dualismus beobachten: Auf der einen Seite grenzt man sich möglichst deutlich ab, auf der anderen Seite jedoch wird die Opferrolle zelebriert. Mimimi die hassen uns alle, nur weil einmal in der BILD stand, wir wären Satanisten! Und auch hier merkt man, dass die Szene alt geworden ist und immer mehr Leute im normalen Leben angekommen sind. Man trägt dezente schwarze Kleidung, ist im täglichen Leben oft nur noch „Eingeweihten“ erkennbar und kramt ein Mal im Jahr die auffälligen Outfits aus dem Wandschrank im Vorort-Reihenhäuschen, um nach Leipzig zu fahren und dort Gothic zu spielen.

    8. Party bis ins Grab: Ja, durchaus richtig und einer der positivsten Faktoren an der Szene. Aber dass es geht heisst leider nicht, dass es auch gemacht wird. Wenn ich heute gelegentlich doch noch eine der hiesigen Partys besuche, sehe ich kaum noch bekannte Gesichter – die tauchen vielleicht noch alle paar Wochen oder Monate mal wieder auf und verbringen ihre Samstag Abende ansonsten genau so wie alle anderen Leute: Schick essen gehen und dann eine DVD gucken, gelegentlich zu einem Konzert gehen, aber bitte ohne After Show Party – schließlich steht am Sonntag der Besuch bei Verwandten oder der Ausflug aufs Land an und zudem muss man am Montag Morgen fit im Büro erscheinen und ist ja keine 20 mehr. Auch ist das kein exklusiver Vorteil der Szene, so sehr sie sich das in ihrem beschränkten Weltbild auch einreden mag.

    9. No Drugs: Eine glatte Lüge und vor allem so wie oben geschrieben basierend auf Unwissen und Selbstbetrug. Alkohol ist sowohl vom Abhängigkeitspotential als auch von den davon verursachten körperlichen und geistigen Langzeitschäden und sozialen Auswirkungen her eine der schlimmsten Drogen und was man so auf Partys und Festivals beobachten kann, lässt sich oft nur noch als großer Drogenexzess beschreiben. Kokain, Speed und Crystal sind gerade – aber nicht nur – bei Musikern viel weiter verbreitet als die Szene es sich in ihrer Arroganz eingestehen will, gekifft wird eh genau so wie überall anders und auch die einzigen mir bekannten Heroinsüchtigen sind Goths. Seit mein früherer Bekanntenkreis weiß, dass ich mich inzwischen in einer Drogen gegenüber sehr offenen Szene bewege, wurde ich bei _jedem_ weiteren Besuch einer schwarzen Veranstaltung gefragt, ob ich nicht mal was besorgen könnte.

    10. Werte und Miteinander: Eine große Lüge. Ich habe nirgends sonst so viel Feindschaft und Intoleranz erlebt. Nicht nur nach außen, sondern auch untereinander. Neulinge sind grundsätzlicher Poser, Cybergoths zu hassen gehört zum guten Ton und Batcaver sind sowieso besser als alle anderen. Toleranz gibt es dafür dort, wo sie eigentlich nichts zu suchen hat: Dass immer wieder Scharen von Nazis in Uniformen herumlaufen und völkische Ideale propagieren, wird schlichtweg ignoriert oder mit lächerlichen Ausreden abgetan.

    Es würde der Szene IMO sehr gut tun, wenn sie sich offener und ehrlicher mit diesen und weiteren Faktoren auseinandersetzen würde. Ich habe auf solche Rants hin immer wieder viel Zuspruch und Dank bekommen, oft von Leuten, die genau so denken, es sich aber nicht trauen zu sagen, da die Szene für sie die einzige Familie und das einzige Zuhause ist, das sie haben und sie schlichtweg Angst haben, ausgestoßen zu werden.

  48. -jl- 20. Oktober 2014 zu 08:19 #

    Hallo Neo, nett dich zu lesen. Ich hoffe alles ist schön bei dir. Du hast die Sache so wundervoll zusammenfasst, ich habe mich heute morgen in der Bahn gefreut.

  49. Vivi 21. Oktober 2014 zu 18:44 #

    „Gothic“ ist das was jeder selbst draus macht ;-).

  50. Marcus 24. Oktober 2014 zu 15:03 #

    @Neo Vg: Wäre ich Shan Dark, würde ich mich durch Deine Worte angegriffen fühlen. Unterstellst Du ihr doch mehrmals „eine glatte Lüge“. Ist es aber nicht so, dass unterschiedliche Menschen die Szene unterschiedlich definieren? Und ist es nicht so, dass Menschen unterschiedliche Erfahrungen machen? Als Beispiel: Ich habe bisher keinen einzigen Grufti kennengelernt, der Heroin oder ähnliche von Dir genannte Drogen nimmt. Im Gegenteil: In noch keiner Szene habe ich so viele Menschen getroffen, die Drogen (auch Alkohol!) strikt ablehnen. Du scheinst hier komplett andere Erfahrungen gemacht zu haben. Aber sind meine Erfahrungen, die sich scheinbar mit Shan Darks aber so gar nicht mit Deinen decken, deshalb gelogen? Und auch bei den anderen Aussagen, die Du als Lügen etc. abstempelst, liegen vielleicht komplett andere Erlebnisse und Erkenntnisse zugrunde.

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